Profilbild von hapedah

hapedah

Lesejury Star
offline

hapedah ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit hapedah über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2025

Gewohnt opulenter Schreibstil, leider etwas langatmige Handlung

We free the Stars
0

Wieder in Arawiya angekommen, schmieden Nasir, Zafira und Kifah Pläne, wie sie den Löwen besiegen und das fünfte Herz zurück erobern können, denn nur wenn sich alle Herzen in den Reichsminaretten befinden, ...

Wieder in Arawiya angekommen, schmieden Nasir, Zafira und Kifah Pläne, wie sie den Löwen besiegen und das fünfte Herz zurück erobern können, denn nur wenn sich alle Herzen in den Reichsminaretten befinden, kann die Magie im Land auferstehen. Dafür müssen sowohl der Prinz des Todes als auch die Jägerin ihre innere Dunkelheit bekämpfen, besonders Zafira leidet unter dem Einfluss des Jawarats, seine Stimmen treiben sie in den Wahnsinn und fordern schaurige Taten, die sie niemals begehen möchte. Nasir versucht, seinen Vater vom Einfluss des Löwen zu befreien, doch kann das gelingen, nachdem Ghameqs Geist jahrzehntelang in dessen Dunkelheit gefangen war?

"We free the Stars" von Hafsah Faizal ist der Abschlussband der fantasievollen Dilogie um das Reich Arawiya. Da mich der Vorgänger gefesselt und begeistert, am Ende jedoch mit einem Cliffhanger zurück gelassen hat, konnte ich es kaum erwarten, die Geschichte endlich weiter zu lesen. Die Protagonisten waren mir bereits im ersten Buch ans Herz gewachsen, obwohl sie mehr denn je mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen hatten, blieb meine Sympathie ungebrochen. Dennoch hätten sie alle - und noch viel mehr die Nebenfiguren - für meinen Geschmack gern etwas ausführlicher charakterisiert sein dürfen.

Der größte Pluspunkt des Romans ist in meinen Augen der opulente Schreibstil, der Autorin gelang es wunderbar, die farbenfrohe, orientalische Fantasiewelt vor meinem geistigen Auge lebendig werden zu lassen. Allerdings zog sich die Handlung meiner Meinung nach etwas zu sehr in die Länge, während des Lesens habe ich mich immer mal wieder dabei ertappt, wie ich auf die Seitenzahl geschielt habe, um zu sehen, was noch vor mir liegt. Besonders die Interaktion zwischen Nasir und Zafira drehte sich ständig im Kreis, sicherlich hatten beide mit ihren Unsicherheiten zu kämpfen, aber das ewige hin und her fand ich mit der Zeit ein wenig ermüdend. Dennoch habe ich in diesem Band die ersehnten Antworten gefunden und das in "We hunt the Flame" begonnene Abenteuer kommt zu seinem verdienten Abschluss, weshalb ich für den Fortsetzungsband trotz aller Kritik eine Leseempfehlung ausspreche.

Fazit: In gewohnt farbenprächtigem Schreibstil wurde ich in die Fantasywelt des Reiches Arawiya geführt um die Fortsetzung des Abenteuers um Nasir, Zafira und ihre Zumra zu erleben. Stellenweise fand ich die Geschichte etwas langatmig, dennoch bin ich mit einem zufriedenstellenden Ende belohnt worden und empfehle den Dilogieabschluss gern weiter.

Veröffentlicht am 18.03.2025

Spannende Entwicklung nach etwas langwierigem Einstieg

Heart & Shadow
0

Rah ist von klein auf zur Wächterin erzogen worden, als die Hauptstadt Sartins von Wesen angegriffen wird, die mit chaotischer Energie aufgeladen sind, wird sie zu Hilfe gerufen. Denn sie besitzt die Fähigkeit, ...

Rah ist von klein auf zur Wächterin erzogen worden, als die Hauptstadt Sartins von Wesen angegriffen wird, die mit chaotischer Energie aufgeladen sind, wird sie zu Hilfe gerufen. Denn sie besitzt die Fähigkeit, diese aggressive Energie zu läutern und das harmonische Gleichgewicht wieder herzustellen. Doch es gibt immer mehr Angriffe, immer größer werden die chaotischen Monster, deshalb folgt Rah dem geheimnisvollen Irin, der der Ursache dieser Wesen auf den Grund gehen möchte.

