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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2025

Anstrengender Schreibstil

The Irresistible Urge to Fall for Your Enemy - Wie man sich (nicht) in seinen Erzfeind verliebt
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Wie war's?
Zunächst einmal muss ich sagen, dass dieses Buch von der äußeren Gestaltung her sicher eines der schönsten in meinem Regal ist. Das Cover, der aufwendige Farbschnitt und dazu noch die wunderschöne ...

Wie war's?
Zunächst einmal muss ich sagen, dass dieses Buch von der äußeren Gestaltung her sicher eines der schönsten in meinem Regal ist. Das Cover, der aufwendige Farbschnitt und dazu noch die wunderschöne Karte zu Beginn - einfach nur wow, ein echter Hingucker.
Ich hatte im Vorfeld viel Gutes zum Inhalt gehört und musste sofort anfangen zu lesen. Leider kam für mich sehr schnell die Ernüchterung, dass ich den Humor zwar ganz amüsant fand, aber der Schreibstil für mich wirklich anstrengend war. Zu abgehoben, zu trocken, manchmal schlichtweg zu vulgär und leider vollgepackt mit unbekannten, dem Worldbuilding geschuldeten Begriffen, die zwar in einem Glossar vorab geklärt werden, über die man aber beim Lesen doch immer wieder stolperte. Ich bin auch kein großer Fan von einem Glossar in Fantasybüchern, da ich immer das Gefühl habe ein Lexikon zu lesen. Dann habe ich mich doch erwischt wie ich immer wieder zurück blätterte um nachzuschauen, ob ich den Namen in meinem Kopf wirklich richtig ausspreche - irgendwie einfach stressig.
Die Charaktere waren ganz amüsant und nach der Info, dass es eine Draco-Hermine-Fanfiction ist, konnte ich sie auch etwas besser greifen. Die Annäherung und Romanze entwickelt sich schleichend, aber nachvollziehbar. Dieses Tempo fand ich mal sehr angenehm (eben kein sie sieht ihn - er sieht sie - nach 100 Seiten unsterblich verliebt).
Nichtsdestotrotz habe ich mich durch dieses Buch eher durchgekämpft als ein entspanntes Leseabenteuer zu genießen. Wer mit dem Schreibstil klar kommt wird definitiv mehr Freude daran haben (vielleicht einfach mal vorab in die Leseprobe rein schnuppern).

Was war besonders?
Das Worldbuilding hatte für mich - trotz der anstrengenden Namen und Begriffe - viel Potenzial.

Reading The Irresistible Urge to Fall for Your Enemy - Wie man sich (nicht) in seinen Erzfeind verliebt makes me feel like...
...an sich eine runde Sache, aber der Schreibstil wollte mir keinen rechten Zugang zur Geschichte ermöglichen. Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

Mit herzlichem Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.12.2024

Konnte mich leider nicht packen

Villa Obscura
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Wie war's?
Lupus Noctis des Autorinnenduos konnte mich unglaublich begeistern, so dass ich sehr gespannt auf dieses Buch war. Zu Beginn habe ich zugegebenermaßen etwas gebraucht, um mit den Namen klar ...

Wie war's?
Lupus Noctis des Autorinnenduos konnte mich unglaublich begeistern, so dass ich sehr gespannt auf dieses Buch war. Zu Beginn habe ich zugegebenermaßen etwas gebraucht, um mit den Namen klar zu kommen. Die Geschichte wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der Charaktere erzählt, nur leider fand ich die Namen zum Teil irgendwie anstrengend zu lesen.
Der Schreibstil ist sonst sehr angenehm und flüssig zu lesen, jedoch dauerte es einige Zeit, bis die Geschichte wirklich an Fahrt aufnahm. Das Setting der Villa ist herrlich passend für die dunkle Jahreszeit, jedoch wurde mir alles etwas zu sehr durcheinander geworfen (bzw. ich hätte die Nebenstory mit der Blutfürstin nicht noch gebraucht). Am Ende werden alle Fragen geklärt, auch wenn nicht wirklich alle Handlungen für mich nachvollziehbar waren.
Für einen Jugendthriller waren mit einige angeschnittene Themen trotz Triggerwarnung zu tiefgehend, vor allem, da sie an sich keine wirkliche Relevanz für die Story hatten. Da hätten es auch weniger triggernde Geheimnisse getan.

