"Lessons in Faking" ist eine sehr angenehme und süße Romcom. Da sowohl der Schreibstil als auch die Handlung leicht ist, lässt sich die Geschichte super schnell lesen. Die "Streitereien" zwischen Athalia ...
"Lessons in Faking" ist eine sehr angenehme und süße Romcom. Da sowohl der Schreibstil als auch die Handlung leicht ist, lässt sich die Geschichte super schnell lesen. Die "Streitereien" zwischen Athalia und Dylan sind amüsant und generell ist ihre Beziehung schlichtweg sehr süß. Auch wenn ich einige Verhaltensweisen von verschiedenen Figuren nicht immer sofort nachvollziehen konnte, finde ich sie alle sympathisch. Obwohl ich das nicht erwartet habe, gibt es zudem eine Wendung und glücklicherweise wird zum Ende hin dann doch noch etwas mehr in die Tiefe gegangen, was Athalias Beziehung zu ihrem Bruder und ihrer besten Freundin angeht. Die Geschichte ist zwar nicht mit besonders viel Spannung oder komplexen, schweren Themen gefüllt, doch das macht sie nicht langweilig. Insgesamt ist es nämlich genau diese Leichtigkeit, die das Buch zu einem friedlichen, angenehmen Wohlfühlbuch macht.
Das Buch '"Every Little Lie" ist der zweite Band der Secret-Legacy-Diologie von Kim Nina Ocker und hat mir sehr gefallen. Ich finde ihn noch spannender und emotionaler als seinen Vorgänger. Nach dem mehr ...
Das Buch '"Every Little Lie" ist der zweite Band der Secret-Legacy-Diologie von Kim Nina Ocker und hat mir sehr gefallen. Ich finde ihn noch spannender und emotionaler als seinen Vorgänger. Nach dem mehr oder weniger frustrierenden Ende des ersten Teiles bin ich froh gewesen, dass es hier sofort spannend weiter geht. Durch den flüssigen und leichten Schreibstil und den vielen Handlungen kommt man nämlich meiner Meinung nach einfach in das Buch rein und man kann der Geschichte gut folgen.
Ich muss sagen, dass ich einige Entscheidungen der Protagonistin etwas irritierend finde. Sie missfallen mir. Jedoch auch nicht im allzu extremen Ausmaß. Die Protagonisten sind sich meisten nämlich auch darüber bewusst, wenn sie sich mal kindisch verhalten, sodass es oft eher normal als auffällig nervig wirkt. Es gibt zwischen Julie und Caleb zwar ein Hin und Her von Streit und Versöhnung, jedoch passen die Situationen gut in die Geschichte rein und tragen zur Spannungserhaltung bei. Besonders gut an dem Buch finde ich, dass ich nie wirklich das Gefühl hatte, dass es richtig langweilig wird. Die Spannung wird immerzu irgendwie beibehalten. Ich persönlich habe zwar schon relativ früh herausgefunden, wer der Täter ist, jedoch war ich mir die meiste Zeit trotzdem nicht ganz sicher, ob meine Vermutung richtig ist und fande es dennoch spannend weiterzulesen. Es gab zu dem auch trotzdem noch Aspekte, die ich nicht kommen sehen habe. Das Ende finde ich gut, da es in einer angemessenen Länge und logisch aufgelöst wird. Insgesamt hat mir das Buch also sehr gefallen und ich empfehle es jedem, der Lust auf ein wenig Unterhaltung hat. Es gibt eine tolle Romanze, eine konstante Spannungserhaltung und einen gelungenen Showdown.
"Feeling lost (and other weird feelings)" handelt von dem Gefühl, sich verloren zu haben und sich mehr und mehr wieder zu finden. Dabei befasst es die Themen Depressionen, mentale Gesundheit, Hoffnungslosigkeit ...
"Feeling lost (and other weird feelings)" handelt von dem Gefühl, sich verloren zu haben und sich mehr und mehr wieder zu finden. Dabei befasst es die Themen Depressionen, mentale Gesundheit, Hoffnungslosigkeit und Selbstliebe.
