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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2025

Nichts ist wichtiger als die Familie

Merciful Death - Erbarme dich ihrer
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Mehrere Prepper werden getötet und ihnen wurden ihre Waffenlager gestohlen. Wegen der nationalen Sicherheit wird die FBI-Agentin Mercy Kilpatrick hinzugezogen. Gemeinsam mit dem örtlichen Polizeichief ...

Mehrere Prepper werden getötet und ihnen wurden ihre Waffenlager gestohlen. Wegen der nationalen Sicherheit wird die FBI-Agentin Mercy Kilpatrick hinzugezogen. Gemeinsam mit dem örtlichen Polizeichief Truman Daly und ihrem Partner Eddie Peterson versucht sie, den Fällen auf den Grund zu gehen. Nebenbei muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen.

Dies ist der Auftakt zu der Thriller-Reihe von Kendra Elliot rund um die FBI-Agentin Mercy Kilpatrick und Polizeichief Truman Daly.

Mich hat das Buch mit den spannenden Fällen und sympathischen Figuren total begeistert. Dazu gibt es eine langsam aufbauende Romanze und von Mercys Seite aus eine interessante und bewegende Familingeschichte. Was will man mehr? Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichten erzählt, hier stehen insbesondere Truman und Mercy im Mittelpunkt. Dazu bekommt man als Leser noch Rückblicke in ihre Vergangenheiten geliefert. Für Mercy und Truman werden die Fälle sogar persönlich, da ihre Familien Bestandteil davon sind.

Der Schreibstil ist klar und einfach, fesselnd und sehr bildhaft. Das Cover ist nett, aber wenig kreativ. Das stört mich aber nicht, denn auf den Inhalt kommt es an.

Fazit: Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Ich bin gespannt auf den zweiten Fall. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Ein Haus voller Tod

Im Finsterwald
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1926: Das Kindermädchen Maj Stenberg besucht mit den Kindern der Famile Guldin, Ingmar, Tore, Maianne, Britt und Alice, das Naturhistorische Museum in Göteborg. Draußen herrschen eisige Temperaturen und ...

1926: Das Kindermädchen Maj Stenberg besucht mit den Kindern der Famile Guldin, Ingmar, Tore, Maianne, Britt und Alice, das Naturhistorische Museum in Göteborg. Draußen herrschen eisige Temperaturen und so nutzen sie die Zeit, um sich aufzuwärmen. Doch dann verschwindet die neunjährige Alice. Die Polizei wird aber erst einen Tag später informiert. Nils Gunnarsson, Hauptwachmeister in der Detektivabteilung, und die Journalistin Ellen Grönblad machen sich auf die Suche nach dem Mädchen und der Wahrheit.

Dies ist der bereits dritte Fall für die Journalistin Ellen Grönblad und Hauptwachmeister Nils Gunnarsson im schönen Göteborg.

Für mich war es das erste Buch von Marie Hermanson, diese Reihe war mir total unbekannt. Die Geschichte wird aus mehreren Sichten erzählt, aus der von Nils und Ellens sowie von Leuten, die in Zusammenhang mit dem Fall und Alice stehen.

Ellen und Nils fand ich sehr sympathisch, jeder hatte so seine Eigenheiten. Er ein Tanzliebhaber, fleißig und ein sehr sorgfältig ermittelnder Beamter. Sie frisch verheiratet und sehr forsch im Umgang mit ihren Mitmenschen. Ich habe gemerkt,  dass beide zusammen eine Vorgeschichte haben und ich hatte oft das Gefühl, als hätte ich etwas verpasst. Diese Lücken werde ich durchs Lesen der anderen Teile schließen müssen. Dass Ellen tatsächlich Journalistin ist, kommt leider nicht so richtig in Erscheinung.

