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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2018

Keine 0815 Liebesgeschichte

Träume, die ich uns stehle
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Die neunzehnjährige Lara landet nach einem Autounfall in der Psychiatrie. Sie kann sich an die vergangenen zwei Jahre nicht erinnern. Außerdem kann sie nicht aufhören zu reden. Was ist passiert? Und wieso ...

Die neunzehnjährige Lara landet nach einem Autounfall in der Psychiatrie. Sie kann sich an die vergangenen zwei Jahre nicht erinnern. Außerdem kann sie nicht aufhören zu reden. Was ist passiert? Und wieso hört ihr niemand zu? Dann lernt sie Thomas kennen. Besser gesagt, sie findet ihn. Auf der Intensivstation. Denn Thomas liegt nach einem Unfall im Koma. Seltsamerweise reagiert Thomas nur auf Laras Stimme. Und so beginnt Lara, Thomas Geschichten zu erzählen…

Nach einem etwas langatmigen Einstieg konnte ich das Buch nicht mehr beiseitelegen. Lily Oliver hat einen einzigartigen Schreibstil. Lara erzählt ihre Geschichte, man taucht richtiggehend ein in ihre Gedankenwelt. Irgendwann wird klar, dass nicht alles, was Lara erzählt, auch stimmen kann. Zwischendurch erzählt Thomas von den Träumen, die er im Koma hat. Dialoge zwischen den beiden gibt es keine. Durch das Buch begleiten wir Lara auf ihrem Weg, ihre Erinnerungen wiederzufinden. Das Buch hat mich wirklich überrascht, es ist völlig anders als ich erwartet habe. Lily Oliver ist mit diesem Buch eine sehr berührende, tiefgründige Geschichte gelungen. Definitiv keine klassische Liebesgeschichte, sondern viel mehr. Realistisch, traurig aber auch wunderschön.

Veröffentlicht am 17.01.2018

Humorvolle Gesellschaftskritik

QualityLand
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In QualityLand ist nicht alles besser. Nein, es ist am besten! Alles ist von Algorithmen optimiert: ob deine Beziehung, deine Freizeit, deine Arbeit – die Algorithmen wissen besser, was für dich gut ist, ...

In QualityLand ist nicht alles besser. Nein, es ist am besten! Alles ist von Algorithmen optimiert: ob deine Beziehung, deine Freizeit, deine Arbeit – die Algorithmen wissen besser, was für dich gut ist, als du selbst. In QualityLand erhältst du automatisch von TheShop die Produkte geliefert, die du dir wünscht, ohne dass du sie bestellen musst. QualityPartner findet den perfekten Partner für dich und erspart dir die mühsame Arbeit, auf konventionelle Art und Weise einen Partner kennenzulernen. Werbung und Nachrichten sind personalisiert, also siehst du nur das, was dich auch interessiert bzw. interessieren soll. In QualityLand gibt es kein „Ja“ oder „Nein“. Die Antwort auf alle Fragen lautet „OK“.

Peter Arbeitsloser ist einer der Einwohner von QualityLand, Maschinenverschrotter von Beruf. Sein Leben ist optimiert. Seine Freundin hat er bei QualityPartner kennengelernt. Er erhält Produkte von TheShop. Bis er eines Tages ein Produkt erhält, das er ganz und gar nicht haben will und sich fragt, ob die Algorithmen wirklich alles besser wissen. Auf seiner Suche danach, wie die Algorithmen funktionieren und wer eigentlich in QualityLand alles steuert erlebt Peter so einiges und bekommt einen interessanten Blick hinter die Kulissen.

Marc-Uwe Kling ist mit „QualityLand“ eine humorvolle Gesellschaftskritik gelungen, die einen zum Nachdenken bringt. Manche der beschriebenen Prozesse scheinen auch in unserer Gesellschaft nicht mehr weit entfernt, andere scheinen in gewissen Teilen der Welt schon eingesetzt zu werden. Die Geschichte ist nicht unbedingt tiefgründig, aber kreativ und unterhaltsam. Trotzdem ein sehr wichtiges Buch, das ich klar empfehlen kann.

Veröffentlicht am 06.01.2018

Eine spannende Kanufahrt in einer fantastischen Welt

His Dark Materials 0: Über den wilden Fluss
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Dieses Buch ist die Vorgeschichte von der „goldenen Kompass“ Trilogie. Da ich die Trilogie nicht gelesen habe, kann ich keine Vergleiche dazu herstellen.

Der elfjährige Malcolm wächst in der Nähe von ...

Dieses Buch ist die Vorgeschichte von der „goldenen Kompass“ Trilogie. Da ich die Trilogie nicht gelesen habe, kann ich keine Vergleiche dazu herstellen.

Der elfjährige Malcolm wächst in der Nähe von Oxford auf. Seine Eltern haben ein Gasthaus, in dem er neben der Schule auch mithilft. Malcolm ist hilfsbereit und wissbegierig. In seiner Freizeit ist er auch gerne mit seinem Kanu („La Belle Sauvage“) auf den Kanälen rund um Oxford unterwegs. Bei seiner Tätigkeit im Gasthaus lernt er häufig interessante Menschen kennen und hört manchmal bei wichtigen Gesprächen mit. So erfährt er, was sich in der Gegend abspielt. Er hilft auch in dem nahe gelegenen Kloster in der Küche aus, macht Erledigungen für die Nonnen und was sonst so anfällt.

