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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2025

Zufriedenstellender Abschluss

Royal Gambit
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Meinung:
Nach den schockierenden Offenbarungen am Ende von Teil 1 war ich schon sehr auf diese Fortsetzung gespannt und man sollte Teil 1 wirklich noch gut im Kopf haben, denn Erinnerungsstützen gibt es ...

Meinung:
Nach den schockierenden Offenbarungen am Ende von Teil 1 war ich schon sehr auf diese Fortsetzung gespannt und man sollte Teil 1 wirklich noch gut im Kopf haben, denn Erinnerungsstützen gibt es kaum und die Handlung geht recht kurz nach dem Ende des Gambits weiter.

Irgendwie muss ich sagen, dass ich erwartet hatte, dass Ross mehr mit den Verletzungen zu kämpfen hat, aber sie hat sich nicht unterkriegen lassen. Klar, ist sie sauer auf Devroe und ihre Mutter und versucht zumindest ersteren auch immer auflaufen zu lassen und ihn los zu werden, aber dadurch, dass er nur versucht, ihr wieder nahe zu kommen, fand ich das anfangs fast ein bisschen einseitig. Und auch ihrer Mutter gegenüber verhält sie sich doch noch netter, als diese dies nach ihren Taten verdient hätte, weshalb ich ihre Entwicklung nach diesen Erfahrungen echt beeindruckend und glaubhaft fand.

Sie schafft es nämlich, sich trotz allem, auf das ihr neue Konzept von Freundschaften einzulassen und trotz aller Widrigkeiten und der erneut lebensgefährlichen Umstände, für sich selbst den passenden Weg zu finden. Und Freundschaft und Loyalität spielen auch in diesem Abschlussband wieder eine große Rolle, zu meinem Glück, auch eine viel größere, als die Liebesgeschichte. Die sich zwar glaubhaft entwickelt, aber nie richtig in den Fokus rückt.

Dazwischen gibt es wieder einige interessante Diebstähle, die viel Planung und um die Ecke denken erfordern, wobei besonders der geniale Coup im Casino im Gedächtnis bleibt. Dabei gibt es natürlich auch wieder einige Intrigen, Konkurrenzkämpfe und Action, weshalb diese Fortsetzung schnell gehört war und mich auch wieder gut unterhalten hat.

Ich finde einfach das Setting wieder besonders und interessant, auch wenn ich gerne noch ein paar Hintergründe zur Organisation an sich usw. bekommen hätte, aber auch so war es ok. Und zu der besonderen Atmosphäre trägt auch der locker-freche und doch etwas sarkastische Erzählstil bei, den Sprecherin Mala Sommer auch wirklich gut umsetzt.

Das Ende hat definitiv einen großen Showdown und einige unerwartete Wendungen zu bieten, hat für mich aber gut zur Geschichte gepasst und für die meisten Probleme gute Lösungsansätze mitgebracht, weshalb ich grundsätzlich zufrieden bin.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Abschlussband, dieser besonderen Reihe. Insgesamt sorgt das große Ganze dafür, dass man gut unterhalten wird, es neben Intrigen und Actionszenen doch auch emotionale Tiefe und Weiterentwicklung gibt und man trotzdem auch weiß, dass man alles auch nicht ganz so ernst, sondern mit einem Augenzwinkern aufnehmen darf. Das Ende ist vielleicht etwas drüber, hat aber für mich zu dieser besonderen Geschichte gepasst und mich zufrieden zurückgelassen. Deshalb vergebe ich wieder gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Eher subitiler Thrill, aber unterhaltsam und glaubhaft

One Perfect Couple
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Meinung:
Die Ausgangslage klang auf jeden Fall interessant. Eine Reality-Show in tropischer Traumkulisse und eine Protagonistin, die darauf eigentlich keine Lust hat und nur ihrem Freund zuliebe teilnimmt. ...

