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Veröffentlicht am 25.01.2025

Ein anderer Krimi

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Ein einsam gelegenes Hotel in Westisland hat sich die reiche Familie Snæberg für ein besonderes Familientreffen ausgesucht.Der schon verstorbene Firmengründer eines großen Imperiums wäre 100 Jahre geworden ...

Ein einsam gelegenes Hotel in Westisland hat sich die reiche Familie Snæberg für ein besonderes Familientreffen ausgesucht.Der schon verstorbene Firmengründer eines großen Imperiums wäre 100 Jahre geworden und so trifft sich der gesamte Familienclan zu einem Wochenende,was anders verläuft ,als geplant.
In dieser Familie hat jeder mehr als ein sorgsam gehütetes Geheimnis,was Stück für Stück offenbar wird.Auch eine Mitarbeiterin des Hotels bildet da keine Ausnahme.Alkohol und Drogen fließen in Strömen,wirken enthemmend und als plötzlich eine Person verschwindet,tritt die Polizei auf den Plan……

In raschen Wechseln wird aus der Sicht der verschiedenen beteiligten Personen berichtet, was am Anfang für etwas Verwirrung bei mir gesorgt hat.Das legte Sich jedoch schnell, und es entwickelte sich eine äußerst spannende Geschichte, bei der man tiefe Einblicke in die Seelen und menschlichen Abgründe der einzelnen Familienmitglieder erhielt.Lange verborgene Geheimnisse werden enthüllt und erst kurz vor dem Ende gibt es eine unerwartete Auflösung.
Es ist in meinen Augen, ein ungewöhnlicher Krimi, was nicht nur am Schreibstil liegt, sondern an der nur minimal beteiligten Polizei.Das habe ich bisher noch bei keinem anderen Krimi erlebt .Von mir vier Sterne.

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Veröffentlicht am 24.12.2024

Geweckte Erinnerungen

Tage mit Milena
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Annika führt ein Schreibwarengeschäft in Lübeck,außerdem unterstützt sie ihren Mann ,der einen Blumenhandel betreibt,in ihrer Freizeit singt sie im Chor.Eines Tages betritt die siebzehnjährige Luzie ihr ...

Annika führt ein Schreibwarengeschäft in Lübeck,außerdem unterstützt sie ihren Mann ,der einen Blumenhandel betreibt,in ihrer Freizeit singt sie im Chor.Eines Tages betritt die siebzehnjährige Luzie ihr Geschäft und kauft Sekundenkleber,um sich kurz darauf quasi unter ihren Augen ,auf der Straße festzukleben.Das trifft bei den Autofahrern auf wenig Gegenliebe und ganz spontan trifft Annika die Entscheidung, sich mit ihr zu solidarisieren. Sie fühlt sich für das Mädchen verantwortlich, außerdem werden bei ihr ganz spontan die Erinnerungen an die achtziger Jahre geweckt, als sie zusammen mit ihrer Freundin, Milena und ihrem Klassenkameraden Matti in der Hamburger Hausbesetzerszene aktiv war.Sie hatte die Erinnerungen daran, teilweise verdrängt, aber eine alte Schuld zwingt sie dazu, sich erneut damit auseinander zu setzen.Als sie erfährt,dass Matti inzwischen als Arzt in Venedig arbeitet,reist sie gemeinsam mit Luzie dorthin ,um sich endlich ihrer Vergangenheit zu stellen.Obwohl Annika merkt ,dass Luzie mehr als ein Geheimnis hütet,bleibt diese verschlossen,bis die Ereignisse eskalieren…

Meine Meinung :

Die Autorin verbindet die Geschehnisse rund um die Demonstrationen der „letzten Generation“ mit den damaligen Ereignissen in der Hausbesetzerszene in Hamburg.Daneben nehmen Freundschaft, Liebe, Schuld und einiges mehr, einen großen Rahmen ein.Sie hat sich diesen Themen mit viel Einfühlungsvermögen angenommen und mich von Anfang an in diese äußerst interessante Geschichte hineingezogen.Auch wenn ich Annikas Verhalten ,als heute reifere Frau ,nicht immer begreifen konnte und ihren Mann für seine große Geduld bewundert habe,hat mich der äußerst komplexe Themenbereich sehr angesprochen.
Was mich etwas störte ,waren die übergangslosen Zeitsprünge,die mich teilweise verwirrten.
Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und vergebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Ein Weihnachtsmärchen

Das Wunder der Tannenbäume
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Die Protagonistin Anneliese, lebt mit ihrer Familie in ganz ärmlichen Verhältnissen im Schwarzwald. Die Familie lebt vom Holzhandel, den Anneliese, als der Vater durch einen Unfall verstirbt und kurz darauf ...

Die Protagonistin Anneliese, lebt mit ihrer Familie in ganz ärmlichen Verhältnissen im Schwarzwald. Die Familie lebt vom Holzhandel, den Anneliese, als der Vater durch einen Unfall verstirbt und kurz darauf auch die Mutter einer Krankheit zum Opfer fällt,versucht aufrecht zu erhalten. Das ist äußerst schwierig und so kommt Anneliese die Idee,einen Tannenbaum weihnachtlich zu schmücken und auf dem Markt anzubieten. Von da an ändert sich ihr Leben von Grund auf. Sie wird an den Hof des Großherzogs beordert, um dort eine gigantische Tanne für das Weihnachtsfest zu schmücken und zu dekorieren.Während sie versucht ,sich in der für sie völlig fremden Welt zurechtzufinden ,gibt es viele Neider und Intrigantinnen,welche ihr nicht wohlgesonnen sind.Als sie sich auch noch in den Sohn des Großherzogs verliebt,überschlagen sich die Ereignisse…..

