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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2024

Durchwachsen

Gute Gründe
1

Yael leidet unter einer Depression. Sie will nicht mehr leben, aber ihre Psychiaterin und ihre Schwester versuchen sie zurück ins Leben zu bringen. Auch Yael sucht gute Gründe, um wieder Ja zum Leben zu ...

Yael leidet unter einer Depression. Sie will nicht mehr leben, aber ihre Psychiaterin und ihre Schwester versuchen sie zurück ins Leben zu bringen. Auch Yael sucht gute Gründe, um wieder Ja zum Leben zu sagen. Sie schließt Freundschaft mit einer älteren Dame, die sie im Frauenschwimmbad am Meer kennengelernt hat. Sie lenkt sich mit Lesen ab und verbringt Zeit mit den Kindern ihrer Schwester. Das Buch lässt sich leicht lesen, da die Autorin sehr kurze Leseabschnitte gewählt hat. Der Schreibstil ist flüssig und trotz aller Schwere liegt immer ein Hauch Humor und Sarkasmus über dem Geschehen. Als Leser wird man innerhalb kürzester Zeit immer wieder zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her geworfen. Eigentlich mag ich diese Art des Erzählens auf zwei Zeitebenen, aber hier sind mir die Abschnitte zu kurz. So konnte ich mich nie richtig einfinden. Während man Yael durch ein ganzes Jahr begleitet, erfährt man bruchstückhaft welche Verluste die Protagonistin in ihrem Leben bereits erleiden musste. Vieles wird dabei nur angerissen. Das Buch hat wirklich gute Ansätze und ich habe es auch gerne gelesen. Dennoch fehlt mir hier etwas, um die Geschichte wirklich rund zu machen.

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Veröffentlicht am 30.10.2024

Düster

Das zweite Kind
0

Valentina Medici wird zu einem mysteriösen Fall in Bologna gerufen. Sie ist Ermittlerin einer Spezialeinheit aus Rom. Ein Junge wurde in der Toskana von einem vorbeifahrenden Autofahrer gefunden. Der Junge ...

Valentina Medici wird zu einem mysteriösen Fall in Bologna gerufen. Sie ist Ermittlerin einer Spezialeinheit aus Rom. Ein Junge wurde in der Toskana von einem vorbeifahrenden Autofahrer gefunden. Der Junge konnte seinem Entführer entfliehen und hat eine seltsame Geschichte zu erzählen. Bei ihren Ermittlungen stößt die zielstrebige und engagierte Ermittlerin auf eine Reihe von Cold Cases und hat mit einer weiteren aktuellen Entführung und einem Mord zu tun. Fabio Costa unterstützt sie bei der Untersuchung, wobei er immer wieder mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat.
Der Schreibstil von Marco De Franchi überzeugt durch Geradlinigkeit und Schnörkellosigkeit. Die kurzen Kapitel und die wechselnden Erzählperspektiven bringen Tempo in den Lesefluss. Immerhin hat der Thriller, der nebenbei bemerkt sehr viele Krimi Elemente hat, fast 700 Seiten zu bieten.
Mir hat das Buch bis zur Hälfte wirklich gut gefallen. Ich mochte die Ermittlungsarbeit, die spannenden Elemente und auch die Figuren. Ab der Mitte hatte ich das Gefühl eines Bruchs in der Geschichte. Ab da konnte ich mit der Erzählung immer weniger anfangen. Auch das Ende konnte mich nicht vollends überzeugen.
Für mich ein Thriller mit sehr guten Ansätzen, der im Laufe der Seiten leider immer mehr an Spannung und Glaubwürdigkeit verliert. Nicht nur was den Fall bzw. die Fälle betrifft, sondern auch bezüglich des privaten Umfeldes der Ermittler. Insgesamt dennoch ein lesenswertes Debüt.

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Zu kurz abgehandelt

WITCH - Das Herz der Freundschaft
0

Der Comic erzählt die Ursprungsgeschichte von Witch in einem neuen Gewand. Ich kenne die Originale nicht besonders gut, daher kann ich hier keine Vergleiche anstellen. Der aktuelle Comic mit Hardcover ...

