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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2025

Mischung aus Thriller und Sozialstudie

Die Kurve
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"Die Kurve" von Dirk Schmidt hatte mich wegen des schön gestalteten Covers (das aufgrund des erhabenen Titels auch schön in der Hand liegt) und des Klappentexts sehr angezogen. Die Leseprobe weckte großes ...

"Die Kurve" von Dirk Schmidt hatte mich wegen des schön gestalteten Covers (das aufgrund des erhabenen Titels auch schön in der Hand liegt) und des Klappentexts sehr angezogen. Die Leseprobe weckte großes Interesse am Fortgang der Geschichte bei mir. Meine Erwartungen wurden leider nicht bzw. nur teilweise erfüllt.

Der Thriller lässt sich aufgrund der guten Erzählweise des Autors und der vergleichsweise kurzen Kapitel flüssig lesen. Auch die Sprünge zwischen den einzelnen Protagonistinnen und Protagonisten von Kapitel zu Kapitel stellten beim Lesen kein Problem für mich dar. Inhaltlich konnte mich das Buch aber nicht überzeugen. Es kommen einerseits Elemente eines Thrillers vor; etwa, wenn für mich brutal geschilderte Sequenzen eingestreut werden. Andererseits folgen Abschnitte, die für mich eher einer Sozial- oder Milieustudie entsprungen sein könnten. So wurde ich insgesamt mit dem Buch nicht warm und konnte zu keiner Person, die darin vorkam, einen wirklichen Bezug herstellen. Das liegt aber vermutlich auch daran, dass ich mit falschen Erwartungen an die Lektüre (auch nach der Leseprobe) heranging.

Insgesamt ein für mich nicht wirklich überzeugender Thriller. Wer einen Thriller mit Sozialbezug mag, wird "Die Kurve" aber vermutlich ganz gut finden.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Bisweilen unterhaltsam, aber wenig spannend

Gefährliche Betrachtungen
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"Gefährliche Betrachtungen. Der Fall Thomas Mann" von Tilo Eckardt wird in das Genre Krimi eingeordnet, ist für meinen Geschmack aber eher ein Unterhaltungsroman.

Das Buch spielt im Jahr 1930 an einem ...

"Gefährliche Betrachtungen. Der Fall Thomas Mann" von Tilo Eckardt wird in das Genre Krimi eingeordnet, ist für meinen Geschmack aber eher ein Unterhaltungsroman.

Das Buch spielt im Jahr 1930 an einem realen Ort – Nidden in Ostpreußen – seine Handlung ist jedoch fiktiv. Thomas Mann basiert selbstverständlich auf dem Schriftsteller und ist einer der Protagonisten des Romans. Die zweite Hauptfigur, der litauische Übersetzer Žydrūnas Miuleris, hat kein reales Vorbild. Als eine Rede, mit der Thomas Mann die Deutschen vor den Nationalsozialisten warnen wollte, in falsche Hände gerät, beginnen die beiden Figuren mit ihren Nachforschungen. Ermittlungen finde ich in diesem Fall etwas übertrieben. Die Handlung plätschert für meinen Geschmack etwas dahin, auch wenn durchaus die ein oder andere Anekdote mich zum Schmunzeln brachte. Der Schluss der Geschichte belohnte mich aber für die Geduld bei den vorherigen Längen.

Insgesamt ein für meinen Geschmack unterhaltsamer Roman mit einigen Längen und ein paar Einsprengseln aus dem Krimigenre.

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Veröffentlicht am 17.08.2024

Geschichte interessant verpackt, jedoch nicht das volle Potenzial ausgeschöpft

Die Gräfin
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"Die Gräfin" von Irma Nelles hat ein sehr schönes Cover, welches Lust auf den historischen Roman, der sich dahinter verbirgt, macht.

Mir gefiel die Lektüre des Romans sehr gut, da er flüssig geschrieben ...

"Die Gräfin" von Irma Nelles hat ein sehr schönes Cover, welches Lust auf den historischen Roman, der sich dahinter verbirgt, macht.

Mir gefiel die Lektüre des Romans sehr gut, da er flüssig geschrieben ist und die damalige Stimmung für meinen Geschmack gut einfängt. Die Charaktere werden ausreichend beschrieben, um sich ein Bild von ihnen machen zu können. Weiterhin gefiel mir der mittels Dialekt eingebaute Lokalkolorit.

