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Veröffentlicht am 27.03.2025

Urlaub zwischen den Seiten

This could be home
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„This could be home“ fühlt sich an, wie ein Tag am Strand. Der Tag ist gefüllt mit tollen Sommeraktivitäten und den Füßen im Sand. Man spürt Hitze auf der Haut, lässt sich das kalte Meerwasser über die ...

„This could be home“ fühlt sich an, wie ein Tag am Strand. Der Tag ist gefüllt mit tollen Sommeraktivitäten und den Füßen im Sand. Man spürt Hitze auf der Haut, lässt sich das kalte Meerwasser über die Haut fließen und hat beim Schwimmen einen Schwarm bunter Fische um sich herum. Das Setting in Hawaii wurde wieder traumhaft beschrieben. Allein Beschreibungen von den Meeresgeräuschen oder wie das Wasser türkisfarben glitzert, machen Lust aufs Reisen. Ich konnte praktisch das Salzwasser in der Luft riechen.

In diesem wundervollen Setting dürfen wir dieses Mal Laurie begleiten. Sie war mir bereits als Nebencharakter im Auftakt sehr sympathisch, daher habe ich mich schon sehr auf ihre Geschichte gefreut. Hier krempelt sie ihr gesamtes Leben um und versucht etwas zu finden, das sie erfüllt. Ich hatte total Respekt vor ihr und fand es mutig, wie sie ihr Leben in die Hand nimmt. Obwohl viele ihr den neuen Karriereplan als Rettungsschwimmerin nicht zutrauen, bleibt sie entschlossen dran und konnte mich beeindrucken.

Kommen wir zu einem absoluten Highlight in diesem Band: Die Informationen zu ihrem neuen Weg als Rettungsschwimmerin. Ich habe bisher noch nie etwas über diesen Beruf gelesen. Umso neugieriger war ich insbesondere auf diesen Part und die Autorin enttäuscht nicht. Als hätte sie den Job selbst jahrelang ausgeübt, informiert sie über gängige Abläufe. Zum Beispiel helfen Rettungsschwimmer nicht nur bei ertrinkenden Personen, sondern auch bei Verletzungen, beim Schirme aufstellen oder sie stellen Flaggen auf, die vor bestimmten Dingen, wie erhöhten Wellengang, warnen. Ich liebe die Informationsvielfalt.

Eingelernt wird sie dabei von Grumpy Tristan. Ihn habe ich als sehr ernsten, aufmerksamen Kerl kennengelernt, der seine Aufgabe als Lifeguard als wichtig empfindet und nicht unterschätzt. Für seine ruhige Art in Notsituationen habe ich ihn bewundert. Zwar wirkt er mit seinen Vorurteilen nicht auf Anhieb sympathisch, aber er reflektiert sich stark und ist stets darauf fokussiert, an sich zu arbeiten. Ich empfand ihn als vielschichtig und über die Seiten hinweg, vor allem als sehr erwachsen und reif. Er schlich sich schnell in mein Herz. Lediglich zu seinem Trauma hätte ich mir noch etwas mehr Aufarbeitung gewünscht. Vielleicht kommt das noch in Band 3? War für mich jedoch kein Abbruch.

Insgesamt entstand für mich eine spannende Dynamik, weil man viele Notsituationen und Aufgaben der Rettungsschwimmer mitbekommt. Gleichzeitig ist der Tag auch mal ruhig und bringt einige Durchatmer in der Sonne mit sich. Die Romanze entwickelt sich slow, aber authentisch und zusätzlich erhält man einen tollen, kleinen Einblick dazu, wie es mit den Hauptfiguren aus Band 1 weitergeht.

Fazit:

Bei der „Hawaii Love“-Reihe habe ich das Gefühl, als wäre ich selbst am hawaiischen Strand. Als hätte ich hellen Sand zwischen meinen Zehen. Lilly Lucas schreibt atmosphärisch und informativ, begeistert in der Fortsetzung insbesondere mit Details zum Lifeguard Job. Für mich war durchweg ein hohes Spannungslevel gegeben, egal ob durch den Joballtag, den Charakterentwicklungen oder das langsam zunehmende Prickeln in der Lovestory.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Unsere liebsten Schurken!

Apprentice to the Villain
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„Apprentice to the Villain“ öffnet erneut die Türen zum Schurkenbüro. Der Alltag im Büro wird dabei völlig auf die Schippe genommen und liefert einige trockene Jokes, bei denen jeder Büromensch mal schmunzeln ...

„Apprentice to the Villain“ öffnet erneut die Türen zum Schurkenbüro. Der Alltag im Büro wird dabei völlig auf die Schippe genommen und liefert einige trockene Jokes, bei denen jeder Büromensch mal schmunzeln muss. Wir wären jedoch nicht im Schurkenbüro, wenn dort nicht auch Missetaten, Rache und Chaos geplant werden. Hier geht es um den Kampf gegen Bürounterlagen, Praktikanten, aber auch gegen den König des Landes.

Ich liebe das schurkische Setting von Hannah Nicole Maehrer immer noch abgöttisch. Es ist skurril, humorvoll klischeehaft und lässt einen schmunzeln, schnauben und losprusten. Allgemein ist der Humor von Autorin Maehrer so trocken wie die Wüste und genau nach meinem Geschmack.

Der Plot geht in die Richtung Prophezeiung-Trope und zwingt die Charaktere auf neue Abenteuer, Recherchen und zu Begegnungen mit ihren alten Dämonen. Ich fand es spannend, mal auf der Seite der Bösen zu sein, die bei einer Prophezeiung vermeintlich nicht gut wegkommen sollen.

