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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2024

Ruhig und sympathisch

Leonard und Paul
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Hiermit möchte ich mich den vielen positiven Stimmen anschließen: dieser außergewöhnliche Debütroman ist wirklich etwas ganz Besonderes.
Unaufgeregt erzählt Hession aus dem Leben Pauls und Leonards, zwei ...

Hiermit möchte ich mich den vielen positiven Stimmen anschließen: dieser außergewöhnliche Debütroman ist wirklich etwas ganz Besonderes.
Unaufgeregt erzählt Hession aus dem Leben Pauls und Leonards, zwei Sonderlinge, die seit der Schulzeit miteinander befreundet sind.
Es ist ein ruhig erzählter Einblick in die Freundschaft, aber auch in deren Alltag - Paul bei seinen Eltern lebend, in einer festen Routine aus Job und Hobbies, Leonard seit kurzem alleine lebend, da seine Mutter verstarb.
Das Buch zeigt auf einfühlsame Weise, wie die beiden Männer den Schritt wagen, etwas Neues einzugehen.
Der Schreibstil ist detailreich, humorvoll und ruhig, die Protagonisten sind sympathisch und authentisch.
Wer actionreiche Spannung, Drama oder turboreiche Szenen sucht ist hier völlig falsch. Wer allerdings auf der Suche nach einem ruhigen Buch mit überzeugenden und liebenswerten Charakteren ist, einen Einblick in den Alltag einer englischen Familie plus Hochzeitsvorbereitungen haben möchte, der wird mit diesem Buch viel Freude haben.
Andrea O'Brien sorgte für die wunderbare Übersetzung.

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Veröffentlicht am 11.12.2024

Überraschend unterhaltsam

Miss Merkel: Mord in der Uckermark
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Da habe ich mich aber ganz weit aus meiner Komfortzone gewagt: ich mag keine Hörbücher, ich mag keine Cosy Krimis und Krimis mit Ex-Staatsoberhäupter... naja, da ist die Skepsis noch größer.
Aber dann ...

Da habe ich mich aber ganz weit aus meiner Komfortzone gewagt: ich mag keine Hörbücher, ich mag keine Cosy Krimis und Krimis mit Ex-Staatsoberhäupter... naja, da ist die Skepsis noch größer.
Aber dann gab es drei Gründe, warum ich es doch wagen wollte:
1) der Klappentext des neuen Merkelkrimis klang zu witzig, aber erst einmal schauen, ob ich das Genre überhaupt mag
2) Filme gucken strengt mich derzeit an, gute Alternative wären also Hörbücher, sozusagen Lesen mit Hände frei zum Stricken
3) Ich mochte Safiers Buch über seine Eltern sehr, also...

Es war unterhaltsam, es hat mich stellenweise zum Lachen gebracht und letztendlich hatte ich sogar Spaß daran mitzurätseln, wer nun die Taten begangen haben könnte.
Ob ich genauso viel Spaß dabei gehabt hätte, wenn ich es selbst gelesen hätte, vermag ich nicht zu sagen, denn Nina Spier schafft Merkels Tonfall so genial, dass allein dieser Umstand das Hörbuch zum Genuss macht.

Ja, die Merkel Krimis kann ich guten Gewissens weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Sehr informativ und gut recherchiert

Jagd auf den Falken
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Ein Sachbuch der ganz besonderen Art: akribisch recherchiert, eine Fülle an Informationen und spannend wie ein Roman.
Nichts was man schnell zwischendurch konsumiert, sonder wofür man sich Zeit lassen ...

Ein Sachbuch der ganz besonderen Art: akribisch recherchiert, eine Fülle an Informationen und spannend wie ein Roman.
Nichts was man schnell zwischendurch konsumiert, sonder wofür man sich Zeit lassen muss.
Historisch interessierte Leser*innen kommen voll auf ihre Kosten, vor allem wenn man denkt man wüsste schon alles über dieses Thema.
Absolute Leseempfehlung … und Norbert Juraschitz und Karin Schuler haben das Werk übersetzt.

