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Veröffentlicht am 24.06.2025

Jahreshighlight - man will direkt weiterlesen!

To Tempt a God
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Vielen Dank an LovelyBooks, die mir das Buch im Rahmen einer Leserunde zur Verfügung gestellt haben. Außerdem danke an NetGalley, über die ich ein Hörbuch zum Rezensieren bekommen habe. Meine Meinung ist ...

Vielen Dank an LovelyBooks, die mir das Buch im Rahmen einer Leserunde zur Verfügung gestellt haben. Außerdem danke an NetGalley, über die ich ein Hörbuch zum Rezensieren bekommen habe. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Bis jetzt kannte ich von Anna Benning nur die Vortex-Reihe, die mir unheimlich gut gefallen hat. Für Dark Sigils hat mir immer die Zeit gefehlt, aber nach dem Lesen von To Tempt A God brauche ich unbedingt mehr von dieser Autorin!

Bei To Tempt A God handelt es sich um den Auftakt der dystopischen Jugendfantasy-Reihe „Götterlicht“, bei den Band 2 in 6 und Band 3 in 12 Monaten erscheinen wird. Die Erstauflage kommt mit einem wunderschönen Farbschnitt, und insgesamt ist das Buch sehr hochwertig aufgemacht. Die 22€ sind wirklich ein fairer Preis verglichen mit anderen aktuellen Buchpreisen, und die Wartezeit von insgesamt einem Jahr zwischen allen drei Bänden ist eigentlich auch ein guter Rhythmus. Wobei, klar: direkt weiterlesen wäre natürlich am schönsten 😉.

Worum geht es? Aurora ist ein Mensch, in einer von Engeln regierten Welt. Seit ihr Bruder nach einem Unfall im Koma liegt, versucht sie alles, um ihn am Leben zu erhalten – auch das illegale Sammeln von Himmelslicht, welches nur den Göttern vorbehalten ist. Dann wird Aurora an den Götterhof berufen, als Dienerin – ausgerechnet für Colden, den Sohn des schrecklichen Herrschergottes. Das Leben am Hof ist voller Machtspiele und Intrigen, und das Überleben für Menschen schwierig. Stück für Stück merkt Aurora, dass Colden gar nicht so grausam ist wie die anderen Götter – können die beiden gemeinsam die Ordnung von Silver City verändern?

Ich bin ehrlich: zu Beginn bleibt die Geschichte etwas vorhersehbar. Es gibt einen besten Freund mit unterdrückten Gefühlen für die Protagonistin; sie kann ganz knapp der Gefahr entkommen – nur um in allerletzter Minute doch noch für den Dienst der Götter „berufen“ zu werden, und natürlich ist ihr Gott ganz anders als alle anderen (nämlich nett) und auch ein ganz besonderer Gott (der Sohn des Herrschers).

Aber nach der Vortex-Reihe wusste ich: Anna Benning ist nicht 08/15, da kommt noch was Krasses. Und so war es auch. Besonders ab der 2. Hälfte ist das Buch unfassbar episch und richtig überraschend – ich habe mit wenigen Dingen, die passieren, gerechnet, und fand alles super stimmig. Im entferntesten Sinne hat mir das Buch Tribute von Panem Vibes gegeben, aber gleichzeitig war die Story wie nichts, was ich schon gelesen hatte.

Im Vergleich zu Vortex würde ich sagen: dieses Buch hier liest sich älter. Es wird nicht nur etwas spicy, es kommen auch überraschend brutale Szenen vor (hallo Tribute von Panem sag ich da nur). Aber ich fands gut!
Der tolle Schreibstil der Autorin sorgt auch dafür, dass man sich alles richtig gut vorstellen kann. Das 1A-Worldbuilding wird durch das Glossar nur sinnvoll unterstützt, und ich denke, dass es auch in den Folgebänden richtig gut sein wird, für einen kurzen Refresher dort rein blättern zu können.

