"Der hungrige Gott des Kapitalismus"
Alexandria - Auf der Suche nach der verlorenen StadtEs war am 04. Juli 1827 als James Lewis seiner Einheit für immer den Rücken kehrte. Er desertierte. Floh aus der Ostindien-Kompanie. Sein Vorbild war Alexander der Große. Ihm eiferte er nach. Seine Überlebensstrategien ...
Es war am 04. Juli 1827 als James Lewis seiner Einheit für immer den Rücken kehrte. Er desertierte. Floh aus der Ostindien-Kompanie. Sein Vorbild war Alexander der Große. Ihm eiferte er nach. Seine Überlebensstrategien waren „Reden und Rennen“. Niemals suchte er Streit. Er ging ihm jederzeit aus dem Weg. Ihm war gleichgültig, wenn seine Gegner ihn als Feigling bezeichneten.
In dem Buch Alexandria gibt es viel über Kabul und die Historie Afghanistans zu lesen. Das Hauptthema ist aber die Lebensgeschichte von Charles Masson. Wie aus dem Deserteur James Lewis dann der berühmte Charles Masson wurde, beschreibt der Autor von Alexandria sehr genau.
Es ist nicht das erste Buch, das ich im Zusammenhang mit Kolonialherren und deren „Untertanen“ las. Auch in dem Buch „Alexandria“ lässt der Autor immer wieder erkennen, wie Charles Masson eingestellt war. Kritisierte dieser doch häufig, dass regelmäßig wertvolle Gegenstände entwendet und in die Heimat der Kolonialherren transportiert wurden. Diese häuften also Schätze an, die sie ihren Untergebenen raubten. Sie standen eigentlich den Einwohnern der Kolonien zu. James Lewis wusste sehr genau, wie die Mächtigen „ticken“. Zu keinem Zeitpunkt nahmen sie Rücksicht auf ihre „Untergebenen“.
Neben den historischen Fakten versteht es der Autor, die Abenteuer des Entdeckers spannend zu vermitteln. Ich war von der lebendigen und bildhaften Sprache genau so fasziniert, wie von den Fakten der unglaublichen Entdeckung. Von meiner Seite also eine klare Leseempfehlung. Zumal der Autor am Schluss auch noch Quellen und Referenzen zu seinen Endnoten angibt.