Wie weit noch?
Love SickMama, wie weit noch?
Nein, dieses Buch ist keine nostalgische Erinnerung an Urlaubsreisen nach Italien im vollgestopften Familienauto, mit zwei Geschwistern links und rechts, und dem Beutel mit Muttis ...
Mama, wie weit noch?
Nein, dieses Buch ist keine nostalgische Erinnerung an Urlaubsreisen nach Italien im vollgestopften Familienauto, mit zwei Geschwistern links und rechts, und dem Beutel mit Muttis geschmierten Broten auf dem Schoß. Aber es liest sich so. Ein wenig.
Die Ausgangsidee war super, die Vorfreude groß, der Kofferraum ist beladen mit ein paar originellen Wendungen, Schreibstil und Charakterentwicklung – Pardon, die Butterbrote – flutschen. Und trotzdem… Mama, wann sind wir endlich da?
Es zieht sich. Manche Dialoge kehren wieder, wie dieses eine Lied, das zu jeder vollen Stunde im Radio läuft, andere ziehen sich wie die Verkehrsnachrichten am ersten Sommerferienwochenende. Und dann dieser Stau im letzten Drittel, der alles lahmlegt, und dessen Ursache so notwendig ist wie „Stau durch Gaffer“.
Dass ich mich mit dem Setting „Gynäkologie“ nicht unbedingt in mein persönliches Urlaubsparadies manövriert habe, war mir klar. Trotzdem wollte ich dem Buch aufgrund vieler positiver Rezensionen eine Chance geben. Was soll ich sagen: Das Setting kam ungefähr so intensiv zur Sprache wie man über die Kirchtürme der Alpendörfer spricht, an denen man vorbeifährt, wenn man auf den Gotthardtunnel zusteuert. Also so gut wie nicht. Dafür sind verwirrend viele andere Autos, Pardon, Nebenfiguren auf der Straße unterwegs.
„Der Weg ist das Ziel“ ist bei diesem Buch also NICHT das passende Motto, das Ziel trotzdem schön, denn (Spoiler): Sie kriegen sich.
Danke an @netgalley.de für das Rezensionsexemplar!