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Veröffentlicht am 11.02.2025

Fruchtkirschen und Gummibärchen

Haribo - So schmeckt das Glück
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Wer liebt sie nicht, die süßen Fruchtgummis der oben genannten Firma? Den Slogan "Haribo macht Kinder froh (und Erwachsene ebenso)" kennt hier in Österreich, Deutschland und der Schweiz wohl jedermann.

Wie ...

Wer liebt sie nicht, die süßen Fruchtgummis der oben genannten Firma? Den Slogan "Haribo macht Kinder froh (und Erwachsene ebenso)" kennt hier in Österreich, Deutschland und der Schweiz wohl jedermann.

Wie bereits viele Romane in diesem Genre, hebt dieser erste Band über die Erfindung der berühmten Fruchtgummis, keinen Anspruch auf historische Korrektheit. Das Autorenpaar, das uns unter dem Pseudonym Katharina von der Lane, die Entstehungsgeschichte erzählt, stützt sich auf die zugänglichen historischen Daten und verwebt Historie und Fiktion. Dies ist ihnen aber sehr gut gelungen!

Hans Riegel ist der älteste Sohn einer Bauernfamilie und soll eines Tages die Landwirtschaft übernehmen. Er liebt jedoch die Bonbonkocherei und hat mit dem Bauernhof seiner Familie so gar nichts am Hut. Sein Vater ist darüber nicht erfreut und es gibt deshalb immer wieder Streitigkeiten bis Hans doch noch als Arbeitsjunge für Hilfsarbeiten in der nahen Fabrik anfangen darf. Durch seinen Fleiß und sein Engagement bekommt er eine Stelle als Bonbonkocher und arbeitet sich rasch nach oben. Doch dann kommt Hans der Erste Weltkrieg in die Quere und er muss in den Krieg ziehen. Doch so schnell gibt Hans nicht auf, denn er kämpft für seinen Traum eine eigene Süßwarenfabrik zu gründen.

Hans ist ein willensstarker junger Mann, der an seine Ideen und Visionen glaubt. Sein Leben ist die Bonbonkocherei. Da kann es schon vorkommen, dass er voller Enthusiasmus öfters auf seine Familie vergisst oder neue Rezepte bis tief in die Nacht ausprobiert. Rückschläge, wie die Weltwirtschaftskrise, die Währungsreform oder Neid seiner Konkurrenten, halten ihn nur kurzfristig auf. Er tut alles, um sich endlich seinen Traum erfüllen zu können. Dabei steht seine Frau immer zu ihm und ist ihm eine große Hilfe.

Der erste Teil der Dilogie umfasst die Jahre 1908 bis 1939 und endet also kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Firma wird aber erst 1920 in Bonn gegründet. Wir erfahren auch wie der Firmenname Haribo entstanden ist (Hans Riegel Bonn) und wie Hans seine Gertrud kennenlernt. Die Dynamik in dieser Beziehung hat mir sehr gut gefallen.
Generell sind die Charaktere sehr lebendig dargestellt und mit Ecken und Kanten versehen. Der Schreibstil lädt dazu ein, immer weiter zu lesen, denn der Spannungsbogen ist gleichbleibend hoch.

Wie es mit Hans und seiner Familie mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges weitergehen wird, erfahren wir in Teil 2, der am 19. Februar erscheint. Ich bin schon sehr gespannt...

Fazit:
Ich fand die Geschichte rund um die Hans Riegel und die Erfindung seiner berühmten Fruchtgummis sehr interessant. Das Autorenpaar hat rund um Fiktion und Historie eine wirklich spannende Geschichte geschrieben. Ich freue mich auf Teil 2.

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Pädagogin der Zukunft

Die Pädagogin der glücklichen Kinder
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Ein weiterer Roman von Beate Maly, die unter ihrem Pseudonym Laura Baldini über Themen rund um mobile Frühförderung schreibt und bereits biografische Romane über Maria Montessori oder Hans Asperger geschrieben ...

