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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Lustig, unterhaltsam und regt zum Nachdenken an!

Wo steckst du, Bernadette?
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Bernadette ist Ehefrau, Mutter und eigentlich eine sehr gute Architektin, jedoch hat sie aufgrund vieler verschiedener Faktoren, die ineinander verwoben sind, etliche Niederschläge einstecken müssen, die ...

Bernadette ist Ehefrau, Mutter und eigentlich eine sehr gute Architektin, jedoch hat sie aufgrund vieler verschiedener Faktoren, die ineinander verwoben sind, etliche Niederschläge einstecken müssen, die sie nie richtig verarbeitet hat. Und die bringen ihr nun Probleme über Probleme ein. Sie haust nicht nur mit ihrer Familie trotz ihrer prächtigen Finanzlage in einem verwahrlosten Haus in Seattle, sondern hat beispielsweise auch eine indische Assistentin über das Internet engagiert, die ihr das Leben erleichtern sollte. Und da sind auch noch die ganzen Gnitzen (Supermoms) die ihr das Leben nicht gerade leichter machen… Aus der Bahn wirft sie der Wunsch der Tochter Bee in die Antarktis zu fahren. Bernadette widerstrebt der Gedanke und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Das Buch hat einen ganz besonderen, etwas außergewöhnlichen Stil, da es nicht "einfach" herunter geschrieben ist, sondern sich verschiedenster Kommunikationsformen und Wege bedient. Es werden Briefe, E-Mails, Schulbenachrichtigungen und Ähnliches gekonnt zusammengepackt, sodass zumindest zu Beginn keinerlei Langeweile entsteht. Trotz der vielen Sprünge sowohl räumlich, als auch zeitlich und personell, führt die Autorin gut verständlich die Fäden zusammen. Die Sprache ist leicht verständlich und gut zu lesen. Positiv anmerken möchte ich die meist sehr gut gelungene Charakterisierung der Protagonisten (auch wenn sie mir nicht alle sympathisch waren), sowie die vielen gelungenen Witze und die aufgebaute Spannung, denn je weiter man liest, umso dringender will man wissen, wo Bernadette ist.

Unter dem Strich ein meist lustiges, unterhaltsames Buch, dass zum Nachdenken anregt.
Aufgrund einige Längen, die zwar nicht sehr ins Gewicht fallen, aber nun mal da sind, sowie der einen oder anderen offene Frage zum Ende des Buches(z.B. wie geht´s weiter?) verteile ich vier Sterne.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Absolute Empfehlung für Krimifans

Maria, Mord und Mandelplätzchen
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24 gute bis sehr gute Weihnachtskrimis beinhaltet die Anthologie, die als Adventskalender für Krimibegeisterte absolut zu empfehlen ist. Manche Autoren kannte ich, andere waren mir gänzlich unbekannt und ...

24 gute bis sehr gute Weihnachtskrimis beinhaltet die Anthologie, die als Adventskalender für Krimibegeisterte absolut zu empfehlen ist. Manche Autoren kannte ich, andere waren mir gänzlich unbekannt und sie führen den Leser durch ganz Deutschland, was das Buch sehr abwechslungsreich gestaltet. Auch die Geschichten an sich sind sehr unterschiedlich, von bitterböse bis überraschend ist alles dabei.

Unter dem Strich gibt es keine Abzüge, ich habe mich jeden Abend auf die Geschichte gefreut und wurde auch nie enttäuscht. Also spreche ich gerne für die Weihnachtssaison 2015 eine Leseempfehlung für Krimifans aus...wer nicht so lange warten möchte, wird aber notfalls auch davor seinen Spaß haben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein nettes Buch, das zum Nachdenken anregt

Das Wunschjahr
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Olive wacht am Neujahrsmorgen auf, weiß nicht wo sie ist und hat keinerlei Erinnerung an den Silvesterabend. Dann findet sie sich bei ihrem Exfreund im Bett wieder - eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. ...

Olive wacht am Neujahrsmorgen auf, weiß nicht wo sie ist und hat keinerlei Erinnerung an den Silvesterabend. Dann findet sie sich bei ihrem Exfreund im Bett wieder - eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Zunächst versteht Olive nicht, was vor sich geht, warum es ist, als sei das vergangene Jahr erst angebrochen. Sie bekommt eine zweite Chance dieses Jahr besser zu meistern, Fehlentscheidungen nicht zu treffen und so grundlegendes in ihrem Leben nicht zu gefährden. Doch wird sie es schaffen ihre zweite Chance zu nutzen? Wird alles besser, oder muss sie erneut Niederschläge einstecken?

Das Buch lässt sich angenehm und leicht lesen. Die Geschichte ist recht locker, leicht verständlich und in sich geschlossen. Viele tolle Momente, aber auch schwierige im Leben der jungen Frau werden geschildert. Mit der Zeit haben sich einige Veränderungen und spannende Wendungen ergeben, trotzdem hätte aus der interessanten Thematik bestimmt mehr rausgeholt werden können. Die ganze Zeit wartete ich auf DEN Punkt, der mich richtig packt und emotional tief berührt - für mich blieb er aus... Die Protagonistin war mir sympathisch und ich hoffte das Beste für sie und ihr Umfeld.

Das Beste an dem Buch: Es regt zum Nachdenken an! Was würde man selbst ändern, hätte man die Chance das vergangene Jahr nochmal zu erleben und andere Entscheidungen zu treffen. Stellt sich aber auch die Frage, ob das überhaupt wünschenswert wäre. Wohin würde der Weg führen, würde etwas wirklich besser?