Meinung:
Die Ausgangslage klang auf jeden Fall interessant. Eine Reality-Show in tropischer Traumkulisse und eine Protagonistin, die darauf eigentlich keine Lust hat und nur ihrem Freund zuliebe teilnimmt. Und natürlich auch der Überlebenskampf, der immer so viel ändert und über den ich doch ab und an gerne lese.

Der Start in die Geschichte ist eher gemächlich, hat mir aber gut gefallen. Man lernt Lyla und Nico erstmal in ihrem Leben kennen und bekommt auch hautnah mit, wie Lyla mit der Bitte um die Teilnahme hadert, vor allem, weil sie selbst mit solchen Formaten wenig zu tun hat, da sie Wissenschaftlerin ist. Auch der Start in die Reise und die anfänglichen, kurzen Einblicke in die Show fand ich interessant, jedoch auch ziemlich kurz gehalten. Denn schon nach dem ersten Test kommt der Sturm dazwischen und verlagert die Prioritäten deutlich.

Aus einem lustigen, evtl. erfolgversprechendem Event wird ein nackter Kampf ums Überleben. Aus einer Traumkulisse im indischen Ozean wird eine karge, abgeschiedene Landschaft mit viel Hitze und Wassernot. Und aus jungen Teilnehmenden werden Verbündete und Gegner.

Ich muss sagen, dass ich den hier dargestellten Weg der Figuren meist doch recht glaubhaft und interessant fand, auch wenn einige näher beleuchtet wurden, als andere. Natürlich drängt sich dabei eine Figur besonders in den Mittelpunkt, bei dem ich doch länger gebraucht habe, um ihn wirklich zu durchschauen und den ich echt gut erarbeitet und dargestellt fand. Ich finde es immer wieder schockierend, mir solche Entwicklungen selbst vorzustellen und es spannend und extrem, wie der Mensch sich durch Notsituationen verändert. Und auch die Themen, die dazwischen mitschwingen, sind doch tiefgründiger als erwartet und prinzipiell geht es bei dieser Geschichte auch um einige moralische Fragen und wie man diese bewertet und damit umgeht. Auch ich konnte hier am Ende keine endgültige Antwort für mich finden, was ich aber auch ok finde.

Der Thrill ist meist eher subtil und entsteht eben durch die lebensbedrohlichen Situationen und deren Verschärfung und weniger durch handfeste Action und Spannung. Dabei gibt es im Verlauf durchaus einige Leichen, aber auch diese Funde verlaufen fast etwas unspektakulär. Aber ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt. Es gibt zwischen den Kapiteln auch ein paar Tagebucheinträge, die die Handlung anders darstellen, als wir sie vorher erlebt haben. Dies hat mich erst verwirrt, dann zu anderen Schlussfolgerungen gebracht, als es sich am Ende wirklich herauskristallisiert hat.

Einen Teil vom Ende fand ich etwas konstruiert, aber durchaus glaubhaft und machbar. Die Hintergründe des Ganzen unerwartet und doch stimmig und zufriedenstellend.

Sprecherin Julia Nachtmann hat wieder sehr gut zur Geschichte und zur Protagonistin gepasst, weshalb das Hörbuch kurzweilig und lebendig war.

Fazit:
Wieder einer der eher subtileren Psychothriller der Autorin. Diese finde ich ja meist ganz unterhaltsam, aber auch nicht perfekt - so auch hier. Es gibt viele ruhige Szenen, aber doch auch Gefahren und unterschwelligen Thrill, den ich gut nachfühlen konnte. An sich hat mich die Geschichte kurzweilig unterhalten und zufriedenstellt, auch wenn vielleicht noch etwas mehr möglich gewesen wäre und ich die moralischen Aspekte nicht vollständig für mich bewerten konnte. Insgesamt vergebe ich aber wieder solide 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.12.2024

unterhaltsam, aber etwas viele Themen auf einmal...

Sixteen Souls (Souls-Dilogie, Band 1)
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Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sehr angesprochen, da ich Geister sehr gerne mag.

Den Einstieg ins Hörbuch fand ich aber etwas schwierig. Zuerst mal gibt es eine riesige Latte an Triggerwarnungen, ...

Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sehr angesprochen, da ich Geister sehr gerne mag.

Den Einstieg ins Hörbuch fand ich aber etwas schwierig. Zuerst mal gibt es eine riesige Latte an Triggerwarnungen, die ich schon etwas viel fand. Aber auch in der Geschichte selbst hadert Charlie etwas sehr mit seinem Leben und seinem Schicksal.

Er hat Angst vor den meisten Geistern, hat seinen Geister-Freunden menschliche Regeln auferlegt, damit er „vergessen“ kann, das sie Geister sind und hat keine menschlichen Freunde, da ihn die Begegnungen/Gespräche mit Geistern sehr seltsam wirken lassen. Gleichzeitig wird er deshalb natürlich auch gemobbt. Außerdem gibt es auch in der Familie Probleme. Seine Familie hat kaum Geld, seine Tante hat Krebs und deshalb sind deren Kinder auch noch oft bei der Familie und auch seine Stümpfe sind oftmals wund und er damit angeschlagen. Außerdem hat er seine Homosexualität noch nicht öffentlich gemacht und macht sich (zu) viele Gedanken darüber, wie seine Eltern darauf reagieren könnten. Und im Verlauf der Geschichte kommen sogar noch mehr (schwierige) Themen hinzu, weshalb ich das alles schon etwas viel fand, zusätzlich zum Hauptthema der Geister und deren ungewöhnliches Verschwinden.

Charlie ist zu Beginn also sehr unsicher und vielem gegenüber eher negativ eingestellt. Das fand ich teilweise zwar verständlich, aber doch auch nicht immer ganz sympathisch. Als er Sam kennenlernt, ist er auch ihm gegenüber skeptisch, aber Sam ist ganz anders als er. Nicht nur, dass er keine Geldprobleme hat, sondern er schafft es auch den Umgang mit den Geistern lockerer anzugehen und er hat genug Selbstbewusstsein, dass es ihm egal ist, was andere von ihm denken.

Also tut Sam Charlie und der Geschichte wirklich gut und die Handlung legt gut an Tempo und Entwicklung zu, auch wenn es hier durchaus zur Sache geht und mit grausamen Todesarten nicht gespart wird, die Charlie auch öfters hautnah nacherleben muss.

Dennoch ist der Erzählstil eher locker und sarkastisch, was mir gut gefallen hat, da es das düstere doch auch wieder auflockert und Sprecher Jacob Weigert hat dies auch gut umgesetzt.

Somit fand ich vor allem die Entwicklung bei den Geistern wirklich spannend, ziemlich unvorhersehbar und auch wenn das Ende etwas abgedreht ist, hat es doch stimmig gewirkt. Und auch Charlies persönliche Entwicklung ist enorm und hat mit gut gefallen. Dennoch finde ich, dass es nicht so viele kritische Themen gebraucht hätte, wie die Autorin eingebaut hat. Das war mir etwas zu viel des Guten, weshalb einiges auch nur angerissen wurde.

Natürlich entwickelt sich auch eine Liebesgeschichte zwischen Charlie und Sam, diese verläuft aber angenehm im Hintergrund. Und auch Freunde kommen hinzu, die wirklich zu Charlie halten.

Fazit:
Eine wirklich spannende und unterhaltsame Fantasy-Geschichte, bei der mir der Fantasyanteil gut gefallen hat. Dieser ist wendungs- und entwicklungsreich und auch das Ende hat mich zufriedengestellt. Die vielen anderen angeschnittenen Themen fand ich fast etwas zu viel des Guten, und haben Charlie anfangs doch etwas unsympathisch wirken lassen, aber auch er entwickelt sich gut und glaubhaft weiter. Viele Elemente sind doch sehr düster und brutal, weshalb die vielen Triggerwarnungen zu Beginn wahrscheinlich schon gerechtfertigt sind, aber der Erzählstil ist locker und sarkastisch, was ich sehr angenehm und auflockernd fand und auch Sprecher Jacob Weigert hat dies gut umgesetzt. Insgesamt hat mir der Auftakt, nach dem etwas holprigen Start, gut gefallen und ich bin gespannt, wie es weitergeht. Deshalb gibt es solide 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Wieder ein interessanter Thriller!

