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VerenaStahl

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2023

Norwegische Lovestory mit Schwächen

Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1)
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Ich bin etwas zwiegespalten, was das Buch angeht. Den Anfang fand ich ganz gut und auch den Schreibstil mochte ich recht gerne, auch wenn er sehr blumig ist. Das Thema Norwegen hat mich abgeholt und durch ...

Ich bin etwas zwiegespalten, was das Buch angeht. Den Anfang fand ich ganz gut und auch den Schreibstil mochte ich recht gerne, auch wenn er sehr blumig ist. Das Thema Norwegen hat mich abgeholt und durch die vielen Naturbeschreibungen konnte man sich da gut reinfinden. Auch die Kernaussage der Geschichte, dass man seinen eigenen Lebensweg finden muss und nicht die Erwartungen anderer erfüllen sollte, war passend gewählt.

Sander mochte ich als Person ganz gerne. Er war von Anfang an aufmerksam, empathisch und verletzlich. Das passte aber irgendwie nicht so gut zu dem „Rich-Kid mit Skandalen“-Image, was er verkörpern sollte, das man aber auch nur durch Erzählungen mitbekommen hat.

Norah hingegen hat mich durch ihre sprunghafte, fast schon launische Art etwas genervt, auch wenn das natürlich mit ihrer Vergangenheit zusammenhängen sollte. Insgesamt war es mir zu viel Hin und Her und die Gefühle und Probleme der Protagonisten haben sich oft wiederholt. Auch die Anziehung zwischen den beiden, die schon seit der ersten Begegnung da war, konnte ich nicht ganz nachvollziehen; irgendwie schien alles sehr auf Oberflächlichkeiten zu beruhen.

Was das Skandal-Video angeht, hätte ich mir eine bessere Einordnung zum Thema des Videos gewünscht. Es wurde fast schon normalisiert und nicht wirklich kritisch hinterfragt. Vor allem in Hinblick darauf, was am Ende noch aufgedeckt wurde, hat mir da eine Kritisierung des Verhaltes gefehlt.

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Veröffentlicht am 26.10.2023

Mehr Lebensgeschichte, weniger Krimi

Florence Butterfield und die Nachtschwalbe
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Mich hat zunächst die Perspektive der Geschichte angesprochen, die ich mal als etwas Neues empfunden habe. Es geht um die 87-jährige Florrie, die aufgrund eines amputierten Beines zwar körperlich nicht ...

Mich hat zunächst die Perspektive der Geschichte angesprochen, die ich mal als etwas Neues empfunden habe. Es geht um die 87-jährige Florrie, die aufgrund eines amputierten Beines zwar körperlich nicht mehr vollständig agil, dafür geistig noch sehr fit ist. Sie lebt deshalb im betreuten Wohnen/Altersheim. Das ist auch der Schauplatz der ganzen Geschichte.

Insgesamt war mir die Geschichte allerdings etwas zu langatmig und für meinen Geschmack hätten 100 Seiten weniger gereicht. Ich hätte aufgrund des Klappentextes mehr Krimi und Ermittlungen erwartet als es letztendlich war. Das Buch besteht hauptsächlich aus Rückblicken zu Florries Vergangenheit, bei denen die Themen Familie, Liebe, Schicksalsschläge und Beziehungen eine Rolle spielen. Ich fand sie relevant, um ihre Persönlichkeit besser verstehen zu können, aber an manchen Stellen zu viel und zu lang.

Natürlich gab es auch etwas Spannung; diese baut sich aber recht langsam auf, weil die Ermittlungen immer wieder durch Geschichten der Vergangenheit unterbrochen werden.

Der Schreibstil ist auf jeden Fall außergewöhnlich, fast schon an manchen Stellen etwas poetisch. Florrie scheint sehr naturverbunden zu sein, was sich in den Umgebungsbeschreibungen widergespiegelt hat. Ich konnte mich dadurch sehr gut in die englische Umgebung hineindenken. Insgesamt tauchen aber sehr viele Personen und Namen auf, sodass ich teilweise etwas den Überblick verloren hatte.

Trotzdem war ich froh, das Buch bis zum Ende gelesen zu haben, da mir die letzten ca. 100 Seiten mit der Hinführung zur Auflösung und diese selbst am besten gefallen haben. Die Auflösung war so nicht von Anfang an vorhersehbar, wenn auch das Ende in gewissen Teilen erwartbar war.

Wenn man mit der richtigen Erwartungshaltung ans Lesen geht und sich keinen ultraspannenden Krimi erhofft, sondern eher gemütliche Atmosphäre, ein bisschen Ermittlungen und Memoiren eines aufregenden Lebens mag, dürfte man hier richtig sein.




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Veröffentlicht am 21.10.2025

Nicht vom süßen Cover täuschen lassen

Spookily Yours
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Das Cover vermittelt zwar einen süßen Eindruck und auch der Anfang der Geschichte ist recht kindlich geschrieben, schnell kommen allerdings spicy Szenen, die es in dem recht dünnen Buch überproportional ...

Das Cover vermittelt zwar einen süßen Eindruck und auch der Anfang der Geschichte ist recht kindlich geschrieben, schnell kommen allerdings spicy Szenen, die es in dem recht dünnen Buch überproportional häufig gibt.

