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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2025

Lustige Idee, oberflächliche Umsetzung

Something Old, Someone New
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Danke an Vorablesen und den HarperCollins Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar von „Something Old, Someone New“ zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Die Idee und ...

Danke an Vorablesen und den HarperCollins Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar von „Something Old, Someone New“ zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Die Idee und das Konzept von dem Buch klangen richtig lustig. Die Umsetzung hat mich dann leider doch enttäuscht.

Worum geht es?

Shea ist durch ihre italienische Nonna in einer Sache sehr abergläubisch, und das betrifft gebrauchten bzw. vererbten Schmuck. Sie hat Angst, dadurch das schlechte Karma der Vorbesitzerinnen aufzunehmen und würde deshalb niemals einen Heiratsantrag mit einem Vintage Ring annehmen. Aber es kommt wie es kommen muss, und John macht ihr mit einem Ring aus einem Second Hand Shop einen Antragt. Daraufhin begibt Shea sich auf die Suche nach den Vorbesitzerinnen des Verlobungsringes, die sie von New York und Boston auch nach Italien und Portugal führt.

Wie gesagt, die Idee klang total lustig, und auch die genannten Orte haben mir Schnitzeljagd- und Sommerurlaubs-Vibes versprochen. Davon kommt aber wenig rüber.

Die Kapitel sind super kurz, sodass auch die Szenen sehr kurz sind und kaum etwas passiert. Die Schnitzeljagd ist geprägt von Zufällen, alles klappt sehr einfach und wenn es mal nicht klappt, dann kommt irgendein (wenig überraschender) Twist daher und es wird gelöst.
Bei „Someone New“ im Titel war es in meinen Erwartungen so, dass Shea auf der Reise zu sich selbst findet und merkt, dass John gar nicht The One ist für sie. Denn ehrlich gesagt fand ich John unfassbar unsympathisch und respektlos, dass er Sheas Wunsch mit dem Erbstück-Ring nicht respektiert und sie fast vorführt damit. Im Buch gibt es zwar noch Graham, den ich persönlich viel spannender fand als John, aber da passiert bezüglich Romantik gar nichts. Charakterwachstum habe ich in diesem Buch lange gesucht.

Der Geschichte fehlt es im Großen und Ganzen an Tiefgang, alles plätschert nur so vor sich hin – das darf cozy romance ja auf jeden Fall, aber durch viele Klischees fehlt hier auch der frische Wind, irgendwas, was das Buch aus dem Genre abhebt.

So komme ich leider nur auf 2.5 von 5 Sternen und kann das Buch nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Handlungsmäßig überflüssig

Keeper of the Lost Cities – Enthüllt (Band 9,5) (Keeper of the Lost Cities)
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Danke an NetGalley und den arsEdition Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Was soll ich sagen? Keeper of The Lost Cities hat ...

Danke an NetGalley und den arsEdition Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Was soll ich sagen? Keeper of The Lost Cities hat mittlerweile 11 Bücher, aber dank 0.5-Zählung haben wir immer noch nicht den 10. und finalen Band erreicht. Puh. Während andere seit 2012 an der Reihe lesen, bin ich „erst“ mit den deutschen Übersetzungen 2021 dazugekommen, aber trotzdem fühlt sich die Warterei auf das Finale wirklich endlos an. Die Daumen sind also gedrückt, dass das nächste Buch nach 9.5 auch wirklich Band 10, und nicht 9.75 oder so wird. Wobei – die Zählung von diesem Buch als 9.5 ist theoretisch falsch, weil der Band parallel zu Band 9 spielt und wir am Ende des Buches zeitlich gesehen noch vor dem Ende von Band 9 rauskommen.

Okay, genug über Zahlen und Bände, reden wir über den Inhalt. Meine Bewertung über die Reihe hinweg ist von 5 Sternen konstant gesunken, und sowohl Band 8.5 als auch Band 9 haben nur noch 3 Sterne von mir bekommen. Leider muss ich sagen, dass auch „Enthüllt“ an diesem Trend nichts rumreißen konnte.

Wir begleiten Keefe in der Menschenwelt, in der er einerseits versucht generell zurecht zukommen, als auch mit seinen neuen, gefährlichen Fähigkeiten klarzukommen. Und ansonsten… passiert in dem Buch eigentlich nichts.
Dieses Buch ist einzig und allein Fanservice für die Fans von Keefe, die gerne mehr über ihn erfahren wollen. Am Anfang des Buches sind wir super viel in seinen Gedanken, da er keine andere Person zum Reden hat, und ich habe das wirklich als anstrengend wahrgenommen. Er hüpft von einem Ort zum anderen, landet z.B. im Disneyland und muss sich orientieren, und springt dann weiter. Das fand ich doch repetitiv und langweilig.

