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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2024

Interessante Idee, aber leider nicht sehr alltagstauglich

Good Energy
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Ich bin ehrlich: mich hat als allererstes das Cover angesprochen. Und gleich darauf habe ich dann überlegt, ob das für ein wissenschaftlich anmutendes Buch nicht ein bisschen zu esoterisch daherkommt. ...

Ich bin ehrlich: mich hat als allererstes das Cover angesprochen. Und gleich darauf habe ich dann überlegt, ob das für ein wissenschaftlich anmutendes Buch nicht ein bisschen zu esoterisch daherkommt. Aber letztendlich geht es natürlich um den Inhalt, und den habe ich dann mit Spannung erwartet.
Ein paar meiner Erwartungen wurden erfüllt: eine holistische Sichtweise auf den Körper, basierend auf fundiertem medizinischen Wissen. Es werden Zusammenhänge hergestellt und erklärt und es wird auch sehr gut deutlich gemacht, welche Blutwerte man kennen sollte, um sich selbst ein Bild machen zu können (da viele Ärzt*innen oft nur den eigenen Fachbereich im Blick haben). Immer wieder werden Erkenntnisse miteinander verknüpft und so ein sehr umfassendes Bild präsentiert.
Leider fand ich es dann doch oft sehr mit dem Zaunpfahl und auch repetitiv geschrieben. Im typisch amerikanischen Stil betont die Autorin immer und immer wieder ihre Erfolge, was mich irgendwann ehrlich gesagt ganz schön genervt hat. Dazu kommt, dass einige der Empfehlungen wirklich eher für ein amerikanisches Publikum relevant sind (ich kenne nicht eine Person in Deutschland, die ihr Duschwasser filtert…). Als Mutter eines Kindergartenkindes habe ich nur müde gelächelt, als mir im Vier-Wochen-Plan suggeriert wurde, jeden Morgen innerhalb der ersten wachen Stunde mindestens 15 Minuten an der freien Luft zu verbringen (entspannt natürlich!). So effektiv manche Aspekte auch sein mögen – umzusetzen sind sie in einem authentischen Familienalltag leider nicht.
Das Buch bietet für mich ein paar gute Denkansätze und hat dazu geführt, dass ich bestimmte Bereiche meines Lebens durch kleine Veränderungen etwas gesünder gestalten möchte. Die große Offenbarung war das Buch für mich leider nicht.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Nicht ganz was ich erwartet hatte

Als wir im Schnee Blumen pflückten
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Der Titel hat mir richtig gut gefallen und auch die Prämisse klang spannend: eine Frau verheimlicht ihrem dementen Ehemann, dass sie schwer erkrankt ist und versucht stattdessen mit Hilfe einer ...

Der Titel hat mir richtig gut gefallen und auch die Prämisse klang spannend: eine Frau verheimlicht ihrem dementen Ehemann, dass sie schwer erkrankt ist und versucht stattdessen mit Hilfe einer KI-Stimme in ihrem Handy, ihren verschollenen Ziehsohn zu finden.

Aber leider ist diese Storyline nur eine von vielen und schöpft ihr Potenzial nicht aus. Es mag auch sein, dass ihr hier einfach eine falsche Vorstellung hatte, aber ich hätte mir diesen Teil der Geschichte irgendwie witziger vorgestellt.

Zudem springt die Erzählung zwischen verschiedenen Ebenen und Perspektiven, was mich ehrlich gesagt ein wenig verwirrt hat. Das ständige Hin und Her macht es für mich unnötig schwer, in die Geschichte einzutauchen und die Charaktere kennenzulernen. Es braucht auch immer kurz am Anfang eines Kapitels, um sich in die entsprechende Konstellation einzufinden.

Ich bin dennoch froh, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe, denn im letzten Viertel hat es mich dann doch irgendwie gepackt. Es kommen einige Informationen ans Licht, die noch einmal beeinflussen, wie man das Gelesene bzw. Gehörte wahrnimmt und der Abschluss von Mariddjas und Bieras Geschichte war gleichzeitig traurig und auch was fürs Herz.

Das letzte Kapitel wirkte auf mich dann leider etwas aufgesetzt und so, als hätte man es angehängt, um eine politische Aussage zu machen. Schade nach diesem eigentlich sehr schönen Schluss.