Maj Stenberg ist mit ihren gerade 16 Jahren schon sehr erwachsen. Man hatte den Eindruck, sie ist mindestens zehn Jahre älter.  Sie ist eine sehr tragische, aber auch sehr brisante Figur. Mit Nils Vorgesetztem, Kommissar Nordfeldt, und Georg, Ellens Ehemann, hatte man zusätzlich zwei interessante und unterhaltsame Figuren. Und nicht zu vergessen, das unheimliche Naturhistorische Museum als Schauplatz des Verbrechens, fast schon ein Gruselkabinett, sorgte für spannende Lesestunden.

Gesellschaftlich und zeitlich gesehen, wurde das damalige Leben sehr authentisch und lebendig eingefangen. Männer übten ihre Macht aus, es gab Kinderarbeit und Frauen waren einfach nichts wert. Die Auflösung kam nicht so überraschend. Es hat sich angedeutet, aber um ehrlich zu sein, habe ich gehofft, es gibt eine andere Erklärung. Der Schreibstil war total angenehm und fesselnd. Ich flog nur so durch die Seiten.

Fazit: Die Geschichte und ihre so unterschiedlichen Figuren haben mich von Anfang an gepackt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Die Vorgänger werde ich definitiv noch nachholen.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Ein Pageturner

Dorn. Hotel der Angst
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Karla Hofbauer vom Cold Case Management am Bundeskriminalamt Wien fällt einem Serienmörder zum Opfer. Der Psychologe Simon Dorn hat mit ihr an alten Fällen gearbeitet. Er hat sich nach dem Tod seiner Ehefrau ...

Karla Hofbauer vom Cold Case Management am Bundeskriminalamt Wien fällt einem Serienmörder zum Opfer. Der Psychologe Simon Dorn hat mit ihr an alten Fällen gearbeitet. Er hat sich nach dem Tod seiner Ehefrau ins alte Familienhotel zurückgezogen und Karla war seine einzige Verbindung zur Außenwelt. Gleichzeitig versucht die junge Kriminalpolizistin Lea Wagner den Tod ihrer Kollegin aufzuklären.

"Zimmer 103" ist der Auftakt zur neuen Dorn-Reihe von Jan Beck rund um Kriminalpolizistin Lea Wagner und Kriminalpsychologe Simon Dorn.

Mich hat die Leseprobe zu diesem Buch schon sehr fasziniert und mich hat der Rest der Geschichte dann ebenfalls nicht enttäuscht. Die Geschichte spielt abwechselnd in Deutschland und Österreich und sie wird aus verschiedenen Sichten erzählt, unter anderem von Lea und Dorn, aus Sicht der Polizei und anderer Beteiligten. Dorn ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber eine interessante und spannende Figur, auch wenn ich mit ihm nicht so richtig warm wurde. Lena ist mir sehr sympathisch mit ihrer lebensfrohen Art unf großen Tierliebe, sie ist sehr verbissen und wie Dorn auch eigenwillig. Das wirkt oft unverschämt, was ihr wohl auch bewußt zu sein scheint.

Jan Beck hat gekonnt falsche Fährten gelegt und bis zum Ende konnte ich nicht einschätzen, wer denn nun der Täter ist und war von der Aufklärung sehr überrascht und habe das alles so nicht kommen sehen. Der Schreibstil war flüssig und sehr fesselnd. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es tatsächlich an einem Tag durchgelesen. Ich freu mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

Das Buch war ein richtiges Highlight. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Ein absoluter Pageturner

The Twenty
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Nachdem ein Obdachloser einen Leichenfund meldet, trifft DCI Adam Bishop mit seinem Team ein. Am Fundort entdecken die Ermittler noch weitere Leichen. Alle sind durchnummeriert. Bishop und seinem Partner ...

Nachdem ein Obdachloser einen Leichenfund meldet, trifft DCI Adam Bishop mit seinem Team ein. Am Fundort entdecken die Ermittler noch weitere Leichen. Alle sind durchnummeriert. Bishop und seinem Partner wird schnell klar, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben und dieser noch lange nicht fertig ist. Dann wird der Fall plötzlich sehr persönlich.