In dem Buch kommt sehr überraschend ein altbekannter Charakter vor, mit dem Keefe dann endlich eine Person zum Reden hat – wodurch wir endlich rauskommen aus seinem endlosen inneren Monolog, hallelujah. Mich persönlich hat der 2. Charakter sehr überrascht und ich habe mich gefreut, dass diese Person nochmal wichtig wird, aber richtig viel beigetragen zur Story hat die auch nicht.

Irgendwann habe ich auch angefangen Seiten zu skippen, weil ich in meinem Gefühl bestärkt wurde, dass dieses Buch in der Theorie komplett überflüssig für die Handlung ist. Vielleicht bin ich nach 11 Büchern der Reihe auch einfach überdrüssig und will, dass sie endet. Und so komme ich auf eine Bewertung von 2.5 Sternen, aber aufgerundet auf 3.

In der amerikanischen Buchblase ist eine Debatte entflammt und das Buch wird mit 1-Stern-Bewertungen bombardiert, da die Autorin queere Charaktere eingebaut hat, und das anscheinend religiösen Menschen aufstößt, weil es ein Kinderbuch ist. Deshalb fand ich es auch nur fair, das Buch aufzurunden, um die Gesamtbewertung etwas hochzuziehen.
Und ehrlich gesagt verstehe ich das Drama nicht. Keefe begegnet in der Menschenwelt zwei Nebencharakteren, mit denen er maximal 5 Sätze wechselt, und im Zuge dieser Gespräche wird erwähnt, dass die Gesprächspartner queer sind (ein Mann erzählt in einem Nebensatz etwas über seinen Ehemann). Es ist unfassbar belanglos und kann überlesen werden, und mir blutet mein Herz bei dem ganzen Hass, der jetzt der Autorin entgegengebracht wird.

Also: lasst euch nicht von den negativen Rezensionen abschrecken, der Großteil davon hat nichts mit dem Inhalt zu tun.
Aber lest dieses Buch nur, wenn euch Keefe als Charakter interessiert und ihr Nachschub aus der Lost Cities-Welt haben wollt. Denn handlungstechnisch kann man den Band auch überspringen.

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Veröffentlicht am 04.12.2021

War okay

Kieztränen
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Von Kieztränen habe ich mir irgendwie mehr erhofft.
Ich fand den Erzählstil etwas plump und einfach, die Handlung sehr schnell abgehandelt und sprunghaft und die Charaktere auch nicht gut durchdacht. Mit ...

Von Kieztränen habe ich mir irgendwie mehr erhofft.
Ich fand den Erzählstil etwas plump und einfach, die Handlung sehr schnell abgehandelt und sprunghaft und die Charaktere auch nicht gut durchdacht. Mit knapp 107 Seiten war die Geschichte ja auch sehr kurz.

Allerdings ist das auch das Debüt der Autorin und im Selfpublishing erschienen, und das bewundere ich. Ich bin mir sicher, dass die Autorin von Werk zu Werk besser wird und vielleicht auch mit einem längeren Buch ihre Geschichte besser ausbauen kann.

Die Reihe werde ich aber nicht mehr weiterlesen.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Unbefriedigend und wenig feministisch

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Danke an Vorablesen und den Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Ich habe mich SO sehr auf dieses Buch gefreut. Es ist ein moderner ...

Danke an Vorablesen und den Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Ich habe mich SO sehr auf dieses Buch gefreut. Es ist ein moderner Klassiker, und als großer Fan von Margaret Atwoods Report der Magd hatte ich hohe Erwartungen. Aber die konnten leider nicht erfüllt werden.

Worum geht es?

Die namenlose Protagonistin wächst in einem Keller auf, zusammen mit 39 Frauen. Sie sind eingesperrt und werden von Wärtern beobachtet. Niemand weiß, wieso. Einige der Frauen können sich noch an die Welt draußen erinnern – die Protagonistin kennt nur Geschichten.

Eines Tages ertönt ein Alarm, die Wärter fliehen und lassen den Keller offen. Die Frauen kommen in die Freiheit, doch statt ihrer bekannten Welt ist oben alles ganz anders.

Das Erlangen der Freiheit passiert bei ca. 30% des Buches, und bis dahin hat es mir auch ganz gut gefallen. Ich mochte den Stil, war aber auch umhergetrieben von der Frage nach dem Warum. Dann geht es also nach draußen und die Frauen erkunden eine Welt, in der sich für sie immer mehr Fragen als Antworten ergeben. Sie finden mehr Keller mit 40 eingesperrten Personen, die nicht überlebt haben. Sie suchen Essen, bauen Häuser. Und so vergehen Jahre, Jahrzehnte, die Frauen werden älter… ich denke ich muss das Konzept nicht weiter ausführen.