Außerdem habe ich das Hörbuch, gelesen von Pia-Rhona Saxe, immer wieder gehört. Pia hat einfach eine wunderbare Stimme und kann die Story wunderbar umsetzen. Eine Runde Applaus für sie, dass sie sich für uns mit den Aussprachen der Engelssprache auseinandergesetzt hat – ihr Reel dazu ist einfach so lustig. Aber ja, ich fands einfach gut, ab und an mal in die Story reinzuhören und zu schauen, ob die Sachen so ausgesprochen waren, wie ich sie in meinem Kopf gesagt habe. Und ehrlicherweise fand ich das Buch so gut, dass ich beim Autofahren – wo ich halt nicht selbst lesen konnte – unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

Insgesamt ist To Tempt A God ein absolutes Monats- bzw. Jahreshighlight für mich. Am Ende reiht sich Action an Action und die letzten Seiten lassen ganz viel Raum für Fragen und Theorien – natürlich ist Band 2 schon vorbestellt, ich will unbedingt weiterlesen.
Ich gebe 4.5 Sterne – für die vollen 5 war mir der Anfang nicht ganz stark genug.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Altersvorsorge mal anders

Very Bad Widows
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Vielen Dank an Vorablesen, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Very Bad Widows: Drei Frauen, die ein neues Leben wollen. Drei Männer, ...

Vielen Dank an Vorablesen, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Very Bad Widows: Drei Frauen, die ein neues Leben wollen. Drei Männer, die ihnen im Weg stehen.

Das Konzept wirkt simpel, viel schwarzer Humor. Nach dem Unfalltod von Dave entdeckt seine Jetzt-Witwe Marlene, dass ihr Mann eine absurd hohe Lebensversicherung abgeschlossen hat. Und nicht nur Dave: auch die anderen drei Männer der Freundesgruppe haben diese Versicherung. Deren Ehefrauen schmieden einen Plan: ihre Männer loswerden, die Millionensumme kassieren und sich ein schönes Leben im Ruhestand machen. Das Problem? Die Ehemänner haben ein ähnliches Vorhaben…

Am Anfang war ich noch etwas verwirrt mit den ganzen Charakteren, aber im Grunde gibt es nur die zwei Parteien von Ehemännern und Ehefrauen, die jeweils in ihren Grüppchen auftreten und sich dort über das Geld und die Morde unterhalten. Und das ist gar nicht so abgebrüht, wie es klingt. Es kommt zu Missverständnissen, und der Frust der Beziehungen kommt ans Licht, sodass die Beweggründe für die angesetzten Morde irgendwie logisch erscheinen. Es ist definitiv ein Buch voll schwarzem Humor!

Weitere wichtige Charaktere neben den Paaren sind noch Padma, eine Casinomanagerin, und Hector, ein Friseur mit krimineller Vergangenheit. Das Casino ist ein wichtiger Schauplatz, da zwei der Ehemänner dort auch gearbeitet haben, und ein kleines Boot ist ebenfalls zentral für die Handlung. Aber viel mehr möchte ich auch nicht verraten; ihr sollt lieber selbst entdecken, wie die Charaktere sich selbst immer weiter verstricken in ihre Machenschaften.

Den deutschen Titel „Very Bad Widows“ finde ich auch gar nicht mal so ganz passend, weil ja eigentlich sowohl die Männer als auch die Frauen moralisch graue Dinge tun… der englische Titel „The Retirement Plan“ (dt. „Der Rentenplan“) fasst es eigentlich besser, aber klingt nicht mal halb so spannend…

Naja, was kann ich noch zu dem Buch sagen? Wichtige Prinzipien sind „happy wife, happy life“ und zu sehen, dass manchmal Abstand in Beziehungen gut tut, um Klarheit bezüglich seiner Gefühle zu bekommen. Das Buch hat einen richtig herzerwärmenden Epilog à la happy End, und dann kommt einfach noch ein Post Scriptum Kapitel, das die letzten offenen Fragen aus Sicht eines allwissenden Erzählers auflöst. Es war einfach so toll gelöst.

Very Bad Widows erhält von mir 4.5 von 5 Sternen und ist auf alle Fälle ein empfehlenswertes Buch für alle, die auch schwarzen Humor unterhaltsam finden.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Bittersüße Friends to Lovers Geschichte

Pages unwritten
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Danke an NetGalley und den everlove Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Jede Person, die mich kennt, weiß: ich liebe Kathinka ...

