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Veröffentlicht am 15.01.2025

Besonderes Reisebuch für nächtliche Erlebnisse

KUNTH Licht aus - Himmel an!
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Zum Inhalt:
In unseren Städten sind aufgrund der Lichtverschmutzung Sterne und besondere Himmelsphänomene schlecht zu sehen, doch die Faszination von Polarlichtern, Sternbildern und Sternschnuppen ist ...

Zum Inhalt:
In unseren Städten sind aufgrund der Lichtverschmutzung Sterne und besondere Himmelsphänomene schlecht zu sehen, doch die Faszination von Polarlichtern, Sternbildern und Sternschnuppen ist groß.
Daher stellt dieses Reisebuch auf knapp 300 Seiten die besten Reiseziele in Europa zum Sterneschauen vor.
Von speziellen Sternenparks und Lichtschutzgebieten über Themenseiten zur Vermeidung von Lichtverschmutzung bis hin zu Tipps für nächtliche Aktivitäten – das Buch bietet ein breites Spektrum rund um das Thema. Auch Tipps für entsprechende Ausflüge tagsüber kommen nicht zu kurz, so dass das Warten auf den Dunkelheit angenehm verkürzt wird.


Meine Meinung:
Sterneschauen finde ich unglaublich faszinierend und ich erinnere mich gut an eine sternenklare Nacht in den Dolomiten, wo mich die Fülle der Sterne und die Intensität des nächtlichen Himmels vollkommen umgehauen hat. Diese Nacht war ungleich beeindruckender als so mancher Besuch im Planetarium.
Daher war ich sehr neugierig auf das Buch und die Vorschläge – und ich wurde nicht enttäuscht. Es werden eine Vielzahl an Orten in Europa – nach Regionen gegliedert – vorgestellt. Allein die Fotos sind total beeindruckend und machen große Lust die Orte zu besuchen!
Ich fand es besonders gut von speziellen Lichtschutzgebieten und Sternenparks zu lesen und mehr über das Thema Lichtverschmutzung zu erfahren. Bezüglich der Tipps fand ich wegen der Nähe die Orte in Deutschland sehr interessant – Eifel, Rhön, Schwäbische Alb, Spiekeroog… Es gibt ganz in der Nähe tolle Orte außerhalb der großen Städte, wo man den Sternenhimmel in klaren Nächten erleben kann!

Das Buch an sich ist absolut hochwertig gestaltet. Ich mag die glänzenden Seiten mit den tollen großen und kleineren Fotos sehr und auch die begleitenden Texte sind wahnsinnig interessant und gut geschrieben.


Fazit:
Toll, dass es dieses Buch zu diesem besonderen Thema gibt! Von mir eine unbedingte Empfehlung für alle, die wie ich den Sternenhimmel faszinierend finden.

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Großartiger zweiter Teil, den man auch unabhängig vom ersten Band lesen kann

Der Eispalast - Die Kür ihres Lebens
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Zum Inhalt:
Madge trainiert ihre Geschwister Henry und Helen für den Paarlauf bei den Weltmeisterschaften im Eislaufen in St. Petersburg. Gerne würde sie auch teilnehmen, aber nach einem Fehlverhalten ...

Zum Inhalt:
Madge trainiert ihre Geschwister Henry und Helen für den Paarlauf bei den Weltmeisterschaften im Eislaufen in St. Petersburg. Gerne würde sie auch teilnehmen, aber nach einem Fehlverhalten in der Vergangenheit muss sie selbst ganz kleine Brötchen backen. So bemüht sie sich, eine Vorzeigetochter zu sein und engagiert sich sogar bei den Antisuffragetten gegen das geforderte Wahlrecht für Frauen und schwärmt für den konservativen und zuvorkommenden Benedikt.
Doch als sie Julianna trifft und durch sie mit dem neuen Eislaufstil in Berührung kommt, ändert sich einiges in Madges Leben…


Meine Meinung:
Ich liebe die Romane von Rena Rosenthal aufgrund ihrer wunderbar flüssigen Erzählweise und der gründlichen Recherche sehr. Auch den ersten Teil der Eispalast-Trilogie hatte ich verschlungen und schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet.
Auch dieser zweite Band hat meine hohen Erwartungen wieder mehr als erfüllt.

Da der Roman in London (und nicht in Wien wie der erste Teil) spielt und mit Madge eine neue Hauptfigur vorkommt, kann man diesen Band problemlos ohne Kenntnis des ersten Teils lesen. Schöner war es dennoch für mich, mit Julianna eine der lieb gewonnenen Charaktere aus dem Auftaktband wieder zu treffen.

Madge, die in diesem zweiten Teil im Mittelpunkt steht, hat mir von Anfang an gut gefallen und ich habe gerne ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte verfolgt. Während sie anfangs alles tut, um brav und eine gute Tochter zu sein, so gewinnt sie im Laufe der Handlung deutlich an Profil und man merkt, wie mutig und unerschrocken sie ist und wie sie sich im Laufe der Zeit auch zu einer starken Verfechterin für Frauenrechte entwickelt.

