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Veröffentlicht am 03.03.2025

Ein witziges und süßes Weihnachtsbuch - aber ich habe auch Kritik

Single All the Way. A Christmas Roadtrip
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Samantha hat eine Mission: Sie muss Weihnachten retten! Ja, das klingt jetzt dramatisch, aber für sie ist es das auch. Weihnachten ist ihre liebste Zeit im Jahr und dieses Jahr hatte sie eigentlich beschlossen, ...

Samantha hat eine Mission: Sie muss Weihnachten retten! Ja, das klingt jetzt dramatisch, aber für sie ist es das auch. Weihnachten ist ihre liebste Zeit im Jahr und dieses Jahr hatte sie eigentlich beschlossen, der Umwelt zuliebe nicht nach Hause zu fahren, doch ihre Eltern scheinen plötzlich eine Weihnachtsallergie entwickelt zu haben und haben noch nicht einmal die Familienbäckerei geschmückt! Also wirft Samantha alle Pläne über den Haufen und ist sogar bereit, eine Mitfahrgelegenheit bei Tristan, dem Jungen, der ihr vor nicht allzu langer Zeit das Herz gebrochen hat, und seinem Zwillingsbruder zu akzeptieren. Doch obwohl sie Tristan hassen will, sind da immer noch auch ganz andere Gefühle …





Ich liebe Weihnachten und ich liebe es, Weihnachtsbücher rund um Weihnachten herum zu lesen. Warum? Weil sie einem den Rest des Jahres über meist zu kitschig sind, aber zu Weihnachten gerade richtig sind. Klingt vielleicht komisch, aber seid mal ehrlich, bei Filmen ist es doch auch so, oder schaut ihr „Der kleine Lord“ oder „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auch im Sommer?



Samantha liebt Weihnachten auch sehr und will all ihre Energie in die Verbreitung von Weihnachtsstimmung stecken, auch wenn sie mit einem Grinch zusammen im Auto nach Hause fahren muss. Und Tristan ist wirklich der grinchigste Grinch aller Zeiten! Dummerweise kann er aber Samantha auch nur äußerst schlecht etwas abschlagen und wenn sie etwas zum Weinen bringt, ist er verloren – und sein Zwilling weiß das leider nur zu gut.



Auf dem Weg nach Hause nehmen sie allerhand weihnachtliche Erlebnisse mit, wie einen deutschen Weihnachtsmarkt oder das Shopping in einer Christmas-Mall.

Vieles davon ist sehr süß, kitschig und überdreht – aber zu Weihnachten genau richtig. Zu jeder anderen Zeit, wäre mir das zu drüber gewesen, aber an Weihnachten (ja, ich habe es wirklich an Weihnachten gelesen) passte das für mich perfekt. Ich habe viel gelacht und einiges war echt toll gemacht. Ab und an war es recht albern, aber auch das passte recht gut zum Buch.



Ernster wurde es erst, als sie am Ziel ankamen. Dann erfuhr man auch, was damals zwischen Tristan und Sam vorgefallen war. Leider wurde es mir in diesem Teil zu dramatisch und verworren. Das war mir zu übertrieben und einfach too much. Das war sehr vorhersehbar und einiges ging mir dabei auch zu schnell.





Fazit: Ich fand das Buch zu Weihnachten wirklich sehr passend. Es ist sehr süß, kitschig, überdreht und manchmal etwas arg albern, aber es bleibt süß. Zu jeder anderen Zeit wäre es mir zu drüber gewesen, gerade mit den Sprüchen und Witzen, aber zu Weihnachten passte das für mich gut.

Gegen Ende wurde es mir aber zu dramatisch und verworren. In dem Teil hat es mich leider verloren. Einiges war mir da zu Klischee und zu vorhersehbar. Ich hätte mir da mehr Unerwartetes gewünscht.



Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Süßer Weihnachtsroman, aber mich konnte er nicht wirklich packen

Coming Home for Christmas
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Svea will eigentlich ein wenig Urlaub bei ihrer Tante in Schweden machen, doch kaum ist sie gelandet, verschwört sich alles gegen sie. Ihre Tante kann sie nicht abholen, ihr Handyakku macht schlapp und ...

