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Veröffentlicht am 12.01.2018

Lebensecht

Lied der Weite
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Inhalt: Die 17-jährige Victoria wird von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt, weil sie schwanger ist. Sie hat niemanden, der ihr helfen kann. Also bittet ihre Lehrerin zwei alte Viehzüchter, das Mädchen bei ...

Inhalt: Die 17-jährige Victoria wird von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt, weil sie schwanger ist. Sie hat niemanden, der ihr helfen kann. Also bittet ihre Lehrerin zwei alte Viehzüchter, das Mädchen bei sich aufzunehmen. Daraus entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit, die niemanden kalt lässt.
Auch der Lehrer Guthrie hat es alles andere als leicht, da seine Frau nicht mehr dieselbe ist wie früher und er sich um seine zwei Jungs kümmern muss.

Meinung: „Das Lied der Weite“ ist ein trauriger, mitfühlender und sehr lebensecht wirkender Roman. Ich könnte mir vorstellen, dass sich eine so ähnliche Geschichte tatsächlich irgendwo abspielen könnte.
Es werden eigentlich zwei parallele Geschichte erzählt. Einmal die von Victoria und den McPheron-Brüdern und dann noch die von Lehrer Guthrie und seinen Jungs. Die Verbindung ist wohl ganz klar Lehrerin Maggie, die mit beiden irgendwie zu tun hat, selbst aber nur am Rand mitspielt.
Die Figuren wirken ungekünstelt und auch ungeschönt. Neben den Hauptcharakteren, aus deren Sichtweisen abwechselnd erzählt wird, gibt es noch allerlei Unsympathen wie den Vater von Victorias Kind oder Guthries Schüler.
Von den Protagonisten haben mir die McPherons am besten gefallen. Sie haben eine raue Schale, aber einen total weichen Kern und ich mochte, wie sie mit der schwangeren 17-Jährigen umgegangen sind.
„Das Lied der Weite“ ist eine sehr interessante Spiegelung unserer Gesellschaft, die gleichzeitig betroffen macht, als auch Hoffnung schürt.
Manchmal hat die Geschichte zwar einige Längen, trotzdem finde ich sie recht unterhaltend.

Meinung: Lebensechter Gegenwartsroman. Für Fans des Genres auf jeden Fall zu empfehlen.

Veröffentlicht am 12.12.2017

Ab der Hälfte richtig spannend

Mystic Highlands 1: Druidenblut
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Inhalt: Als Rona auf einen versteckten Brief ihres Cousins Sean stößt, bricht sie auf nach Schottland, in das Land ihrer Vorfahren. Lange schon hat sie die Heimat vermisst, die sie als Kind zuletzt sah. ...

Inhalt: Als Rona auf einen versteckten Brief ihres Cousins Sean stößt, bricht sie auf nach Schottland, in das Land ihrer Vorfahren. Lange schon hat sie die Heimat vermisst, die sie als Kind zuletzt sah. In Schottland angekommen, ist sie jedoch nicht nur von dem Land angetan, sondern auch von ihrem Cousin Sean, der sehr sexy ist. Schnell fühlt sich die junge Frau von dem Schotten angezogen, der beginnt ihr das Land zu zeigen. Dabei macht sie jedoch eine Entdeckung, die ihr Leben für immer verändern wird.

Meinung: „Mystic Highlands 1: Druidenblut“ ist der erste Band einer Fantasyreihe der Autorin Raywen White. Es geht um Liebe, Mystic, Fantasy und die Weiten Schottlands, gespickt mit etwas Erotik.
Im Mittelpunkt steht Rona, die in Amerika aufwuchs und ihre alte Heimat immer vermisst hat. Sie ist willensstark und dickköpfig. Und sie fühlt sich sehr schnell von ihrem Großcousin angezogen. Sean geht es da nicht anders. Auch er ist von seiner schönen Cousine fasziniert. Jedoch hat er noch einen kleinen Hintergedanken, denn in seinen Adern fließt Druidenblut und er möchte herausfinden, ob es ebenfalls durch ihre Adern rinnt.
Das Buch ist voll von mystischen Elementen und einigen unheimlichen Begegnungen. Allerdings wird es erst nach ungefähr der Hälfte wirklich spannend und ab da konnte ich es dann nicht mehr aus er Hand legen. Vorher geht es vorrangig um die Beziehung zwischen Rona und Sean, und deren Auslebung.
Ab der Hälfte ist es dann aber nur noch spannend und das Ende ist genial.
Die Autorin schreibt sehr bildhaft und hat Schottland und auch die Figuren gut beschrieben.
Ich werde auf jeden Fall noch den nächsten Band dieser Reihe lesen, weil ich nun unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.

Fazit: Guter Fantasyroman, mit romantischen Elementen. Zwar erst ungefähr ab der Hälfte spannend, dann aber richtig.