Besonders interessant ist auch das Zusammenspiel mit Julianna, aus deren Sicht auch einige Kapitel geschrieben sind, die in London ihre Mutter - die sie nie kennengelernt hat - sucht und dabei den Verlobten Leo so sehr vermisst.

Der Erzählstil wirkt durch die Ich-Perspektive sehr nah und unmittelbar und man fühlt sich den Protagonistinnen sehr verbunden. So fliegen die Seiten beim Lesen nur so dahin und man fiebert mit Madge und Julianna mit.
Auch die männlichen Counterparts sind sehr authentisch und warmherzig gezeichnet.

Neben der sehr einprägsamen Beschreibung der verschiedenen Eislaufstile, des Trainings und der Meisterschaften sowie der Aktionen der Suffragetten, die ich historisch äußerst interessant fand, machen die Emotionen einen großen Teil des Romans aus. Es gibt einiges an Hin und Her zu verarbeiten mit einem wunderbar stimmigen Ende, das ich als Leserin sehr genossen habe.
Auch dank des gelungenen Spannungsbogens mit einigen sehr überraschenden Entwicklungen habe ich an den Seiten geklebt und die Geschichte hat mich total gepackt.

Nun heißt es warten auf den dritten Teil, der im Winter 2025 erscheint.


Fazit:
Von mir eine unbedingte Empfehlung für dieses herzerwärmende Buch, das für mich alles hat, was einen gelungenen historischen Roman ausmacht!

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Veröffentlicht am 21.12.2024

Witziges, spannendes und herzerwärmendes Abenteuer mit Paddington in Peru

Paddington in Peru – Das Buch zum Film
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Zum Inhalt:
Paddington und Familie Brown machen sich auf, um Paddingtons Tante Lucy in Peru zu besuchen. Doch als sie im Heim für Bären im Ruhestand ankommen, ist Tante Lucy plötzlich verschwunden. Paddington ...

Zum Inhalt:
Paddington und Familie Brown machen sich auf, um Paddingtons Tante Lucy in Peru zu besuchen. Doch als sie im Heim für Bären im Ruhestand ankommen, ist Tante Lucy plötzlich verschwunden. Paddington und die Familie Brown machen sich auf die Suche und es beginnt ein Abenteuer über den Amazonas bis in den Regenwald und in die hohen Berge Perus.


Meine Meinung:
Wir mögen den kleinen Bären Paddington sehr - sowohl aus dem ursprünglichen Buch als auch aus den neueren Kinofilmen. Dieses neue Abenteuer (Buch zum Film) hat uns auch wieder sehr gut gefallen.
Der Roman ist so fesselnd und unterhaltsam geschrieben, dass man sich wie in einem der gut gemachten Filme vorkommt. Es gibt eine spannende Handlung, super unterhaltsame Szenen, bei denen ich mich vor Lachen nicht mehr halten konnte, und vor allem steht der zauberhafte liebenswerte kleine Bär im Mittelpunkt.

Von Anfang an liest sich die Geschichte wunderbar flüssig und kurzweilig, so dass ich das Buch praktisch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es war schön, Paddington und auch die Browns „wiederzusehen“. Jede der Personen ist unglaublich warmherzig gekennzeichnet und so liebenswert aufgrund ihrer Eigenarten. Zum Beispiel der risikoscheue Mr Brown, der versucht mutiger zu werden, oder Mrs Brown, die den vergangenen Zeiten mit ihren Kinder hinterhertrauert…
Auch Paddington ist einfach einzigartig mit seiner höflichen Art und mit seinem Notfall-Marmeladenbrot, vor allem aber mit manch tollpatschigem Erlebnis. Ich habe so gelacht, als er in einem Fotoautomaten versucht hat Passbilder zu machen! Einfach zu köstlich!

Die Geschichte mit der verschwundenen Tante Lucy funktioniert sehr gut und man fiebert die ganze Zeit mit. Die Browns und Paddington erleben wirklich ein richtiges Abenteuer und auch das Ende ist sehr stimmig.


Fazit:
Ich habe das Buch so gerne gelesen und freue mich jetzt schon auf den Film.

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Veröffentlicht am 19.12.2024

Charmant geschriebener Ratgeber

Ab heute mach ich's mir selber recht
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Zum Inhalt:
In fünf großen Abschnitten untersucht die Autorin die Hintergründe, warum manche immer allen gefallen wollen und sich dafür verbiegen und ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen. Es geht auch ...

Zum Inhalt:
In fünf großen Abschnitten untersucht die Autorin die Hintergründe, warum manche immer allen gefallen wollen und sich dafür verbiegen und ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen. Es geht auch darum, wie andere das leicht durchschauen und eben diese „People Pleaser“ durch geschickte Kommunikation so manipulieren, dass diese sich noch mehr ins Zeug legen.
Schließlich gibt es Tipps, wie man bei dieser Kommunikation kontern kann oder gar nicht erst darauf hereinfällt. Zu guter Letzt steht im Mittelpunkt, wie man sich mehr um sich und die eigenen Bedürfnisse kümmert und sich selbst belohnt.


