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Veröffentlicht am 16.12.2024

Berührende und packende Geschichte zwischen Ost- und Westdeutschland

Damals waren wir frei
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Zum Inhalt:
Elly aus Ost-Berlin ist 1968 zu Besuch bei Verwandten in Frankfurt am Main und lernt bei einem Doors-Konzert Uli kennen, der in West-Berlin studiert und in den sie sich sofort verliebt. Die ...

Zum Inhalt:
Elly aus Ost-Berlin ist 1968 zu Besuch bei Verwandten in Frankfurt am Main und lernt bei einem Doors-Konzert Uli kennen, der in West-Berlin studiert und in den sie sich sofort verliebt. Die eine intensive Woche bleibt nicht ohne Folgen, doch Elly kehrt zu ihrem kleinen Sohn André und ihrem langjährigen Freund Bernd nach Ost-Berlin zurück, ohne zu wissen, dass sie schwanger ist.
20 Jahre später erfährt Mina von ihrem leiblichen Vater und sie macht sich auf die Suche, mit Hilfe von Medizinstudent Jan aus West-Berlin.


Meine Meinung:
Von Anfang an hat mich diese Geschichte dank des so lebendigen und warmherzigen Schreibstils gefangen genommen. Die Personen sind so wahnsinnig liebevoll und authentisch gezeichnet. Mit Elly und Mina als Protagonistinnen konnte ich mich gleich identifizieren und ich habe mich ihnen sehr nah gefühlt, und auch alle anderen Personen – Oma „Nonna“ Marianne, beste Freundin „Ratte“, Mitglieder von Minas Band, Uli, Jan etc. – sind so gelungen und aus dem Leben gegriffen angelegt, dass man sie alle gleich ins Herz schließen MUSS.

Die Geschichte zwischen Ost und West, auf zwei unterschiedlichen zeitlichen Ebenen von 1968 bis 1988/89, funktioniert prächtig. Sie hat einen sehr gelungenen Spannungsbogen, so dass man die ganze Zeit mitfiebert, und lebt natürlich auch von der Aufbruchstimmung vor der Wende, gerade in Ost-Berlin.
Dadurch, dass man die Personen sofort ins Herz schließt und mit ihnen mitfiebert, erlebt man die Geschehnisse des Mauerfalls ganz besonders intensiv und dieses besondere Kapitel deutscher Geschichte berührt einen wieder zutiefst.

Ich fand es total interessant, welche Rolle eine Lokalität wie der Tanzpalast spielte, wo sich die Menschen in Ost-Berlin getroffen haben und wo man genau spürte, dass die Menschen nicht mehr zu Hause herumsitzen wollten, sondern rausgehen und feiern und zusammen sein.

Neben der spannenden Handlung, den tollen Charakteren und den gut nachvollziehbaren Gefühlen hat der Roman für mich auch viele sehr philosophische Seiten und vieles, was mich nachhaltig bewegt, ohne sperrig zu sein. So gibt es zum Beispiel ein Gespräch zwischen Minas Oma „Nonna“ Marianne und ihrer besten Freundin „Ratte“ über das trübe und deprimierende Novemberwetter, das Ratte nicht gefällt. In dem Gespräch berichtet Nonna Ratte von ihrer Einstellung, dass das Leben in Zyklen abläuft und was sie gerade am November schätzt, in dem man sich neu sortieren und sich zu Hause einkuscheln kann.
Besonders gut gefällt mir, dass der Roman absolut ergreifend erzählt ist, ohne pathetisch zu sein.


Fazit:
Dieses unglaublich emotionale und mitreißende Buch ist für mich eines der Lese-Highlights aus diesem Jahr. Wenn ich mehr als fünf Sterne geben könnte, würde ich das tun.

