Cover-Bild Eine Reise in 72 Wörtern
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 13.11.2024
  • ISBN: 9783442770717
Laura Imai Messina

Eine Reise in 72 Wörtern

Der japanische Weg zur Harmonie
Judith Schwaab (Übersetzer), Stefanie Römer (Übersetzer)

Eine Reise zur wahren Seele des Landes der aufgehenden Sonne: 72 philosophische, spirituelle, etymologische, persönliche Versuche die Faszination Japan in Worte zu fassen.

Die Lehren, die aus Japan kommen, sind auch im Westen aktueller denn je. Aber was genau macht den japanischen Geist aus?

72 Begriffe gibt es im Japanischen, um die Jahreszeiten zu beschreiben und das Jahr in Abschnitte zu gliedern, die alle fünf Tage die Gelegenheit zur Erneuerung und inneren Reflexion bieten.

So heißt etwa Harmonie auf Japanisch wa , aber wie alle japanischen Wörter beinhaltet es viel mehr: In Harmonie mit den Dingen zu sein, das bedeutet in Japan Schönheit, Freude und Gemeinsinn in den Mittelpunkt des Lebens zu stellen, durch kontinuierliche Arbeit an sich selbst, durch das Erlernen von Geduld, durch überlegtes Handeln und gelebtes Miteinander.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2025

sehr interessant und lehrreich

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Von Laura Imai Messina hatte ich das Buch „Die Telefonzelle am Ende der Welt“ gelesen, das sich poetisch mit dem Verlust, der Trauer und dem Loslassen auseinandersetzt und mich durch die Tiefsinnigkeit ...

Von Laura Imai Messina hatte ich das Buch „Die Telefonzelle am Ende der Welt“ gelesen, das sich poetisch mit dem Verlust, der Trauer und dem Loslassen auseinandersetzt und mich durch die Tiefsinnigkeit und einfühlsame Erzählweise beeindruckt hat. Nun war ich gespannt auf ihr neues Werk.

In „Eine Reise in 72 Wörtern“ beschreibt Laura Imai Messina die Kultur, Weltsicht, das Selbstverständnis und Selbstbild als Teil einer Verknüpfung mit anderen und die daraus resultierende Harmonie. Die 72 Wörter zeigen nicht nur den Weg, sondern orientieren sich an den vier Jahreszeiten, die in 24 Perioden unterteilt werden. Alle fünf Tage entsteht eine neue Jahreszeit, die exakt beschreibt und jedesmal einen neuen Anfang und somit eine neue Chance zur Erneuerung bzw. einen neuen Anfang in sich birgt. Die einzelnen Jahreszeiten haben dabei so bezaubernde Namen wie „Die Regenwürmer lugen aus der Erde“ oder „Die Pfirsichblüte“. Auch in diesem Buch fällt die einfühlsame Art, ihre Liebe zu Japan und den Hintergründen der Sprache und Wörtern auf. In beeindruckender Tiefe erklärt sich Kanji und, warum sich mache in welchen Worten wiederfinden, wie vielfältig nicht nur Sprache sondern auch Sicht und Akzeptanz des Anderen ist, das sich in die japanische Kultur einfügt und diese lebendig hält. Ich kann kein Japanisch und mir war vorab nicht bewusst, dass es sich nicht nur um eine philosophische, sondern auch eine sprachwissenschaftliche Auseinandersetzung handelt. Für mich war dies manchesmal schwere Kost, und ich habe das Buch in vielen Abschnitten gelesen, da die Betrachtung und Besprechung der für mich vielen Kanji recht fordernd war, ich mich aber bestmöglich darauf einlassen wollte. Wer nun (etwas) japanisch spricht, wird es wohl einfacher haben. Die Autorin gibt an, dass man das Buch nicht durchgehend lesen muss, sondern einfach eine Jahrezeit, die einen ausgesucht hat, liest.

Insgesamt hat mir die Lektüre dieses intensiven Werkes viele neue Sichtweisen und Zusammenhänge aufgezeigt, die den japanischen Weg zur Harmonie aufzeigen. Darunter auch eine Grundzufriedenheit und Zuversicht, die alle vereint und einzelne mitträgt.

Veröffentlicht am 19.11.2024

Faszination Japan

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Meine Meinung und Inhalt

Eine Reise zur wahren Seele des Landes der aufgehenden Sonne:

72 philosophische, spirituelle, etymologische, persönliche Versuche die Faszination Japan in Worte zu fassen.


Mich ...

Meine Meinung und Inhalt

Eine Reise zur wahren Seele des Landes der aufgehenden Sonne:

72 philosophische, spirituelle, etymologische, persönliche Versuche die Faszination Japan in Worte zu fassen.