Ein weiterer Roman von Beate Maly, die unter ihrem Pseudonym Laura Baldini über Themen rund um mobile Frühförderung schreibt und bereits biografische Romane über Maria Montessori oder Hans Asperger geschrieben hat. "Die Pädagogin der glücklichen Kinder" gehört zur Reihe bedeutender Frauen, die die Welt verändern, die im Piper Verlag erscheint.

Als ungarische Jüdin darf Emmi Reich 1920 in ihrem Heimatland nicht studieren, weshalb sie zu ihrer Tante Poldi nach Wien zieht und sich an der ansässigen medizinischen Fakultät einschreibt. Dort lernt sie György Pikler kennen, einen ungarischen Lehrer, der sich für den Kommunismus engagiert. Die beiden gehen eine Fernbeziehung ein, während Emmi in Wien studiert und György in Triest und Budapest unterrichtet.
In Wien erlebt sie viele moderne Ansätze der Kindermedizin, die sie begeistern. Vor allem Clemens von Pirquet und Hans Salzer inspirieren sie zu Kind gerechteren Behandlungen und Verhaltensweisen. Nach erfolgreich absolviertem Studium kehrt das mittlerweile verheiratete Ehepaar in ihre Heimat Ungarn zurück. Die Regierung von Miklós Horthy legt Emmi und ihrem Mann jedoch weiterhin Steine in den Weg, György wird wegen seinen politischen Ansichten angefeindet und Emmi wegen ihrer jüdischen Herkunft und ihrer revolutionären Ideen und Behandlungen von Kindern. Sie betreut Familien auch zuhause und lässt die Mütter die einzelnen Entwicklungen ihrer Kinder protokollieren. Außerdem hält sie Vorträge über Pflege und Erziehung.

Laura Baldini widmet sich in ihrem neuen Roman der jungen Emmi Pikler, ihrer Jugendzeit und ihrem Wirken während des Zweiten Weltkrieges in Ungarn. Unterstützung erhält sie dabei von ihrer Wiener Freundin Eva und ihrer Nachbarin Henriette. Besonders gefallen haben mir die Auszüge aus ihrem Studium in Wien und den diversen Praktika in unterschiedlichen Krankenhäusern und Kinderkliniken. Die Mixtur aus Medizin, Pädagogik und Psychologie ist spannend erzählt und zeichnet ein Bild von einer sympathischen und engagierten Ärztin und Pädagogin, die ihrer Zeit voraus war. Sie widmet sich vor allem der Entwicklung der Kinder und möchte gleichzeitig auch deren Gesundheit fördern. Es ist spannend zu lesen, welche Ideen oder Einsichten Emmi Pikler hatte, die wir heute als selbstverständlich ansehen. Kaum jemand weiß, dass sie diejenige war, die sich darüber Gedanken machte und ihre Ideen schlussendlich übernommen wurden.

Laura Baldini versteht es ihre eigenen Kenntnisse als Pädagogin einfließen zu lassen. Auch die bildhaften Beschreibungen von Wien und der bereits sehr modernen medizinischen Fakultät, wie auch der politischen Lage in Österreich und Ungarn sind gelungen und wurden hervorragend recherchiert.

Fazit:
Beate Maly aka Laura Baldini erzählt in ihrem biografischen Roman eindrucksvoll von einer Frau, die die Kindererziehung nachhaltig geprägt hat. Fakten und Fiktion wurden von ihr wunderbar verwoben und zeigen das Bild einer beeindruckenden Frau.

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Magische Bücherwelt

Die Goldene Schreibmaschine
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Von Carsten Henn habe ich "Der Buchspazierer" gelesen und erst im Dezember auch den Film gesehen. Nun habe ich zu seinem ersten Kinderbuch gegriffen, welches bei der Buchmesse ziemlich gehypt wurde. Der ...