Die Autorin erzählt mal mit gefühlvollen,leisen Tönen,mal mit überbordender Spannung ,eine wahrhaft märchenhafte Geschichte.Es wird über die großen Unterschiede zwischen den verschiedenen Bevölkerungsschichten berichtet, viele Intrigen, Neid und falsche Aussagen inklusive.Neben einer äußerst liebenswerten Protagonistin ist es das Symbol der Weihnachtszeit schlechthin,der geschmückte Tannenbaum,der eine durchgehend wichtige Rolle spielt.Zur Abrundung gehört natürlich eine Liebesgeschichte.
Auch wenn es mir stellenweise zuviel Zuckerguss war,habe ich mich von der Geschichte verzaubern lassen.

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Veröffentlicht am 06.12.2024

Francescas Traum

Café Alba
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Klappentext:

Alba im Piemont, 1946.Mit klopfendem Herzen erreicht die 16 jährige Francesca die Stadt. Die Winzer Tochter soll als Hausmädchen für die Familie Milani arbeiten, die dort das berühmte Café ...

Klappentext:

Alba im Piemont, 1946.Mit klopfendem Herzen erreicht die 16 jährige Francesca die Stadt. Die Winzer Tochter soll als Hausmädchen für die Familie Milani arbeiten, die dort das berühmte Café Alba betreibt. Schon bald fühlt sich Francesca magisch angezogen von der Backstube mit ihren süßen Wohlgerüchen.Ein unerwartetes Ereignis bringt sie Matteo näher, dem Sohn des Hauses. Als dieser ihr Tages anvertraut, dass das Café wegen enorm gestiegener Kosten für Kakao vor dem Ruin steht, erinnert sich Francesca an die Haselnusshaine ihrer Heimat.Und hat eine Idee mit weitreichenden Folgen,nicht nur für das Café Alba…..

Meine Meinung:

Gleich zu Beginn fühlte ich mich in der Geschichte wohl,Francesca,Matteo und Antonella hatten sofort einen Platz in meinem Herzen,mit Matteos Mutter stand ich anfangs etwas auf Kriegsfuß.

Francescas Mut und ihre große Schaffenskraft entsprachen in keiner Weise dem damaligen Rollenverhalten der Frau,was ihr von verschiedenen Seiten immer wieder nahegebracht wird.Gemeinsam mit Matteo gelingt es ihr nicht nur,das Familienerbe zu erhalten, sondern es auszuweiten und ihm zu neuem Glanz zu verhelfen.

Francescas Weg verläuft mit Höhen und Tiefen,doch auch schwere Schicksalschläge,rauben ihr nicht den Lebensmut..Zum Schluss gibt es einen Lichtblick,der zu Hoffnung berechtigt.

Ich werde im Anschluss sofort Band 2.lesen,worauf ich mich schon freue.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Die Farben der Natur

Über allen Bergen
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Der Protagonist des Buches ist Vadim, ein zwölfjähriger Junge jüdischer Herkunft,der außerdem an Asthma leidet. Er wird von seinen Eltern in ein kleines Bergdorf, abseits der Zivilisation geschickt, wo ...

Der Protagonist des Buches ist Vadim, ein zwölfjähriger Junge jüdischer Herkunft,der außerdem an Asthma leidet. Er wird von seinen Eltern in ein kleines Bergdorf, abseits der Zivilisation geschickt, wo er fortan unter dem Namen Vincent, geschützt leben soll.Er lebt in einer Bauersfamilie,wo er Liebe und Geborgenheit erfährt,jedoch bleibt das Heimweh nach seinen Eltern ungebrochen.Besondere Highlights sind die spärlich eintreffenden Briefe.
Während in seiner Heimatstadt,geschäftiges Leben ,durchzogen von regelmäßigem Fliegeralarm, den Alltag bestimmte, gibt es hier nur klare Luft und Stille.
Das Buch ist unterteilt in die Farben. Weiß = Winter,Grün = Frühling und Gelb = Sommer.
Vincent erfährt , dass das Leben hier dem Kreislauf der Natur untergeordnet ist.Neben seinen Gasteltern ist es das Mädchen Moinette,mit der er viel Zeit verbringt.
Gemeinsam sind sie ,neben dem Schulunterricht in den Arbeitsalltag eingebunden.Vincent erlernt viele landwirtschaftliche Tätigkeiten ,unter anderem das Melken,außerdem erlebt er als Zuschauer die Geburt eines Kälbchens.
Leider bleibt die wunderschöne Bergwelt nicht von den Auswirkungen des Krieges verschont…

Der leise,gefühlvolle Schreibstil der Autorin läßt einen beim Lesen in eine ganz besondere Welt eintauchen und teilweise darin versinken.Das Hauptaugenmerk ist auf die Natur gerichtet,die in vielen Facetten beschrieben wird.Es gibt nur wenige, dafür aber ganz ausdrucksstarke Personen, die alle scheinbar ihren festgefügten Platz im Leben haben und ihn ausfüllen.
Ein Buch ,was zum Innehalten in unserer hektischen Zeit beiträgt,das ich gerne gelesen habe.

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