Zunächst einmal finde ich persönlich die Texte sehr ehrlich und authentisch. Man merkt, dass die Autorin ihre Gefühle ungefiltert ausdrückt. Dadurch entsteht eine Nähe, man fühlt mit und ich und viele andere können ihre Gefühlszustände bestimmt gut nachvollziehen. Ich denke, dass sich einige durch ihre Worte vielleicht weniger allein fühlen werden. Auch das Design finde ich sehr ansprechend. Mir gefallen die Illustrationen und durch die kurzen Texte und der großen Schrift ist das Buch sehr angenehm zu lesen. Zudem sind ihre Sätze oft sehr schön formuliert und berührend, sodass ich gerne durch die Seiten geblättert bin.
Allerdings fühlt sich das Buch meiner Meinung nach eher an wie ein Tagebuch. Das ist zwar einerseits verständlich, da es um die ehrlichen Emotionen der Autorin geht. Andererseits wiederholt sich nachher viel und es kommt mir so vor, als würden immer die gleichen Aussagen neu verpackt werden. Es geht vor allem um die Gefühle, die sie an schlechten Tagen spürt, aber auch um den Mut, den sie sich nachher selbst und den Lesern zuspricht. Es gefällt mir zwar, davon zu lesen, jedoch war das für mich über ein gesamtes Buch hinweg etwas zu wenig Variation.
Insgesamt denke ich also, dass es ein sehr authentisches Buch ist und dass es bestimmt einigen Menschen gut tut, von jemanden zu lesen, der vielleicht ähnliche Situationen durchlebt hat. Dennoch hat es mir persönlich etwas an Vielfalt gefehlt.
"Delicate Dream" ist eine Geschichte über zwei eng vertraute Personen, die sich verlieren und wieder zueinander zurück finden. Sie ist sowohl aus Odells als auch Emmelines Sicht geschrieben und es gibt ...
"Delicate Dream" ist eine Geschichte über zwei eng vertraute Personen, die sich verlieren und wieder zueinander zurück finden. Sie ist sowohl aus Odells als auch Emmelines Sicht geschrieben und es gibt immer mal wieder Rückblicke in ihre gemeinsame Vergangenheit.
Obwohl sie lange keinen Kontakt hatten, braucht Odell Emmelines Hilfe, um ein Parfüm zu kreieren und seine Stelle als CEO im Familienunternehmen zu sichern. Dabei wird sich sehr tiefgehend mit den Themen Parfüme und Düfte befasst. Man merkt, dass sich die Autorin nicht nur oberflächlich damit beschäftigt hat. Zudem finde ich ihren Schreibstil sehr schön. Es gibt viele Metaphern, Vergleiche und detailreiche, tiefgehende Beschreibungen. Allerdings kam es mir manchmal so vor, als würde sie sich in diesen verlieren. Die Handlung wird dadurch entschleunigt. Obwohl das Buch schön zu lesen ist, hatte ich deshalb den Eindruck, dass nicht wirklich viel passiert. Mich persönlich hat das dann doch etwas gestört. An sich habe ich kein Problem mit langen Büchern, jedoch war mir der Plott hier etwas zu gering.
Die Beziehungen der Figuren werden dadurch allerdings stark beleuchtet und bekommen einen Tiefgang. Hier finde ich gut, dass auch die Verhältnisse der Geschwister untereinander thematisiert werden. Denn man kann nicht nur mitverfolgen, wie Odell und Emmeline wieder zueinander finden, sondern auch wie sich Odells Verhältnis zu seinen Geschwistern verändert. Man kann nachempfinden wie leidvoll und seltsam es für die Protagonisten ist, sich nach so einer engen Beziehung entfremdet zu haben. Daher gefällt mir nicht, dass es sehr lange dauert, bis man erfährt, was damals genau zwischen Odell und Emmeline geschehen ist und warum sie kein gutes Verhältnis mehr haben. Und ich finde zwar die Message gut, dass man sich selbst an die erste Stelle setzen sollte und romantische Beziehungen nicht alles im Leben sind, doch dass eine Figur zwei mal den gleichen Fehler macht und ihn dann bereut, finde ich als Handlung irgendwie unnötig. Da hätte ich mir noch einen anderen Konflikt zu lesen gewünscht.
