Gibt es da einen Mörder in der eigenen Familie?
Vino, Mord und Bella Italia! Folge 5: Der Tote im Pool"Der Tote im Pool" ist Teil einer Krimiserie, die in Fontenaia in der schönen Toskana spielt. Ich kannte die Vorgängerbände und bin daher sehr schnell wieder in die Geschichte eingetaucht. Allerdings findet ...
"Der Tote im Pool" ist Teil einer Krimiserie, die in Fontenaia in der schönen Toskana spielt. Ich kannte die Vorgängerbände und bin daher sehr schnell wieder in die Geschichte eingetaucht. Allerdings findet man sich auch ohne Vorkenntnisse sehr schnell dort zurecht.
Es beginnt mit einem Paukenschlag. Im seit vielen Jahren abgedeckten Pool im Garten der Nonna, den Anna und Loris wieder herrichten wollen, entdeckt Peppo, Tameos Hund menschliche Knochen und Anna sieht sich plötzlich einer Anklage gegen ihre Familie ausgesetzt. Aber es kommt noch schlimmer, ihre Mutter hat zwischenzeitlich das Haus in Italien verkauft und Anna soll innerhalb von 14 Tagen ausziehen. Sie selbst kommt aus Hamburg angereist und will klar Schiff machen, damit die letzten Formalitäten noch schnell über die Bühne gehen.
Damit steht alles auf dem Spiel, was Anna sich in den letzten Monaten aufgebaut hat. Vom Fall ist sie aufgrund von Befangenheit ausgeschlossen und so bleiben nur noch die trüben Aussichten, schon bald wieder in Hamburg sesshaft werden zu müssen.
Aber Anna wäre nicht Anna, wenn sie nicht doch versuchen würde, Licht in das Dunkel der Geschichte zu bringen. Und tatsächlich liegen die Ereignisse lange zurück, so dass eigentlich nur die Fotoalben und Tagebücher der Familie erste Hinweise bieten können.
War das Verhältnis von Anna zu ihrer Mutter Paola zu Anfang noch sehr angespannt, so lockert es sich schnell, als beide in die Geschichte der Familie eintauchen und Anna immer mehr von ihren Großeltern erfährt. Und Paola ist, seitdem sie ihre erste große Liebe wiedergetroffen hat, auch deutlich entspannter und fröhlicher. Auch bei ihr bewirkt Italien Wunder.
In diesem Band hat sich vieles, was ich noch in der letzten Folge leicht kritisierte, zum Guten gewendet. Vico ist nicht mehr so gestresst, er scheint sich langsam den Gegebenheiten in Fontenaia anzupassen und selbst sein Verhältnis zu Anna wird deutlich besser.
Und Tameo und Peppo nahmen wieder mehr Raum ein, einem Wohlfühlkrimi tun Kinder und Tiere einfach gut.
Vor allem aber habe ich wieder mehr beim Lesen gelacht, einige Kommentare waren einfach sehr schlagfertig und trafen voll ins Schwarze.