Shina ist auf der staatlichen Akademie und wird zum Astral ausgebildet - sie lernt mit Hilfe eines Artefakts die chaotischen Energien zu bezwingen und sie gleichzeitig als Waffe einzusetzen. Ihre beste Freundin Mae ist im selben Ausbildungsjahr, seit dem Tod ihrer Mutter kapselt sie sich allerdings von Shina ab und verlässt nachts heimlich die Akademie. Als Shina ihr einmal folgt, wird von dem was sie beobachtet ihr gesamtes Weltbild erschüttert.

"Heart & Shadow" von Marie Graßhoff ist der erste Band einer Dilogie, bei dem es recht lange gedauert hat, ehe mich die Geschichte in ihren Bann ziehen konnte. Die durchaus fantasievoll erdachte Welt mit ihren chaotischen und harmonischen Energien fand ich sehr einzigartig, allerdings habe ich zunächst regelrecht "gefremdelt" damit. Mir schien es, als ob die Autorin ihren Lesern gerade mal die unbedingt nötigsten Informationen zukommen lässt. wodurch es mir ziemlich schwer fiel, einen Weg in die Handlung zu finden. Die Figuren wurden ähnlich knapp charakterisiert, so dass ich zwar Sympathie für sie verspürt habe, aber kaum eine tiefere emotionale Verbundenheit aufbauen konnte. Auch die Gefühle zwischen den Personen waren für mich nicht greifbar, so dass mache Ereignisse in meinen Augen scheinbar aus dem Nichts entstanden.

Der Schreibstil war meiner Meinung nach dennoch äußerst fesselnd, die Perspektive wechselte kapitelweise zwischen Rah und Shina, so dass es besonders in der zweiten Buchhälfte immer wieder kleine Cliffhanger gab und ich den E-Reader zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen mochte. Lange Zeit schien es, als ob die beiden Handlungsstränge keinerlei Verbindungen miteinander aufweisen, erst gegen Ende hin zeichnete sich ab, wie sich die Wege der Protagonisten im Folgeband vermutlich kreuzen werden. Nachdem zum Schluss zwar ein großes Geheimnis gelüftet wurde, aber immer noch reichlich Fragen offen bleiben, bin ich nun voller Vorfreude auf den zweiten Teil. Trotz des recht distanzierten Einstiegs empfehle ich das spannende Leseerlebnis gern weiter.

Fazit: Obwohl ich die Figuren und auch das Setting zunächst sehr distanziert empfunden habe, konnte mich die Geschichte irgendwann doch noch in ihren Bann ziehen, daher spreche ich für den Roman gern eine Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 03.03.2025

Etwas langatmige Handlung, dennoch ein zufriedenstellendes Ende der Trilogie

Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält
0

Für Quinn und Matilda geht es gerade sehr turbulent zu, neben den Vorbereitungen für den von Jeanne akribisch geplanten Schulball müssen sie sich um eine Truppe Schwarzalben kümmern, die aus dem Saum geflohen ...

Für Quinn und Matilda geht es gerade sehr turbulent zu, neben den Vorbereitungen für den von Jeanne akribisch geplanten Schulball müssen sie sich um eine Truppe Schwarzalben kümmern, die aus dem Saum geflohen sind und sich nun in der Menschenwelt verbergen. Im Saum wurde das göttliche Orakel entführt, ehe Quinn und Jeanne sie in Sicherheit bringen konnten und die Freunde schmieden Pläne zu ihrer Rettung und dann ist da ja auch noch das Sternentorritual in dessen Vorfeld immer wieder Angriffe statt finden. Denn offenbar spielt Matilda für das Ritual eine größere Rolle, als bisher angenommen.

"Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält" von Kerstin Gier ist der Abschlussband einer fantasievoll geschriebenen Trilogie, der mich allerdings nicht in dem selben Maße fesseln und begeistern konnte, wie seine beiden Vorgängerbände. Die Handlung ist durch alle drei Bücher fortlaufend erzählt, daher sehe ich es als unabdingbar an, die Serie in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Zu meiner Freude gab es dieses Mal am Buchanfang eine Zusammenfassung der vorangegangenen Ereignisse durch den knuffigen Wasserspeier-Dämon Baximilian Grimm, dennoch hatte ich später beim Lesen das Gefühl, mich emotional nicht wieder so ganz in die Geschichte hinein finden zu können.