Die Geschichte ist vielschichtig und die Protagonisten interessant. Der Anfang zog sich für meinen Geschmack etwas in die Länge, da auch einige Erklärungen des Autors zur Handlung für das weitere Buch nötig waren. Dann plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Von hier an konnte ich das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen. Ich fand das Buch sehr gelungen und die Qualität der Übersetzung sehr gut. Auch das Cover finde ich sehr passend. Das Ende ist sehr offen gehalten, sodass ich mich jetzt schon auf den nächsten Band freue. Fazit: ein sehr schönes Buch, das in einer fantastischen Welt spielt!

Veröffentlicht am 04.01.2018

Unterhaltsam

Farbenblind
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Hinweis: Die Rezension bezieht sich auf die englische (Original-)Ausgabe, "Born a crime".

Trevor Noah wurde als Kind einer afrikanischen Mutter und eines weißen Vaters während der Apartheid in Südafrika ...

Hinweis: Die Rezension bezieht sich auf die englische (Original-)Ausgabe, "Born a crime".

Trevor Noah wurde als Kind einer afrikanischen Mutter und eines weißen Vaters während der Apartheid in Südafrika geboren. Er ist als Stand-up Comedian mittlerweile weltweit bekannt und moderiert die „Daily Show“ in New York City.

Als Fan von Trevor Noah war das Buch für mich ein Muss, weshalb ich mir die englische Ausgabe gekauft habe. Das Buch enthält 18 Geschichten aus Noahs Kindheit. Noah gelingt ein guter Spagat zwischen unterhaltsam und der notwendigen Ernsthaftigkeit für das Thema. Ich konnte sehr viel über Südafrika und vor allem die Zeit der Apartheid lernen, was ich sehr interessant fand.

Noah hat einiges zu erzählen. Durch seine Hautfarbe war er in seiner Familie immer „der Weisse“; unter Weissen „der Schwarze“ und bei den sogenannten „colored people“ gehörte er ebenfalls nicht dazu. Seine Geschichten sind unterhaltsam und teils traurig. In einigen Szenarien kann man sich teils selbst wiederfinden. Zwischendurch streut er Weisheiten von seiner Mutter ein, unter anderem, „Learn from your past and be better because of your past, but don’t cry about your past. Life is full of pain. Let the pain sharpen you but don’t hold on to it.“

Durch das Buch lernt man Noah näher kennen und versteht, wie er zur Stand-up Comedy gekommen ist. Ich fand es sehr schön zu lesen. Mein Fazit: ein Muss für alle Trevor Noah Fans

Veröffentlicht am 04.12.2017

Gut gelungen

Yoga Body
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„Yoga Body“ überzeugt schon auf den ersten Blick. Mit einem ansprechenden Soft-Cover Einband ist das Taschenbuch etwas grösser als erwartet (21,3 x 1,9 x 27,1 cm). Das Format ist sehr ansprechend. Grob ...

„Yoga Body“ überzeugt schon auf den ersten Blick. Mit einem ansprechenden Soft-Cover Einband ist das Taschenbuch etwas grösser als erwartet (21,3 x 1,9 x 27,1 cm). Das Format ist sehr ansprechend. Grob ist das Buch in zwei Teile eingeteilt, der Yoga Teil und das Kochbuch. Vorher gibt es aber noch ein paar einleitende Worte. Hier wird erklärt, wieso Yoga und Ernährung zwingend zusammenhängen – ein Grundsatz, mit dem ich völlig einverstanden bin. Was ich sehr schön finde, ist, dass tierische Produkte größtenteils nicht empfohlen werden. Hier ebenfalls beide Daumen hoch! Vor es zum Yoga geht gibt es noch ein paar Worte zur Achtsamkeit, die wir alle verinnerlichen sollten.

Der Yoga Teil ist liebevoll gestaltet und enthält mehrere Sets (Yoga für den Stoffwechsel, Tiefenmuskulatur, Detox und Bindegewebe). Zu jeder Übung gibt es ein Bild und eine Erklärung. Diese sind generell gut und erwähnen jeweils auch „pitfalls“. Insgesamt sehr schön, wenn man sich mit Yoga schon ein bisschen auskennt. Für völlige Anfänger würde ich dieses Buch jedoch nicht empfehlen. (Generell würde ich nie empfehlen, sich Yoga nur mit einem Buch beizubringen!). Als Begleitung zu einem Kurs ist das Buch gut geeignet.

Der Koch-Teil gefällt mir sehr gut. Die Rezepte sind ausgefallen und grösstenteils recht einfach. Eines meiner Lieblingsrezepte ist der Salat mit Halloumi und Avocado. Auch die Gemüse „Bowls“ schmecken gut und enthalten viele Nährstoffe. Die meisten der Rezepte enthalten auch Bilder, die jeweils sehr anspruchsvoll gestaltet sind.

Mein Fazit: ein schön gestaltetes Buch für Yogis und solche, die es noch werden wollen!