Von Carsten Henn habe ich "Der Buchspazierer" gelesen und erst im Dezember auch den Film gesehen. Nun habe ich zu seinem ersten Kinderbuch gegriffen, welches bei der Buchmesse ziemlich gehypt wurde. Der Oetinger Verlag hat sich nicht lumpen lassen und hat in Frankfurt ein kleines Büro mit der goldenen Schreibmaschine nachgebaut, wo man als Besucher auch Platz nehmen konnte. Ich habe einige Fotos davon auf Instagram gesehen und war richtig neidisch. Das sah richtig toll aus!

Carsten Henn versucht sich diesmal an einem Kinderbuch und ich finde es ist ihm wirklich gelungen. Emily lebt bei ihren Großeltern, nachdem ihre Eltern immer wieder im Ausland arbeiten und ihre Tochter nicht immer aus ihrer gewohnten Umgebung reißen möchten. Bei ihrer Oma Rose und Opa Martin fühlt sie sich zuhause und ist in der Nähe ihrer geliebten Anna-Amalia-Bibliothek, wo ihre Großmutter auch arbeitet. Außerdem hat sie ihre Freundin Charlie und ihren Kinderfreund Frederick gleich nebenan. Probleme gibt es allerdings mit ihrem Mathe- und Geschichtslehrer, Dr. Desskau, der es auf sie abgesehen hat. Gut, dass sie in der Bibliothek herumhängen kann, wo auch ihre Großmutter ein Auge auf Emily hat. Dort entdeckt sie eines Tages einen magischen Füller, der sich in einen Schlüssel verwandelt und Emily durch ein Bild an der Wand Eintritt in eine verborgene Bibliothek dahinter verschafft. Dort befinden sich alle Geschichten, die jemals geschrieben wurden und eine magische, goldene Schreibmaschine. Diese sollte nicht in die falschen Hände geraten, denn mit ihr lassen sich Geschichten umschreiben und verändern.
Als Emily das Ende ihres Lieblingsbuches verändert, bemerkt sie, dass sich auch andere Dinge in ihrem Leben verändert haben. Außer ihr bemerkt dies jedoch niemand, denn alle Veränderungen scheinen für den Rest der Welt schon immer da gewesen zu sein. Als Emily weitere Geschichten verändert, erkennt sie, dass diese Änderungen nicht immer von Vorteil sind. Außerdem bekommt sie den Verdacht, dass ihr skrupelloser Lehrer Dr. Desskau etwas über das Geheimnis der magischen goldenen Schreibmaschine weiß. Er sieht darin die Möglichkeit die Macht an sich zu reißen und seine gefährlichen Pläne umzusetzen. Kann Emily ihn stoppen?

Die Grundidee von Carsten Henn, dass die Kraft der Literatur einiges verändern kann, fand ich gelungen. Sie regt die Fantasie an und zeigt Vor- und Nachteile.
Die Figuren sind lebendig gezeichnet und für Kinder ab 12 Jahren passend. Die Gefühle und Gedanken von Emily und ihren Freunden werden sehr realitätsnah dargestellt. Wir Bücherwürmer können sich auf jeden Fall mit ihr identifizieren und erleben im Laufe der Geschichte ein spannendes Abenteuer, bei dem Gut gegen Böse antritt. Auch die Nebenfiguren sind hervorragend gezeichnet.
Emily ist mutig und etwas verträumt. Sie liebt ihre Bücher und ihre Großeltern. Dabei lernt sie im Verlauf der Geschichte viel über die Bedeutung von Freundschaft und Familie, aber auch um die Folgen von Mobbing und Machtmissbrauch. Emily wächst mit ihren Erfahrungen und erkennt, wie wichtig es ist, für das Gute einzustehen. Denn wenn die Macht in falsche Hände gerät, kann dies sehr gefährlich werden, denn Sprache ist Macht.
Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass der Autor subtil die unstabile politische Weltlage anspricht und die Gefahr von Manipulation und Machtmissbrauch in der Geschichte kindlich verpackt..