Die Protagonisten waren mir schon früher an ans Herz gewachsen, auch die Figuren in ihrem Umfeld fand ich wunderbar authentisch und originell dargestellt, in diesem Band hatten es mir besonders die beiden Kirchendamen und der gewitzte Pfarrer angetan, obwohl sie nicht all zu viel Raum in der Handlung eingenommen haben. Der Schreibstil war eingängig, wie ich es von der Autorin kenne und liebe, doch für meinen Geschmack zog sich das Leseerlebnis dennoch zu sehr in die Länge. Das mag daran liegen, dass es zu viele kleine Baustellen gab, ständig mussten sich Quinn und Matilda um etwas Anderes kümmern, wodurch sich die Spannung in meinen Augen etwas verzettelt hat. Auch die Szenen in den Traumkorridoren, die mich stark an eine andere Buchreihe erinnert haben, trugen für mich zur Langatmigkeit der Handlung bei.

Gegen Ende nahmen die Ereignisse dann rasant an Fahrt auf und ich mochte den E-Reader nicht mehr aus der Hand legen, der Schluss hat mich wieder mit dem Roman versöhnt und zufrieden zurück gelassen, so dass ich insgesamt eine Leseempfehlung für diese Trilogie ausspreche.

Fazit: Meiner Meinung nach war der Abschlussband der schwächste der Reihe, dennoch empfehle ich die farbenfroh geschriebenen Bücher gern weiter, schon der knuffige Dämon Bax verdient es, kennen gelernt zu werden.

Veröffentlicht am 12.12.2024

Spannendes Thema mit etwas lang gezogenem Einstieg

In the Shallows
0

Maras Beziehung ist schwierig, immer wieder wird sie von Nico versetzt oder mit lauwarmen Ausreden auf Abstand gehalten. Als Mara in der Silvesternacht wieder einmal vergebens auf Nico wartet und schließlich ...

Maras Beziehung ist schwierig, immer wieder wird sie von Nico versetzt oder mit lauwarmen Ausreden auf Abstand gehalten. Als Mara in der Silvesternacht wieder einmal vergebens auf Nico wartet und schließlich per Textnachricht abserviert wird, ist sie am Boden zerstört. Doch am nächsten Tag sieht sie in den Nachrichten, dass ein Mädchen aus dem Meer gerettet wurde, das sich an nichts mehr erinnern kann - Nico. Bei einem zufälligen Treffen blüht die Zuneigung zwischen ihnen erneut auf, doch Nico ist ganz anders als vorher, sanfter und viel offener gegenüber Mara. Wird Nico sich irgendwann wieder an das "davor" erinnern - und möchte Mara überhaupt, dass alles wieder so wird wie früher?

"In the Shallows" von Tanya Byrne ist ein Jugendbuch, das sich zum größten Teil recht leicht und locker lesen lässt. Lediglich der Anfang zog sich für mich ziemlich zähe dahin, so dass ich mich mit dem Einstieg in die Geschichte schwer getan habe. Dabei ist Mara, aus deren Perspektive die gesamte Handlung erzählt wird, eine sympathische Protagonistin, auch ihre Familie und Freunde habe ich gemocht. Bei Nico hat es dagegen sehr lange gedauert, ehe ich mit ihr auch nur ein wenig warm werden konnte. Das lag möglicherweise daran, dass ich sie ausschließlich durch Maras Augen sehen konnte und ihr Verhalten zunächst doch reichlich toxisch wirkte.

Welche Geheimnisse Nico hegt und warum sie sich anfangs so wechselhaft gegenüber Mara verhielt, wurde erst kurz vor dem Ende aufgeklärt, dennoch hielt sich die Spannung für mich in überschaubaren Grenzen. Der Autorin ist es meiner Meinung nach gut gelungen, die jugendliche Lässigkeit ihrer Figuren einzufangen, da ich selbst bereits Kinder im Alter der Protagonisten habe, konnte mich das Alltagsgeplänkel nicht ganz so sehr in seinen Bann ziehen. Dennoch habe ich das Jugendbuch gern gelesen und empfehle es besonders an die angestrebte Zielgruppe weiter.

