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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2024

Sollte jeder gelesen haben!

Soul Talk
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Warum sollten wir mehr Fragen stellen?

Ganz einfach: Es kommen tiefere Verbindungen zustande, wir empfinden Glücksgefühle, oder es entstehen positivere Wahrnehmungen usw. usw. Außerdem bringen sie uns ...

Warum sollten wir mehr Fragen stellen?

Ganz einfach: Es kommen tiefere Verbindungen zustande, wir empfinden Glücksgefühle, oder es entstehen positivere Wahrnehmungen usw. usw. Außerdem bringen sie uns als Gesellschaft weiter. Lilia Vogelsang ist Kommunikationsberaterin und hat festgestellt, dass gute Fragen zu tiefgehenden Gesprächen führen können. Die Autorin schreibt:

„Leider sind wir aktuell viel zu oft damit beschäftigt, übereinander statt miteinander zu reden."

Da steckt viel Wahrheit drin, die echten Begegnungen kommen einfach zu kurz.

Wer auf der Suche nach Inspirationen für gute Gespräche ist, dem kann ich Soul Talk: Die Kunst des klugen Fragens sehr empfehlen. Das Buch ist in verschiedene Bereiche eingeteilt und beschäftigt sich mit Fragen zu insgesamt 13 Themengebieten. Zu jedem Thema hat Lilia Vogelsang sympathische und humorvolle Anekdoten aus ihrem eigenen Leben erzählt. Dieses Büchlein mit unzähligen Fragen zu Small Talk, Eltern, Mentorin und Mentor, Dating, Freunde, Arbeit, Geschwister, Autofahren, Großeltern, Netzwerk, Partnerschaft, Sinn und Deep Talk hat mir sehr gefallen und mich bereichert. Es liest sich trotz der vielen Fragen sehr fließend. Für viele ist Small Talk ein Graus. Der wertvolle Ratgeber kann ein Begleiter sein.

Fazit:
5/5 ⭐️ Bereichernd, interessant und klug! Ich kann das Buch wärmstens empfehlen!

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Veröffentlicht am 17.11.2024

Rasant, düster und spannend bis zum Schluss!

Die Toten von Fleat House
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Darum geht es:
Der 18-jährige Internatsschüler Charlie Cavendish wird tot in seinem Zimmer aufgefunden. Ein tragischer Todesfall im altehrwürdigen Internat St Stephen’s wird zum Albtraum für Direktor Jones. ...

Darum geht es:
Der 18-jährige Internatsschüler Charlie Cavendish wird tot in seinem Zimmer aufgefunden. Ein tragischer Todesfall im altehrwürdigen Internat St Stephen’s wird zum Albtraum für Direktor Jones. Er beeilt sich zu erklären, dass es sich um einen tragischen Unfalltod handelt, aber die Polizei beginnt unter der Leitung von Detective Inspector Jazz Hunter zu ermitteln. Der tote Jugendliche kommt aus vermögendem Elternhaus und ist für seine rebellische Art bekannt gewesen. Nachdem Hunter mit den Ermittlungen beginnt, begeht ein Lehrer vom Internat Selbstmord und ein Schüler verschwindet spurlos. Jazz Hunter muss tief graben, um das ganze Rätsel zu lösen.

Mein Leseeindruck:
„Die Toten von Fleat House" ist ein fesselnder Kriminalroman. Eine ganze Buchreihe mit Jazz Hunter hätte großes Potenzial gehabt. Die Autorin Lucinda Riley ist aufgrund ihrer Krebserkrankung viel zu früh gestorben. Lucinda hat den Kriminalroman 2006 geschrieben, aber nie veröffentlicht. Ich bin froh und dankbar, dass Harry Whittaker, Sohn von Lucinda, das Buch zur Veröffentlichung 2021 freigegeben hat. Der Schreibstil ist einfach brillant. Meisterhaft verwebt sie die Gegenwart mit der Vergangenheit. Die vielseitigen Figuren konnten mich überzeugen und machen die Geschichte spannend und geheimnisvoll. Mich hat fasziniert und beeindruckt, wie Jazz Hunter in ein Netz von emotionalen Abhängigkeiten und Beziehungen eintaucht, um das Rätsel zu lösen. So trägt sie Puzzleteil um Puzzleteil zusammen. Erst am Ende wird das ganze Ausmaß bekannt. Von Anfang an herrscht eine düstere Atmosphäre, aber auch ein hervorragender englischer Charme. Die Auflösung am Ende hat mir sehr gut gefallen.

