Summer of Hearts and Souls
Summer of Hearts and SoulsWorum geht es?: Von der Trailersiedlung in die Welt der Rich Kids: Nach dem Tod ihrer Mutter bleibt der achtzehnjährigen Beyah nichts anderes übrig, als zu ihrem Vater zu ziehen. Dem Vater, den sie kaum ...
Worum geht es?: Von der Trailersiedlung in die Welt der Rich Kids: Nach dem Tod ihrer Mutter bleibt der achtzehnjährigen Beyah nichts anderes übrig, als zu ihrem Vater zu ziehen. Dem Vater, den sie kaum kennt und der mit seiner neuen wohlhabenden Familie auf einer Halbinsel vor der texanischen Küste lebt. Wider Erwarten birgt die Welt der Schönen und Reichen mehr Überraschungen, als Beyah je gedacht hätte. Besonders Sunny Boy Samson scheint Abgründe in sich zu tragen, die ihr gar nicht so unbekannt vorkommen…
Das Cover: Ich muss leider gestehen, dass dies eines der Buchcover der Autorin ist, das mir überhaupt nicht gefällt. Ich finde den Schriftzug viel zu plakativ. Es passt einfach nicht zu einem Liebesroman. Und dann ist da noch dieser Hintergrund – einfach viel zu überladen. Sorry, aber ich weiß, dass der dtv Verlag das besser kann.
Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Beyah erzählt. Was ich besonders toll finde, ist, dass Beyah ab und zu mit dem Leser interagiert. Das verleiht dem Buch einen besonderen Hauch. Der Anfang war wirklich stark. Die ersten 50 Seiten haben mich gecatcht. Ich habe mit Beyah mitgelitten, in welchen katastrophalen Zuständen sie aufgewachsen ist und wie ihr Alltag aussah. Mit der Zeit nahm aber meine Begeisterung ab. Das lag vor allem an Beyah selbst. Sie lügt ihre Mitmenschen an und schiebt das immer darauf, dass sie die Leute ja nicht kennt. Das mag für den Anfang stimmen, aber das kann ja kein Dauerzustand sein. Irgendwann habe ich die Lust an der Geschichte verloren. Besonders als die Liebesgeschichte zwischen Beyah und Samson ins Rollen kam, wurde das Buch zunehmend anstrengend. Auch die überraschende Wendung am Schluss konnte dies nicht wirklich herausreißen.
Die Hauptfiguren: Beyah ist ein Mädchen, das gerade ihre High School beendet hat. Sie ist unter katastrophalen Verhältnissen großgeworden. Zu ihrem Vater hat sie kaum Kontakt, und ihre Mutter interessiert sich nicht für sie. Beyahs Mutter ist drogenabhängig und kümmert sich nicht um den Haushalt, sodass Beyah einen Nebenjob machen muss, damit überhaupt Essen im Haus ist. Als sie eines Tages von der Schule nach Hause kommt, entdeckt sie ihre Mutter tot mit einer Spritze im Arm. Da Beyah noch nicht volljährig ist, zieht sie zu ihrem Vater, ohne ihm jedoch vom Tod ihrer Mutter zu berichten. Beyah befindet sich plötzlich in einer ganz anderen Welt, denn ihr Vater hat eine wohlhabende Frau geheiratet. Beyah freundet sich mit der Zeit mit ihrer Stiefschwester an. Und dann ist da Samson, für den sie mit der Zeit mehr als nur Freundschaft empfindet. Sie möchte Samson näher kennenlernen, aber bei persönlichen Themen blockt er immer ab. Sie möchte sein Geheimnis lüften, aber Samson traut sich nicht, ihr seine Vergangenheit zu erzählen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bei der Liebesgeschichte zwischen Beyah und Samson nicht so mitgefiebert habe, wie ich es anfangs gedacht habe. Samson hat mich mit der Zeit einfach nur genervt. Immer diese Geheimnistuerei. Und mal ehrlich, ich verstehe in diesem Punkt Beyah auch nicht. Kein Junge der Welt ist es wert, dass man ewig darauf wartet, bis er sich einem mal öffnet. Ich hätte da schon längst das Weite gesucht.
Endfazit: Der Anfang der Geschichte ist toll. Ich habe mit Beyah mitgelitten und sie dafür bewundert, wie sie trotz der schweren Umstände nicht aufgibt. Doch leider konnte die Geschichte das hohe Niveau nicht halten. Beyah wurde mir mit Mal zu Mal unsympathischer. Besonders ihre ständigen Lügen gingen mir in manchen Punkten einfach zu weit. Und dann ist da noch Samson, zu dem ich keine Bindung aufbauen konnte. Er war mir mit seinen vielen Geheimnissen einfach zu anstrengend. Das Buch konnte mich leider nicht ganz überzeugen.
Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sterne.