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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2025

Eisige Weiten

Die Eisbrecherin
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Seit ich den Titel gesehen habe, war ich total neugierig auf dieses Buch. Das Cover mit Geertje Marquardt selbst hat mir gut gefallen. Ich finde es faszinierend, wie alt sie darauf aussieht - vor allem ...

Seit ich den Titel gesehen habe, war ich total neugierig auf dieses Buch. Das Cover mit Geertje Marquardt selbst hat mir gut gefallen. Ich finde es faszinierend, wie alt sie darauf aussieht - vor allem auch im Vergleich zum Foto innen drin. Da sieht man alle Stapazen, die Kälte und das Extreme wirklich schon auf den ersten Blick. Der Titel "Die Eisbrecherin" ist meiner Meinung anch wirklich gut gewählt. Sie bricht nicht nur das Eis vor Ort, sondern auch in sich. Das Buch über die Expedition ist zugleich auch eins über eine Reise zu sich selbst und den Mut, seinen Träumen zu folgen und sie wahrzumachen. Egal wie groß oder klein sie sind.

Leider konnte mich der Schreibstil der Autorin und ihrer Ghostwriterin nicht ganz abholen. Daher gibt es ein Sternchen Abzug. Allerdings ist die (Lebens-)Geschichte, die hier erzählt wird, absolut faszinierend und schon auch echt beeindruckend! Ich hätte mir etwas mehr Tiefe gewünscht, auch wenn ich den Eindruck hatte, dass das Beschriebene und die Geschehnisse schon sehr authentisch sind. Manches hat sich wiederholt, aber das ist wahrscheinlich einfach auch in der Realität so gewesen, wenn man 550 Kilometer über das Grönlandeis läuft. Ich persönlich kann absolut nicht verstehen, warum man sich so quälen möchte, aber ich kann nachvollziehen, warum man einen besonderen Traum ermöglichen und verwirklichen möchte. Umso spannender finde ich es, Erfahrungsberichte von solchen extremen Abenteuern zu lesen. Die körperlichen Herausforderungen stelle ich mir unglaublich hart vor, gleichzeitig denke ich aber auch, dass es hier vor allem eine Willenssache ist, ob man durchhält oder nicht. Natürlich müssen die Voraussetzungen stimmen.

Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir die Bilder im Buch, die berührende und faszinierende Einblicke in das Leben während der Tour zeigen. Das fand ich wirklich beeindruckend und für Außenstehende sehr gut, da man sich so selbst ein Bild machen kann - im wahrsten Sinne des Wortes.

Besonders gerne habe ich das Fazit nach der Reise gelesen - was von der Klarheit bleibt: "Wir Frauen müssen unsere eigenen Wege gehen ... Wir müssen bestehende Regeln hinterfragen. Mut auszuleben und eigenen Erfahrungen zu machen ist immer eine gute Idee. Wie sinnbildlich es ist, dass ich auf der Tour schneller müde wurde, wenn ich in einer vorgegebenen Spur gehen musste. Selbst zu navigieren und einen neuen Weg in den unberührten Schnee zu ziehen erforderte zwar mehr Konzentration, aber ich wurde belohnt mit einer höheren Fitness und Klarheit. ... Es lohnt sich, vorneweg zu gehen und eigene Spuren zu ziehen."

Veröffentlicht am 16.01.2025

Nicht ganz so gut wie die Vorgänger

Blutbuße
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Nachdem ich schon seit Jahren mit großer Begeisterung die Sandhamn-Reihe von Autorin Viveca Sten lese, habe ich mich total gefreut, dass es eine weitere Reihe von ihr gab, die ein völlig anderes Setting ...

Nachdem ich schon seit Jahren mit großer Begeisterung die Sandhamn-Reihe von Autorin Viveca Sten lese, habe ich mich total gefreut, dass es eine weitere Reihe von ihr gab, die ein völlig anderes Setting hatte. "Kalt und still" hatte mich damals wirklich überzeugt, auch wenn ich sagen muss, dass die Geschichte sehr düster, melancholisch, dramatisch und traurig ist. Nordic Noir von seiner dunklen Seite eben. Dennoch war ich so begeistert, dass ich unbedingt weiterlesen wollte und nach Fall Zwei von Hanna Ahlander "Tief im Schatten" auch den neuen, dritten Fall "Blutbuße" lesen wollte.
Leider muss ich sagen, dass mich das Buch nicht ganz so überzeugt hat wie die beiden Vorgänger. Aus meiner Sicht ist es das schwächste Buch der bisher dreiteiligen Reihe. Auf gut 520 Seiten fehlt es immer wieder mal an Tiefe und damit verbunden auch an der Emotion der Leser. Allerdings muss ich sagen, dass wir hier immer noch auf einem sehr hohen Niveau sind. Hätte ich von dieser Autorin nicht schon so viel gelesen und dadurch nicht so hohe Ansprüche, wäre ich vermutlich ziemlich zufrieden gewesen.
Meine Meinung: Selbst lesen und eine Meinung bilden! Allerdings würde ich auf jeden Fall empfehlen, die Reihe von vorne zu lesen!