Was mich aber leider am meisten gestört hat - und das ist eher selten der Fall - ist die Sprache. Auf der einen Seite wurden die blumigsten Metaphern verwendet und die Sätze lasen sich fast lyrisch, auf der anderen Seite fanden sich eher derbe, schroffe Worte und das hat für mich überhaupt nicht zusammengepasst. Ich habe mich öfter dabei ertappt, wie ich mit den Augen gerollt habe, wenn ein ganz trivialer Sachverhalt poetisch überhöht wurde.

Ich glaube, zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich nicht die richtige Leserin für das Buch war. Ich bin mir aber sicher, dass es anderen Menschen bestimmt richtig gut gefällt, weil durchaus viel Potenzial drin steckt. Also lasst euch von meiner Meinung nicht abschrecken!


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Veröffentlicht am 01.12.2024

Leider enttäuschend

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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A Study in Drowning von Ava Reid hatte ich schon sehr lange auf dem Radar. Ich hatte es mir ehrlicherweise nur deshalb noch nicht gekauft, weil mir das aktuelle Cover der englischsprachigen Ausgabe ...

A Study in Drowning von Ava Reid hatte ich schon sehr lange auf dem Radar. Ich hatte es mir ehrlicherweise nur deshalb noch nicht gekauft, weil mir das aktuelle Cover der englischsprachigen Ausgabe nicht gefällt (die Ausgabe mit dem wunderschönen Cover hatte ich irgendwie verpasst…). Zum Glück hat die nun erschienene deutsche Ausgabe ein wunderschönes Cover!

Die Geschichte spielt in einem fiktiven Land, dessen Bewohner in in zwei Völker gespalten sind, die LLyrier und die Argantier. Die Protagonistin Effy, eine Llyrierin, würde zu gerne Literatur studieren, was ihr aber aufgrund ihres Geschlechts verwehrt bleibt, und so muss sie sich mit Architektur zufriedengeben. Zumindest ermöglicht ihr dies, sich ihrem verstorbenen Lieblingsautor zu widmen, denn dessen Anwesen im tiefsten Süden des Landes soll renoviert werden. Doch als sie dort ankommt, muss sie merken, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Die Idee zu diesem Buch finde ich wirklich interessant und stellenweise habe ich mich sehr über liebevolle Details gefreut. Auch der männliche Protagonist ist durchaus gut angelegt: obwohl er jetzt nicht unbedingt mein Fall ist, wurde er sehr sensibel und gleichzeitig selbstbewusst geschrieben, was ich als Gegenentwurf zum alpha male der meisten Bücher des Genres sehr erfrischend fand. An einigen Stellen war es mir dann aber nicht konsequent genug umgesetzt. Insgesamt konnte mich die Geschichte leider nicht abholen, denn irgendwie bleibt alles schrecklich oberflächlich und nicht nur der Protagonist Preston sondern auch die anderen Charaktere sind zwar an sich gut konzipiert, aber dann leider nicht rund genug, um mich wirklich emotional mitzunehmen. Teilweise sind ihre Reaktionen total überzogen, dann wieder fallen sie meines Erachtens zu wenig intensiv aus. Des Öfteren (!) habe ich auch bezüglich der Logik doch zwei Augen zudrücken müssen (wenn euch die ganze Nacht Wasser ins Gesicht tropft, würdet ihr vermutlich auch davon aufwachen, oder?) und leider sind ein paar sprachliche Fehler nicht vor der Veröffentlichung entdeckt worden. Da bin ich berufsbedingt ziemlich pingelig und so etwas verleidet mir auch oft die Lektüre, ebenso wie die unzähligen Wiederholungen (ja, ich habs kapiert, sie nimmt ihre Tabletten ohne Wasser ein…).

Eventuell war das Buch etwas zu sehr gehyped worden, weswegen ich mir mehr erhofft hatte. Ich bin mir natürlich auch bewusst, dass es sich hier um YA handelt und einige meiner Kritikpunkte daher vielleicht etwas hart ausfallen. Aber es bleibt einfach dabei, dass ich zu keinem Zeitpunkt wirklich in die Geschichte eintauchen konnte und alles eher distanziert und emotionslos gelesen habe, was bei den durchaus guten Ansätzen einfach schade war.