Svea will eigentlich ein wenig Urlaub bei ihrer Tante in Schweden machen, doch kaum ist sie gelandet, verschwört sich alles gegen sie. Ihre Tante kann sie nicht abholen, ihr Handyakku macht schlapp und am Ende landet sie im falschen Hotel, denn Kjell, der junge Mann, der sie abgeholt hat, wollte eigentlich eine Aushilfe am Flughafen abholen. Svea findet das Hotel toll und Kjell sympathisch, also klärt sie die Verwechslung nicht auf. Kann sie hier trotz ihres Jobs als Aushilfe ihre Akkus wiederaufladen und herausfinden, was sie für die Zukunft wirklich will?





Verwechslungsgeschichten sind schwierig. Hier fand ich das aber gut gemacht. Vor allem gefiel mir, dass Kjell schon sehr früh rausbekommt, dass Svea nicht die erwartete Aushilfe ist, aber mitspielt, weil er sie mag. Das sorgt schon für eine ganz andere Grundstimmung im Buch.



Svea war mir sympathisch. Sie blüht bei der Arbeit im Hotel richtig auf, auch wenn sie so etwas noch nie gemacht hat. Man merkt, wie wohl sie sich dort fühlt und wie gut ihr diese Auszeit tut. Ihr normales Leben ist so gegensätzlich und eben alles andere als „normal“, da kann man schon verstehen, warum sie das braucht.



Kjell wird vom Familienbetrieb langsam, aber sicher erstickt. Er will so viel mehr vom Leben, als im Hotel zu versauern, vor allem, weil seine Eltern immer mehr auf seinen Schultern abladen und seine ohnehin gering bemessene Freizeit zunehmend dafür draufgeht.

Dazu kommt noch seine intrigante, klammernde Ex, die er einfach nicht loswird und die ständig gegen Svea schießt, für die Kjell zunehmend Gefühle hegt, die er sich selbst nicht erklären kann.





Fazit: Was mir bei diesem Buch besonders gefiel, war der Einblick in die schwedischen Weihnachtsbräuche. Das fand ich sehr interessant. Allgemein war einiges recht cosy bei diesem Buch, allerdings nicht alles. Gerade die Handlung rund um Kjells Ex war mir zu vorhersehbar. Vor allem auch die Reaktionen darauf.



Allgemein fand ich die Idee und die Story an sich echt süß und passend zu Weihnachten. Es ist eine süße Verwechslungsgeschichte, die jedoch nicht ewig auf der Verwechslung herumreitet.



Aber gefühlsmäßig hatte ich meine Probleme mit dem Buch. Ich habe nicht mitgefiebert und die Liebesgeschichte konnte ich nicht spüren. Mir ging da einiges zu schnell.



Von mir bekommt das Buch 3 Sterne. Es war nett zu lesen gerade rund um Weihnachten, aber mich konnte es leider nicht wirklich packen.

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Veröffentlicht am 22.12.2024

Ich fand es stellenweise wirklich schön, aber die Wendung und der Teil danach waren nicht meins

Say you swear
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Arianna ist schon in Chase verliebt, solange sie ihn kennt, also ihr halbes Leben lang. Aber obwohl auch Chase ab und an etwas für sie zu empfinden scheint, handelt er nie danach. Was vermutlich daran ...

Arianna ist schon in Chase verliebt, solange sie ihn kennt, also ihr halbes Leben lang. Aber obwohl auch Chase ab und an etwas für sie zu empfinden scheint, handelt er nie danach. Was vermutlich daran liegt, dass er der beste Freund und Mannschaftskamerad ihres Zwillingsbruders ist und Mason von Anfang an klargemacht hat, dass Ari tabu ist, egal für wen. Er verjagt jeden, der Interesse an ihr zeigt.
Doch in ihrem letzten Sommer vor dem College setzt Ari alles auf eine Karte und zeigt Chase deutlich ihre Gefühle. Kurz wähnt sie sich am Ziel, aber Chase entscheidet sich für seine Freundschaft mit Mason und gegen sie, was Ari verzweifeln lässt.
Aber da ist noch ein anderer Footballspieler, der Interesse an Ari zeigt, Noah, und Noah hat kein Problem damit, zu seinen Gefühlen für sie zu stehen, auch wenn Mason dagegen ist.
Je mehr Zeit sie mit Noah verbringt, desto mehr scheint Chase eifersüchtig darauf zu reagieren. Heißt das, er ist bereit, sich doch für Ari zu entscheiden?
Und wenn es dazu kommt, für wen wird sich Ari entscheiden?