Das Buch ist der zweite Teil einer Reihe mit dem englischen Titel namens Major Crimes. Ich hoffe stark, dass auch die anderen Teile noch übersetzt werden. Den Fall um den Echo-Mann und DCI Cara Elliott, die auch kurz in "Twenty" vorkommt, klingt total spannend.

Ich bin absolut begeistert von diesem Buch. Der Fall war sehr fesselnd. Die Spannung baute sich von Seite zu Seite auf. Ich hatte reichlich Verdächtige und jede Figur war irgendwann mal in meinen Augen verdächtig. Die Auflösung kam sehr überraschend. Was mich total überzeugt hat, waren die ständigen Wendungen und Überraschungsmomente. Auch die Entwicklung der Figuren war überzeugend. Bspw war mir am Anfang DCI Adam Bishop unsympathisch, doch am Ende habe ich nur noch mit ihm mitgefiebert, was ebenfalls für seine Ex-Frau Romilly und seinem Partner Jamie Hoxton gilt.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er war fesselnd und flüssig und sehr lebendig. Die Länge der Kapitel war ebenfalls sehr angenehm. Das Cover verspricht eine düstere und spannende Geschichte und dieses Versprechen wurde gehalten.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Ich bin total begeistert und würde sehr gerne weitere Thriller von der Autorin lesen.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Das Leben findet einen Weg

Die Töchter der Ärztin
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Die goldenen Zwanziger sind vorbei. In Los Angeles konzentriert sich Henny auf ein neues Fachgebiet, der Frauenheilkunde. An ihrem Krankenhaus, dem Cesars, braucht man keine Onkologin. In Berlin ist Antonia ...

Die goldenen Zwanziger sind vorbei. In Los Angeles konzentriert sich Henny auf ein neues Fachgebiet, der Frauenheilkunde. An ihrem Krankenhaus, dem Cesars, braucht man keine Onkologin. In Berlin ist Antonia glücklich mit Guntram. Wenn seine Scheidung endlich durch ist, möchte das Paar heiraten. Auf Freystetten lässt sich Ricarda von ihrer Mutter Klara in die Naturheilverfahren einführen und genießt mit Siegfried ihren Ruhestand.

Das ist der dritte und gleichzeitig grosse Abschluss der Reihe über die Töchter der Ärztin, Henny und Antonia.

Ein letztes Mal begleiten wir die Thomasius-Frauen und die letzte Geschichte führt die Leser erneut nach Berlin, Los Angeles, ins schöne Brandenburg und nach Frankreich an die wunderschöne Riviera. Jede der Frauen bekommt ihren Abschluss und am Ende fühlte sich alles rund an. Gefreut habe ich mich sehr, dass Karla und Siegfried mehr Raum bekamen. Auch Hennys herzerwärmendes Engagement für die kleine Lucia und die mexikanischen Frauen hat mich sehr berührt. Rica ist im Ruhestand, führt aber weiterhin mit Siegfried ein aufregendes Leben. Sie ist weiterhin wissbegierig und lernt neue Heilverfahren. Es sind aber nicht nur die Thomasius-Frauen, die einen runden Abschluss bekommen. Auch die Geschichten um Celia, Frieda und Doris enden und sie finden ihren Platz in der Welt, mehr oder weniger. Weniger verwunderlich und gleichzeitig bedauerlich war, dass aufgrund der unruhigen Zeiten und politischen Ansichten es nie zu einer Versöhnung zwischen den Familien und Freystetten gekommen ist.

Der Schreibstil war füssig und packend. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Aber das war mir von den bisherigen Romanen des Autorenpaars nicht unbekannt.

Ich habe diese Reihe geliebt, genauso wie die Vorgängerreihe über Ricarda und die über die Polizeiärztin Magda Fuchs. Vielen Dank für die wunderschönen Lesestunden und die Geschichten. Ich werde sie vermissen. Der Abschied von dieser Reihe fällt mir sehr schwer. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, nicht nur für diesen Teil, sondern für die gesamte Reihe.

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