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Veröffentlicht am 29.07.2025

Wenn Stil überzeugt, aber Herz fehlt

Yellowface
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* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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Im Vornherein habe ich viel von diesem Buch gehört ...

* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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Im Vornherein habe ich viel von diesem Buch gehört und war daher sehr neugierig auf dessen Inhalt. Leider hat es mich jedoch nicht so begeistert wie erhofft.
Dabei liegt es nicht an dem Schreibstil der Autorin. Sie schreibt spannend und bildlich, ich war sofort in der Geschichte drin. Interessant sind auch alle Details zum Thema Verlagswesen und Publikationen, mit denen ich mich vorher noch nie so intensiv auseinandergesetzt habe. Doch gab es keinen einzigen Charakter, den ich irgendwie ins Herz geschlossen habe. Vor allem das Handeln der Hauptperson June ist äußerst fragwürdig. Sympathien habe ich nicht entwickelt, manchmal höchstens Mitleid. Ich meine gelesen zu haben, dass dies auch das Ziel von Rebecca F. Kuang war und wenn das stimmt, dann ist ihr das gelungen. Aber für mich ist es beim Lesen total wichtig, eine Figur zu haben, die ich mag und mit der ich mich evtl. sogar identifizieren kann.
In der Geschichte schafft es die Autorin allerdings, auf verschiedenen Metaebenen zu kommunizieren, was ziemlich beeindruckend ist. Hierbei ist sie nicht belehrend – was richtig oder falsch ist, entscheiden die Rezipienten. Dazu gehört auch das offene Ende, was wir als Leser:innen im Kopf weiterdenken sollen. Ich persönlich hätte mir aber einen richtigen Abschluss gewünscht und war daher eher enttäuscht.

Ich empfehle das Buch somit nur bedingt weiter. Es bietet zwar viele interessante Einblicke in aktuelle gesellschaftliche Themen, emotional konnte es mich leider nicht abholen. Wer einen klaren Abschluss bevorzugt oder eine Identifikation mit den Figuren sucht, könnte sich hier schwertun.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Bin unschlüssig – Onyx Storm im Schatten seiner Vorgänger

Onyx Storm – Flammengeküsst
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* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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Puh, ich weiß gar nicht so recht, wie ich diese ...

* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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Puh, ich weiß gar nicht so recht, wie ich diese Rezension verfassen soll. Nachdem ich Fourth Wing ABSOLUT GELIEBT habe und Iron Flame wirklich eine richtig gute Fortsetzung war, bleibt Onyx Storm leider hinter meinen Erwartungen zurück. Aber woran genau liegt das?
Der Anfang erschien mir teilweise so wirr und viele Szenen waren in meinen Augen nicht unbedingt relevant für den weiteren Verlauf der Handlung. Damit bin ich leider im Gegensatz zu den Vorbänden viel schlechter in die Geschichte eingestiegen. Dann dachte ich aufgrund des Endes von Band 2, dass wir nun viel mehr über die Venin erfahren würden, aber dem war nicht so. Die Venin sind sehr wichtig für die Action in der Story, aber ihr Ursprung und ihre Mythologie bleiben leider weiterhin sehr mysteriös. Auch Andarnas Geschichte wird vom Ende im zweiten Band groß angeteasert, doch ist sie in Onyx Storm eher passiv und spielt letztendlich nur wenig eine Rolle im eigentlichen Konflikt. Besonders ihre neuen Kräfte bzw. das, was sie als Signet an Violet vermacht hat, bleibt sehr vage.
Gefallen hat mir dafür der kleine Einblick in das Innenleben zwischen anderen Ridern und ihren Drachen sowie die fortwährende Charakterentwicklung der Einzelnen.

Wenn man bereits die ersten beiden Bände der Empyrean-Reihe von Rebecca Yarros mochte, dann empfehle ich Onyx Storm definitiv, denn es gibt viel Emotionalität und tolle Twists. Doch muss man damit rechnen, dass einen das Buch vielleicht nicht ganz so abholen wird wie Fourth Wing und Iron Flame.

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Veröffentlicht am 01.01.2025

Es war einmal…

A Dark and Drowning Tide
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Es war einmal... wäre ein passender Einstieg für Allison Safts "A Dark and Drowning Tide". Das atemberaubende Cover erinnert an Yin und Yang, ebenso wie die beiden Protagonistinnen Lorelei und Slyvia. ...

Es war einmal... wäre ein passender Einstieg für Allison Safts "A Dark and Drowning Tide". Das atemberaubende Cover erinnert an Yin und Yang, ebenso wie die beiden Protagonistinnen Lorelei und Slyvia. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Sylvia ist offen, fröhlich, liebenswert; Lorelei hingegen wirkt oft verschlossen und verbittert - kein Wunder, dass sie dadurch regelmäßig aneinandergeraten. Gemeinsam sollen sie eine wichtige Expedition durchführen, um den geheimnisvollen Ursprung zu finden. Auch die anderen Charaktere haben so ihre Eigenheiten, die Würze in die Story bringen.
Allison Saft schreibt insgesamt sehr künstlerisch und märchenhaft. Manche Passagen lassen sich leicht lesen, andere sind schwieriger zu verfolgen. Vor allem das letzte Drittel ist dabei sehr mitreißend! Zwischendrin gibt es jedoch immer wieder kurze Einschübe von Märchen, die zwar grundsätzlich interessant sind, aber gleichzeitig meinen Lesefluss störten.

