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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2024

Grübeln bis zum Schluss

Die Frau des Serienkillers
5

Tom und Beth mit ihrer Tochter Poppy scheinen in der perfekten Kleinstadtidylle das perfekte Familienleben zu führen. Bis Tom wegen eines Mordes von der Polizei abgeholt wird. Das wirft natürlich gleich ...

Tom und Beth mit ihrer Tochter Poppy scheinen in der perfekten Kleinstadtidylle das perfekte Familienleben zu führen. Bis Tom wegen eines Mordes von der Polizei abgeholt wird. Das wirft natürlich gleich die Frage auf, ob Tom der im Titel benannte „Serienkiller“ ist.

Das Buch ist sehr gut geschrieben und liest sich sehr flüssig. Ich habe schnell in das Buch hineingefunden und es auch sehr schnell gelesen. Aufgrund der kurzen Kapitel möchte man gerne schnell noch ein weiteres Kapitel lesen. Und noch eins und noch eins...

Die Kapitel sind in Ich-Form überwiegend im Heute aus der Sicht von Beth geschrieben. Manchmal kommen auch andere Personen zu Wort und es gibt Rückblenden in die Vergangenheit. Dies hilft, die Sicht der einzelnen Protagonisten zu verstehen und ihre Handlungen nachzuvollziehen. Außerdem erfahren wir so etwas über die Morde und was wirklich geschehen ist.

Alice Hunter ist es sehr gut gelungen, verschiedene Fährten auszulegen. Ich war zunächst sowohl im Zweifel was Tom angeht als auch in Bezug auf verschiedene andere Charaktere. Letztendlich fand ich das Buch sehr gut aufgebaut und die Handlung sehr schlüssig.

Einige der Charaktere sind mir während des Lesens nicht unbedingt ans Herz gewachsen. Ich vermute, dass genau das die Absicht der Autorin war.

Insgesamt hat es mir Spaß gemacht das Buch zu lesen. Ich kann es weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 19.03.2024

Spannendes Buch mit einem etwas schwächeren Ende

Der heimliche Beobachter
2

Hannahs Bruder Mako lädt Hannah und weitere Familienmitglieder und Freunde in ein mondänes Cottage mitten im Nirgendwo ein. Was ein Luxuswochenende hätte sein sollen, entpuppt sich ziemlich schnell als ...

Hannahs Bruder Mako lädt Hannah und weitere Familienmitglieder und Freunde in ein mondänes Cottage mitten im Nirgendwo ein. Was ein Luxuswochenende hätte sein sollen, entpuppt sich ziemlich schnell als Albtraum. Merkwürdige Spukgeschichten werden über das Cottage erzählt, die Besucher werden von ihrem Vermieter heimlich beobachtet, ein Unwetter schneidet sie alle von der Außenwelt ab und schließlich verschwindet auch noch eine der Frauen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht unterschiedlicher Protagonisten erzählt, außerdem erfährt man etwas über die Vergangenheit einzelner Personen. Jede Person scheint ein Geheimnis zu haben.

Das Buch fängt recht langsam mit der Beschreibung der Charaktere und ihrer Geheimnisse an, und eigentlich passiert sehr lange nicht viel. Trotzdem ist es nicht langweilig, da Lisa Unger sehr spannend schreibt. Erst so ab der Mitte nimmt das Buch zunehmend an Fahrt auf. Man fiebert beim Lesen mit welches Geheimnis jeder der Protagonisten wohl hat und was aus den einzelnen Charakteren wird. Lediglich die Auflösung am Ende kann leider nur teilweise überzeugen. Vieles ist logisch und überzeugend, doch teilweise kommt das Ende auch ziemlich moralisch und weichgespült daher.

Trotzdem ist „Der heimliche Beobachter“ insgesamt ein sehr lesenswertes Buch, dank des guten Schreibstils der Autorin.

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Veröffentlicht am 03.06.2024

Wohlfühlroman mit einigen ernsten Themen

Das Lied der Biene
2

Marga ist Anfang vierzig und eine sehr zurückhaltende Person. Sie ist eher zögerlich und lässt das Leben an sich vorbeiziehen. Sie arbeitet als Haushälterin bei Paul Alprecht, sieht sich aber gezwungen, ...

Marga ist Anfang vierzig und eine sehr zurückhaltende Person. Sie ist eher zögerlich und lässt das Leben an sich vorbeiziehen. Sie arbeitet als Haushälterin bei Paul Alprecht, sieht sich aber gezwungen, den Job zu kündigen, weil sie mit Pauls neuer jungen Verlobten Sybille nicht klarkommt. Gerade als Marga kündigen will, wird Sybille beim Schwimmen von einer Biene gestochen und ertrinkt im Pool. Durch Pauls Verlust kommen auch in Marga Erinnerungen an einen alten Verlust wieder hoch. Sie schreibt ihrem Arbeitgeber tröstende, aber anonyme E-Mails. Tatsächlich antwortet Paul ihr, und die beiden kommen sich schriftlich näher. Und auch persönlich entsteht eine etwas engere Beziehung zwischen den beiden, so dass Paul in Marga nicht mehr nur seine unscheinbare Haushälterin sieht. Bis Paul zufällig einen Blick in Margas E-Mail-Verlauf wirft und erkennt, wer ihm die Mails geschrieben hat...

Das Buch ist ein Feelgood-Roman und eine Liebesgeschichte. Es geht aber auch um ernste Themen. Neben Trauer geht es um Trennungen und wie vor allem Kinder unter Trennungen leiden. Außerdem soll das Buch wohl auch anregen, sein Leben aktiv zu leben und zu gestalten.

Paul erschien mir in einigen Situationen zu gut um wahr zu sein. Auch der E-Mail-Verkehr zwischen den beiden ist teilweise schon sehr poetisch und nicht so ganz aus dem Leben gegriffen. In einem späteren Abschnitt schreibt Pauls Stieftochter Inga einen Text. Bei diesem hat man eher das Gefühl, dass der Text tatsächlich echt und von einer Teenagerin geschrieben sein könnte.

Einige Wendungen in dem Buch passieren etwas zu schnell. Da hätte ich mir mehr Inhalt und Tiefe zu einigen Szenen zwischen Marga und Paul gewünscht. Stattdessen waren mir andere Szenen, die nicht unmittelbar die beiden betreffen, nicht so wichtig.

Mich persönlich konnte das Buch nicht so ganz fesseln und auch nicht in jeder Hinsicht überzeugen, aber es liest sich ganz schön und recht schnell und flüssig. Ich fand die Handlung teilweise ganz rührend, teilweise auch recht spannend. Insgesamt ein nettes, unterhaltsames Buch.

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