Reisebericht einer jungen Frau über Madagaskar
Der Ruf der LemurenDer Ruf der Lemuren ist kein Reiseführer, empfiehlt keine schicken Hotels oder Sehenswürdigkeiten. Rebeccas Liebe gilt seit jeher den Lemuren und endlich kann sie ihren Traum wahr machen und sich in drei ...
Der Ruf der Lemuren ist kein Reiseführer, empfiehlt keine schicken Hotels oder Sehenswürdigkeiten. Rebeccas Liebe gilt seit jeher den Lemuren und endlich kann sie ihren Traum wahr machen und sich in drei Monaten auf Madagaskar den ulkigen Tieren mit den großen Augen nähern.
Doch vieles ist anders, als sie es sich vorgestellt hat. Die Mühlen mahlen langsam, Geduld ist angebracht und nicht immer klappt alles, wie es sich Rebecca vorgestellt hat. Wie auch Rebecca erkenne ich, wie gut es mir eigentlich geht und mit wie wenig manche Menschen auskommen müssen. Fließendes Wasser ist nicht überall selbstverständlich. Rebecca schließt Bekanntschaften mit Menschen, begegnet der Hilflosigkeit, wenn ein Zyklon wieder einmal die Aufforstungsbemühungen zerstört oder die Korruption geltende Schutzmaßnahmen behindert oder umgeht.
Durch Rebeccas Augen sehe ich viele von der Ausrottung bedrohte Tiere, Tiere, die es nur auf Madagaskar gibt und spüre den Zwiespalt der Bevölkerung. Die meisten Madagassen sind arm, viele Kinder hungern und in dieser Situation ist der Schutz von Wäldern und Tieren nicht oberste Priorität.
Was passiert, wenn der letzte Baum gerodet und damit der Lebensraum für viele Tiere verschwunden und Madagaskar nicht länger Ziel für Touristen ist?
Der Ruf der Lemuren macht betroffen und doch gibt es auch ein wenig Hoffnung.
Ich fand Rebeccas Reisebericht sehr spannend, auch wenn ich nicht mit ihr tauschen wollte 😉.