Fazit:
5/5 ⭐️ Rasant, düster und spannend bis zum Schluss!

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Veröffentlicht am 14.11.2024

Mir wollte beim Lesen fast das Herz brechen!

Im Namen der Barmherzigkeit
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Darum geht es:
Steffi Dreier erblickt am 01. Juli 1972 im Hospital der Barmherzigen in Wien das Licht der Welt. Von ihrer Mutter abgelehnt und verstoßen, kommt sie ins Zentrale Kinderheim. Mit zweieinhalb ...

Darum geht es:
Steffi Dreier erblickt am 01. Juli 1972 im Hospital der Barmherzigen in Wien das Licht der Welt. Von ihrer Mutter abgelehnt und verstoßen, kommt sie ins Zentrale Kinderheim. Mit zweieinhalb Jahren wird die kleine Steffi als Pflegekind vom Jugendamt auf einen abgelegenen Bauernhof in der Steiermark vermittelt. Dort auf dem Hof ist sie nicht das erste Pflegekind. Vom ersten Augenblick an müssen alle Pflegekinder hart und bis zur Erschöpfung arbeiten. Statt Liebe und Zuwendung müssen sie sklavenähnliche Umstände ertragen. Die leiblichen Kinder des Ehepaares leben dagegen wie die Fürsten und werden verhätschelt. Als ob dies nicht alles schon schlimm genug ist, lernt Steffi mit gerade mal neun Jahren noch viel größere Gräueltaten kennen.

Mein Leseeindruck:
Bestseller-Autorin Hera Lind greift in ihrem neuen Tatsachenroman ein Thema auf, an welches sie sich bisher nicht herangewagt hat. Der Roman „Im Namen der Barmherzigkeit“ hat mich tief, wirklich tief erschüttert und sprachlos gemacht. Vieles konnte ich nicht fassen, was ich dort gelesen hatte. Hera Lind wählt für diese unglaublich traurige Geschichte klare und intensive Worte aus. Gleichzeitig habe ich auf jeder Seite eine warmherzige Empathie gespürt. Das tat der Geschichte mit sehr schwerer Kost außergewöhnlich gut. Steffi ist bereits in jungen Jahren schwerwiegenden Misshandlungen, Schikanen und Peinigungen ausgesetzt. Ihre traumatische Kindheit hat Auswirkungen auf ihr weiteres Leben. Sie entwickelt widerstandsfähige Kräfte und verliert nie den Mut und die Hoffnung. Das hat beeindruckt und begeistert.

Fazit:
5/5 ⭐️ Mir wollte beim Lesen fast das Herz brechen. Große Leseempfehlung für diese berührende Geschichte. Sie ist brillant, eindrucksvoll und gewaltig! ♥️

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Veröffentlicht am 06.11.2024

Mutig unterwegs in den Highlands

Skye
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Darum geht es:
In Shonas Leben ist nichts mehr so, wie es einmal war. Ein tragisches Familiengeheimnis kommt ans Tageslicht und wirbelt Shonas ganzes Dasein durcheinander. Nach dem Tod ihres Vaters flüchtet ...

Darum geht es:
In Shonas Leben ist nichts mehr so, wie es einmal war. Ein tragisches Familiengeheimnis kommt ans Tageslicht und wirbelt Shonas ganzes Dasein durcheinander. Nach dem Tod ihres Vaters flüchtet sie vom Schloss und der Insel Skye. Sie braucht dringend Abstand und Ruhe. Bei einer Wanderung in die Highlands ins schottische Hochland hofft die junge Frau auf klare Gedanken und die Suche nach dem wahren Glück. Sie kommt in der Wildnis vom Weg ab und gerät in eine bedrohliche Lage. In der Abgeschiedenheit trifft sie auf einen mürrischen und dennoch charmanten Highlander. Mylo bietet seine Hilfe an. Die beiden verbringen einige Tage in einer abgelegenen Hütte miteinander. Sehr schnell merken Shona und Mylo, dass sie überlebensnotwendig füreinander sind.