Was war besonders?
Ich fand es sehr cool, dass die Geschichte in Deutschland rund um den Brocken spielt.

Reading Villa Obscura makes me feel like...
...für mich leider bei weitem nicht so stark wie Lupus Noctis.

Mit herzlichem Dank an den Verlag und Netgalley.de für das Rezensionsexemplar

Veröffentlicht am 13.11.2024

Unerfüllte Erwartungen

Starling House
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Wie war's?
Leider muss ich sagen, dass ich mir nach dem Klappentext etwas völlig anderes unter dem Buch vorgestellt habe. Es klang so schön nach Spukroman, gruseliger Atmosphäre und alten Geheimnissen ...

Wie war's?
Leider muss ich sagen, dass ich mir nach dem Klappentext etwas völlig anderes unter dem Buch vorgestellt habe. Es klang so schön nach Spukroman, gruseliger Atmosphäre und alten Geheimnissen - leider hat sich das für mich so gar nicht erfüllt.
Die ganze Stimmung ist schon zu Beginn sehr bedrückend. Opal, die Protagonistin, hat mit einigen existenziellen Ängsten und Sorgen zu kämpfen, was sie schließlich zu Starling House führt. Ich mochte, dass sie keine „typisch schöne“ Protagonistin im Teeniealter ist, sondern innerlich und äußerlich Ecken und Kanten hat. Allerdings konnte ich einige ihrer Handlungen und Überlegungen nicht immer nachvollziehen. Auch Arthur, der Besitzer des Hauses, hätte für mich etwas greifbarer sein können.
Dass es am Ende kaum noch um das interessante Haus geht, sondern die Lovestory der beiden mehr im Fokus steht, war für mich leider sehr enttäuschend. Ich hätte sie in diesem Roman überhaupt nicht gebraucht und sowaren diese Szenen für mich eher störend.
Zwar werden offene Fragen geklärt, aber alles geschieht erst am Ende. Für mich hat es sich leider nur gezogen und der Lesespaß blieb etwas auf der Strecke. Die Grundidee der Story finde ich nach wie vor spannend, aber diese Umsetzung hat für mich leider so gar nicht funktioniert. Vielleicht lag es aber auch von vornherein an der falschen Erwartungshaltung.

Was war besonders?
Auch wenn es banal klingt: Die äußere Gestaltung mit dem Farbschnitt kann sich wirklich sehen lassen. Einfach wunderschön!

Reading Starling House makes me feel like...
...statt Spukroman gab es eine düstere Encanto-Version mit Lovestory - leider nicht meins.

Mit herzlichem Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar

Veröffentlicht am 18.05.2024

Zu oberflächlich

Wilde Ernte aus dem Wald - 40 essbare Pflanzen - einfache Bestimmung, kompaktes Wissen und leckere Rezepte
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Wie war's?
Zunächst: Nein, das hier ist kein Wildpflanzenführer. Zwar werden zu jeder Pflanze Infos zum Aussehen, dem Verbreitungsgebiet, der Ernte sowie Geschmack und Nutzung gegeben, jedoch sind dies ...