Danke an NetGalley und den everlove Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Jede Person, die mich kennt, weiß: ich liebe Kathinka Engels Bücher. Egal was sie rausbringt, ich kaufe es und werde es lieben.
Nachdem Words Unspoken mich nicht so ganz umgehauen hatte wie erhofft – obwohl ich es trotzdem mochte – war ich etwas unsicher, wie mir Pages Unwritten gefallen wird. Aber! Ich kann berichten: mir hat der 2. Band der Badger Books Reihe nochmal besser gefallen als der erste.

Mit Cy und Louise haben wir (childhood) best friends to lovers, was nicht unbedingt meine liebste Trope ist. Trauer ist hier auch ein großes Thema, da der Bruder von Cy vor Jahren verstorben ist, und das natürlich deren Leben sehr geprägt hat. Zudem hat Louise eine wunderbare Tochter namens Philomena, bei der es zwar noch einen Vater gibt, der aber nicht so ganz verlässlich ist.

„Phil kommt immer an erster Stelle. […] Du kommst nicht an zweiter Stelle. […] An zweiter Stelle komme ich.“

Louise ist Lektorin bei Badger Books und Cy ist ein Autor. Ein Autor, der bei seinem Debütroman mega Erfolg hatte und jetzt gar nicht richtig weiß, wie er mit einem zweiten Buch an diesen Erfolg anknüpfen soll. Denn in diesem Entwurf für das zweite Buch verarbeitet er seine Gefühle für Louise. Gleichzeitig soll Louise ihm aber dabei helfen, seine Schreibblockade zu überwinden. Kann Cy seine Gefühle (und dieses Buch) geheim halten?

Ich finds irgendwie passend, dass es im 2. Band der Reihe um ein zweites Buch geht. Und nachdem wir in Band 1 Gedichte von Jethro hatten, erwarten uns hier immer wieder Auszüge aus Cys Manuskript, die einfach unfassbar gefühlvoll sind.

Ansonsten hat das Buch plotmäßig wenig Überraschungen dabei. Man ahnt von Anfang an, was so die Probleme der beiden sind, da sie sich ja auch aus der Kindheit bereits kennen. Und keine Frage, ich habe das super gerne gelesen. Ich mochte die Atmosphäre – wir sind hier viel an der Küste von Maine unterwegs – und auch die ganzen buchigen Aspekte. Cy ist ein Mann, der sehr gefühlvoll ist, und Louise ist einfach eine super toughe Frau und Mutter. Außerdem finde ich, dass Kathinka Kinder richtig authentisch und altersgerecht schreiben kann. Phil ist ein super wichtiger Teil dieser Geschichte und wird da auch gebührend eingeflochten.

“Ich find’s eh immer gut, wenn Frauen sich das nehmen, worauf sie Bock haben.“

Aber, und hier kommt mein aber: ich fand, dass Evie und Coulter fast das Spotlight von Cy und Louise weggenommen haben. Jede Szene von den beiden war ein richtiges Feuerwerk und super intensiv, während Cy und Louise halt eher ruhig und gefühlvoll ihre Liebesgeschichte entfaltet haben. Trotzdem hat es sich nicht immer so angefühlt, als wären die beiden wirklich die main character ihrer eigenen Geschichte.

Vielleicht freue ich mich auch deshalb so unfassbar doll auf den 3. Band zu Evie & Coulter, weil die einfach von Seite 1 an für mich alle anderen überschattet haben (und ich enemies to lovers wirklich sehr gerne lese). Bei Pages Unwritten lande ich insgesamt bei 4,5 von 5 Sternen und kann es besonders denjenigen empfehlen, die Lust auf cozy Romance mit großen Gefühlen und friends to lovers, und eher wenig unvorhersehbarem Drama haben.

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Veröffentlicht am 04.12.2024

Eine gelungene Mischung aus Liebe, Mental Health und Journalismus

Stronger Than Ever
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Danke an Vorablesen und den GU Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Stronger than Ever war für mich das erste der mittlerweile ...

Danke an Vorablesen und den GU Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Stronger than Ever war für mich das erste der mittlerweile 4 GU-Romance Bücher, die einen neuen Ansatz verfolgen: verschiedene Mental Health Themen werden in die Liebesgeschichten integriert und Coachings und Beratungen on page gezeigt. Dafür stehen den Autorinnen Psycholog*innen zur Seite, um die Tipps realistisch zu verfassen und sensibel mit den Themen umzugehen.

