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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2025

knappe 60 Taschenbuchseiten seichte Erzählung

Ein Ohrensessel, zwölf Fragen und eine Reise zu dir selbst
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Die Diplompsychologin Tanja Köhler gab diesem dünnen Taschenbuch den Untertitel „Eine Erzählung über die Kraft der Veränderung“, beginnend auf Seite 7 und endend auf Seite 125, wobei 58 Seiten davon komplett ...

Die Diplompsychologin Tanja Köhler gab diesem dünnen Taschenbuch den Untertitel „Eine Erzählung über die Kraft der Veränderung“, beginnend auf Seite 7 und endend auf Seite 125, wobei 58 Seiten davon komplett bebildert oder mit wiederholtem Satz aus den Kapiteln sind – das macht also insgesamt 60 Seiten Text, die auch nicht immer voll geschrieben sind, sondern zum Teil auch noch einfache Bildchen enthalten. Die ganzseitigen Illustrationen zeigen Strichzeichnungen wie einen Einkaufswagen mit Herzen als Inhalt oder einen Teller mit Suppe.

Die Erzählung in mehreren Kapitel handelt von einer Frau, die sich in ihrem Leben „Veränderungen stellt“ und soll den Leser mitreißen und zum Nachdenken und eigenen Handeln motivieren. Das hat bei mir beides nicht geklappt; die Erzählung fand ich sehr oberflächig, unspektakulär, sogar eher langweilig und trivial. Wer hier zu irgendeiner Verhaltens-/Änderung gebracht wird, stellt vermutlich auch seine Ernährung um sobald er ein Plakat mit Werbung für Äpfel sieht.

Ich fand das Buch total enttäuschend, hätte etwas mehr Tiefgang erwartet, da es ja aus der Feder einer Diplompsychologin stammt. Als Sachbuch, Ratgeber und Lebenshilfe wird es auf Verkaufsseiten eingeordnet, was ich, ehrlich gesagt, nicht nachvollziehen kann.

Veröffentlicht am 01.01.2025

schade, nur triviales, bekanntes Allgemeinwissen

Die Anti-Schnarch-Formel
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Bislang hatte ich noch kein Buch über das Schnarchen gelesen und war neugierig, wie dieses, wie im Buchtitel versprochen, endlich aufhört. Immerhin: ein Professor und eine Dr. dent widmen sich dem Thema, ...

Bislang hatte ich noch kein Buch über das Schnarchen gelesen und war neugierig, wie dieses, wie im Buchtitel versprochen, endlich aufhört. Immerhin: ein Professor und eine Dr. dent widmen sich dem Thema, berufen sich auf langjährige Berufserfahrung und ihr eigens entwickeltes erfolgssicheres Konzept, dass sie die "Anti-Schnrch Formel" benennen; da darf der Leser schon einiges, vor allem Neues erwarten.

Schlaf- und Schnarchprobleme werden viele von uns haben und bereits wissen, dass dieses oft mit entspannter Zunge, Engstellungen oder leichten Fehlstellungen, mit Übergewicht, Rauchen, Alkohlkonsum in den letzten zwei Stunden vor dem Schlafengehen, auf dem Rücken schlafen, Stress und weiteren, bekannten Faktoren zusammenhängt und auch, dass es kleine Hilfsmittel gibt, die das ändern könnten, bis hin zu einer OP.

Auf nun ziemlich genau 150 Seiten schreiben die beiden Autoren über verschiedene Schnarchtypen, über das Ein- und Durchschlafen, gesundheitliche Risiken von zu wenig Schlaf, über Bewegung und Entspannung, Schlafhygiene wie die richtige Matratze oder das angemessene Kissen. Es werden Hilfsmittel wie Zahnschiene, Nasenpflaster, Nasenspreizer, Tennisballtrick, Diagnosestellung und wenn gar nichts mehr hilft, auch die Möglichkeit einer OP angerissen. Bei den Hilfsmittel erfährt man, dass sie helfen können, aber nicht müssen und, dass man es ja einfach mal ausprobieren kann. Die oben erwähnten Themen wie Übergewicht, Alkohlkonsum u.s.w. finden sich gebetmühlenartig alle paar Seiten wieder und machen den Hauptbestandteil dieses dünnen Buches aus. Im letzten Kapitel kommt dann endlich die Lösung: es wird nun die selbst entwickelte "Anti Schnarch Formel" vorgestellt. Stufe 1 (Lebensstilveränderung); auf dem Rücken schlafen, abnehmen (mit Empfehlung von Intervallfasten, weniger Alkohol... Stufe 2: medizinische Geräte, wie in der Kapiteln zuvor; Stufe 3: Operative Behandlung. Wer die vorherigen Kapitel noch nicht gelesen haben und direkt mit diesem eingestiegen sein sollte: Keine Angst, nichts verpasst; alles wird hier nochmals abgespult. Und es gibt sogar noch eine zusätzliche Lösung, die vorher nicht erwähnt wurde: einfach das Schnarchen akzeptieren, egal ob bei sich oder dem Mitschläfer. Tja, so einfach kann die Lösung sein, wenn man dazu ein Buch gelesen hat.