Fazit:
Mit einem kleinen bisschen Magie und einer Portion Abenteuer ist diese Geschichte für Kinder ab 12 Jahren und für junggebliebene Erwachsene ein toller Ausflug in die Welt der Bücher.

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Veröffentlicht am 08.01.2025

Krönender Abschluss mit einem weinenden Auge

Die Töchter der Ärztin
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Mit dem dritten Band der "Die Töchter der Ärztin" Reihe geht die Trilogie nun zu Ende. Leider wird es generell das letzte Buch des Autoren-Duos sein, denn ein Teil von Helene Sommerfeld ist kurz vor der ...

Mit dem dritten Band der "Die Töchter der Ärztin" Reihe geht die Trilogie nun zu Ende. Leider wird es generell das letzte Buch des Autoren-Duos sein, denn ein Teil von Helene Sommerfeld ist kurz vor der Veröffentlichung dieses Abschlussbandes verstorben, was mich wirklich traurig macht.

Für Quereinsteiger gibt es zu Beginn ein Personenverzeichnis und am Ende den Stammbaum der Familien Thomasius und Freystetten. Die Personenanzahl ist sehr umfangreich und ich würde generell empfehlen, entweder mit dem ersten Band der Ärztinnen-Reihe zu beginnen, bei der es um Ricarda geht oder mit dem ersten Band der "Die Töchter der Ärztin" Trilogie. Nachdem ich bereits alle Vorgängerbände gelesen habe, war ich wieder schnell mitten in der Geschichte.

Mittlerweile schreiben wir das Jahr 1931 und die Zeiten werden immer unruhiger. Nicht nur die politischen Veränderungen machen Ricarda, Toni, Henny und Frieda zu schaffen, sondern auch einige private Schicksalsschläge. Während Henny sich in Kalifornien immer mehr einlebt und sie die Leitung der onkologischen Abteilung angeboten bekommt, überarbeitet sich Victor. Mehrere Filmprojekte und Partys in der Filmindustrie bringen seine Gesundheit in ernste Gefahr.
Andere Gefahren politischer Herkunft sieht Frieda, deren Mann Jonathan Jude ist und der sich immer unwohler in Berlin fühlt. Er denkt an eine Ausreise in die USA, doch Frieda will ihre Zwillinge mitnehmen. Der Kampf um das Sorgerecht für Felicitas beginnt...
Toni schwebt hingegen auf Wolke Sieben und hat Heiratspläne. Doch auch Toni muss mit einigen Schwierigkeiten kämpfen...
Auch auf Freystetten gibt es jede Menge Unruhe und Ricarda und Siegfried genießen ihren ersten Urlaub an der Französischen Riviera.

Erzählt wird wieder aus der Sicht von Ricarda, Henny und Toni. Das Setting wechselt zwischen Berlin, Los Angeles und Gut Freystetten.
Auch diesmal wird der politische und historische Hintergrund dieser Zeit perfekt in die fiktive Geschichte mit einbezogen. Der sich ausweitende Aufschwung der Nationalsozialisten und weitere Einblicke in die Filmbranche in Hollywood sind neben den medizinischen Themen allgegenwärtig. Wir treffen auf historische Figuren, wie Vicky Baum und Greta Garbo, aber auch auf Hitler und Goebbels.

Der Schreibstil ist lebendig und das Autorenpaar erzählt gefühlvoll und mitreißend. Wer die anderen Bücher von Helene Sommerfeld kennt, wird auch auf einige bekannte Figuren aus anderen Büchern treffen, was ich spannend fand.

Am Anfang des Buches findet man neben dem Familienstammbaum Stadtpläne von Berlin und Los Angeles, sowie die Route des Riviera Express von Berlin nach Monte Carlo.

Ein krönender Abschluss der Trilogie, dessen letzte Seiten ich mit Wehmut zuschlage.

