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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2024

Herzerwärmend und schön gestaltet

Die Katze, die nach Weisheit sucht
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Eine Katze, die auf der Suche nach dem Baum des Friedens ist. Viele kleine Leben, die ihr auf diesem Weg begegnen. James Norbury erschafft einen weiteren Roman voller Frieden und Weisheit. Schon ab der ...

Eine Katze, die auf der Suche nach dem Baum des Friedens ist. Viele kleine Leben, die ihr auf diesem Weg begegnen. James Norbury erschafft einen weiteren Roman voller Frieden und Weisheit. Schon ab der ersten Seite erkennt man, wie viel Liebe und Frieden in diesem Buch steckt. Um diese Art von Botschaften zu vermitteln, muss auch der Autor in sich ruhen. Besagte Katze geht auf Reisen. Sie trifft viele Freunde. Rabe, Wolfsjunges, Affe, Tiger, Schildkröte und letztlich das Kätzchen. Für sie alle hatte die Katze eine Botschaft. Sie alle waren in einem Gebiet des Lebens im Unreinen, doch Katzen beherbergen bekanntlich die Weisheit und so half sie allen, den Blick auf die Dinge zu verändern. Ganz alltäglich, fast banal wirkend und doch so wichtig für jedermann. Die Katze möchte alleine sein, möchte in sich ruhen, doch mit einem jungen verspielten Kätzchen ist das nicht so einfach. Und so hat auch ein Tier der Weisheit noch eine Lektion zu lernen. Denn nie hat man ausgelernt und diese Botschaft kann sicherlich viele inspirieren ein neues Projekt in die Hand zu nehmen, oder das eigene Verhalten zu reflektieren. Ich kann dieses schöne Buch jedem empfehlen. Die Bilder sind detailreich und ich liebte die Anspielungen auf Norburys Bilderroman "Großer Panda und kleiner Drache". Wer einen kurzweiligen Moment Seelenfrieden und innere Ruhe sucht, der setzt sich genau mit diesem Buch abends auf die Couch.

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Veröffentlicht am 21.11.2024

Spannend, humorvoll und genau stimmig

Zwei Hexen und ein Whiskey
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Annette Maries "Guild Codex"-Reihe bringt alles mit, was für eine gute Fantasy-Geschichte notwendig ist: Action, Spannung, ein breites Worldbuilding, ausgefeilte Charaktere und die richtige Dosis Humor ...

Annette Maries "Guild Codex"-Reihe bringt alles mit, was für eine gute Fantasy-Geschichte notwendig ist: Action, Spannung, ein breites Worldbuilding, ausgefeilte Charaktere und die richtige Dosis Humor und Sarkasmus. Auch durch diesen Band bin ich regelrecht geflogen, denn Maries Schreibstil liest sich flüssig. Kein Kapitel endet in Langeweile, sondern birgt auf jeder neuen Seite eine neue Info oder einen neuen Vorfall. Die Charaktere sind breit gefächert. Kleine Drachen, freche Feen und Magier jeglicher Art. Dabei deckten sich gerade in diesem Band sehr viele Geheimnisse um die Protagonisten auf. Diese werden angerissen, sodass ich mich schon sehr auf den potenziellen Stoff in den Folgebänden freue. Und natürlich darf einer nicht fehlen: Druide Zac, der sich ziemlich schnell in mein Herz geschlichen hat und dessen Anwesenheit für mich beim lesen Freude bedeutet. Wie viele Autoren können das durch ihre Charaktere hervorrufen?