Kommen wir damit auch zu meinem Hauptproblem mit dem Buch, und zwar die Länge bzw. die Kürze. Auf knapp 250 Seiten schafft man es einfach nicht eine handlungs- bzw. wendungsreiche Geschichte und tiefergehende Charaktere unterzubringen sowie eine Fantasywelt zu erschaffen. Es hat einfach an Handlung gefehlt. Probleme wie Damiens Rückverwandlung in eine Katze lösten sich wie von selbst und alles lief irgendwie zu perfekt.

Die Annäherung zwischen Damien und Willow konnte ich nicht richtig nachvollziehen. Willow wirkte nicht mal wirklich überrascht, dass ihre Katze ein Dämon ist.

Die Atmosphäre des Buches war definitiv auf Halloween und Herbst ausgelegt. Das Kürbis-Thema wird zwar auch irgendwann einfach zu viel, aber ansonsten ist die Stimmung in einem kleinen Hexendorf ganz gut gelungen. Schade, dass man nur wenig über Willows Hexenzirkel erfahren hat, der für sie eine zentrale Bedeutung hatte.

Wer keinen Spice mag, sollte hiervon definitiv die Finger lassen und auch die Leute, die gerne eine ausgereifte Handlung haben, kommen hier nicht auf ihre Kosten.

Veröffentlicht am 18.04.2025

Hauptsächlich Spice, wenig Handlung

The Fake Mate – Die Liebe ist eine Bestie für sich
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Mich hat die Geschichte an eine Kombination aus zwei Ali Hazelwood-Büchern (Bride und Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe) erinnert, die mir aber beide bedeutend besser gefallen haben.

Das ...

Mich hat die Geschichte an eine Kombination aus zwei Ali Hazelwood-Büchern (Bride und Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe) erinnert, die mir aber beide bedeutend besser gefallen haben.

Das Körperliche stand zwischen den beiden Protagonisten definitiv im Vordergrund. Ich habe an sich nichts gegen Spice, aber wenn die Handlung darunter leidet, ist es mir einfach zu viel. Würde man die spicy Szenen streichen, bleibt leider nicht wirklich Substanz für eine richtige Geschichte übrig.

Zu dem ganzen Werwolf-Universum gibt es nur begrenzt Erklärungen. Wenn man also nicht tief in der Thematik drinsteckt, bleiben Fragen offen und man versteht nicht unbedingt alles.

Generell war die wenige Handlung sehr vorhersehbar, sodass einen der vermeintliche Plottwist auch nicht mehr überrascht. Die Reaktion darauf fand ich sehr unlogisch.

Die Charaktere fand ich ganz okay, bis auf manchmal das subtile Alpha-Gehabe von Noah (aber das ist wohl nicht zu vermeiden, wenn er ein Alpha und sie eine Omega ist). Da wurde er aber auch von Mackenzie, die sich als sehr tough und selbstbewusst herausgestellt hat, in seine Schranken verwiesen.

Wer keinen Spice mag, sollte unbedingt die Finger davonlassen, Überblättern funktioniert hier nur bedingt. Auch ansonsten muss man das Buch nicht unbedingt gelesen haben.

Veröffentlicht am 26.12.2024

Fehlende Spannung

Die blaue Stunde
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Zunächst fand ich es super, dass das Buch direkt mit dem bereits auf dem Klappentext angekündigten Geschehen anfing. Allerdings wurde kurz danach die ganze Geschichte etwas langatmig.

Ein wenig Abwechslung ...

Zunächst fand ich es super, dass das Buch direkt mit dem bereits auf dem Klappentext angekündigten Geschehen anfing. Allerdings wurde kurz danach die ganze Geschichte etwas langatmig.

Ein wenig Abwechslung haben die Erzählperspektiven von Museumskurator Becker und Künstlerfreundin Grace sowie Zeitungsartikel und Tagebucheinträge der Künstlerin Vanessa Chapman gebracht.

Die ganze Geschichte war recht atmosphärisch, der Haupthandlungsort ist eine Gezeiteninsel an der Küste Schottlands, die aufgrund dessen nicht immer erreichbar ist.

Mein größter Kritikpunkt ist eigentlich die fehlende Spannung. So richtig hat mich das Buch nur auf den ersten dreißig und den letzten fünfzig Seiten gepackt. Da es als Spannungs-Highlight beworben wird, waren meine Anforderungen dementsprechend hoch und sie wurden leider nicht erfüllt.

Man erfährt viel über das Leben der Künstlerin und anderer Personen. Allerdings rückt das den Knochenfund meiner Meinung nach oft so in den Hintergrund, dass ich fast schon vergessen hatte, dass es ja ein Krimi ist.

Die Handlung sowie die Auflösung fand ich recht vorhersehbar, das Ende lässt dem Leser jedoch noch ein bisschen Interpretationsspielraum. Die ganze Geschichte ist letztendlich doch recht einfach gestrickt und hat keinen wirklichen psychologischen Twist.

Ich würde das Buch nicht unbedingt Krimifans empfehlen, sondern eher Personen, die gerne atmosphärische Bücher mit speziellen Charakteren und einer Prise Spannung lesen.