Mein Leseeindruck:
Immer wieder, wenn ich ein Buch von Jani Friese beende, denke ich: Das kann sie nicht mehr toppen. Doch, das kann sie und wie sie das kann! Ich habe alles, wirklich alles an ihrem Schottland-Roman geliebt. Jede einzelne Seite, jeden Satz und jedes Wort. Mit großem, wundervollem Sprachgefühl trifft Jani Friese genau den richtigen Ton. Shona und auch Mylo agieren lebendig und glaubwürdig. Beide haben einen unverwechselbaren Charme, eine unfassbare Energie, aber auch eine große Portion an Mut. Die Handlung birgt Spannung und Tiefgang bis zur letzten Seite. Ich habe mit großer Neugier mitgefiebert. Bildgewaltig setzt Jani ihre Schauplätze in Szene. Dank ihr hatte ich ein zauberhaftes Bilderlebnis, vom Naturparadies mit ihren atemberaubenden Landschaften, vor Augen. Für mich war dies eine wertvolle Auszeit vom Alltagswahnsinn. Man spürt unendlich viel Herzblut im gesamten Roman. Auf den letzten Seiten habe ich so sehr geweint, mein Herz war ganz tief berührt.

Fazit:
5 von 5 ⭐️ Ganz viel Liebe ❤️ und eine Leseempfehlung für diesen Roman! Er zeigt, wie viel Mut dazu gehört, über seine Grenzen zu gehen, und macht deutlich, wie wertvoll Familie und Freunde sind.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Eine Frau, die über sich hinauswächst!

Die Frauen jenseits des Flusses
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Darum geht es:
Kalifornien 1966: In Frankies Familie werden Soldaten von je her als Helden verehrt. Die junge Frau hat gerade ihre Schwesternausbildung beendet, als sie beschließt, von dem ihr vorherbestimmten ...

Darum geht es:
Kalifornien 1966: In Frankies Familie werden Soldaten von je her als Helden verehrt. Die junge Frau hat gerade ihre Schwesternausbildung beendet, als sie beschließt, von dem ihr vorherbestimmten Pfad abzuweichen und als Krankenschwester ihrem Bruder nach Vietnam zu folgen. Was die junge Frances McGrath an ihren ersten Tagen im Vietnamkrieg erlebt, ist weit entfernt von dem, was sie im Grundlehrgang erfahren hat. Frankie wächst im täglichen Kampf um Leben und Tod über sich hinaus. Kurz darf sie erfahren, was Glück bedeutet, als sie den Arzt Jamie kennenlert. Nach über zwei Jahren kehrt Frankie in ihr Heimatland und ihren Eltern zurück. Sie wird mit Verachtung, Wut und Unverständnis empfangen. Schafft Frances McGrath ihren Weg in die Normalität?

Mein Leseeindruck:
Der Roman „Die Frauen jenseits des Flusses" hat mich bei Weitem mehr berührt, als ich es mir hätte, je vorstellen können. CHAPEAU, Kristin Hannah! Kristin Hannah greift zu einem schwierigen, traurigen und erschütterten Thema. Sie gibt den unzähligen Frauen, die im Vietnamkrieg „Großes" geleistet haben, eine Stimme. Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt flüssig und eindrucksvoll. Frau Hannah erzeugt eine spannungsgeladene Atmosphäre zwischen ihren Seiten, die sich durch die ganze Geschichte hervorragend zieht. Die ungeschönten Zustände und Schilderungen des Krieges haben mir oft am ganzen Körper eine Gänsehaut bereitet. Die Gerüche (ja, ich habe das Elend regelrecht gerochen) und Schreie in den Lazaretten, haben mir immer wieder einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Der Roman hat mich persönlich emotional sehr getroffen und mitgenommen. Frankie McGrath auf ihrem Weg zu begleiten, hat mir viel Kraft gekostet, aber auch Hoffnung und Freude bereitet. Trotz der schweren Kost ist die Geschichte ein Pageturner.

Fazit: 5/5 ⭐️

Ein Roman, der mich nicht nur gut unterhalten hat, sondern auch noch lange nachhallt. Eine fette Leseempfehlung von Herzen ♥️.

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