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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2025

Verliebe dich niemals...

Seven Years From Now
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… zumindest nicht in dieser Wohnung!
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Darum geht’s: Clementine erbt die Wohnung ihrer Tante. Die vier Wände haben die Fähigkeit, ihre Bewohner sieben Jahre in die Vergangenheit reisen zu lassen. In der ...

… zumindest nicht in dieser Wohnung!
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Darum geht’s: Clementine erbt die Wohnung ihrer Tante. Die vier Wände haben die Fähigkeit, ihre Bewohner sieben Jahre in die Vergangenheit reisen zu lassen. In der Küche steht eines Abends der ambitionierte Jungkoch Iwan vor Clementine. Und plötzlich ist die Liebe nur einen Zeitsprung entfernt…
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SEVEN YEARS FROM NOW von Ashley Poston ist schwer zu klassifizieren. Der Klappentext klingt nach RomCom gemixt mit einem Hauch Magie. Er hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht. Allerdings habe ich nicht ansatzweise erahnt, was für eine wunderschöne Geschichte sich tatsächlich zwischen den Buchdeckeln verbirgt. Es ist eine Zeitreise-Story der etwas anderen Art.
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Richtiger Ort, falsche Zeit. Der Ansatz ist nicht neu. Ashley Poston macht aus der Grundvoraussetzung aber etwas Besonderes. SEVEN YEARS FROM NOW kommt locker-leicht und flockig daher. Bedingt durch den flüssigen Schreibstil bin ich zunächst ohne großartig Nachzudenken in die Geschichte eingetaucht und durch die Seiten geflogen. Die Protagonisten Clementine und Iwan sind wunderbare Charaktere. Sympathisch, nahbar und authentisch. Anfangs mochte ich sie nur. Dann haben sie sich heimlich, still und leise immer mehr in mein Herz geschlichen. Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich mich total in sie verknallt und mit ihnen gefühlt habe. Das ganze Drumherum ist ebenfalls stimmig. Die Anmutung ist cosy und zart. Erst im weiteren Verlauf der Handlung habe ich realisiert, wieviel Tiefe sich hier ganz beiläufig entwickelt hat. Es geht neben Liebe auch um Verlust, Trauer, Weiterentwicklung und Selbstfindung. Die etwas schwereren thematischen Aspekte sind aber auf faszinierend schöne, sehr nachvollziehbare und absolut spürbare Art und Weise in die Handlung eingewoben. Plötzlich … BÄM … haben mich die Emotionen umgehauen. Ich musste durchatmen und mir ein paar Tränchen aus den Augenwinkeln wegwischen. Die Story ist herzzerreißend schön schmerzerfüllt, steckt aber auch voller wohlig-warmer Hoffnung. Die facettenreiche Lovestory regt zum Nachdenken an, bleibt in Erinnerung und hallt nach. Eine magisch-schöne 5⭐️-Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.12.2024

Christmas-Romance

Cozy Christmas in Daisy Hollow
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Rechtzeitig vor Weihnachten komme ich hier noch mit einer jahreszeitlich passenden Roman-Empfehlung um die Ecke. „Cozy Christmas in Daisy Hollow“ war für mich zunächst ein typisches Cover-Want to read. ...