Meine Meinung:
Ich mag die Bücher von Heike Abidi sehr, auch ihre wunderbar unterhaltsam geschriebenen Ratgeber.
Dieses Buch ist wieder einmal ein gelungenes Beispiel für einen solchen kurzweiligen Ratgeber. Allein das Thema ist sehr geschickt gewählt, denn es ist relevant für eine meines Erachtens recht große Zielgruppe.
Die Autorin hat sehr gründlich und umfassend recherchiert, wie man an zahlreichen realistischen Beispielen und vielen Interviews merkt. Bei so mancher Person erkennt man sich und andere wieder und kann sich die Problematik sehr gut und anschaulich vorstellen.

Besonders gut gefällt mir auch dieses Mal wieder der super flüssige und kurzweilige Schreibstil. Die Texte sind durch verschiedene Boxen, Beispiele, Interviews, Tests etc. total aufgelockert und man kann das Buch wirklich sehr zügig lesen.
Insgesamt finde ich das Thema fundiert behandelt, das Buch zeugt von einer tollen Beobachtungsgabe, cleveren Schlussfolgerungen und bringt sehr gute und durchdachte Tipps.

Sicherlich ist für jeden etwas dabei, was man noch lernen kann. Ich habe jedenfalls einiges mitgenommen.


Fazit:
Nicht nur flüssig und unterhaltsam zu lesen, sondern auch mit viel Stoff zum Nachdenken und Umsetzen!


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Veröffentlicht am 16.12.2024

Berührende und packende Geschichte zwischen Ost- und Westdeutschland

Damals waren wir frei
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Zum Inhalt:
Elly aus Ost-Berlin ist 1968 zu Besuch bei Verwandten in Frankfurt am Main und lernt bei einem Doors-Konzert Uli kennen, der in West-Berlin studiert und in den sie sich sofort verliebt. Die ...

Zum Inhalt:
Elly aus Ost-Berlin ist 1968 zu Besuch bei Verwandten in Frankfurt am Main und lernt bei einem Doors-Konzert Uli kennen, der in West-Berlin studiert und in den sie sich sofort verliebt. Die eine intensive Woche bleibt nicht ohne Folgen, doch Elly kehrt zu ihrem kleinen Sohn André und ihrem langjährigen Freund Bernd nach Ost-Berlin zurück, ohne zu wissen, dass sie schwanger ist.
20 Jahre später erfährt Mina von ihrem leiblichen Vater und sie macht sich auf die Suche, mit Hilfe von Medizinstudent Jan aus West-Berlin.


Meine Meinung:
Von Anfang an hat mich diese Geschichte dank des so lebendigen und warmherzigen Schreibstils gefangen genommen. Die Personen sind so wahnsinnig liebevoll und authentisch gezeichnet. Mit Elly und Mina als Protagonistinnen konnte ich mich gleich identifizieren und ich habe mich ihnen sehr nah gefühlt, und auch alle anderen Personen – Oma „Nonna“ Marianne, beste Freundin „Ratte“, Mitglieder von Minas Band, Uli, Jan etc. – sind so gelungen und aus dem Leben gegriffen angelegt, dass man sie alle gleich ins Herz schließen MUSS.

Die Geschichte zwischen Ost und West, auf zwei unterschiedlichen zeitlichen Ebenen von 1968 bis 1988/89, funktioniert prächtig. Sie hat einen sehr gelungenen Spannungsbogen, so dass man die ganze Zeit mitfiebert, und lebt natürlich auch von der Aufbruchstimmung vor der Wende, gerade in Ost-Berlin.
Dadurch, dass man die Personen sofort ins Herz schließt und mit ihnen mitfiebert, erlebt man die Geschehnisse des Mauerfalls ganz besonders intensiv und dieses besondere Kapitel deutscher Geschichte berührt einen wieder zutiefst.

Ich fand es total interessant, welche Rolle eine Lokalität wie der Tanzpalast spielte, wo sich die Menschen in Ost-Berlin getroffen haben und wo man genau spürte, dass die Menschen nicht mehr zu Hause herumsitzen wollten, sondern rausgehen und feiern und zusammen sein.

Neben der spannenden Handlung, den tollen Charakteren und den gut nachvollziehbaren Gefühlen hat der Roman für mich auch viele sehr philosophische Seiten und vieles, was mich nachhaltig bewegt, ohne sperrig zu sein. So gibt es zum Beispiel ein Gespräch zwischen Minas Oma „Nonna“ Marianne und ihrer besten Freundin „Ratte“ über das trübe und deprimierende Novemberwetter, das Ratte nicht gefällt. In dem Gespräch berichtet Nonna Ratte von ihrer Einstellung, dass das Leben in Zyklen abläuft und was sie gerade am November schätzt, in dem man sich neu sortieren und sich zu Hause einkuscheln kann.
Besonders gut gefällt mir, dass der Roman absolut ergreifend erzählt ist, ohne pathetisch zu sein.


Fazit:
Dieses unglaublich emotionale und mitreißende Buch ist für mich eines der Lese-Highlights aus diesem Jahr. Wenn ich mehr als fünf Sterne geben könnte, würde ich das tun.

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