Insgesamt ein Buch, dass für jeden Leser, der gerne Beziehungs- und Liebesgeschichten liest, zu empfehlen ist.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Nicht Fiedlings Meisterwerk, aber lesenswert

Sag, dass du mich liebst
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Die Privatermittlerin Bailey Carpenter wird bei ihrer Arbeit brutal vergewaltigt. Niemand hat etwas gesehen und auch sie selbst kann nur sehr ungenaue Angaben zum Täter machen. Theoretisch könnte es jeder ...

Die Privatermittlerin Bailey Carpenter wird bei ihrer Arbeit brutal vergewaltigt. Niemand hat etwas gesehen und auch sie selbst kann nur sehr ungenaue Angaben zum Täter machen. Theoretisch könnte es jeder durchschnittliche Typ gewesen sein, was es nicht nur für die Polizei schwierig macht den Täter zu finden, sondern auch für Bailey, die nie weiß, ob ihr gerade ihr Vergewaltiger begegnet. Während die körperlichen Wunden schnell heilen, sind die psychischen Probleme von Panikattacken bis zu Alpträumen riesig und scheinen sogar immer schlimmer zu werden. Da die Polizei nicht vorankommt, beginnt Bailey selbst zu recherchieren und gerät in immer seltsamere Geschichten hinein, die ihre Glaubwürdigkeit immer mehr beschädigt. Zusätzliche Probleme bereitet eine schwierige Familiengeschichte, die zusätzlich an ihren Nerven zerrt...

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, leicht zu lesen und am Beginn und Ende auch äußerst spannend und hier liegt das "Problem", denn im mittleren Teil passiert recht wenig. Richtig langweilig wird es nicht, da die Autorin gekonnt die Probleme der Protagonistin ausführt, aber etwas kürzer hätte dieser Teil ausfallen dürfen. Das Ende der gut konstruierten Geschichte war dann wieder gewohnt spannend. Es gibt nicht nur eine Sache, sondern zwei aufzuklären und während die eine Sache den Leser richtig aus der Fassung bringen kann, ist die andere, zwar ebenfalls nicht vorhersehbar, jedoch etwas weniger toll gelungen.

Insgesamt nicht der beste Fielding und von einem klassischen Thriller würde ich auch nicht sprechend wollen, trotzdem ist "Sag, dass du mich liebst" lesenswert!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Für Buchliebhaber mit Hang zur Romantik

Ein Buchladen zum Verlieben
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Die Liebe zu Büchern vereint die ungleichen Brieffreundinnen Sara, die junge Schwedin und die bedeutend ältere Amerikanerin Amy. Die Freundschaft soll eine neue Dimension erreichen, deshalb macht sich ...

Die Liebe zu Büchern vereint die ungleichen Brieffreundinnen Sara, die junge Schwedin und die bedeutend ältere Amerikanerin Amy. Die Freundschaft soll eine neue Dimension erreichen, deshalb macht sich Sara auf den Weg in die USA, Iowa ins kleine Örtchen "Broken Wheel", doch sie kommt zu spät, denn kurz vor ihrem Eintreffen ist Amy verstorben. Statt wieder zurück nach Schweden zu fliegen, bleibt Sara auf Anraten der Broken Wheeler in Amys Haus und verbringt dort ihren Urlaub. Sie muss sich um nichts kümmern, da sie von den Einwohnern rundum versorgt wird. Sara möchte jedoch auch wieder etwas zurückgeben und nachdem ihre Angebote zu arbeiten ausgeschlagen werden, beschließt sie einen Buchladen mit Amys Büchern zu eröffnen, in einer Stadt in der niemand liest und gewöhnlich keiner ein Buch in die Hand nimmt. Das Interesse an Büchern lässt auch nach der Eröffnung auf sich warten, aber Sara wird immer interessanter für die Bewohner, sodass sie den Buchladen doch aufsuchen und er bald zentraler Dreh- und Angelpunkt für das gesellschaftliche Leben in Broken Wheel wird, bis das nächste Problem auftritt - Saras Visum läuft aus und die Stadt ist in heller Aufruhr...

Eine leise, langsame und leichte Geschichte mit viel Herz und auch einer großen Portion "typischem" US-Kitsch und Romantik, was die Autorin wundervoll zusammenfügt. Zwischen den Kapiteln mit den aktuellen Handlungen, werden immer wieder herzerwärmende Briefe eingestreut, die Einblicke in die Beziehung zwischen Amy und Sara ermöglichen und gleichzeitig die Broken Wheeler beschreiben. Die Charaktere sind verschiedener, wie sich nicht sein könnten und trotzdem alle gleichermaßen liebenswert. Einerseits Sara, die recht schüchtern und weltfremd in ihrer Bücherwelt verhaftet ist, auf der anderen Seite die herzlichen, aber durchaus "speziellen" Broken Wheeler. Caroline, die Gottesfürchtige, Andy und Carl das schwule Paar, Grace die einen Diner leitet(und das Schrottgewehr immer in der Nähe hat), oder auch George, der aktuell mit trockene Alkoholiker, die wegen Sara und den Büchern eine unheimliche Wandung vorziehen, sich neu erfinden oder vielleicht auch nur zu sich finden? Doch nicht nur die Bewohner, auch die wirtschaftlich schwache, dafür gesellschaftlich umso stärkere Stadt ist so bildlich beschrieben, dass man sie sich sehr gut vorstellen kann.

Ein Buch, dass die Liebe zu Büchern und die Möglichkeiten, die Bücher schaffen können in den Fokus stellt. Ein Buch, dass Buchliebhaber mit einem (zumindest kleinen Hang) zur Romantik und Kitsch lieben werden - sofern sie kein Problem mit Klischees haben!

Absolute Leseempfehlung für Leser, die auch vor sich hin plätschernde Romane lieben können!