Rechtzeitig vor Weihnachten komme ich hier noch mit einer jahreszeitlich passenden Roman-Empfehlung um die Ecke. „Cozy Christmas in Daisy Hollow“ war für mich zunächst ein typisches Cover-Want to read. Halloooo, wie viel Mühe hat sich der Vajona-Verlag hier bitteschön mit der Gestaltung gemacht. Da steckt ganz viel Liebe drin. Das Cover in Blau-Weiß, mit Gebäck, Schnee, Eiskristallen und Glitzer ist so wunderschön. Dazu der rundum passende Farbschnitt. Das Muffin-Motiv findet sich im Innenteil zu Beginn jedes Kapitels wieder. Die Plätzchen fungieren nochmal als kleine Abschnitt-Trenner. Dazu gibt es eine Character-Card, die die Protagonisten Amelia & Logan zeigt. Das ist alles allein optisch schon so ansprechend und wertig gemacht, dass ich euch das Buch als Weihnachtsgeschenk für einen lieben Menschen wärmstens ans Herz lege. Oder ihr beschenkt euch einfach selbst damit. Das darf ja auch mal sein.
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Mit der Optik hat der Verlag mich also schon mal eingefangen. Aber das hilft ja alles nichts, wenn der Inhalt nicht stimmt. Ich konnte also einfach nur hoffen, dass der mir genauso gut gefällt. Und ja, das hat er getan. Die Geschichte hält, was Titel und Cover versprechen. Ich habe hier eine cozy-winter-weihnachtliche Lovestory bekommen. Es ist schön. Es ist romantisch. Ein Schuss Ernsthaftigkeit und Dramatik dürfen im Handlungsverlauf natürlich nicht fehlen. Alles ist gut aufeinander abgestimmt, so dass ich das Buch von vorne bis hinten richtig gerne gelesen habe.
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Aus mehreren beliebten Tropes wird hier eine herzerwärmende Slowburn-Romance nach dem She fell first but he fell harder-Prinzip. Die Story spielt in einer Kleinstadt. Die Protagonisten lernen sich über Online-Dating kennen. Er benutzt einen falschen Namen. Dadurch fällt zunächst nicht auf, dass er der Spross einer reichen Familie ist, deren Firma ihre Bäckerei übernehmen will.
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Klar weiß man hier von Anfang an, was Sache ist und wie der Hase läuft. Und trotzdem ist dieses Buch ein Paradebeispiel dafür, dass mich die Handlung gar nicht großartig überraschen muss, um mir zu gefallen. Die Geschichte muss einfach schön, stimmig und atmosphärisch umgesetzt sein. Ich muss die Charaktere und ihre Gefühle spüren. Und genau das hat Jessica Golawski geschafft. Die Kleinstadt-Vibes sind herrlich. Die Szenen mit Kaffee & Gebäck sind gemütlich und hätten gerne noch viel zahlreicher sein dürfen. Wenn der Schnee fällt, wollte ich in den Flocken tanzen. Und ich mochte es auch, dass mit „Friends“ hier auch noch eine meiner Lieblingsserien eine Rolle spielt. Letztendlich gab es doch noch eine Überraschung, weil ich das Spannungsmoment samt Action im Finale so gar nicht erwartet hatte. Das hat das Happyend noch intensiver gemacht.
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Kurzum: Ich hab’s geliebt! Für mich war es das richtige Buch zur richtigen Zeit. Danke, Jessica Golawski, für die schönen Lesestunden. Und nur so am Rande: Wenn ich mir für einen nächsten Roman etwas wünschen dürfte, wäre es eine Geschichte rund um Travis.

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Fesselnder Psychothriller

Die Frau des Serienkillers
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„Die Frau des Serienkillers – Jede Ehe hat ihre Geheimnisse“ ist der Auftakt einer neuen Thriller-Trilogie von Alice Hunter. Der Titel des Buches nimmt inhaltlich einiges vorweg und schürt gewisse Vorstellungen ...