Am besten im gaanzen Buch gefallen mir die drei Seiten 116/117 sowie 138: hier wird in zwei Tabellen der gesamte Inhalt des Buches auf den Punkt gebracht, wobei ich den Eindruck habe, dass diese drei Seiten ursprünglich ein Faltblatt zum Thema gewaen sein könnten, dass alles, was man eigentlich schon aus dem Alltag kennt, sehr gut zusammenfasst.

Ich kann leider keine Empfehlung für dieses Buch aussprechen, fand es ausgesprochen enttäuschend.

Veröffentlicht am 18.07.2023

banal und nicht empfehlenswert

Wahrsagen
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Lilian Verner-Bonds ist laut Information auf der Buchrückseite "eine international anerkannte Hellseherin, Handleserin und Heilerin sowie Autorin, Dozentin und Lehrerin." In diesem Buch gibt sie auf 116 ...

Lilian Verner-Bonds ist laut Information auf der Buchrückseite "eine international anerkannte Hellseherin, Handleserin und Heilerin sowie Autorin, Dozentin und Lehrerin." In diesem Buch gibt sie auf 116 Seiten, von denen einige von ganzseitigen Bildern geziert werden, eine Einführung in die Wahrsagung, die Geschichte eben dieser und in insgesamt 40 verschiedene Möglichkeiten der Wahrsagung. Es versteht sich von selber, dass die Autorin hier keiner einzigen der dargestellten Möglichkeiten gerecht und alles nur im Schnelldurchgang angekratzt werden konnte.

Das ganze Buch wirkt auf mich so, als wäre die Zielgruppe von 8 - 12- Järigen gewesen, was aber nicht sein kann, denn die Autorin siezt ihre Leserschaft. Die Autorin möchte auf diesen wenigen Seiten möglichst viel anbieten, dass man ausprobieren sollte, um festzustellen, was bei einem selber wirken würde - und wenn nichts anspräche, wäre vieles aus dem Buch auch noch als Partyspaß gut geeignet. Das macht auf mich nicht den Eindruck, als würde die Autorin viel Herzblut in dieses, ihr neuestes Werk, legen zumal sie die Ernsthaftigkeit des Vermittelten auch noch durch eine Bastelseite in diesem Buch unterstreicht, auf dem Glücksbrigeramulette, unter anderem "der heilige ägyptische Skarabäus" immerhin mit Vorder- und Rückseite abgedruckt sind; die Papierseitenamulette soll man ausschneiden und erhält auch gleich eine Anleitung, wie man diese im nächsten Arbeitsschritt energetisieren kann.

Die gegebenen Infos finde ich banal, zum Teil gefährlich (wer beurteilt andere nach ihren Ohren?) und sehr fragwürdig. Ich kann dieses Buch nicht weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 16.10.2022

enttäuschend

Das Zuhause
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Emanuele Coccias will "Das Zuhause - Philosophie eines scheinbar vertrauten Ortes" auf knapp 150 Seiten des kleinformatigen Buches in 12 Kapiteln, meist nach Räumen des Hauses benannt, aufzeigen, wie das ...

Emanuele Coccias will "Das Zuhause - Philosophie eines scheinbar vertrauten Ortes" auf knapp 150 Seiten des kleinformatigen Buches in 12 Kapiteln, meist nach Räumen des Hauses benannt, aufzeigen, wie das Zuhause unsere Psyche beeinflusst.