Als ich das gehört habe, war mir sofort klar, dass dieses Konzept etwas für mich ist und habe mich sehr gefreut, über Vorablesen Stronger than Ever schon vor dem ET lesen zu dürfen. Das Buch war das erste, was ich von Larissa Schira gelesen habe – und es wird auf jeden Fall nicht das letzte sein!

In dem Buch geht es um Josie und Ryan, die unterschiedlicher nicht sein können. Josie ist sehr schüchtern und bekommt zu Beginn ihres Journalismus-Volontariat die Verantwortung für die Social-Media-Kanäle der Redaktion übertragen. Ryan ist ein True-Crime-Podcaster, bei dem es grade aber mit dem Sponsoring nicht so läuft, weshalb er das Angebot von „London Lens“ annimmt, und dort Josie bei den Social Media Kanälen unterstützen soll. Die beiden geraten durch ihre unterschiedlichen Arten öfters aneinander, und ihr erster gemeinsamer Beitrag – über eine Investigativrecherche zu einem Skandal einer veganen Lebensmittelfirma – löst einen Shitstorm aus. Josie ist super überfordert und wendet sich an die Redaktionspsychologin, die ihr hilft, mit der Situation klarzukommen, und ihre Gefühle für Ryan zu verstehen. Doch auch Ryan kämpft mit seinen Problemen…

Dieses Buch war wie für mich gemacht. Ich liebe London und ich liebe das Setting bei dem Investigativmagazin. Die Einblicke in die Journalismusbranche waren super realistisch, und die Thematik rund um Social Media und (True Crime) Podcasts war modern und frisch, und rund um hat mir das alles sehr viel Spaß gemacht zu lesen. Durch die Ermittlungen bei der Lebensmittelfirma gibt es eine spannende Thematik, die sich neben der Liebesgeschichte noch mit durchs Buch fiebert und ich habe die ganze Zeit mitgegrübelt, was die Wahrheit sein könnte. Ansonsten geht es auch viel um alle Arten von Texte (schreiben) und zum Ende hin kommt das ein oder andere Gedicht vor. Es ist also ein bunter Themenmix, aber ich denke, es sind solche Themen, die eine Vielzahl von Menschen ansprechen.

Die Kombination mit Mental Health hat mir auch gut gefallen. Neben Schüchternheit und Anxiety geht es auch viel um Shitstorms und Druck durch soziale Medien, und ich konnte aus Gesprächen der Therapeutin im Buch sehr viel mitnehmen. Ich habe die Tipps als realistisch und alltagsnah wahrgenommen, und möchte an dieser Stelle die Psychologin Pia Kabitzsch loben, die bei der Darstellung dieser Themen mitgeholfen hat – es ist wirklich gelungen.

Die Liebesgeschichte ist eine Slow Burn Workplace Geschichte, und es entwickelt sich auch wirklich langsam, was ich an sich gut fand. Allerdings muss ich sagen, dass es mir zum Ende hin, auch mit den intimen Szenen, dann etwas zu überhastet war und ich dem Buch auch ein paar mehr Seiten gegönnt hätte, um die langsame Entwicklung vollauszukosten. Und es gab einzelne Szenen, die auf mich etwas konstruiert und unrealistisch gewirkt haben, aber es waren eher nebensächliche Dinge.

Insgesamt hat mir das Buch echt super gut gefallen. Ich mochte die Themenvielfalt und die Charaktere, ich bin ein großer Fan vom Schreibstil und konnte emotional gut mitgenommen werden. Das Buch war nicht perfekt, aber auf jeden Fall ein Monatshighlight und ein Buch, dass ich weiterempfehlen werde, weil ich den Umgang mit mentaler Gesundheit in der Geschichte außerordentlich gelungen fand. Sicher können viele hier von den Tipps der Psychologin etwas für das eigene Leben mitnehmen.

Zusätzlich ist das Buch ja auch von außen ein Traum. Ich liebe das Cover und den Farbschnitt (auch wenn mir ohne Schriftzug noch besser gefallen hätte). Auf der FBM hatte ich das Glück, auf der Geburtstags-Release-Party von diesem und drei weiteren Büchern sein zu dürfen. Dabei habe ich die Autorin Larissa Schira getroffen und konnte mir das Buch von ihr signieren lassen. Es war eine super schöne Begegnung, und generell war diese Party bei GU mein Highlight der Frankfurter Buchmesse 2024.