„Die Frau des Serienkillers – Jede Ehe hat ihre Geheimnisse“ ist der Auftakt einer neuen Thriller-Trilogie von Alice Hunter. Der Titel des Buches nimmt inhaltlich einiges vorweg und schürt gewisse Vorstellungen an den Handlungsverlauf. Es gab für mich aber trotzdem noch Überraschungen.
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Darum geht’s: Beth und Tom führen die perfekte Ehe. Dann steht eines Tages die Polizei vor der Tür: Tom wird wegen Mordverdachts verhaftet. Kann das sein? Und was wusste seine Ehefrau?
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Dieser Thriller hat mich neugierig gemacht. Allzu hohe Erwartungen wollte ich aber irgendwie nicht in die Story setzen. Dann habe ich gleich zu Beginn gemerkt, dass die Chemie zwischen mir und dem Buch stimmt. Die Geschichte in Verbindung mit dem Erzählstil der Autorin hat mich schon auf den ersten Seiten gepackt. Und so ging es auch weiter.
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Wir folgen im Buch vor allem der Perspektive von Beth. Es gibt aber auch Kapitel aus der Sicht von Tom. Und dann noch kurze, kursiv gedruckte Einschübe, von denen man nicht weiß, um wen es geht. Alles zusammengenommen regt herrlich dazu an, Verknüpfungen herzustellen. Ich habe also spekuliert und gerätselt. Tatsächlich war ein Teil der Story gar nicht besonders überraschend - eben weil der Titel gewisse Dinge vorgibt. Für mich war der Psychothriller aber trotzdem faszinierend, beklemmend und sehr intensiv zu lesen. Es sind auch nicht alle Entwicklungen glasklar vorhersehbar. Im letzten Drittel machen plötzlich Dinge einen Sinn, die mir zuvor irgendwie seltsam vorkamen. Die Richtung, die die Geschichte einschlägt, hat mich nochmal total überrascht. Dadurch war es für mich auch bis zur letzten Seite spannend zu lesen. Die Story hat mich auch darüber hinaus noch weiter beschäftigt und zum Nachdenken angeregt.
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Ich kann über das Buch von meinem Standpunkt aus nichts Negatives sagen. Es hat meinen Geschmack getroffen und ich habe die Lesezeit darin sehr genossen. Die Reihe wird mit den Bänden „Die Tochter des Serienkillers“ und „Die Schwester des Serienkillers“ fortgeführt. Da treffen wir dann auf andere Personen und sicherlich auch wieder düstere Geheimnisse hinter harmlos erscheinenden Normalo-Fassaden. Ich bin jedenfalls gespannt, in welche menschlichen Abgründe ich da blicken werde.

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Veröffentlicht am 04.12.2024

Time to say Goodbye

Sie wird dich finden
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Mit “Sie wird dich finden” geht die Housemaid-Trilogie von Freida McFadden zu Ende. Band 1 ein Knaller. Band 2 auch richtig gut. Da waren meine Erwartungen an Band 3 einerseits hoch. Andererseits habe ...

Mit “Sie wird dich finden” geht die Housemaid-Trilogie von Freida McFadden zu Ende. Band 1 ein Knaller. Band 2 auch richtig gut. Da waren meine Erwartungen an Band 3 einerseits hoch. Andererseits habe ich mich aber auch gefragt, was da jetzt noch kommen soll. Trägt die Reihe wirklich noch einen weiteren Teil? Kann Freida McFadden mich nochmal überraschen? Die Antwort auf beide Fragen lautet: JA!
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Darum geht's: Millie arbeitet nicht mehr als Hausmädchen. Einige Jahre sind vergangen. Millie ist mittlerweile verheiratet und hat zwei Kinder. Als die Familie in ein neues Haus zieht, ist in der neuen Nachbarschaft nicht alles eitel Sonnenschein…
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Der Schreibstil ist gewohnt flüssig. Der Thriller liest sich wieder unglaublich gut, leicht und schnell. Die Story ist auch wieder toll. Ich finde es genial, wie McFadden die Reihe hier fortsetzt und zum Abschluss nochmal auf eine ganz neue Ebene hebt. Der Zeitsprung ist ein gut gewähltes Stilmittel, denn dadurch verschieben sich die Perspektiven auf sehr faszinierende Art und Weise. Plötzlich steckt Millie selbst in der Rolle der lauernden Hausherrin. Geschichte wiederholt sich quasi. Auch in anderer Hinsicht. Aber, pssst! No Spoiler. Lest selbst. Es ist echt krass.
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Die Story beginnt mit einem Prolog, der mich gleich denken lässt: “Ach Millie, in was bist du jetzt schon wieder hineingeraten?” Bis wir im Handlungsverlauf zu dieser Stelle zurückkehren, dauert es eine ganze Weile. Aber der Weg dahin wird durch das Wissen um diese Szene getragen und ist ultra-spannend zu verfolgen. Ich habe wirklich versucht jede Info in mich aufzusaugen und wir hatten im Buddyread felsenfest vor, Freida McFadden diesmal auf die Schliche zu kommen. Und haben wir es geschafft? Nein! Denn obwohl wir sehr aufmerksam gelesen haben und auch entscheidende Szenen beim Wickel hatten, konnten wir doch nichts so zusammenführen, wie es hätte sein müssen.