Fazit: Nach dem etwas langatmigen Einstieg habe ich mich doch noch ganz wohl in Maras Welt gefühlt, für diese jugendliche Lektüre spreche ich daher gern eine Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 25.11.2024

Solider Reihenauftakt mit einigen Schwächen

Kingdom of Lies
0

In Priscas Heimat wird allen Neugeborenen die Magie entzogen, denn die Legende besagt, dass die Menschen einst einen Pakt mit den Göttern geschlossen hatten und deren Beistand in einem Krieg dauerhaft ...

In Priscas Heimat wird allen Neugeborenen die Magie entzogen, denn die Legende besagt, dass die Menschen einst einen Pakt mit den Göttern geschlossen hatten und deren Beistand in einem Krieg dauerhaft mit ihren Kräften bezahlen. Wer seine Magie behält, gilt als verderbt und wird mit dem Tod bestraft - ein Schicksal, das auch Prisca bevorsteht, wenn sie nicht rechtzeitig flieht. Als sie unvorbereitet ihr Dorf verlassen muss, trifft sie unterwegs auf eine Söldnertruppe, angeführt von Lorian, dessen grüne Augen Prisca bereits mehrmals im Traum begegnet sind. Der Söldner lässt sie jedoch in der Wildnis zurück, so das Prisca auf Rache sinnt - beim nächsten Zusammentreffen wird ihnen allerdings klar, dass sie gemeinsam deutlich bessere Chancen haben, ihre jeweiligen Ziele zu erreichen, so dass sie eher unwillig eine Allianz eingehen.

"Kingdom of Lies" von Stacia Stark ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe, von der es im englischen Original derzeit vier Bände gibt. Den Einstieg in die Geschichte habe ich sehr holperig empfunden, dadurch hat es recht lange gedauert, bis ich emotional in Priscas Welt angekommen bin, zwischenzeitlich hatte sich meine Leselust bereits etwas verflüchtigt. Dennoch bin ich im Nachhinein froh, weiter gelesen zu haben, denn irgendwann kam doch der Punkt, an dem mich die Handlung gepackt und bis zum Cliffhanger am Ende (der bei einem Mehrteiler zu erwarten war) nicht wieder los gelassen hat.

Die Protagonistin Prisca habe ich deutlich schneller gemocht, als es bei Lorian der Fall war - der Mann war zu Beginn ein absoluter Unsympath. Erst im Lauf der Zeit zeigte er Prisca gegenüber leicht fürsorgliche Züge, was mich ein wenig mit ihm versöhnt hat, dennoch hätte ich mir etwas mehr Einblick in seinen Charakter gewünscht. Natürlich ist es für die Dramatik der Geschichte vonnöten, dass seine Geheimnisse gewahrt bleiben, aber es gab Nebenfiguren, die ich umfassender beschrieben fand als ihn. Dadurch kam für mich auch die Entwicklung der Gefühle zwischen Lorian und Prisca recht plötzlich, scheinbar aus dem Nichts.

Die Hintergrundbeschreibung war meiner Meinung nach genügend, dass ich mir ein gutes Bild von dem Königreich machen konnte, wer allerdings Wert auf sehr opulentes Worldbuilding legt, könnte hier etwas enttäuscht werden. Trotz aller aufgeführten Kritikpunkte habe ich mich insgesamt recht gut unterhalten gefühlt, die fantasievolle Handlung und der eingängige Schreibstil haben mich bis zur letzten Seite gefesselt und neugierig genug zurück gelassen, dass ich nun mit Vorfreude auf den zweiten Band warte. Daher spreche ich für diesen soliden, eventuell noch ein wenig ausbaufähigen Reihenauftakt gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Der Einstig hat sich für mich etwas holperig angefühlt, später hat mich die fantasievolle Geschichte doch noch in ihren Bann gezogen und ich hatte ein angenehmes Leseerlebnis, das ich gern weiter empfehle.