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  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 12.12.2024

Ein neuer spannender Fall für Janna und Markus – mit viel Prickeln

Wer zuletzt tanzt, tanzt am besten
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Zum Inhalt:
Janna und Markus sollen bei ihrem neuen Auftrag eine Wissenschaftlerin auf einer Flusskreuzfahrt zurück nach Sofia begleiten und beschützen. Diese hat nämlich eine Erfindung gemacht, die die ...

Zum Inhalt:
Janna und Markus sollen bei ihrem neuen Auftrag eine Wissenschaftlerin auf einer Flusskreuzfahrt zurück nach Sofia begleiten und beschützen. Diese hat nämlich eine Erfindung gemacht, die die Kommunikation revolutionieren könnte und an der daher auch diverse Kriminelle interessiert sind. Um die Tarnung aufrecht zu erhalten, spielen Janna und Markus ein Ehepaar, und müssen sogar an einem Tanzwettbewerb teilnehmen. Nicht nur dabei knistert es zwischen ihnen gewaltig.
Doch auch der eigentlich eher ruhig erwartete Auftrag wartet mit einigen Schwierigkeiten auf, als auf einmal auch der russische Geheimdienst auf den Plan gerufen wird…


Meine Meinung:
Ich liebe die Serie von Mila Roth um die „Spionin wider Willen“ und hatte schon sehnsüchtig auf diesen neuen Teil gewartet. Meine hohen Erwartungen wurden auch dieses Mal wieder in bester Weise erfüllt und ich habe mich von der Geschichte sehr gut unterhalten gefühlt.
Die Seiten fliegen dank des unglaublich flüssigen und kurzweiligen Schreibstils nur so dahin und man fiebert automatisch mit Janna und Markus mit.
Der Fall samt Spannungsbogen war sehr gelungen und schlüssig angelegt und wartete mit einigen überraschenden Wendungen auf, die mir gut gefallen haben. Letztlich lebt die Serie sehr von den Figuren und es hat Spaß gemacht, Zeit mit Janna und Markus zu verbringen, die mir inzwischen schon wie gute Freunde vorkommen. Ich freue mich immer, wenn ich wieder charakteristische Züge entdecke, zum Beispiel dass Janna so viel redet, wenn sie aufgeregt ist. Sehr freue ich mich auch über die Entwicklung der beiden, insbesondere dass Markus, der nie Freundschaften eingehen konnte, dies mit Janna doch gelungen ist.
Besonders das erotische Knistern zwischen den beiden (was sie zwar nicht wahrhaben wollen) spürt man deutlich zwischen den Seiten.

Auch die anderen Figuren wie z.B. mit anderen Agenten Melanie und Gabriel, die gemeinsam mit Janna und Markus auf Flusskreuzfahrt gehen, sind liebevoll angelegt. Man fragt sich die ganze Zeit, was Melanie und Gabriel wohl aus ihrer Vergangenheit verbindet, weil zwischen ihnen ständig die Fetzen fliegen.

Nicht zuletzt die vielen schnellen und unterhaltsamen Dialoge machen den Reiz dieses Buches aus.
Es ist wieder eine neue Folge für Serienjunkies! Leider war sie viel zu schnell ausgelesen…


Fazit:
Für mein wieder eine super gelungene neue Folge mit Janna und Markus, die mit jeder Folge immer besser werden! Ich freue mich schon auf neuen „Stoff“ für Serienjunkies!!!

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Veröffentlicht am 06.12.2024

Schlemmend durch Europa

LONELY PLANET Bildband Foodie Trips Europa
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Zum Inhalt:
Dieses dicke Buch stellt 40 Vorschläge für Gourmetwochenenden in Mittel-, Nord- und Südeuropa vor. Jedem Ziel werden hierbei 6 Seiten gewidmet inklusive großformatiger Fotos und einer kleinen ...

Zum Inhalt:
Dieses dicke Buch stellt 40 Vorschläge für Gourmetwochenenden in Mittel-, Nord- und Südeuropa vor. Jedem Ziel werden hierbei 6 Seiten gewidmet inklusive großformatiger Fotos und einer kleinen Karte.
Neben den ausführlichen Restaurant-, Café- und sonstigen Tipps zu Genussorten finden sich zum Abschluss auf einer Seite auch Hinweise zum Übernachten und zu Aktivitäten.