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Einfach genial

Oben in den Wäldern
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Was war das bitteschön für ein absolut geniales Buch?
Ich habe schon wirklich viele Bücher in meinem Leben gelesen, aber etwas in dieser Art noch nie.

Mason erzählt in seinem Werk von einem Haus, einem ...

Was war das bitteschön für ein absolut geniales Buch?
Ich habe schon wirklich viele Bücher in meinem Leben gelesen, aber etwas in dieser Art noch nie.

Mason erzählt in seinem Werk von einem Haus, einem Ort in Massachusetts, über Jahrhunderte hinweg. Und er erzählt so aussergewöhnlich, wie man es selten geniessen kann. Nicht nur stilistisch einfach hinreissend, sondern von Kapitel zu Kapitel immer anders: Der Schreibstil ist angepasst an die Begebenheit und an die Zeit, die Stilmittel immer unterschiedlich. Da gibt es Notizen in einer Bibel, Tagebucheinträge, Briefwechsel, Uni-Vorträge etc.p.p.
Von der ersten Seite an war ich sofort in der Geschichte drin, keine Seite war zuviel, keine Stelle langweilig... und ich muss zugeben, dass ich noch nie zuvor so einen entzückenden Paarungsbericht zweier Borkenkäfer gelesen habe. (Jahaaa, jetzt seid Ihr neugierig, nä?)

Es sind unterschiediche Menschen, die im Laufe dieser vielen Jahre an diesem Ort sind, und die einzelnen Geschichten sind immer irgendwie miteinander verknüpft... allerdings wissen das nur die Leser*Innen, und das bereitet beim Lesen ganz große Freude.
Was ich auch sehr mochte: Die Kapitel kommen ganz ohne Datierung aus, irgendwann taucht ein Satz, eine Bemerkung auf, und man weiß wieder ungefähr wann wir uns befinden.
Ein absolut bemerkenswerter Roman, so außergewöhnlich und - ich kann es nur wiederholen - einfach genial.
Cornelius Hartz hat ganz wunderbar übersetzt... und auch er würde Euch ganz sicher raten: Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 14.11.2024

Sehr unterhaltsam

Am Ende ist es ein Anfang
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Ich lese derzeit lustlos an drei Büchern herum, die mich richtig lähmen. Also habe ich den Ratschlag meiner Tochter befolgt und ein Buch aus dem Bücherregal gezogen, auf das ich richtig Lust habe.
Und ...

Ich lese derzeit lustlos an drei Büchern herum, die mich richtig lähmen. Also habe ich den Ratschlag meiner Tochter befolgt und ein Buch aus dem Bücherregal gezogen, auf das ich richtig Lust habe.
Und nach etwas mehr als 24 Stunden habe ich die letzte Seite gelesen und tief geseufzt: Ja, genau so eine Geschichte habe ich dringend gebraucht!
Die Sunday Times erwähnt Nick Hornbys „High Fidelity“ und ja, genau daran dachte ich auch. Nein nein! Es ist kein Abklatsch, es ist einfach die Grundstimmung… und die Art des Humors.
Andy ist ein liebenswert chaotischer Protagonist, den man durch die verschiedensten Stadien des Liebeskummers begleitet. Man leidet zwar mit ihm und bringt viel Verständnis für ihn auf, aber man hört nicht auf zu schmunzeln.
Jen bleibt als Figur blass im Hintergrund, man ist immer auf seiner Seite und möchte ihm Trost spenden und hofft, dass es ihm bald wieder gut geht.
Erst ganz am Ende des Buchs erhalten wir Einblick in Jens Gedanken und plötzlich wird sie zur greifbaren Person und die ganze Geschichte wird rund.
Ein außerordentliches Buch über Liebeskummer mit tollen Charakteren und wunderbarem Humor, der wohldosiert daherkommt.
Grossartig übersetzt von Zoë Beck.
(Den Original Titel hätte man ruhig lassen können: „Good Material“ - Gutes Material… das ergibt einfach viel mehr Sinn als der deutsche Titel.)

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