An sich finde ich die Geschichte süß, den Schreibstil schön und meiner Meinung nach kann man sich gut in die Figuren und Beziehungen einfinden. Es gibt bestimmt viele, die sich gut in die Geschichte flüchten können, allerdings konnte mich persönlich der Plott nicht so richtig überzeugen.
Terror of the Gates überzeugt bereits auf den ersten Seiten mit einer düsteren Atmosphäre und spannenden Figuren, die schnell Neugierde wecken. Dadurch und aufgrund des angenehmen Schreibstils kann man ...
Terror of the Gates überzeugt bereits auf den ersten Seiten mit einer düsteren Atmosphäre und spannenden Figuren, die schnell Neugierde wecken. Dadurch und aufgrund des angenehmen Schreibstils kann man schnell in die Handlung eintauchen, jedoch dauert es ab da doch ein wenig, bis die wirklich spannenden Handlungen wirklich los gehen. Im Zentrum steht Lillith, eine Protagonistin, die auf dem ersten Blick taff, eigenständig und kraftvoll wirkt. Ihre Stimme ist sympathisch und trägt die Geschichte von Beginn an, jedoch hätte ich mir an einigen Stellen doch teilweise etwas mehr Reife gewünscht. Ihre Sexmagie ist eine interessante Fähigkeit, wird meiner Meinung nach aber gar nicht all zu viel behandelt. Auch die Welt an sich ist eines der Highlights des Romans. Die Kultur der mächtigen Familien, die starke Einbindung von Magie und das matriarchale Element machen das Setting einzigartig. Gleichzeitig wird deutlich, dass gesellschaftliche Konflikte – etwa die Unterordnung der Frauen – im Verlauf noch eine wichtige Rolle spielen werden, und ich finde es sehr gut, dass Lillith diesen Strukturen entgegentritt.
Im zweiten Abschnitt steigt die Spannung dann doch deutlich. Die unerwarteten Entwicklungen, allen voran die emotional aufgeladene Situation rund um Esther, bringen mehr Action und Tiefe in die Geschichte. Zahariev und Lillith rücken näher zusammen, wobei Lilliths Verhalten meiner Ansicht nach gelegentlich etwas kindisch wirkt und sie besonders gegenüber Zahariev mir persönlich manchmal unnötig schroff auftritt. Dennoch bleibt ihre Beziehung fesselnd, und durch die neue Dynamik liest man sich rasch durch die Kapitel.
Der finale Abschnitt des Buches liefert dann eine ganze Reihe an Wendungen und Enthüllungen. Obwohl der Showdown etwas kurz ausfällt, ist er dennoch packend. Besonders gelungen ist die familiäre Atmosphäre, die sich rund um Coco, Gabriel, Cherub und Cassisius im gesamten Buch entwickelt – diese Figurenkonstellation gibt der Geschichte Wärme und Zusammenhalt. Zwischen Lillith und Zahariev knistert es nun deutlich, auch wenn ihre Annäherung inmitten der dramatischen Ereignisse auf mich etwas unpassend abrupt wirkt. Der abschließende Cliffhanger schließlich macht definitiv neugierig, wie es weiter geht, auch wenn ich es ein wenig schade und vielleicht auch frustrierend finde, dass noch einige Thematiken, die eigentlich sehr zentral wirkten, noch immer nicht richtig aufgelöst sind.
Dennoch haben mir die Figuren, die Welt, die Atmosphäre und der Spannungsverlauf aber sehr gefallen. Und auch wenn ich mir an einigen Stellen ein paar andere Verhaltensweisen und ein wenig mehr Auflösung gewünscht hätte, bin ich definitiv gespannt, wie es weiter geht. Ich erhoffe mir im Weiteren noch eine größere Persönlichkeitsentwicklung von Lillith, viel Action und freue mich darauf mehr von ihr und Zahariev zu lesen.