Veröffentlicht am 10.12.2017

In der Fremde winkt das Abenteuer

Im Labyrinth von London
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Inhalt: 1403: Der junge Jakob ist begeistert, als er seinen Vater, den angesehenen Kaufmann Henning Thidemann von Hamburg nach London begleiten darf. Nach einem schrecklichen Zwischenfall ist Jakob jedoch ...

Inhalt: 1403: Der junge Jakob ist begeistert, als er seinen Vater, den angesehenen Kaufmann Henning Thidemann von Hamburg nach London begleiten darf. Nach einem schrecklichen Zwischenfall ist Jakob jedoch völlig auf sich allein gestellt und muss sich im fremdartigen London zurechtfinden.

Meinung: „Im Labyrinth von London“ ist ein spannendes Jugendbuch, das im Jahr 1403 in London spielt. Im Mittelpunkt steht Jakob, aus dessen Sicht der Leser die Geschichte erleben darf. Jakob ist sehr fantasievoll, aber, gerade zu Anfang, hochmütig und von sich und seinem Stand überzeugt. Dies lässt er vorallem den Schiffsjungen auf seiner Überfahrt spüren. Im Laufe des Buches wurde mir der Junge etwas sympathischer und hat, durch seine Erlebnisse, eine Wandlung durchgemacht. Der Leser erlebt mit, wie er vom Jungen zum jungen Mann wird.
Meine Lieblingsfigur in dem Buch ist die schüchterne Mabel. Sie ist für ihre Freunde und auch für Jakob stets die vernünftige Stimme im Hintergrund, die immer gute Ideen zur Problemlösung beiträgt. Mit den anderen Charakteren, Jakob eingeschlossen, konnte ich nicht ganz 100 %ig warm werden.
Die Geschichte ist spannend geschrieben und erinnert teilweise an einen Krimi. Besonders hervorzuheben ist, dass neben der eigentlichen Geschichte noch einige kleine Geschichten, erzählt von einem von Jakobs neuen Freunden, vorkommen. Das hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie die Fakten, die immer wieder mit eingewoben werden.
Ebenfalls interessant ist natürlich das Leben zur damaligen Zeit und der Umgang untereinander. Da in dem Buch verschiedene Stände vorkommen, kann man etwas über deren Unterschiede erfahren.
Das Buch hat mich gut unterhalten und ich habe es gerne gelesen.

Fazit: Historisches Jugendbuch, das spannend geschrieben ist, Krimitendenzen aufweist und von dem man noch einiges lernen kann.

Veröffentlicht am 29.11.2017

Erste Liebe und etwas Grusel

Lauf, wenn der Moorwolf heult
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Inhalt: Als die 16-jährige Nele Urlaub bei ihrer Tante auf dem Land macht, glaubt sie nicht viel zu erleben. Als sie allerdings dem attraktiven Patrick begegnet, fühlt sie sich schnell zu ihm hingezogen. ...

Inhalt: Als die 16-jährige Nele Urlaub bei ihrer Tante auf dem Land macht, glaubt sie nicht viel zu erleben. Als sie allerdings dem attraktiven Patrick begegnet, fühlt sie sich schnell zu ihm hingezogen. Doch Patrick hat seine eigenen Probleme, mit denen das Mädchen erst klar kommen muss.
Als sie eines Nachts auf eine geisterhafte Erscheinung trifft, macht sie schnell Bekanntschaft mit der hiesigen Legende über den Moorwolf, der seit 200 Jahren sein Unwesen treiben soll. Aber wieso hat es die Geistererscheinung plötzlich auf sie abgesehen?

Meinung: „Lauf, wenn der Moorwolf heult“ ist eine schöne Geschichte über das Erwachsenwerden und die erste Liebe. Sie setzt sich allerdings ebenfalls mit ernsten Themen auseinander, denn Nele und auch Patrick haben ihre eigenen Probleme. Garniert wird das Buch noch mit der Legende vom Moorwolf, der bei seinem Erscheinen stets einen angenehmen Grusel verbreitet.
Nele hat mir als Charakter gut gefallen. Sie ist ein normales Mädchen, das mit seiner Unsicherheit zu kämpfen hat. Es wird schnell klar, dass sie sehr an ihren Freundinnen hängt, und vorallem die oberflächliche Larissa verehrt. Das führt allerdings dazu, dass sie kaum Selbstbewusstsein hat. Im Laufe des Buches kann der Leser einen großen Wandel bei ihr bemerken, was mir gut gefallen hat.
Und schon auf den ersten Seiten wird klar, dass sie schlagfertig ist und sich gut mit ihrer Tante versteht.
Der zweite Hauptcharakter in dem Buch ist ganz eindeutig Patrick. Er hat selbst mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen und hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Das macht ihn in meinen Augen allerdings nur echter und sympathischer.
Die beiden geben ein unheimlich schönes Paar ab und auch, wenn ihre Beziehung oft von Missverständnissen durchzogen ist, oder vielleicht gerade deshalb, finde ich die zarte Liebesgeschichte süß und ungekünstelt.
Die anderen Charaktere, vorallem Tante Lisa und Freundin Isabel mochte ich ebenfalls.
Insgesamt fand ich die Geschichte gut gemacht und sie konnte mich auch sehr gut unterhalten. Es ist ein Buch zum Wohlfühlen, garniert mit etwas Grusel.

