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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2025

Stillstand

Für immer
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Ein interessantes Thema hat sich die Autorin Maja Lunde für ihren neusten Roman 'Für immer' ausgesucht.
Was wenn die Zeit plötzlich stehen bleibt oder besser gesagt die Lebenszeit der Menschen.
Ein Segen ...

Ein interessantes Thema hat sich die Autorin Maja Lunde für ihren neusten Roman 'Für immer' ausgesucht.
Was wenn die Zeit plötzlich stehen bleibt oder besser gesagt die Lebenszeit der Menschen.
Ein Segen das ewige Leben oder bei genaueren hinschauen doch eher ein Fluch?
Der Roman gibt uns Einblicke in viele unterschiedliche Schicksale und beleuchtet das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln.
Eine schwerkranke Mutter der mehr Zeit mit ihrer Familie geschenkt wird, einem sich entfremdenten älteren Ehepaar, Schwangeren die nicht wissen wann, wie und ob ihre Babys geboren werden, Kindern, alten Menschen die des Lebens müde sind etc.
Der Ansatz das es ohne den Tod auch kein neues Leben geben kann macht Sinn.
Ich fand die Erklärungen und Vermutungen zum Beginn und die Lösung zum beenden des Stillstandes etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen.
Für mich war es eine interessante Grundidee und bis etwas über die Hälfte des Buches war ich mit Eifer am lesen.
Dann allerdings hat die Euphorie bei mir nachgelassen und der Roman wird mir wohl nicht lange im Kopf bleiben.
Mich hat es jetzt nicht zu hundertprozent überzeugen können, aber wie wir ja alle wissen...
Die Vorlieben beim Lesen sind so vielfältig wie die Leser selbst.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Wohin uns das Leben führt

Dancing Queen
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Der Roman 'Dancing Queen' ist das Debüt der argentinischen Autorin Camila Fabbri und lässt mich zugegebenermaßen etwas ratlos zurück.
Der Titel sowie der Klappentext ließen mich eine witzige Geschichte ...

Der Roman 'Dancing Queen' ist das Debüt der argentinischen Autorin Camila Fabbri und lässt mich zugegebenermaßen etwas ratlos zurück.
Der Titel sowie der Klappentext ließen mich eine witzige Geschichte einer Frau beim Aufbruch in ein neues Leben erwarten.
Aber witzig fand ich doch ziemlich wenig.
Die Ich-Erzählerin Paulina Almada ist 35 und gerade an einem Scheideweg ihres Lebens angelangt.
Ihr Freund hat sie verlassen, der Job ist alles andere als befriedigend, keine sozialen Kontakte bis auf ihre Arbeitskollegin und Halbwegs-Freundin Maite und Paulina struggelt mit dem Thema Mutterschaft.
Ein schwerer Autounfall beginnt, begleitet und beendet das Buch und zwischendrin erfahren wir wie es dazu kam.
Dieses dünne Buch ist vollgepackt mit Themen die eine Frau Mitte 30 nach einer Trennung beschäftigen und noch mit einigen mehr.
Es lässt sich gut lesen und entwickelt eine absolute Sogwirkung weil wir ja wissen wollen was passieren ist und wie es zu dem Unfall kam.
Der Schreibstil ist in meinen Augen nicht ganz klar strukturierte. Der Ton im Buch ist oftmals recht derb und auf der anderen Seite sehr modern und fast schon poetisch.
Der Roman behandelt Themen wie Einsamkeit, Verlust, die Zerrissenheit bezüglich Mutterschaft und sexuellen Missbrauch.
Die Protagonistin ist zwar oft recht flapsig, aber ich denke eher aus Selbstschutz.
Auch der Unfall hat ein heftiges Gefühl bei mir ausgelöst, die Beschreibung aus Sicht der Betroffenen ist sehr ehrlich und anschaulich geschrieben.
Ich bin mir bei meinem Resümee unsicher.
Zwar flog ich quasi durch die Seiten und es hat was mit mir gemacht, mich berührt.
Allerdings bin ich nun trotzdem absolut ratlos.
Wer gerne wie ich strukturierte Handlungen mit Anfang und Ende bevorzugt, wird es hier schwer haben.
Wer experimentelle Literatur mag, den wird es begeistern.
Entscheidet selbst und aus dem Bauch heraus.

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Liebe mit Hindernissen

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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'Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben'...Ich mag den Titel, er klingt lustig und das war das Buch stellenweise auch.
Die Autorin Anika Decker schreibt hier über die knapp 50 jährige ...

'Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben'...Ich mag den Titel, er klingt lustig und das war das Buch stellenweise auch.
Die Autorin Anika Decker schreibt hier über die knapp 50 jährige Nina, geschieden, kleine Wohnung, langweiliger Job, Wechseljahre.
Klingt schlimmer als es ist, auf der anderen Seite sind da zwei erwachsene Kinder die voll im Leben stehen, ihre beste Freundin Zeynep und dann plötzlich noch David...
David ist gut 20 Jahre jünger als Nina und es ist gar nicht mal so einfach damit klar zu kommen. Steht unsere Gesellschaft dieser Konstellation doch immer noch sehr viel kritischer gegenüber als der der älterer Mann mit junger Frau 🙄.
Daher mochte ich die Thematik sehr gerne und die Handlungsstränge über Ninas Familie waren ebenfalls nett zu lesen.
Auch wenn ich mir bei Ihrer Schwester Lena gedacht habe das Einzelkind sein gar nicht so übel ist 😛.
Mit der plötzlichen Metoo Thematik habe ich bei diesem Buch nicht gerechnet und diese hat mich auch im Lesefluss gestört.
Nicht falsch verstehen, ich finde das Thema gut und wichtig, möchte aber gerne selbst entscheiden wann ich darüber lesen möchte.
Ich finde diesen Handlungsstrang hat das Buch nicht gebraucht.
Ich hätte da lieber mehr über David, Nina und ihrer Familie gelesen.
Deshalb von mir nur so eine 50/50 Leseempfehlung.
Der Roman war auf der einen Seite unterhaltsam, aber auf der anderen hatte er für mich so seine Längen.

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Veröffentlicht am 20.12.2024

Winterwonderland mit Tiefgang

Schneeflockenträume
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Mein erstes Weihnachtsbuch dieses Jahr und ja ich muss es zugeben...Der Titel und dieses extrem schöne Cover waren es die mich sofort gecatcht haben.
Die Story an sich war nun gar nicht mal sooo weihnachtlich.
Ein ...

Mein erstes Weihnachtsbuch dieses Jahr und ja ich muss es zugeben...Der Titel und dieses extrem schöne Cover waren es die mich sofort gecatcht haben.
Die Story an sich war nun gar nicht mal sooo weihnachtlich.
Ein altes Herrenhaus und eine Gruppe junger Erwachsener die sich aus ihrer Studienzeit kennen.
Alle haben Kontakt gehalten, nur Libby hatte sich etwas rar gemacht. Dieses Mal aber ist sie bei dem Treffen dabei und hat ihre Affäre/Freund? mit dabei.
Wenige Tage noch bis Weihnachten, ein großer Schneesturm und einige Offenbarungen später kommt es zu einem kleinen Showdown.
Und gerade diese eins, zwei 'Überraschungen' hätte ich in einem Wohlfühl-Weihnachtsbuch nicht gebraucht.
Ich glaube allerdings dass das Geschmackssache ist und viele diesen etwas anderen weihnachtlichen Roman feiern werden.
Ich mochte es trotzdem gerne lesen, fand die Charaktere und das Setting toll, den locker flockigen Schreibstil. Nur die ernsteren Themen waren hier jetzt nicht so mein Fall.
Wer Lust auf einen Winterwonderland Roman mit Freundschaft, Gefühl, etwas Spannung und ernstere Themen mit Tiefgang hat...hier ist er:
Schneeflockenträume von Karen Swan.

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Veröffentlicht am 14.12.2024

Nichts ist wie es scheint

Die Frau des Serienkillers
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Mich lässt der Thriller von Alice Hunter 'Die Frau des Serienkillers' etwas zwiegespalten zurück.
Die Idee zu der Buchreihe finde ich total gut.
Die Bücher aus Sicht der Menschen rund um den Täter zu ...

Mich lässt der Thriller von Alice Hunter 'Die Frau des Serienkillers' etwas zwiegespalten zurück.
Die Idee zu der Buchreihe finde ich total gut.
Die Bücher aus Sicht der Menschen rund um den Täter zu schreiben...Klasse Idee.
Der erste Band fängt an mit der Ehefrau Beth.
Tom, Beth und Poppy führen ein scheinbar schönes und harmonisches heile Welt Familienleben.
Bis eines Tages die Polizei vor der Tür steht und Tom mitnimmt. Er, der liebende Ehemann und Vater soll ein Serienkiller sein?
Wie fühlt man sich als nahe Angehörige mit dieser Erkenntnis?
Man selbst denkt da natürlich auch drüber nach, aber in meinem Kopf hat es sich komplett anders angefühlt.
Das hat mich leider auch etwas an dem Buch gestört, ich mochte Beth einfach nicht und fand einige ihrer Gedanken und auch Handlungen echt befremdlich.
Auch die Rolle des alleinerziehenden Witwers Adam war mehr als anstrengend zu lesen.
Gut waren die kleinen eingestreuten Kapitel aus Sicht der Opfer, leider waren das Recht wenige. Die Idee zum Buch ist wie gesagt super und der flüssige Schreibstil gepaart mit den kurzen Kapiteln lässt einen, trotz der Längen, durchs Buch fliegen.
Fazit: In meinen Augen teilweise spannend, aber kein Thriller. Gut zu lesen, aber hatte seine Längen.
Mich konnte es leider nicht ganz überzeugen.

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