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Kerty

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2025

Interessant, aber sehr lang und kein Horror

Unwesen
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Ohne eine Vorwarnung oder einen Hinweis taucht in Norrtälje ein Container auf. Er macht die Leute neugierig und auch unruhig, bis er geöffnet wird. Doch was er enthält ist grausam und furchterregend.
So ...

Ohne eine Vorwarnung oder einen Hinweis taucht in Norrtälje ein Container auf. Er macht die Leute neugierig und auch unruhig, bis er geöffnet wird. Doch was er enthält ist grausam und furchterregend.
So beginnt die Geschichte um Siv, ihre Tochter Alva, Johann, Maria, Max, Marko und Anna.
Irgendetwas hat sich seit dem Öffnen des Containers geändert. Siv und Max haben es deutlich gespürt. Etwas dunkles ist über Norrtälje hereingebrochen. Etwas hat die Leute und dem Umgang miteinander verändert. Doch was können sie gegen diese Dunkelheit tun?

Der Schreibstil des Buches war sehr angenehm. Gut leserlich und verständlich.

Die Charakter werden sehr mühselig aufgebaut. Man erfährt über den Einzelnen eine Menge und kann sich ein gutes Bild machen. Man lernt die Charaktere als Kinder kennen und erfährt, wie sie heran gewachsen sind und welche Auswirkungen die Dunkelheit auf sie hat.

Die Story selbst baut sich sehr langsam und gemächlich auf. Ich hatte eher das Gefühl, dass es um das Drumherum ging, als um die tatsächliche Bedrohung. Diese wurde zu Beginn nur in Nebensatz erwähnt.
Leider fand ich, dass das Buch dadurch deutliche Längen hat.
Als dann im letzten Drittel klar wurde, was genau die Bedrohung ausmacht und wie sie sich auswirkt, war es sehr interessant, die Entwicklung zu verfolgen. Zu lesen, wie unterschiedlich es sich auswirkt und wie die Reaktionen sind. Eigentlich sogar ein mehr als aktuelles Thema und dadurch umso interessanter.
Dennoch hatte ich mir beim Lesen selbst ein böses Bauchgefühl gewünscht. Hatte aufgrund des Buchrückens mit mehr Spannung und einer unterschwelligen, durchdringenden Bedrohung gerechnet. Dies ist ausgeblieben, leider.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema interessant, wenn auch sehr lang gezogen war. Ich aber aufgrund der Beschreibung mit etwas anderem gerechnet habe und die Faktoren Horror und Spannung sehr kurz gekommen sind.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Guter Start, doch dann treten wir auf der Stelle

Moosgrab
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Mira ist verschwunden. Alles was die Polizei findet, ist ein Skelett in die Jacke von Mira gehüllt. Kristina, die Mutter von Mira, schwankt zwischen Trauer und Entsetzen. Denn vor 25 Jahren ist an dieser ...

Mira ist verschwunden. Alles was die Polizei findet, ist ein Skelett in die Jacke von Mira gehüllt. Kristina, die Mutter von Mira, schwankt zwischen Trauer und Entsetzen. Denn vor 25 Jahren ist an dieser Stelle schon einmal ein Kind verschwunden. Doch wissen Kristina und ihre damaligen Schulfreunde, Maria, Erik und Robert, wo dieses Kind zu finden ist. Oder besser war, denn das Skelett befindet sich nun in Miras Jacke.

Der Schreibstil des Buches, ist wie bei der Gräber, sehr gut. Eher leise, aber dadurch absolut fesselnd.

Die Story selbst beginnt sehr vielversprechend. Die Jacke mit dem Skelette wird gefunden und das unausweichliche geschieht. Die Freunde müssen sich treffen und über das Geschehene von vor 25 Jahren reden.
Die Story lief jedoch nicht ganz wie erwartet, denn ich hatte das Gefühl, man tritt irgendwie auf der Stelle. Mira bleibt verschwunden, vom Entführer nur wenig Reaktion und die Gruppe ist mit der Situation überfordert. Es wird sehr viel hin und her überlegt. Lösungen angedacht und Leute verdächtigt. Eigentlich erfahren wir im Verlauf der Story sehr viel über die vier und ihre aktuelle Situation und warum sie so handeln, wie sie es tun. Was grundsätzlich gut ist, aber es passiert auch eben nicht mehr. Selbst wenn es mal einen Schritt nach vorn geht, scheint es nur ein kleiner Erfolg und die wenige müßig aufgebaute Spannung bricht schnell wieder weg.
Mal ganz davon abgesehen, dass viele Überlegungen und Handlungen recht weit hergeholt wirken.
Die Auflösung der Story ist wirklich gut und sehr perfide, allerdings ist im Verlauf der Story davon erst gegeben Ende etwas spürbar.
Alles in allem gut zu lesen, aber leider nicht besonders spannend. Es ist zu lang gezogen, ein Knall stellt sich einfach nicht ein. Schade, nach dem Gräber, welches ich unglaublich gut fand, ist dies eher was für nebenbei.

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