Das Kalendermädchen
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Meinung:
Wie bei jedem neuen Thriller von Fitzek war meine Neugier wieder groß. Vor allem, weil ich auch das Cover der Sonderausgabe total genial finde. Ein Cover, dass man feucht abwischen kann, und welches ...

Meinung:
Wie bei jedem neuen Thriller von Fitzek war meine Neugier wieder groß. Vor allem, weil ich auch das Cover der Sonderausgabe total genial finde. Ein Cover, dass man feucht abwischen kann, und welches erst dann den Blick auf das wahre Cover freigibt und mit der Zeit dann auch wieder „vereist“, habe ich so noch nicht gesehen.

Die Kurzbeschreibung hat mich auch angesprochen und klang gleich wieder sehr mysteriös. Was auch den Start in die Geschichte widerspiegelt. Es gibt von Anfang an verschiedene Zeitebenen und Sprünge zwischen den Perspektiven, weshalb ich doch etwas gebraucht habe, um mich zu orientieren.

Zum einen haben wir Protagonistin Olivia, die versucht, die wahre Mutter ihrer Adoptivtochter Alma zu finden. Ich habe zwar verstanden, weshalb sie jeden Strohhalm ergreifen möchte, um das Leben ihrer Tochter zu retten, fand es aber schon etwas viel, was sie dafür auf sich nimmt.

Dann gibt es noch Valentina, deren Geschichte gleich auf zwei Ebenen erzählt wird. Zum einen erleben wir sie in einem kleinen, abgeschiedenen Häuschen in Bayern, in dem auch die Tradition des lebendigen Adventskalenders herrscht. Diese war mir auf jeden Fall neu und diese Zeitebene fand ich sehr interessant dargestellt. Gleichzeitig gibt es noch Einblicke in Valentinas schreckliche Vergangenheit, in der sie als Kind einen Adventskalender aus Folter und Unterdrückung durchleben musste.

Gut fand ich, dass diese Folter zwar durchaus verdeutlicht, jedoch nicht so ausführlich beschrieben wurde, dass man dies alles hautnah miterlebt hätte, so wie z. B. bei Der Heimweg, der mir da deutlich zu detailliert war.

An sich ist die Handlung lange Zeit etwas wirr und ich wusste im ersten Drittel so gar nicht, wo die Reise hingeht. Dafür ergeben sich dann aber wieder viele unerwartete Wendungen und auch einige Schockmomente, die wieder alles über den Haufen werfen. Durchgängig ans Buch gefesselt, war ich dieses Mal aber nicht so sehr, wie bei manch anderen Werken vom Autor, aber insgesamt fand ich das Spannungslevel durchaus in Ordnung.

Außerdem fand ich die Auflösung in vielen Punkten eigentlich ganz gut und auch mal nicht ganz so extrem abgedreht, wie bei den letzten Büchern des Autors. Klar, gab es wieder einige Szenen, die ich sehr übertrieben fand, aber insgesamt hat das meiste doch irgendwie Sinn ergeben. Und ich fand es schön, dass es am Ende sogar eine Art kleines Happy End gibt.

Auch das Nachwort des Autors ist wieder besonders und lesenswert.

Fazit:
Wieder ein interessanter Thriller von Sebastian Fitzek. Schon allein das Cover der Sonderausgabe ist besonders, aber auch die Handlung ist wieder recht typisch für den Autor. Es gibt verschiedene Zeitebenen, anfangs etwas Verwirrung, mit der Zeit aber immer mehr Antworten, unerwartete Wendungen und durchaus einige Schockmomente, die dieses Mal aber nicht so total in die Tiefe gehen. Jedoch fand ich das Ende, trotz krasser Wendungen, recht zufriedenstellend und etwas weniger abgedreht, als bei manch anderen Werken und fand auch das kleine Happy End ganz passend. Dafür fand ich das Spannungslevel dieses Mal nur solide und nicht so ultra-hoch wie manchmal sonst. Insgesamt hab ich den Thriller aber wieder gern gelesen und vergebe wieder solide 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Gut lesbar und hinterlässt große Neugier auf den Abschlussband

Jewel & Blade, Band 1 - Die Wächter von Knightsbridge
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Meinung:
Hier haben mich Cover und Idee angesprochen. Ich finde Artus-Adaptionen sehr spannend und war dementsprechend auch auf diese Neuauslegung sehr neugierig.