Chase war von Anfang an nicht mein Fall. Ari himmelt ihn an und wirft sich ihm bei jeder Gelegenheit an den Hals, aber er hat nicht den Mumm dazu zu stehen oder sich ernsthaft mit Mason deswegen auseinanderzusetzen. Lieber stößt er Ari von sich und verletzt sie, als etwas für sie zu riskieren – deswegen war er schnell bei mir unten durch.

Noah dagegen ist ein absoluter Schnucki. Ehrlich, wenn ich gekonnt hätte, hätte ich ihn direkt aus dem Buch geklaut. Er ist extrem einfühlsam und versteht Ari wie niemand sonst. Er verlangt nichts von ihr, gibt ihr aber im Gegenzug alles, was sie braucht. Noah ist ein Good Guy, wie er buchstäblich im Buche steht. Doch nicht immer gewinnen die Good Guys.

Mir war Arianna nicht unsympathisch. Ich konnte zwar nicht verstehen, was sie an Chase findet, aber ihre Gefühle sind nachvollziehbar beschrieben.


Fazit: Die ersten zwei Drittel des Buches gefielen mir sehr gut. Ja, Chase war nicht mein Fall, aber ich mochte Noah dafür total und habe die Szenen mit ihm sehr genossen. Stellenweise zog sich das Buch aber für mich etwas zu sehr. Und als dann noch die Wendung kam, hat diese mir leider endgültig die Lust auf das Buch genommen. Mir war die Wendung zu Klischee und zu vorhersehbar. Das hat mich leider enttäuscht, ebenso wie der weitere Verlauf der Handlung bis kurz vor Schluss. Das zog sich arg und ich fand den Teil einfach zu drüber. Die Hälfte des Dramas hätte gereicht.

Leider kann ich dem Buch nicht mehr als ganz knappe 3 Sterne geben.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Es hat was, aber mich konnte es nicht ganz packen

Das Buch der neuen Anfänge
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Alles, was Jo will, ist ein langweiliges, normales Leben. Sie will einen Ehemann und Kinder und einen Job, der ihr gefällt. Das ist doch eigentlich wirklich nicht zu viel verlangt, oder? Scheinbar aber ...

Alles, was Jo will, ist ein langweiliges, normales Leben. Sie will einen Ehemann und Kinder und einen Job, der ihr gefällt. Das ist doch eigentlich wirklich nicht zu viel verlangt, oder? Scheinbar aber schon, denn jetzt hat Jo gar nichts davon, abgesehen von einem Uni-Abschluss. Nachdem ihr langjähriger Freund wegen einer ihrer Kolleginnen mit ihr schlussgemacht hat, hat Jo den Boden unter den Füßen verloren und ist kurzerhand nach London gezogen, um den Schreibwarenladen ihres Onkels zu übernehmen.
Der Laden schreibt schon lange keine schwarzen Zahlen mehr und Jo steckt all ihre Energie hinein, um ihn wieder zu dem zu machen, was er in ihrer Kindheit war: ein Ort voller Wunder und ein Mittelpunkt des Viertels. Aber kann das gelingen, wenn heut zu Tage kaum noch jemand Schreibwaren kauft?


Ich hatte meine Probleme mit Jo und dem Buch warm zu werden. Ich vermute, dass die extrem kurzen Kapitel mit daran schuld sind. Sie waren immer so schnell vorbei und schon sprang man wieder ein Stück in der Handlung voran und musste sich wieder neu orientieren.

Was toll rüberkam, war Jos Liebe zu Schreibwaren und dem Laden. Sie gibt sich alle Mühe, ihm zu altem Glanz zu verhelfen und ihre Kunden glücklich zu machen. Das ist nicht immer einfach, denn einige von ihnen brauchen mehr, als bloß einen Füller oder ein Notizbuch.

Mir gefiel sehr, wie sich eine kleine Gruppe formierte, rund um Jo und ein paar ihrer Kunden, die sich gegenseitig unterstützten und fast eine kleine Familie wurden. Das machte das Lesen schön und gab dem Buch so eine gewisse cosy Atmosphäre.

Manchmal muss man über die Possen ihrer Kundschaft lachen, manchmal möchte man fast verzweifeln, aber immer lernt Jo etwas dazu.


Fazit: Insgesamt plätschert die Geschichte so vor sich hin. Ab und an bekommt man was zu lachen, manchmal einen tieferen Einblick in das Leben eines Kunden. Man spürt die Liebe zu Schreibwaren, aber an Jo kam ich trotzdem nie so ganz heran. Auch blieb mir manches zu offen – ich hätte einige Fragen gehabt, aber keine davon wird beantwortet.