Was mich an diesem Buch so frustriert hat, sind zweierlei. Einerseits, dass man auf nichts eine Antwort bekommen. Vielleicht ist die Bedeutung des Buches, dass wir selber nicht den Sinn unserer Existenz kennen und dass die Protagonistin deshalb irgendwann auch sterben wird, ohne je eine Antwort zu kriegen. Aber dann habe ich den Sinn nicht verstanden, warum ich das lesen wollen würde. Ich dachte, es wäre irgendwie mehr gesellschaftskritisch.

Zudem sind die Frauen alle sehr heteronormativ angesetzt, in dem was sie über die Welt von damals erzählen und auch worauf sie den Fokus in der Freiheit legen.

Dafür, dass sie alle so viele Jahre nur unter Frauen verbringen, sind queere Beziehungen und Intimität rar. Makeup wird als etwas erklärt, was man für Männer getragen hat. Altern ist etwas Negatives. Die Protagonistin bleibt für immer Jungfrau – denn es sind ja keine Männer da, die ihr diese Jungfräulichkeit nehmen könnten. All diese Themen werden super konservativ behandelt, und deshalb würde ich das Buch auch definitiv nicht als feministisch einordnen.

Ja, es ist ein Buch aus den 90ern. Aber „Der Report der Magd“ kommt aus einer ähnlichen Zeit, und ist in meinen Augen eine deutlich gelungenere Dystopie mit feministischer Gesellschaftskritik.

Dieses Leseerlebnis hätte ich mir eindeutig sparen können… ich wollte wirklich nur weiterlesen, weil ich auf eine Erleuchtung gewartet habe, aber die kam nie. Zumindest bin ich so schnell durchs Buch gekommen…

Von mir gibt es deshalb auch nur 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Leider nicht das, was der Klappentext verspricht

Mickey und Arlo
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Danke an Vorablesen und den hanserblau Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Auf dieses Buch war ich super gespannt. Mir hat die ...

Danke an Vorablesen und den hanserblau Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Auf dieses Buch war ich super gespannt. Mir hat die Leseprobe sogar so gut gefallen, dass ich auf Vorablesen meine gesammelten Punkte eingelöst habe, um garantiert ein Wunschbuch zugeschickt zu bekommen. Umso trauriger bin ich nach dem Lesen, da die Geschichte meinen Erwartungen nicht gerecht werden konnte und ihr Potential eindeutig nicht richtig ausgeschöpft hat.

Grob gesagt geht es um zwei Halbschwestern, die nichts voneinander wissen. Mickeys Vater hat die Familie verlassen, als sie noch ein Kind war, und hat in ihrem Leben nie wieder eine Rolle gespielt. Deshalb ist es für Mickey umso überraschender, dass sie nach dem Tod ihres Vaters relativ viel Geld vererbt bekommt. Die Auszahlung gibt es unter einer Bedingung: sie muss sieben Therapiesitzungen absolvieren. Den Haken an der Sache ahnen weder sie noch ihre Therapeutin Arlo – diese ist ihre Halbschwester, doch beide wissen nichts voneinander.

Ich habe mir vorgestellt, dass wir hier ausführlich die Therapiesitzungen der beiden erleben, in denen sie langsam, aber sicher die Identität der anderen herausfiltern und sich durch Gespräche über die eigene Kindheit die Lebensumstände der anderen bewusst machen können. Vielleicht hätte es bei der Enthüllung einen großen Knall, einen Konflikt gegeben; denn ich als Leserin habe darauf richtig hingefiebert.

Aber gar nichts davon gab es. Es war unfassbar langweilig, wie die beiden erfahren haben, wer ihre Gesprächspartnerin ist. Ansonsten hat das Buch sehr viele Nebenhandlungen, die etwas konfus und super unauthentisch waren, und ich habe echt ein paar Seiten übersprungen. Der Fokus der Handlung auf Mickeys schlechte mentale Gesundheit hat mir überhaupt nicht zugesagt und hätte ich gewusst, wie sehr es um Depressionen und ihre Probleme mit Alkohol und Geld geht, hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht gelesen.
Ich schreibe die Rezension ein paar Tage nach Beenden des Buches und der Fakt, dass ich mich an wenig Handlung erinnern kann, ist auch kein gutes Zeichen.

Das Buch ist jetzt nicht schlecht geschrieben, aber es hält von den Erwartungen überhaupt nicht das, was der Klappentext verspricht. Und so komme ich leider nur auf eine Bewertung von 2 Sternen.

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