Das Buch startet gewohnt schnell in die Geschichte, wie ich es liebe. Natürlich gehören dazu auch im großen Maße ziemlich unüberlegte Handlungen seitens Tori. So wie wir sie eben kennen. Wieder bemerkte ich beim Lesen erfreut, wie die Autorin einen stinknormalen Menschen in eine Fantasywelt einwebt, ohne es überzogen darzustellen. Tori ist auf ihre Weise stark und so treibt dieser Band auch ihre Geschichte weit nach vorne. Für die Länge der Reihe war dies genau der richtige Zeitpunkt, um die Geschichte weiter zu entwickeln. Dabei kann ich weiterhin noch nicht genau sagen, was die Hauptstory ist. Der Leser lebt von einem magischen Ereignis ins nächste und es kristallisieren sich bestimmte Richtungen hervor, aber persönlich tappe ich noch im Dunkeln. Sehr gerne bleibe ich weiter dran und freue mich schon darauf, in nächsten Band mit Tori einen Martini zu trinken.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Balsam für das Herz

Das Archiv der Herzschläge
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Wie schlug mein Herz, als ich dieses Buch begonnen und wie, als ich es beendet habe? Vielleicht ruhig und friedlich, wie der Inhalt es ihm vermittelt hat.

Nach dem Tod seiner Mutter zieht Shūichi übergangsweise ...

Wie schlug mein Herz, als ich dieses Buch begonnen und wie, als ich es beendet habe? Vielleicht ruhig und friedlich, wie der Inhalt es ihm vermittelt hat.

Nach dem Tod seiner Mutter zieht Shūichi übergangsweise wieder in das Haus seiner Kindheit. Sein Herz hat schon früh anders geschlagen, als das der Meisten. Ein Herzfehler drängt ihn zur ständigen Überprüfung seines Herzschlages. Immer im Rhythmus. Egal in welcher Sprache. Doch Schicksalsschläge meinen es nicht gut mit Shūichis Herzen und so verliert es seinen Takt, als ihm alles genommen und das Broken Heart-Syndrom gegeben wird. Zurückgezogen begegnet ihm der kleine Kenta und so beginnt eine Reise zum Shinzō-on no Ākaibu. Zum Archiv der Herzschläge.

Es brauchte nur wenige Worte um zu erkennen, dass mich dieses Buch in eine wohlig warme Decke hüllen würde. Der Leser verfolgt Shūichis Gegenwart, aber auch seine Vergangenheit und immer wieder lernte ich etwas neues über das Herz und wie es schlägt. Mir erschloss sich ein Bewusstsein, über die Unmöglichkeit des Herzens. Darüber, wie es in jeder Situation anders arbeitet, sich anpasst. Messina beschreibt auf eine sanfte Art das Leben und legt ihre Worte wie Balsam über mein Herz. Dieses Buch öffnet eine Sichtweise aufs Leben, die mit Schmerz und nicht trotz Schmerz auskommt und vielleicht eröffnet es einem, dass das Leben nur mit Trauer auskommt und man das Wesen seiner selbst verpassen wird, wenn man diesen Teil in sich selbst unterdrückt.

Das Archiv der Herzschläge gibt es wirklich. Wer möchte, kann dort hinreisen und seinen Herzschlag in ein System mit vielen anderen einpflegen lassen. Vielleicht wäre es eine Reise zu einem selbst, vielleicht auch nur der Wunsch nach Unendlichkeit. Messinas Werk jedenfalls verdient deutlich Aufmerksamkeit und Verständnis. Eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 28.08.2024

Ein Rausch durch die Zeit

Das Wesen des Lebens
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Es kommt einer Kunst gleich, Sachbücher so auf Papier zu bringen, dass sie weder trocken, noch langweilig für den Leser werden. Iida Turpeinen hat dies glanzvoll mit "Das Leben des Wesens" geschafft.
Mit ...

Es kommt einer Kunst gleich, Sachbücher so auf Papier zu bringen, dass sie weder trocken, noch langweilig für den Leser werden. Iida Turpeinen hat dies glanzvoll mit "Das Leben des Wesens" geschafft.
Mit einer Symbiose aus überlieferter Erzählung und Vorstellungskraft, haucht Turpeinen ausgestorbenen Lebewesen wieder Atem ein. Sie erschafft Faszination für die Welt, die einst war und nie wieder so sein wird.