Immer wieder lag eine gewisse Melancholie über der Geschichte, die es mir auch nicht leichter gemacht hat, dran zu bleiben.

Mich hat das Buch leider nicht richtig gepackt. Ich wurde mit den Charakteren nur bedingt warm. Aber ich fand es süß, wie Jo ihren Platz im Laden fand und wie sich Freundschaften entwickeln und sie einander unterstützen. Das Ende kam mir jedoch etwas zu abrupt.

Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.11.2024

Die Wendung kurz vor Schluss war toll

Someone I Used to Know
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Leahs Leben liegt in Scherben. Eben noch war sie glücklich verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter, doch eine Entscheidung ändert alles und plötzlich muss sie sich allein um ihre Tochter kümmern. ...

Leahs Leben liegt in Scherben. Eben noch war sie glücklich verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter, doch eine Entscheidung ändert alles und plötzlich muss sie sich allein um ihre Tochter kümmern. Nachdem auch noch ihr Vater verstorben ist, zieht sie zurück ins Heim ihrer Kindheit, um ihre Mutter zu unterstützen. Und als wäre das alles nicht schon schwierig genug, ist da auch noch George, dem einst ihr Herz gehörte und der Leah zutiefst verletzte, als er einfach so verschwand. Warum ist er ausgerechnet jetzt wieder aufgetaucht, nach all den Jahren?


Leah tat mir unheimlich leid. Ihr Leben war zwar vor dem Unfall auch nicht perfekt, aber nahe dran. Sie erst so glücklich zu sehen und dann dabei zu sein, wie die folgenschwere Entscheidung getroffen wird, die alles verändert, das ist echt hart. Was allerdings genau vorgefallen ist, erfährt man erst am Ende des Buches.

Die Handlung spielt sowohl in der Gegenwart, wo Leah versucht, sich ein neues Leben aufzubauen und in der Vergangenheit, als sie George kennenlernte. Damals waren ihre Eltern Pflegeeltern für viele Kinder und Jugendliche und es war nicht leicht für Leah so aufzuwachsen. Sie war zwar die leibliche Tochter ihrer Eltern, aber wurde nicht anders behandelt. Sie hatte oft das Gefühl zu kurz zu kommen und nicht gesehen zu werden.

Ich hatte von Anfang an meine Probleme mit Leah und George warm zu werden. Gerade weil man vieles aus der Vergangenheit erst Stück für Stück erfährt, fiel es mir schwer, sein Verhalten zu verstehen. Und obwohl mir Leah leid tat, fühlte ich mich ihr nicht wirklich nahe.

Was das Buch toll rüberbringt, ist, wie kaputt das Pflegesystem nicht nur in England ist. Leahs Familie nimmt ihre Aufgabe ernst, aber nicht jeder ist so. Und ein System, das Geschwister trennt, kann man nur kaputt nennen. Auch dass eigentlich nur Babys eine Chance auf Adoption haben, ist bitter.

Was mir im Buch am meisten negativ auffiel, waren die Missverständnisse zwischen Leah und George. Die beiden scheinen manchmal einfach unterschiedliche Sprachen zu sprechen und nicht in der Lage zu sein, zu verstehen, was der andere sagt und meint. Das fand ich mit der Zeit ziemlich anstrengend.


Fazit: Ich hatte meine Probleme mit den Protagonisten. Irgendwie haben sie mich nicht wirklich gepackt und erreicht. Ja, Leah tat mir leid, da ja ihr Leben komplett auf Links gedreht wurde, durch eine einzige Entscheidung. Aber ich wäre ihr gern in Bezug auf ihre Gefühle für George näher gewesen. Georges Verhalten konnte ich oft nicht nachvollziehen.
Leider habe ich zwischen den beiden keine Funken gespürt, nichts. Dadurch konnte ich auch die Liebesgeschichte nicht fühlen.
Das wichtige Thema des Pflegesystems und wo es versagt, kam dafür sehr gut rüber.
Die Wendung kurz vor Schluss bezüglich des Ereignisses am Anfang des Buches fand ich mega. Damit hatte ich nicht gerechnet.
Allerdings gingen mir mit der Zeit die vielen Missverständnisse zwischen den Protagonisten ziemlich auf die Nerven.

Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

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