Fazit:
Mit diesem letzten Band der Ärztinnen Reihe, die mich über längere Zeit begleitet hat, verabschieden wir uns von einem Autoren-Duo, welches mir interessante Lesestunden bereitet hat. Ich empfehle die insgesamt sechs Bücher über die Familie Freystetten und Thomasius gerne weiter.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Wunderbare Fortsetzung

Der Eispalast - Die Kür ihres Lebens
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Im November ist nun der zweite Teil "Die Kür des Lebens" dieser wundervollen Trilogie ums Schlittschuhlaufen zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschienen.
Julianna ist mittlerweile in London angekommen. ...

Im November ist nun der zweite Teil "Die Kür des Lebens" dieser wundervollen Trilogie ums Schlittschuhlaufen zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschienen.
Julianna ist mittlerweile in London angekommen. Sie möchte endlich ihre Mutter finden, die angeblich als der berühmte "Eisengel" in Großbritannien Furore gemacht hat.
Während ihres Aufenthaltes schließt sie sich den Sufragetten an, die sich für mehr Frauenrechte, aber vor allem für das Wahlrecht, einsetzen.
Madge kommt aus gutem Haus und ihre Liebe gehört ebenfalls dem Eislaufen. Durch einen fatalen Fehler in ihrer Vergangenheit, den ihr Vater alles andere als goutiert hat, schränkt er ihr Leben drastisch ein. Sie darf nur mehr ihre beiden jüngeren Geschwister trainieren, wobei Madge das eigentliche Eislauf-Talent ist. Im "Prince's Skating Rink" lernt sie Julianna kennen und ist vom neuen Wiener Stil sofort begeistert. Der moderne Fahrstil stellt eine Art Ballett auf dem Eis dar und hat Julianna von Jackson Haines in Wien gelernt. Jedoch gefallen Madge Juliannas Ansichten weniger, denn die Tochter aus gutem Hause hält an den Traditionen fest und ist sogar Mitglied bei den Anti-Sufragetten. Trotz ihrer verschiedenen Ansichten werden die beiden jungen Frauen bald enge Freundinnen.
Madge würde liebend gerne selbst bei den kommenden Weltmeisterschaften antreten, doch als Frau ist es nur im Paarlauf gestattet, sich dem Wettbewerb zu stellen.

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Julianna und Madge aus der Ich-Perspektive erzählt. Dabei erleben beide Frauen aufregende Zeiten. Die zwei Hauptprotagonistinnen sind liebevoll gezeichnet und versuchen ihre Ziele zu erreichen. Während Julianna nach ihrer Mutter sucht und sich für das Frauenwahlrecht engagiert, dabei aber auch nicht das Eislaufen aus den Augen verliert, packt Madge mit der Zeit doch der Ehrgeiz, um mit Edgar für die Weltmeisterschaft im Paarlauf im neuen Wiener Stil zu brillieren. Zusätzlich möchte sie Benedicts Herz erobern - dem Star des Londoner Skating Clubs.

Der Schreibstil ist wieder sehr lebendig und bildhaft. Rena Rosenthal hält auch die eine oder andere kleine Überraschung für die Leser:innen bereit. Man fliegt nur so durch die mehr als 500 Seiten und fiebert mit den Charakteren mit.
Nicht nur als Eiskunstlauf-Fan ist man von der Story hingerissen, sondern auch die weiteren Themen, die die Autorin aufgreift, sind sehr interessant.

Im Nachwort erfahren wir einige historische Fakten über die Weltmeisterschaft im Eiskunstlauf und über die Frauenrechtsbewegung zu dieser Zeit. Weiteres erfahren wir, dass es für Madge ein reales Vorbild gab. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, denn das müsst ihr selbst lesen!

Fazit:
Ein wundervoller zweiter Band um den Beginn des Eiskunstlaufs, verbunden mit einer spannenden Story und einem Schuss Romantik. Perfekte Winterlektüre!

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