Meine Meinung:
Das Buch ist wunderschön gestaltet, hat ein total ansprechendes Cover mit tollen Fotos, liegt extrem gut in der Hand und gefällt allein schon durch das sehr wertige Papier, auf dem es gedruckt ist.
Schon beim Durchblättern haben mich die vielen Fotos von wunderschönen Landschaften, leckerem Essen und tollen Sehenswürdigkeiten angesprochen.
Es macht einfach Spaß, sich von den Vorschlägen inspirieren zu lassen und ein wenig zu schwelgen.

Auch die Auswahl der Orte an sich mit Schwerpunkten auf Italien, Spanien, Großbritannien und Frankreich ist sehr schön. Es sind bekannte Orte dabei genauso wie neue Vorschläge für nicht so stark bereiste Regionen. Nur Deutschland kommt bei der Auswahl mit nur einem Tipp (Schwarzwald) ein bisschen zu kurz.
Innerhalb der Orte gibt es auch eine tolle Vielfalt. So werden nicht nur Restaurants empfohlen, sondern auch Kochkurse, Winzereien etc. Hier ist wirklich für jeden Geschmack und auch für jeden Geldbeutel etwas dabei.

Die Beschreibungen sind kurz und knackig gehalten, dabei gut und unterhaltsam. zu lesen und machen auf jeden Fall Lust auf mehr. Auch macht das Buch insgesamt einen sehr gut recherchierte und aktuellen Eindruck.
Wir freuen uns schon darauf, einige der Orte live und in Farbe zu erleben und mit allen Sinnen zu genießen.


Fazit:
Das Buch macht nicht nur Appetit, sondern auch große Lust wundervolle Orte in Europa bei einem Wochenendtrip zu entdecken.

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Veröffentlicht am 05.12.2024

Viele aktuelle Tipps und Highlights

MARCO POLO Trendguide Wohin geht die Reise 2025?
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Zum Inhalt:
Dieser Trendguide stellt insgesamt 40 Ziele vor, die man 2025 bereisen sollte – 15 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, 15 aus dem weiteren Europa und 10 zusätzliche weltweit.
Jedes ...

Zum Inhalt:
Dieser Trendguide stellt insgesamt 40 Ziele vor, die man 2025 bereisen sollte – 15 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, 15 aus dem weiteren Europa und 10 zusätzliche weltweit.
Jedes Ziel wird auf zwei Doppelseiten mit großen Fotos vorgestellt mit den wesentlichen Informationen und warum es sich für eine Reise 2025 anbietet.
Eingeteilt sind die Tipps in vier Kategorien: noch unentdeckt, neuer Glanz, 2025! erleben und nachhaltig.
Im Umschlag des Buches sind die Ziele übersichtlich je nach den Kategorien aufgelistet.


Meine Meinung:
Das Buch hat ein schönes handliches Format und liegt dank des Softbroschur-Einbands extrem gut in der Hand. Mir hat es von Anfang an gut gefallen, da es so wunderschön aufgemacht ist und mich die fröhlichen Farben sehr angesprochen haben.
Der positive Eindruckt hat sich weiter fortgesetzt, weil die Bilder sehr geschmackvoll ausgewählt, manchmal fast magisch sind und die Besonderheiten der Ziele sehr gut widerspiegeln.
Auch die Auswahl der Ziele find ich klasse – Wuppertal kommt genauso vor wie Los Angeles. Mancher Ort wird aufgrund einer besonderen Veranstaltung empfohlen, z.B. das Heilige Jahr 2025 oder die Rhine-Ruhr University Games. Andere Orte sind generell sehenswert und wieder andere entwickeln sich in eine völlig neue Richtung und sollten daher wiederentdeckt werden.
Insofern ist für viele Geschmäcker etwas dabei.
Die Beschreibungen sind auf den Punkt, kurz und knackig, und laden dazu ein, im Nachgang mehr zu lesen und mehr zu entdecken.