Wie war's?
Zunächst: Nein, das hier ist kein Wildpflanzenführer. Zwar werden zu jeder Pflanze Infos zum Aussehen, dem Verbreitungsgebiet, der Ernte sowie Geschmack und Nutzung gegeben, jedoch sind dies nur kurze Vorstellungen. Man kann dieses Buch nicht mit in den Wald nehmen und Pflanzen bestimmen (auch wenn der Untertitel dies suggeriert).
Dazu kommt auch - und dass ist mein größter Kritikpunkt - es werden nur 40 Pflanzen vorgestellt. Und diese 40 Pflanzen sind auch noch in Pflanzen, Beeren, Früchte, Bäume und Pilze unterteilt - also ein sehr oberflächlicher Abriss wenn man bedenkt, wie viele Pilzsorten es allein in Deutschland gibt. Ich finde es zudem schade, dass kaum auf Verwechslungen mit z.T. giftigen Doppelgängern eingegangen wird (Beispiel Kleiner Waldchampignon - der giftige große Waldchampignon wird erwähnt, aber kein Wort darüber, wie man sie unterscheiden kann).
Die einzelnen "Erntemöglichkeiten" sind zur Vereinfachung nach Jahreszeiten geordnet. Generell ist das Buch sehr übersichtlich gestaltet. Jede Pflanze nimmt eine Doppelseite ein, welche mit dazugehörigen Infos, einem Rezept und einem großen Bild versehen ist. Zum Teil gibt es auch noch Tipps und kleine Boxen mit wissenswerten Infos.

Was war besonders?
Zu jeder Pflanze gibt es ein Rezept. Hier finden sich sehr besondere Vorschläge, von denen ich so wirklich noch nie gehört habe. Ich fand z.B. den Fichtenspitzensirup sehr spannend und kann es kaum erwarten, ihn auszuprobieren.

Reading Wilde Ernte aus dem Wald makes me feel like...
...für Anfänger oder Menschen, die auf der Suche nach einem Pflanzenführer sind, würde ich dieses Buch absolut nicht empfehlen. Für Fortgeschrittene im Thema oder Menschen, die auf der Suche nach interessanten Rezepten aus hiesigen Pflanzenschätzen sind, ist das Buch jedoch eine schöne Erweiterung.

Mit herzlichem Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar

Veröffentlicht am 21.04.2024

Eine ziemlich anstrengende Protagonistin...

The Ravenhood - Flock
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Wie war's?
Hmm, wo soll ich da nur anfangen...
Also zunächst einmal sei gesagt, dass ich (anscheinend als einer der wenigen Menschen rund um Social Media und Co) tatsächlich vorher nichts von diesem Buch ...

Wie war's?
Hmm, wo soll ich da nur anfangen...
Also zunächst einmal sei gesagt, dass ich (anscheinend als einer der wenigen Menschen rund um Social Media und Co) tatsächlich vorher nichts von diesem Buch und dem gesamten Hype darum mitbekommen habe. Dafür bin ich tatsächlich dankbar, denn so konnte ich mich überraschen lassen.
Und, um etwas vorzugreifen - das hätte ich so alles nicht erwartet. Zwar gibt das düstere, fast schon thrillerhafte Cover einen Hinweis darauf, dass einen hier nicht zwingend die rosa-Einhorn-Zuckerwatten-Romance erwartet, aber nur vom Klappentext her hätte ich die Story nicht zwingend Richtung Dark Romance, geschweige denn Richtung Bully zugeordnet.
Die Figuren fand ich...anstrengend. Protagonistin Cecilia ist mit ihren 19 Jahren gut getroffen, aber außer dem guten Aussehen kann ich den beiden Love Interests leider nicht viel abgewinnen. Da wollte es für mich nicht richtig funken.
Abseits der Charaktere versteht es die Autorin allerdings, den Leser zu fesseln. Der Schreibstil ist flüssig, die Wendungen wirklich überraschend und auch die erotischen Szenen sind angenehm formuliert. Man möchte wissen, wie es weiter geht und kommt auch beim Hören flux vorwärts.
Irgendwie ist man am Ende nicht wirklich schlauer als zu Beginn, aber es gibt ja auch noch weitere Teile.
Was war besonders?
Martha Kindermann hat wirkliche eine herrlich fesselnde Stimme, die beim Zuhören unglaublich entspannt.

Listening to The Ravenhood - Flock makes me feel like...
...trotz anstrengender Figuren konnte man der Geschichte gut folgen. Mit Teil 2 werde ich allerdings noch etwas warten.

Mit herzlichem Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.