Der Roman hätte aber meiner Meinung nach ruhig noch ein paar Seiten mehr vertragen können. Auch das Ende ließ mich etwas unbefriedigt zurück, zumal es kein Nachwort gab, das möglicherweise noch ein bisschen Hintergrundwissen hätte beisteuern können. So bricht die Atmosphäre des Romans zum Ende hin leider abrupt ab, was mich ein wenig bekümmert zurückließ. Ich lese gerne wieder einen Roman von Irma Nelles, aber beim nächsten Mal bitte mit mehr Seiten!

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Veröffentlicht am 21.07.2024

Spezieller Charakter in einem eher seichten Kriminalroman

Verbrannte Gnade
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"Verbrannte Gnade" machte mich aufgrund seines außergewöhnlichen Covers sehr neugierig. Die Inhaltsangabe sorgte dafür, dass ich den Krimi unbedingt lesen wollte.

Schwester Holiday ist eine sehr spezielle ...

"Verbrannte Gnade" machte mich aufgrund seines außergewöhnlichen Covers sehr neugierig. Die Inhaltsangabe sorgte dafür, dass ich den Krimi unbedingt lesen wollte.

Schwester Holiday ist eine sehr spezielle Hauptfigur, die durchaus vielschichtig ist. Vor allem die Rückblicke im Buch helfen, ihren Charakter zu verstehen und was sie dazu gebracht hat, dem Orden beizutreten. Doch Holiday allein macht leider noch keinen guten Kriminalroman aus.

Die Handlung des Kriminalromans war für mich eher seicht, trotz Feuer und Leichen. Es wurden zwar einige Fährten ausgelegt, sodass die Spannung in dieser Hinsicht bis zum Schluss hoch blieb. Auch die Beschreibung der Stadt hat mir recht gut gefallen. Nur bedauerlicherweise waren die Ermittlungen der Nonne dann doch eher etwas seicht und ein richtiger Sog hat sich beim Lesen des Buchs bei mir nicht eingestellt. "Verbrannte Gnade" ist ein flüssig zu lesender, aber meiner Meinung nach eher durchschnittlicher Kriminalroman. Wer einen Krimi lesen möchte, der eine außergewöhnliche Hauptfigur hat, wird hier vermutlich fündig. Wer einen tollen und unterhaltsamen Krimi lesen möchte, vermutlich eher nicht.

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Veröffentlicht am 19.07.2024

Viele Informationen, aber keine Geschichte

Das Superteam 1
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Pete und Bob, die beiden Hundedetektive, hatten es mir bereits mit ihrem schön gestalteten Cover angetan. Auch der Klappentext klang vielversprechend. Immerhin sollten die beiden Spürnasen ihren ersten ...

Pete und Bob, die beiden Hundedetektive, hatten es mir bereits mit ihrem schön gestalteten Cover angetan. Auch der Klappentext klang vielversprechend. Immerhin sollten die beiden Spürnasen ihren ersten Fall in diesem Buch lösen. Als Vorlesegeschichte aus meiner Sicht und anhand dieser Beschreibung ideal. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

Das Buch ist sehr schön gestaltet und als ein reines Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren sicherlich eine gute Idee. Was mir ebenso gut gefiel, waren die beim Aufklappen als eine Art "Personenregister" aufgeführten Tiere, die im Buch näher vorgestellt werden, die nicht mal ich als Erwachsene alle kannte. Auch die Informationen zu den einzelnen Tieren sind sehr interessant.

Was mir wiederum an diesem Buch nicht gefiel und weshalb es zum Punktabzug kam, ist, dass es – meiner Meinung nach – nicht zum Vorlesen geeignet ist. So wird zum Beispiel die wörtliche Rede verwendet, ohne dass im Anschluss steht, wer dies gesagt hat. Kinder brauchen jedoch genau diese Information beim Vorlesen, um einer Geschichte gut folgen zu können. Und da wären wir beim nächsten Kritikpunkt: Welche Geschichte? Es wird nicht klar, warum und wohin die beiden Spürnasen unterwegs sind. Somit reiht sich von Seite zu Seite eine Tierbeschreibung an die nächste, ohne einen roten Faden erkennen zu lassen. Sehr schade, so bleibt das Superteam leider ein reines Bilderbuch, das ich nicht zum Vorlesen verwenden kann.

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