Das Buch ist für mich leider kein Highlight, unterhalten hat es mich trotzdem. Die Idee hinter der Welt und der Magie ist auf jeden Fall besonders.
Schön ist außerdem, dass in dieser Romantasy endlich mal zwei queere, starke Protagonistinnen im Mittelpunkt stehen. Daher empfehle ich die Geschichte jedem, der sich nach dieser Liebe in der Fantasywelt sehnt sowie die richtige Mischung aus "Slow Burn" und "Grumpy × Sunshine" sucht.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Tauche ein in die zauberhafte Kulisse Schwedens

Genau jetzt mit dir
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In „Genau jetzt mit dir“ geht es um Alma, die aus ihrem Leben in Deutschland flieht und wieder in ihre ehemalige Heimat Schweden zieht. Dort lernt sie über ihren Job Liam kennen und eins führt zum anderen… ...

In „Genau jetzt mit dir“ geht es um Alma, die aus ihrem Leben in Deutschland flieht und wieder in ihre ehemalige Heimat Schweden zieht. Dort lernt sie über ihren Job Liam kennen und eins führt zum anderen… Die atemberaubende schwedische Landschaft als Szenerie entführt uns in eine Welt zum Träumen, welches durch die tolle Gestaltung des Covers unterstützt wird. Aufgrund des bildlichen Schreibstils konnte ich mir alles sehr genau vorstellen und hatte teilweise sogar das Gefühl, Gerüche wahrzunehmen. Auch das Hintergrundwissen zu dem Land und viele schwedische Begriffe/Redewendungen, die einem im Buch begegnen, empfand ich als sehr spannend.
Alma und Liam treffen sehr schnell aufeinander und fortan dreht sich nur noch alles um die Zwei. Daraufhin kommen das eigentliche Leben sowie die Hintergrundgeschichte zu Alma meiner Meinung nach viel zu kurz, wodurch sie zu Beginn etwas farblos auf mich wirkte, was ich sehr schade fand. Das Buch gewinnt an Spannung als eine wichtige weibliche Person in Almas Leben tritt (welche ich aufgrund des Vermeidens von Spoilern nicht näher beleuchten möchte) und sie selbst wie auch die Handlung blühen endlich auf.
Insgesamt hat mich die Geschichte aber gut unterhalten und die Dialoge zwischen Liam und Alma waren süß. Ein klein wenig Spice hätte mir allerdings schon gefallen, aber das ist ja Geschmackssache.

Ich empfehle das Buch jedem, der gern eine liebevolle Green-Flag-Romance lesen möchte, indem die Charaktere von Freunden zu Liebenden werden und der sich gern nach Schweden träumen möchte.

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Veröffentlicht am 27.11.2024

Reversed Grumpy x Sunshine EXTREME

Unsteady (Undone 1)
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* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.

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Auf dem Eis ist der Unterschied für Rhys Koteskiy, ...

* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.

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Auf dem Eis ist der Unterschied für Rhys Koteskiy, einst ein sehr guter Hockeyspieler, zwischen Leidenschaft und Angst nur ein dünner Schleier: nach einem schwierigen Unfall hat er mit heftigen Panikattacken und Albträumen zu kämpfen. Sadie Brown, eine disziplinierte Eiskunstläuferin, findet ihn daraufhin eines Tages panisch in der Eishalle. Seitdem treffen die beiden immer wieder aufeinander…

Rhys erscheint schnell als super lieber und sympathischer Typ, der allerdings zu Beginn wie ein Highschool-Schüler auf mich wirkte und nicht wie ein Collegestudent. Dies änderte sich glücklicherweise ca. nach dem ersten Drittel der Geschichte. Sadie hingegen ist wirklich sehr grumpy und ich brauchte lange, um mit ihrem Charakter warm zu werden. Die romantische Entwicklung zwischen den Beiden ist für mich etwas überstürzt; Rhys ist gleich total verknallt und würde sofort ALLES für Sadie tun. Das war mir etwas too much und erst ab der Hälfte des Buches habe ich überhaupt die Tension zwischen ihnen spüren können. Auch fiel es mir zu Beginn schwer, mich in den Schreibstil von Peyton Corinne einzufinden. Danach liest sich die Geschichte aber relativ flüssig.

Besonders gefallen hat mir, dass im Buch vor allem dem Thema Mental Health bei Männern eine große Rolle zugeschrieben wird, was in der heutigen Gesellschaft meiner Meinung nach noch zu häufig tabuisiert wird.

Insgesamt kann man das Buch lesen, wenn man ein Fan von seichter Hockey-Romance ist und „reversed Grumpy x Sunshine“ in extremer Form liebt.

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