Fazit:
Viele aktuelle Inspirationen und super Tipps, es stehen leider viel zu wenige Urlaubstage zur Verfügung, um alles einzuplanen!


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Veröffentlicht am 04.12.2024

Praktischer und inspirierender Reiseführer für eine weniger bereiste Region

Baedeker SMART Reiseführer E-Book
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Zum Inhalt:
Der Reiseführer stellt auf mehr als 230 Seiten die Stadt Breslau sowie Sehenswertes in der Umgebung vor. Er ist gegliedert nach den verschiedenen Vierteln Breslaus (z.B. Altstadt) sowie Niederschlesien ...

Zum Inhalt:
Der Reiseführer stellt auf mehr als 230 Seiten die Stadt Breslau sowie Sehenswertes in der Umgebung vor. Er ist gegliedert nach den verschiedenen Vierteln Breslaus (z.B. Altstadt) sowie Niederschlesien und Oberschlesien und stellt jeweils die wichtigsten Highlights vor. Je Abschnitt gibt es auf farbig hinterlegten Seiten praktische Tipps zum Übernachten, Essen und Trinken, Einkaufen etc.
Zu Beginn gibt es ein Magazin, das bestimmte Themen rund um die Geschichte Schlesiens anspricht, zum Beispiel die deutsche Vergangenheit. Auch einen Abschnitt über die Besonderheiten der schlesischen Küche gibt es.
Abgerundet wird der Reiseführer schließlich durch ausführliches Kartenmaterial inkl. relevanter Stadtpläne.


Meine Meinung:
Dieser handliche Reiseführer mit der praktischen Spiralbindung gefällt mir schon aufgrund dieser Aufmachung. Darüber hinaus ist er auch sonst aufgrund der Gliederung nach den Stadtvierteln Breslaus sowie den Regionen Niederschlesien und Oberschlesien sehr gut nutzbar und zugänglich.
Auch die farblich hinterlegten Seiten mit Tipps zum Übernachten, Essen und Trinken, Einkaufen, Ausgehen etc. lassen sich sehr gut wiederfinden. Das hat mir schon bei einem Reiseführer aus dieser Reihe für die Region Südtirol sehr gut gefallen.

Wir waren bisher noch nicht in Breslau oder der beschriebenen Region. Der Reiseführer hat uns dank der sehr ansprechenden Fotos und der inspirierenden Vorschläge sehr viel Lust auf einen Urlaub dort gemacht. Schöne Tagestouren werden ebenso vorgeschlagen wie besondere Erlebnisse. Besonders gut gefallen hat mir der Abstecher über die „Stadt der Musik“. Auch der Abschnitt „Mein Tag in Schlössern und Parks“ über das Hirschberger Tal, wo einst Adelige nahe beieinander lebten, verspricht viel, ebenso wie ein Besuch im Riesengebirge mit der Schneekoppe.

Es sind aber wirklich für jeden Geschmack Tipps dabei, egal ob man sehr kulturell interessiert ist oder eher Natur oder Kulinarik kennen lernen möchte. Auf uns macht der Reiseführer insgesamt den Eindruck, dass sehr gut recherchiert wurde und die Vorschläge aktuell sind.
Auch Einblicke in die Geschichte von der deutschen Vergangenheit über Kohle und Stahl bis hin zu moderner Industrie, Kultur und Wissenschaft kommen nicht zu kurz.

Sehr praktisch ist auch meiner Sicht auch die kurze Zusammenstellung der wichtigsten polnischen Begriffe.
Dank der angefügten ausführlichen Karten kann man sich auch schon einmal gut zurechtfinden.


Fazit:
Mir hat der Reiseführer große Lust gemacht, Breslau und die erweiterte Region zu besuchen.

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