In "Das Wesen des Lebens" wird das Aussterben verschiedenster Lebewesen thematisiert. Im Vordergrund steht hierbei die Stellersche Seehkuh, die ihren Namen ihrem Entdecker zu verdanken hat. Einst als größte Seekuh der Meere, schwamm sie gemächlich und ruhig durch die Tiefen des Wassers, doch jeder Teil an ihr war wertvoll. Damals war den Menschen gar nicht bewusst, dass sie für das Ausrotten einer Art verantwortlich sein könnten. Für mich war die Entwicklung spannend zu lesen. Mit jeder Seite stieg das Bewusstsein der Forscher über die Taten der Menschen. Detailliert wird geschildert, wie verschiedenste Menschen, Umstände und Handlungen entlang eines roten Strangs zu einem spezifischen Ereignis führen können und wie wenig daran geändert werden müsste, um den Lauf der Dinge komplett zu verändern. Der Roman wirkt sehr gut recherchiert und man bekommt einen erfrischend knackigen Rückblick in die Entwicklung der Tiere allgemein. Vom Meer zum Land und wieder zurück. Ich wusste nicht, dass dieses Thema so spannend sein kann, doch von diesem Buch kam ich kaum los. Deswegen kann ich es für jedermann empfehlen, denn vielleicht überrascht es euch genau wie mich.
Am Ende findet sich die kleine Anmerkung: Während der Roman geschrieben wurde, sind 374 Arten ausgestorben. Wenn uns das nicht zu denken gibt, was braucht es mehr?

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Veröffentlicht am 28.08.2024

Menschliche Tollpatschigkeit meets knallharte Magie

Dunkle Künste und ein Daiquiri
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Nach dem Überraschungsfund "Drei Magier und eine Margaritha" geht es nun in einem fulminanten zweiten Teil weiter. Protagonistin Tori wurde als Mensch geboren. Durch ihre unerschrockene, vorlaute und tollpatschige ...

Nach dem Überraschungsfund "Drei Magier und eine Margaritha" geht es nun in einem fulminanten zweiten Teil weiter. Protagonistin Tori wurde als Mensch geboren. Durch ihre unerschrockene, vorlaute und tollpatschige Art landete sie in einer der heruntergekommensten Gegenden in einer Bar und fing aus der Not heraus dort einen Job als Barkeeperin an. Doch diese Bar ist nicht normal und schon schnell befand Tori sich im ersten Teil in einer Welt voller Magie, Action und witzigen, heißen, übernatürlichen Jungs wieder. Auch im zweiten Teil sorgte diese Truppe wieder für viele Lacher und Pageturner. Üblicherweise kenne ich es aus Fantasy Büchern, dass die Protagonisten bislang nur nichts von ihrer übernatürlichen Existenz wussten, doch hier scheint Tori wahrhaftig ein Mensch zu sein. Ich liebe es, wie die Autorin sie als normalen Menschen, ohne nennenswerte Fähigkeiten, in das Geschehen der magischen Welt einbinden kann. Deshalb hatte ich zunächst Sorge, dass sich Band 1 in ähnlichem Stil wiederholen würde, doch Marie erschafft ein komplett neues Abenteuer, welches vielversprechende Hinweise auf zukünftige Bände liefert und mit keiner Seite langweilig wurde. Spannende, vielschichtige neue Figuren werden gekonnt eingeflochten und in Maries Reihe sind selbst die Antagonisten ziemliche coole Charaktere. Mit diesem Band wird auch das Portfolio an magischen Wesen erweitert und ich empfand es passend, wie diese in die menschliche Welt integriert werden. Hierbei darf man keine großen Erklärungen erwarten, wie die Magiewelt funktioniert, jedoch gibt es auch kaum Ungereimtheiten oder Inkonsistenz.
Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen und werde die Reihe weiterverfolgen. Dieses Fantasy Buch ist sicherlich für Teenager und Erwachsene eine witzige, leichte Lektüre für zwischendurch, der es an Plot und Tiefgang nicht fehlt.

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