Fazit: Gute Geschichte über die erste Liebe, einige Schwierigkeiten und etwas Grusel. Gut gemacht und lesenswert.

Veröffentlicht am 13.11.2017

Von Ängsten und Zwängen

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
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Inhalt: Aza Holmes ist eigentlich eine normale 16-jährige. Sie lebt alleine mit ihrer Mutter und hat ein sehr enges Verhältnis zu ihrer besten Freundin Daisy. Aber Aza ist eben nicht normal, denn sie leidet ...

Inhalt: Aza Holmes ist eigentlich eine normale 16-jährige. Sie lebt alleine mit ihrer Mutter und hat ein sehr enges Verhältnis zu ihrer besten Freundin Daisy. Aber Aza ist eben nicht normal, denn sie leidet unter schweren Zwängen und kann ihrer Gedankenspirale einfach nicht entkommen. So ist es auch kein Wunder, dass sie, bis auf Daisy, keine Freunde hat. Als dann 100.000 Dollar Belohnung für Hinweise auf einen verschwundenen Milliardär ausgeschrieben werden, lässt sie sich von Daisy dazu überreden, in dem Fall Nachforschungen zu betreiben. Dafür muss Aza über sich hinauswachsen und sich ihren Ängsten stellen. Außerdem begegnet sie jemandem wieder, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte: Davis, dem liebenswerten Sohn des verschwundenen Milliardärs.

Meinung: „Schlaft gut ihr fiesen Gedanken“ ist ein Buch voller Zwänge, das den Leser einen tiefen Einblick in die Welt der Ängste gibt. Im Mittelpunkt steht die 16-jährige Aza, die sehr oft von ihren Zwängen und Ängsten kontrolliert wird und ihren eigenen Körper hasst. Aza ist ein sehr interessanter Charakter, der durch seine Andersartigkeit glänzt. Sie ist keine typische Heldin, aber gerade das macht sie bewundernswert, denn sie hat den Mut sich ihren inneren Dämonen zu stellen. Aza ist wohl die ungewöhnlichste Protagonistin, von der ich in letzter Zeit gelesen habe und gerade ihre Zwänge und Ängste machen sie sehr faszinierend.
Ihr zur Seite steht ihre lebensfrohe beste Freundin Daisy, die mit ihrer aufgeschlossenen und redseligen Art das genaue Gegenteil von Aza ist. An ihr hat mir besonders gefallen, dass sie es mit ihrer aufgeweckten Art immer wieder fertig bringt, Aza ein Stück weit zu helfen und dafür zu sorgen, dass es der Freundin besser geht.
Außerdem geht es viel um Millionärssohn Davis, der sich, nach dem Verschwinden des Vaters, um seinen kleinen Bruder kümmern muss, und auf seine Art ebenso verloren zu sein scheint, wie Aza. Die beiden sind einfach süß zusammen und ich habe mich immer über gemeinsame Szenen gefreut.
John Green schafft es hier ein sehr schwieriges Thema, nämlich seelische Probleme, Ängste und Phobien anzuschneiden, ohne sie zu verurteilen, zu verharmlosen oder die Betroffenen auf irgend eine Art runter zu machen. Auf diese Weise hat er mich zum Nachdenken gebracht und öffnet sicher auch anderen nicht betroffenen die Augen. Denn gerade diese Art Krankheit wird hier zu Lande leider noch oft verurteilt und von Verwandten und Freunden nicht anerkannt.
Schade finde ich allerdings, dass es eher weniger um das Aufklären des Falls um den verschwundenen Milliardär geht. In dieser Hinsicht passiert die meiste Zeit des Buches nämlich gar nichts, was ich anders erwartet hätte.
Trotzdem konnte mich „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ gut unterhalten, zum Nachdenken bringen und hat mir somit im Endeffekt sehr gut gefallen. Ich denke, dass jeder, der mal wieder ein Buch über den Ernst des Lebens lesen möchte, und mehr auf echte statt auf typische Helden steht, hier gut aufgehoben ist.

Fazit: Gutes Buch über ein ernstes Thema, das mich gut unterhalten konnte. Leider gibt es nicht so viele Ermittlungen wie ich gehofft habe, dafür wird man allerdings mit einen tiefen Einblick in die menschliche Psyche entschädigt.