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In der zweiten Hälfte des Buches folgt wieder ein Twist auf den anderen. Und mit jeder Entwicklung hat Freida McFadden noch eins draufgesetzt. Am Ende war ich von der gekonnten Erzählweise regelrecht geflasht. Ich bin hier wieder so dermaßen um den Finger gewickelt worden, dass ich einmal mehr gelieferte Hinweise zwar gesehen, aber dann doch wieder außer Acht gelassen habe. Ja, eigentlich hätte ich auf die Lösung kommen können. Aber ganz ehrlich: So hat es mir natürlich viel mehr Spaß gemacht.
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Fazit: “Sie wird dich finden” ist ein würdiger Abschlussband, der die Reihe hervorragend abrundet. Durch drei tolle Bände durfte ich Millie begleiten. Nach soviel Aufregung hat sie jetzt aber auch endlich ihre Ruhe verdient. Die nächsten drei Bücher von McFadden sind für 2025 bereits angekündigt. Dreimal dürft ihr raten, wer sie schon auf der Wunschliste hat. Klar will ich sie lesen. Gar keine Frage. Ich hoffe, dass sie mir ähnlich viel Lesefreude bringen, wie die Hausmädchen-Reihe.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Winter-Nordlicht

Nordlicht - Das kalte Grab
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Zwei Länder. Zwei Ermittler. Ein Mord. 2019 hat meine Liebe zu Grenzfällen begonnen. Mit Band 1 der Nordlicht-Reihe von Anette Hinrichs. Jetzt war ich wieder mit dem dutsch-dänischen Ermittlerteam unterwegs. ...

Zwei Länder. Zwei Ermittler. Ein Mord. 2019 hat meine Liebe zu Grenzfällen begonnen. Mit Band 1 der Nordlicht-Reihe von Anette Hinrichs. Jetzt war ich wieder mit dem dutsch-dänischen Ermittlerteam unterwegs. “Das kalte Grab” ist der sechste Fall für Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg.
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Darum geht’s: Doppelmord auf der dänischen Insel Als. Ist das deutsche Ehepaar Opfer eines Überfalls geworden? Eine weitere Leiche sorgt für eine unerwartete Wendung in dem Fall…
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Anette Hinrichs Nordlicht-Krimis gehören fest auf meinen Leseplan. Es ist für mich die beste Grenzfall-Reihe auf dem Markt. Auch diesmal bekomme ich wieder genau das, was diese Art von Krimi für mich ausmacht. Solide Ermittlungsarbeit mit viel Lokalkolorit und einem Schuss Privatleben der Protagonisten.
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Wie es in einem Krimi sein soll, steht der Fall im Mittelpunkt. Dazu werden die beiden Ermittler jeweils interessant weiterentwickelt. Im Fall von Rasmus endet das Buch diesmal sogar mit einem Cliffhanger, der mich jetzt schon neugierig auf die Fortsetzung macht. Und auch in Bezug auf Vibeke bin ich gespannt, wie es weitergeht.
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Was die Krimis für mich so besonders macht, ist die Schilderung der örtlichen Gegebenheiten. Anette Hinrichs fängt auch diesmal wieder viel dänisches Flair ein. So scheinbar ganz nebenbei und leicht verständlich, bekomme ich etwas über Sehenswürdigkeiten und geschichtliche Hintergründe erklärt. Diesmal gibt es auch noch einen aktuelleren Zeitbezug, mit der Ankündigung der Abdankung von Königin Margrete an Silvester. Aber auch die dänische Vergangenheit spielt eine Rolle. Der Eiswinter 1978/79 wird sehr eindrücklich beschrieben. Überhaupt wird im Krimi viel Atmosphäre über Wetterbedingungen transportiert. Da schlägt man den Jackenkragen beim Lesen automatisch hoch und genießt die Wärme zuhause gleich viel intensiver.
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Mit gewohnt leichtgängiger Schreibe führt Anette Hinrichs mich durch diesen Fall. Die Ermittlungen sind spannend zu verfolgen. Im Verlauf ergeben sich Wendungen und Zusammenhänge, die ich so nicht vermutet habe. Die Auflösung hat sich dann zwar allmählich angebahnt, konnte mich letztendlich aber doch überraschen.
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Fazit: “Das kalte Grab” ist ein weiterer gelungener Nordlivht-Fall, in einer insgesamt sehr empfehlenswerten Reihe. Ich habe hier nichts auszusetzen. Absolute Leseempfehlung!

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