Eine Info noch zum Schluss: Das Buch ist mit mehreren Triggerwarnungen versehen (diese findet man im Buch selbst ganz am Schluss) und ich kann mir gut vorstellen, dass das für Einige sehr hilfreich sein kann, wenn es um die Entscheidung geht, ob man das Buch lesen möchte oder nicht. Allerdings geben sie natürlich auch schon einige Plotelemente preis, sodass man hier individuell abwägen sollte.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Nette Geschichten aber leider auch einige Stereotype

Murmelschreck und der Pantoffelfresser
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Das Buch Murmelschreck und der Pantoffelfresser, geschrieben von Frank Maria Reifenberg und illustriert von Maja Bohn ist in mehrere Kapitel eingeteilt. In jedem davon erlebt Murmelschreck ein anderes ...

Das Buch Murmelschreck und der Pantoffelfresser, geschrieben von Frank Maria Reifenberg und illustriert von Maja Bohn ist in mehrere Kapitel eingeteilt. In jedem davon erlebt Murmelschreck ein anderes Abenteuer auf dem Rummelplatz.
Meinem Sohn hat die Geschichte mit der Geisterbahn am besten gefallen, mir selbst die mit dem goldenen Karussell. Grundsätzlich hatte mein Sohn (5 Jahre alt) viel zu lachen und hat sich an den Geschichten und auch den Illustrationen erfreut. Seine Lieblingsstelle ist wohl, als Adalbert Bombasto Ceralius (ja!) ein Wort mit K für einen Zauberspruch sucht. Mein sprachbegeistertes Kind hat hier gleich selbst mitgesucht :). Stellenweise haben ihm die Geschichten also sehr gut gefallen, allerdings habe ich gemerkt, dass er insgesamt nicht so gefesselt war, wie bei manch anderen Büchern.
Mir persönlich waren ein paar zu viele Klischees/Stereotype dabei: der hässliche Troll, die zarte Fee und natürlich ist es der Troll, der einen Fehler macht und die gutmütige Fee, die ihm hilft, ihn wieder auszubaden. Grundsätzlich finde ich auch nicht, dass eine bärtige Frau als Zirkusattraktion dargestellt werden sollte. Zudem (und das ist total subjektiv und hat nichts mit der Qualität der Geschichten zu tun) waren mir die Geschichten einen Tick zu lang zum Vorlesen.
Insgesamt ein nettes Kinderbuch, das wir gerne gelesen haben, das aber vermutlich nicht zu unseren Favoriten gehören wird.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Ich bin ein bisschen unentschlossen

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Bei The Games Gods Play von Abigail Owen bin ich ziemlich hin und her gerissen. Ich denke schon länger darüber nach, wie gut ich es denn nun fand, und komme zu keinem endgültigen Schluss, weil ...

Bei The Games Gods Play von Abigail Owen bin ich ziemlich hin und her gerissen. Ich denke schon länger darüber nach, wie gut ich es denn nun fand, und komme zu keinem endgültigen Schluss, weil es für mich bei verschiedenen Faktoren sehr unterschiedlich punktet.
Gut gefallen hat mir der griechische Götter- und Sagenstoff, und dass hier auch (zumindest ab und an) Figuren aufgetaucht sind, die man nicht so gut kennt. Die verschiedenen Götter haben entsprechend ihrer “überlieferten” Charaktere gehandelt und sind im Großen und Ganzen diesen Eigenschaften treu geblieben. Leider blieb dies etwas oberflächlich, aber das kann man bei der Fülle an Figuren natürlich auch nicht anders erwarten.
Darüber hinaus wurde die Handlung meist ziemlich zügig vorangetrieben, was ich hier gut fand. Es war actionreich, aber dennoch so, dass man noch gut hinterherkam.
Neben den teils flachen Charakteren hat mich am meisten gestört, dass ich die Liebesgeschichte einfach nicht glaubwürdig fand. Sorry, aber was fand Lyra an Hades?? Er ist emotional fragwürdig und definitiv manipulativ.
Dass einige Plotelemente wie durch Zauberhand aufgelöst wurden lass ich mal durchgehen, es geht hier immerhin um Götter und da ist so ein deus ex machina-Moment durchaus mal ok.
Ihr seht, sowohl auf der pro als auch auf der contra Seite ist hier einiges zu finden. Wenn man berücksichtigt, dass die Zielgruppe wohl eher ältere Teens oder junge Erwachsene sind, fallen plotbezogene Schwächen vielleicht etwas weniger ins Gewicht. Allerdings fände ich es gerade bei einem jüngeren Zielpublikum wichtig, nicht schon wieder so eine “Alpha Male Red Flag” Figur als Love Interest zu haben.
Als Fazit also vielleicht: unterhaltsam aber nicht unproblematisch.

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