Ich bin gut in die Geschichte gestartet, ...

Meinung:
Hier haben mich Cover und Idee angesprochen. Ich finde Artus-Adaptionen sehr spannend und war dementsprechend auch auf diese Neuauslegung sehr neugierig.

Ich bin gut in die Geschichte gestartet, fand den Schreibstil von Beginn an sehr flüssig und angenehm und konnte mich recht gut mit Protagonistin Harper identifizieren.

Sie hat für ihre Familie ihr eigenes Leben etwas auf Eis gelegt und handelt auf eigene Faust, als es neue Informationen zu ihrem Vater gibt, der die Familie vor einigen Jahren verlassen hat.

Somit fand ich den Start wirklich spannend, erst Harpers bisheriges Leben, aber auch die Anziehung zu dem geheimnisvollen Ring und alles, was dies mitbringt. Das System der Wächter und ihre Verbindungen zur Artus-Sage haben mir gefallen und ich fand es auch glaubhaft, wie Harper dort hinein gestolpert ist und versucht, sich dort zurechtzufinden. Ihre Cousine Ada ist dabei wirklich ein Fels in der Brandung und ich fand es gut, dass es da wahre Hilfe und keine Feindschaft gab. Denn, Skepsis und Abneigung muss Harper schon von anderer Seite genug erfahren.

Im Mittelteil hat die Geschichte ihren Fokus etwas verloren gehabt und sich ein bisschen im Kreis gedreht. Da ging es dann eher um alltägliches und die Wächter-Sachen sind etwas in den Hintergrund gerückt. War dank des tollen Schreibstils trotzdem gut lesbar, aber irgendwann habe ich mir schon gedacht, dass ich gerne wieder mehr zur Grundproblematik lesen würde.

Dies ist dann am Ende definitiv der Fall. Da gibt es nochmal einige Entwicklungen, die überraschen, fesseln und schockieren. Ein paar davon habe ich mir schon so gedacht, andere haben mich aber kalt erwischt. Vor allem ging es am Ende dann doch Schlag auf Schlag und ich war etwas damit überfordert, dass plötzlich, vorher kaum in Erscheinung getretene Nebenfiguren eine richtig große Rolle bekommen. Somit gibt es einen gemeinen Cliffhanger und ich bin echt gespannt, wie es weiter geht und hoffe, dass es auch etwas mehr Fokus auf die Magie geben wird. Denn diese ist bisher eher schmückendes Beiwerk gewesen.

Die Liebesgeschichte fand ich sogar mal recht nachvollziehbar aufgebaut, nur dass es dann doch wieder so extrem schnell weitergeht, fand ich zu viel. Aber gut, wenn man das Ende gelesen hat, versteht man auch etwas besser, weshalb es plötzlich schnell gehen musste. Aber das Liebesdreieck, welches immer so leicht mitschwingt, wird bestimmt in Teil 2 nochmal von Bedeutung werden.

Fazit:
Ein gut lesbarer Auftakt in eine neue Artus-Adaption. Die Ideen dazu haben mir gefallen, auch wenn im Mittelteil der Fokus etwas abhanden gekommen ist und die Magie eine größere Rolle hätte spielen können. Aber am Ende geht es Schlag auf Schlag und auch wenn ich mir einige Wendungen bereits denken konnte, haben mich andere doch richtig kalt erwischt und mich etwas überfordert. Der Cliffhanger ist sehr fies und ich bin gespannt, wie es weitergeht. Somit vergebe ich solide 4 Sterne.

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