Die Leseprobe hatte mich angesprochen und ich war neugierig auf dieses Werk. Der vielgereiste und mindestens 30mal umgezogene Philosophieprofessor fabuliert von seinen 30 Umzügen sowie den begleitenden Umständen, Wohnbedingungen und daraus resultierenden Erkenntnissen und das meist recht hochgestochen formuliert und leider nicht ganz so stark im Bezug auf philosophische Einsichten. Sehr persönlich und vielleicht auch ein wenig zu überheblich werden da “Tatsachen” dargestellt, die wohl nicht nur Frauen als zweifelhafteinstufen könnten; auch ich würde die Ausführungen zum Badezimmer als hanebüchen bezeichnen.

Für mich war der Inhalt dieses kleinen Büchleins sehr enttäuschend: viele Sprünge, kein roter Faden oder gar Erkenntnis. Als philosophisches Buch würde ich es nicht bezeichen und es auch nicht weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 30.08.2022

absolut enttäuschend und langweilig

Als das Böse kam
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Vater, Mutter Tochter und Sohn leben auf einer Insel. Die Eltern erklären Juno (16J) und Boy (12J.) immer wieder, dass sie sich in einem Zeugenschutzprogramm befinden, haben im Keller einen Schutzraum ...

Vater, Mutter Tochter und Sohn leben auf einer Insel. Die Eltern erklären Juno (16J) und Boy (12J.) immer wieder, dass sie sich in einem Zeugenschutzprogramm befinden, haben im Keller einen Schutzraum ausgebaut, in dem sie zwei Wochen unbemerkt überleben können und führen regelmäßig Testalarm und -übung durch. Die Mutter unterrichtet die Kinder selber, wobei mich stets erstaunt hat, wie blöd und naiv zumindest Mutter und Kinder dargestellt werden. So wird beispielsweise im Mathematikunterricht bestaunt, dass die Sechzehnjährige 330:6 im Kopf ausrechnen kann und sogar zur Probe nachgerechet. Plötzlich hinterfragt zumindest Juno ein paar der durch die Eltern aufgestellten Gesetze, nicht zuletzt nach einer Begenung mit einem „Fremdling“ am Ufer und einem kuriosen Todesfall und plötzlich gerät das Inselleben aus den Fugen….

Den Titel „Als das Böse kam“, kann ich nicht nachvollziehen. Soll denn das Böse nicht schon immer auf der Insel gewesen sein? Den sehr einfachen Schreibstil fand ich langweilig; beginnend auf S.9 bis S.116 habe ich mich gefragt, wann denn nun endlich etwas passiert. Der Roman dehnt sich bis S.310 aus, enthält einige Szenen, die dramatisch wirken sollen, aber eher unglaubwürdig erscheinen. Manchmal wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht und als spannend hingestellt. Während des Lesens habe ich mich immer wieder gefragt, warum auf dem Cover die Bezeichnung „Thriller“ angegeben wurde; das ist dieser Roman für mich keinesfalls; da reicht es nicht, dass ein paar Leichen vorkommen. Bis fast zum Ende dieses Buches, dass ich eher als Jugendroman oder jugendlichen Roman bezeichnen würde, habe ich mich gefragt, ob dieser vielleicht von einem Jugendlichen geschrieben wurde. Erst als ich am Ende angekommen war, habe ich in der Danksagung gelesen, dass der Autor sich vorgenommen hatte, den Roman an 365 Tagen zu schreiben, jeden Tag eine Seite. Nun, offensichtlich war der Roman schon nach 305 Tagen beendet und wurde vom Autor, seiner Frau und einem Freund gemeinsam geschrieben; Frau und Freund haben dabei festgestellt, dass ihnen andere Dinge mehr liegen. Bei der Danksagung hat die 14-jährige Tochter geholfen. Das alles erklärt mir einiges….

Bei „Als das Böse kam“ handelt es sich nach Angaben des inneren Klappentextes um den ersten Roman Ivar Leon Mengers. Er lässt sich flüssig lesen, hat mich aber nicht überzeugen können, enthielt für mich etliche Ungereimtheiten, wenig Spannung und ebensowenig Tiefgang oder Raffinesse – für mich insgesamt weit entfernt von einem Thriller. Die vielen begeisterten und lobenden Rezensionen kann ich nicht nachvollziehen, genausowenig wie die hochlobenden Worte durch Melanie Raabe und Sebastian Fitzek.

Ich kann für dieses Buch keine Leseempfehlung aussprechen.