Ich will auf jeden Fall noch mehr GU-Romance-Bücher lesen und hoffe, dass darunter auch noch mehr von Larissa sein wird. Ich kann euch dieses Buch und das gesamte GU-Romance-Programm nur ans Herz legen. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen, natürlich aufgerundet.

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Veröffentlicht am 06.08.2024

Herzklopfen auf Hawaii

This could be love
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Vielen Dank an den Knaur Verlag und Vorablesen, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Nachdem Lilly Lucas (meiner Meinung nach) schon ...

Vielen Dank an den Knaur Verlag und Vorablesen, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Nachdem Lilly Lucas (meiner Meinung nach) schon viele cozy, herbstlich-winterliche Bücher geschrieben hat, wird es mit der Hawaii Love Reihe richtig schön sommerlich. Besonders der erste Band passt irgendwie perfekt in diesen Sport-Sommer 2024 (mit der EM und Olympia direkt um die Ecke), da es um Profitennis und teilweise auch das professionelle Surfen geht. Und da ich grade erst Carrie Soto is back beendet hatte, und mich das Tennisfieber gepackt hatte, kam das Buch wie gerufen.

Und ich sag’s euch: dieses Buch ist wirklich gemacht für diesen Sommer, und in meinen Augen auch von allen Lilly Lucas Büchern wirklich DAS Buch für die warme Jahreszeit – ich persönlich würde Green Valley und Cherry Hill nämlich eher in Herbst und Winter verordnen (auch wenn es da trotzdem offiziell Bände gibt, die im Sommer spielen).

Wie immer kann Lilly Lucas extrem mit der Atmosphäre ihrer Geschichte punkten, und man merkt, dass sie sich Zeit für eine Recherchereise nach Hawaii genommen hat, da einfach jedes Detail der Umgebung authentisch wirkt.

Das Thema Leistungssport, in dem Fall Tennis, finde ich auch sehr passend und gut in die Geschichte eingebunden. Es passt, ist durchgehend präsent und man merkt hier ebenfalls die Expertise, welche die Autorin hat durch ihre eigene Tenniserfahrung und die ihres Mannes (Tennistrainer und langjähriger Spieler auf hohem Niveau; steht in der Danksagung).

Weiterhin gefallen hat mir, wie Sex positiv das Buch ist. Es gibt auch in den expliziten Szenen immer mal wieder Humor und Fails, die vom romantisierenden Bild von Sex näher an die Realität zurückkommen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Szene, wo es wortwörtlich heiß her geht, und zwar so, dass beim Ausziehen das Shirt von Lou in Flammen aufgeht. Ach, was habe ich gelacht!

Ansonsten sage ich jetzt etwas, was ich bei der Autorin oft sage, und zwar, dass es zu kurz ist! Ich finde die Bücher von Lilly Lucas immer um die letzten Kapitel bzw. den Epilog herum zu knapp, es geht dann alles immer so schnell. Das Buch hat auch nur knapp 350 Seiten, da wäre in meiner Leserinnen-Meinung auch noch Platz für ein weiteres Kapitel gewesen.

Was ich plottechnisch schade fand, ist dass sich die Story vom Streit bezüglich des Hotels zwischen Louisas Tante und Vince einfach im Sand verläuft. Da gibt’s einmal ein mini klärendes Gespräch, aber auch nie wirklich eine vernünftige Erklärung, was eigentlich die Argumente und Probleme beider Parteien sind. Das ist auch in meinen Augen der einzige „echte“ Kritikpunkt, den ich an diesem Buch habe; dass dieser Konflikt einfach irgendwann nicht mehr relevant ist.

Insgesamt ist aber hoffentlich doch rübergekommen, wie gerne ich dieses Buch mochte! Jetzt warte ich sehnsüchtig auf die anderen Bände, träume mich mit den Surfevents von Olympia in tropische Gewässer und werde mal die Tattoos testen, die in der Erstauflage mit dabei sind! Ich gebe 4.5 von 5 Sternen.

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