Mich hat dieses Buch natürlich auch wegen des Covers und des Titels angesprochen, aber vor allem auch, weil ich zu wenig über das Land Japan weiß. Diesem dann philosphisch etwas näher zu kommen, hat mich fasziniert.

Ich habe das Buch nicht am Stück gelesen, sondern die Kapitel in einzelnen Etappen.


72 Begriffe gibt es im Japanischen, um die Jahreszeiten zu beschreiben und das Jahr in Abschnitte zu gliedern, die alle fünf Tage die Gelegenheit zur Erneuerung und inneren Reflexion bieten.

In diesem Buch folgt man der Japanerin Yui, die nach dem Tsunami 2011 ihre Familie verloren hat und sich auf eine Reise begibt, um auf einer abgelegenen Insel im Norden Japans die letzten Worte ihrer verstorbenen Angehörigen zu hören.

Messina zeigt die Vielfalt des Trauerns und wie unterschiedlich Menschen mit Verlust umgehen. Sie spricht von Verbindungen, Erinnerungen und tiefer Verzweiflung.

Die Geschichte sowie der Schreibstil der Autorin konnte mich berühren, denn sie schaffte es geschickt M, die Schwere des Trauerns mit einer leisen Poesie zu verbinden.



Über die Autorin

Laura Imai Messina wurde in Rom geboren. Mit dreiundzwanzig Jahren zog sie nach Japan. Ihr Studium an der University of Foreign Studies schloss sie mit dem Doktortitel ab, mittlerweile arbeitet sie als Dozentin an verschiedenen Universitäten. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Tokio. Ihr Roman »Die Telefonzelle am Ende der Welt« stand in Italien und Großbritannien wochenlang auf der Bestsellerliste und wurde in 25 Länder verkauft. Laura Imai Messinas Romane zählen zu den meistübersetzten italienischen Büchern weltweit.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Ein Buch über die japanische Kultur und die japanische Seele

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Das Buch ist über 400 Seiten stark und quillt nur so über vor faszinierenden Details und Informationen über Japan und die japanische Gesellschaft.

Die Autorin hat das Buch in 72 Kapitel eingeteilt, so ...

Das Buch ist über 400 Seiten stark und quillt nur so über vor faszinierenden Details und Informationen über Japan und die japanische Gesellschaft.

Die Autorin hat das Buch in 72 Kapitel eingeteilt, so wie die Japanerinnen das Jahr in 72 Jahreszeiten einteilen.

Der alte japanische Kalender teilt die vier Jahreszeiten eines Jahres in 24 sogenannte Perioden ein, die wiederum jeweils in drei Teile aufgeteilt sind, so dass am Ende 72 verschiedene Zeiten entstehen

Jedes Kapitel ist mit einem Begriff und dem dazugehörenden Schriftzeichen überschrieben. Diese 72 Begriffe werden dann in den unterschiedlich langen Kapiteln, teilweise sehr ausführlich erläutert und in einen passenden Kontext gesetzt.

Teilweise werden auch die Herkunft der Schriftzeichen und ihre Zusammensetzung erklärt. Dabei war es mir manchmal etwas langatmig geschrieben, an anderer Stelle fand ich es dann aber auch äußerst interessant und erhellend.

Die Autorin stellt auch Vergleiche zwischen japanischer und westlicher Denkweise an, was mich wünschen lässt, dass wir uns im Westen einfach manchmal mehr ein Beispiel an den japanischen Gepflogenheiten nehmen sollten. Wo kann man schon seine Tasche unbeachtet stehen lassen, um sich um die Bezahlung seiner Mahlzeit zu kümmern, und ohne befürchten zu müssen, bestohlen zu werden?

Die Philosophie und Poesie, die in diesem Buch steckt, hat mich berührt und fasziniert. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und bildhaft. Die Liebe und Achtung, die sie für Japan und die Menschen empfindet, kann man auf jeder Seite spüren.

Ich empfehle das Buch allen Menschen, die eine Reise nach Japan planen, ob es nun eine Reise zum Vergnügen oder eine Geschäftsreise ist, ist dabei völlig unerheblich. Aber gerade Geschäftsleute können in diesem Buch vorab einige Verhaltensweisen erlernen, die den Umgang mit Japaner
innen und das Verständnis zueinander erleichtern können.

Fazit:

Das Buch sollte man weglegen, wenn man nur eine leichte Lektüre erwartet, denn das geballte Wissen in diesem Buch erfordert aufmerksames und konzentriertes Lesen.

Empfehlen kann ich das Buch allen, die sich für die japanische Kultur und Geschichte interessieren und sich generell tiefergehend mit Japan beschäftigen möchten.

Ich habe durch dieses Buch auf jeden Fall viel über Japan gelernt, das ich noch nicht wusste.

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