Der Comic erzählt die Ursprungsgeschichte von Witch in einem neuen Gewand. Ich kenne die Originale nicht besonders gut, daher kann ich hier keine Vergleiche anstellen. Der aktuelle Comic mit Hardcover besticht mit farbenfrohen und gelungenen Illustrationen. Erzählt wird die Geschichte von Will, die nach vielen Umzügen mit ihrer Mutter nun neu in der Stadt ist. Dort macht sie Bekanntschaft mit Irma, Taranee, Cornelia, Hay Lin und Elyon. Gleich zu Beginn des Comics werden die Figuren mit einem kleinen Steckbrief vorgestellt, was mir das Verstehen auf jeden Fall erleichtert hat. Die Mädchen sind dann vom Aussehen und auch durch ihre unterschiedlichen Charaktere gut zu unterscheiden.
Während der Beginn für mich im Verhältnis zum Rest der Geschichte zu ausführlich war, fehlten mir im Verlauf der Geschichte mehr Details. Hier wären einige Seiten mehr wünschenswert gewesen. Gerade die Erlangung der Kräfte hätte gerne ausführlicher erzählt werden können. Auch der Schluss wurde für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt.
Allerdings gefiel mir der Humor, die gute Darstellung der einzelnen Figuren und vor allem die lebhaften Zeichnungen. Insgesamt ein durchschnittlicher Comic, der mehr Potential gehabt hätte.

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Veröffentlicht am 13.09.2024

Das Rätsel um die Drachenschatulle

Invictum
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Mike Brink, der nach einem Schädel-Hirn-Trauma an dem Savant-Syndrom leidet, ist ein Spezialist für komplexe Rätsel aller Art. Er wird von der undurchsichtigen Sakura angesprochen, die ihm eine Einladung ...

Mike Brink, der nach einem Schädel-Hirn-Trauma an dem Savant-Syndrom leidet, ist ein Spezialist für komplexe Rätsel aller Art. Er wird von der undurchsichtigen Sakura angesprochen, die ihm eine Einladung vom japanischen Kaiser übermittelt. Mike soll nach Tokio reisen und das Geheimnis der Drachenschatulle enthüllen. Dies stellt sogar für ihn eine enorme Herausforderung dar, denn ein kleiner Fehler kann bei diesem Rätsel den Tod bedeuten. Die Geschichte erinnerte mich an manchen Stellen an die Thriller von Dan Brown. Es gibt Spannungselemente, temporeiche Action, ein tolles Setting, jede Menge Rätsel und einen sympathischen Protagonisten. Dennoch fehlte es mir bei den Figuren an Tiefe und so bleibt alles ein wenig an der Oberfläche haften. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die vielen Hinweise auf die japanische Geschichte und Kultur haben mir sehr gut gefallen und geben diesem Buch auch eine besondere Note. Das KI-Thema war dann allerdings nicht so nach meinem Geschmack. Unbedingt zu erwähnen sind der schöne blaue Buchschnitt und die Rätsel, die teilweise graphisch aufbereitet wurden.
Insgesamt ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Buch, das aber aufgrund der fehlenden Tiefe nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird.

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Weniger wäre mehr gewesen

Todeskalt
6

Die Kriminalpsychologin Caro Löwenstein wird telefonisch von ihrer Freundin Melanie kontaktiert. Sie befindet sich augenscheinlich in Gefahr, aber bevor sie sich genauer erklären kann, bricht das Gespräch ...

Die Kriminalpsychologin Caro Löwenstein wird telefonisch von ihrer Freundin Melanie kontaktiert. Sie befindet sich augenscheinlich in Gefahr, aber bevor sie sich genauer erklären kann, bricht das Gespräch abrupt ab. Caro begibt sich sofort in das Dorf im Taunus, denn von dort kam Melanies Hilferuf. Anstatt Melanie findet Caro die Leiche einer jungen Frau. War es tatsächlich Selbstmord, wie die dortige Bürgerwehr und die örtliche Polizei vermuten? Caro kommen immer mehr Zweifel und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, wobei sie bei den Dorfbewohnern auf Granit beißt. Alle mauern und niemand will ihr helfen. Ganz im Gegenteil, sie wird bedroht und gedrängt, das Dorf zu verlassen. Zur selben Zeit kämpft Kommissar Simon Berger mit seiner schmerzhaften Vergangenheit und einer Depression. Dennoch hilft er Caro bei ihren Nachforschungen.
Der Krimi wartet mit kurzen und knackigen Kapiteln auf. Schauplätze und die Erzählperspektive wechseln laufend. Dadurch bekommt die Geschichte richtig Tempo und lässt sich flüssig lesen. Die Spannung kommt definitiv auch nicht zur kurz und dem Leser werden viele Verdächtige präsentiert.
So weit, so gut. Was mich allerdings immer mehr an dem Krimi störte, waren die vielen Alleingänge der Protagonisten und die Zunahme der psychischen Störungen. Es wurde mit jeder Seite unrealistischer. Manche Figuren erschienen mir zudem wenig authentisch. Ich hatte das Gefühl, dass der Autor zu viel in die Geschichte hingepackt hat. Hier wäre weniger definitiv mehr gewesen.
Wer es mit der Realitätsnähe nicht so genau nimmt und mehr auf Action steht, der kann getrost zu diesem Buch greifen. Für mich bleibt es am Ende ein solider Krimi, der mich aber nicht vollends überzeugen konnte.

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