Veröffentlicht am 15.12.2024

Cool, rasant und witzig

DENKRIESEN - KIBU JUMPER® - London - "Wettlauf gegen die Zeit" | Band 1
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Dieses Buch ist für junge Teenies gedacht und ich denke, sie finden das Buch cool, witzig und rasant. Mir war es manchmal ein bisschen zu wild und sprunghaft, aber ich bin ja auch schon deutlich älter. ...

Dieses Buch ist für junge Teenies gedacht und ich denke, sie finden das Buch cool, witzig und rasant. Mir war es manchmal ein bisschen zu wild und sprunghaft, aber ich bin ja auch schon deutlich älter. Das Cover finde ich sehr passend und auch hochwertig und ansprechend. Es passt gut zum Titel und dem Inhalt, das mag ich.

Gut gefallen hat mir, dass man viel über London erfährt, quasi nebenbei. Also Lernen beim Lesen, das finde ich gut. Auch das Cover zeigt einige Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten von London, genauso wie ein paar Zeichnungen im Buch. Für mich hätten es gerne noch ein paar mehr sein dürfen, denn ich mag solche Illustrationen sehr.

Die Story fand ich etwas kryptisch und die Jugendlichen für ihre 14 Jahre manchmal etwas naiv, aber insgesamt spannend, interessant und packend. Gut gefallen haben mir auch die Steckbriefe der Jugendlichen und ihrer Gegenspieler im Umschlag des Buchs. Gerade am Anfang einer Reihe finde ich so eine Auflistung wirklich toll und man kann sich die Protagonisten auch besser vorstellen. Ein toller Auftakt um eine spannendes Thema!

Veröffentlicht am 01.12.2024

Spannung und viele Ermittlungen

Mit kaltem Kalkül
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Da ich bereits Kaltes Land und Mit kalter Präzision mit großer Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich neugieirg, wie es mit Dr. Sabine Yao weitergeht. Die Story klang vielversprechend und extrem ...

Da ich bereits Kaltes Land und Mit kalter Präzision mit großer Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich neugieirg, wie es mit Dr. Sabine Yao weitergeht. Die Story klang vielversprechend und extrem spannend und das war es auch. Ich finde die Rechtsmedizin ein sehr spannendes Feld, gerade auch aus ermittlungstechnischer Sicht.
Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen, schade fand ich allerdings, dass die Person, die als Hauptfigur genannt wird und die ich sehr schätze, eher am Rande vorkam. Da hätte ich mir mehr gewünscht.
Richtig gelungen fand ich die verschiedenen Erzählperspektiven, die sehr viel Nähe zwischen dem Leser und den Figuren zulassen. Dadurch wird es zum Teil sehr berührend, beispielsweise bei den Szenen aus der Sicht des Kindes. Ebenfalls gut finde ich die kurze Einordnung bzgl. Ort und Zeit am Anfang jedes kurzen Kapitels. So hat man immer eine gute Orientierung und durch die kurzen Abschnitte liest sich das Buch auch sehr flott.
Man merkt, wo der Autor selbst arbeitet und dass True Crime-Fälle miteinfließen, denn das Buch scheint extrem authentisch zu sein. Insgesamt eine echt gute Umsetzung und Unterhaltung! Wenn dann beim nächsten Mal wieder ein bisschen mehr Sabine Yao mit drin ist, bin ich restlos begeistert!

Veröffentlicht am 13.11.2024

Interessante Einblicke

Wie ich Thomas Gottschalk rumkriegte
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Da ich selbst zu jung bin, um viel von der DDR mitbekommen zu haben und wir auch keine Familie oder Freunde dort hatten, finde ich es immer spannend, etwas über diese Zeit und die deutsch-deutsche Geschichte ...

Da ich selbst zu jung bin, um viel von der DDR mitbekommen zu haben und wir auch keine Familie oder Freunde dort hatten, finde ich es immer spannend, etwas über diese Zeit und die deutsch-deutsche Geschichte zu erfahren. Es ist noch gar nicht so lange her und trotzdem scheint es ewig weit weg zu sein. Die Welt dort war eine ganz andere und fasziniert mich immer wieder. Auch wenn ich oft denke, dass ich froh und dankbar sein kann, nicht dort gelebt zu haben, war vieles doch auch gut geregelt und nicht alles schlecht. Eine kleine Zeitreise in Form eines Buches ist daher für mich immer sehr spannend und interessant.

Der Titel ist mir etwas sehr reißerisch, aber ich kann verstehen, dass er gewählt wurde. Gabi Thieme kann gut und detailliert, aber nicht zu ausschweifend und teilweise sehr pointiert beschreiben. Zusammen mit ihr und ihren Erinnerungen geht es zurück in die Zeit der DDR. Ich mag die Einblicke, die man hier bekommt - auch wenn sie natürlich sehr subjektiv sind. Die Fotos sind wie Fenster in die Vergangenheit und haben mir besonders gut gefallen.