Was mich jedoch besonders abgeholt hat in Band 2, ist die slow burn Romanze. Die Dynamik zwischen den Hauptfiguren wurde immer besser und kribbeliger. Ihre Lovestory ist feet kicking-süß. Sie sorgen auch für einige, verträumte „Hach"s durch ihre tollpatschige Art miteinander oder durch unterschwellige Eifersucht.

Evie legt in Band 2 eine besondere Entwicklung hin. Wir durften sie mutiger und blutrünstiger kennenlernen und sie steht immer häufiger für sich ein. Zusammengefasst: Sie wird immer schurkischer. Gleichzeitig behält sie ihre Sonnenschein-Persönlichkeit, begegnet jedem mit einem Lächeln und einem Kompliment auf den Lippen. Eine spannende Verzweigung einer vielschichtigen Person.

Der Schurke wiederum lässt sich immer mehr von seiner Assistentin anstecken. Erkennt fröhliche Seiten an sich und positive Gefühle. Dabei bleibt er dennoch grumpy, schurkisch und einfach herzallerliebst. Ein Bösewicht für die Book Boyfriend-Liste!

Auf die anderen Angestellten im Schurkenbüro und damit die Found Family der Hauptfiguren, habe ich mich ebenfalls wieder sehr gefreut. Ihre grauschattierten Persönlichkeiten wurden noch besser ausgearbeitet, es gab mehr Hintergrundgeschichten zu ihnen und ich habe sie alle gerne näher kennengelernt. Mein weiterer Favorit unter ihnen: ein Frosch mit seinen 1-Wort-Schildern.  

Fazit:

Ich liebe das besondere, schurkische Setting und fand es spannend, bei einer Fantasy-Prophezeiung mal auf der bösen Seite zu stehen. Ich habe gelacht, war an die Seiten gefesselt und war komplett verzückt von der Romanze. Die Charaktere entwickeln sich alle neu und erzählen mehr über sich. Ich fand insbesondere Evies Stärke und eigentlich jeden Auftritt von Trystan wundervoll.  Aber auch die Arbeitsfamilie schleicht sich immer weiter in mein Leserherz hinein.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Flügelschuhe, Armbrust und Liebe im Olymp

Valentina Amor. Love is in the air (oder woanders)
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„Ich lach mich schlapp“, „Ich heule vor Lachen“, „HAHA“ – meine Ausrufe während des Lesens.

Die Autorin Sarah M. Kempen trifft so zielsicher meinen Humor, wie ihre Liebesgötter ihre Pärchen. Der Humor, ...

„Ich lach mich schlapp“, „Ich heule vor Lachen“, „HAHA“ – meine Ausrufe während des Lesens.

Die Autorin Sarah M. Kempen trifft so zielsicher meinen Humor, wie ihre Liebesgötter ihre Pärchen. Der Humor, die Situationskomik, die Dialoge oder Sidekicks, wie die sprechende Taube, die deine Snacks versucht zu klauen, stechen für mich in diesem Buch besonders stark und positiv hervor.

Die Autorin schreibt unfassbar flüssig und ich bin jedes Mal wieder erstaunt darüber, wie schnell ich durch ihre Geschichte flitze. Dabei zeichnet sie immer bildhafte Bilder vor meinen Augen, sei es über die Wattewölkchen auf der Liebesgötter-Party im Olymp oder über Amor in Jogginghose statt in seiner Toga.

In diesem Band dreht sich alles darum, wie es wäre, würde sich eine Liebesgöttin selbst verlieben. Natürlich wäre es nicht Valentina, wenn das nicht mit vielen Fettnäpfchen, Chaos und Tollpatschigkeit einhergeht. Wie sie damit umgeht, hat einen unfassbaren Unterhaltungswert, aber ließ mich als Leserin auch ganz stark mitfiebern.

Die Charaktere fand ich allesamt super ausgearbeitet - mit vielen Ecken und Kanten, ganz viel Sympathie und Erkennungsmerkmalen. Hauptfigur Valentina mag ich insbesondere für ihren Humor, ihre Leidenschaft, wenn es darum geht, Personen zu verkuppeln, aber auch für ihre Tollpatschigkeit. Taube Bussi ist natürlich auch ein Highlight. Doch auch die Beschreibungen aller Gottheiten des Olymps hauen mich jedes Mal um. Wie viel Kreativität kann eine Autorin haben? Ich feiere insbesondere den „Eintritt“ eines ganz bestimmten, neuen Gottes.

Besonders die Liebe zur Liebe und die Wertschätzung dem Gefühl gegenüber, imponieren mir in der ganzen Reihe total. Allerdings liebe ich hier, dass in diesem Band auch die Probleme, Herzschmerz, das Chaos der Gefühle aufgegriffen werden. Gerade die Bandbreite an Gefühlen bei der ersten Liebe, wird hier wunderbar aufgegriffen. So hatte ich nicht nur neue Bauchmuskeln vor Lachen, sondern wurde auch emotional bewegt, war ergriffen und berührt. Für mich daher ein absolutes Wohlfühlbuch mit Tiefgründigkeit.

Fazit:

Fantasievoll, neuartig, ein Highlight. Ich liebe dieses Buch und wie es mich beim Lesen in jeder erdenklichen Richtung mitfühlen lässt. Wer die Liebe liebt und gerne Lachtränen weint, ist hier wunderbar aufgehoben.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Fantasy, Sarkasmus, Spannung - alles was das Herz begehrt.

Glimmer – Tod einer Nymphe
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Der 2. Band von Glimmer beginnt mit einer guten Menge an Wiederholungen aus dem Auftakt. Seit dem Vorgänger ist etwas Zeit ins Land gezogen. Man wird beiläufig auf den aktuellen Stand gebracht, z. B. über ...

Der 2. Band von Glimmer beginnt mit einer guten Menge an Wiederholungen aus dem Auftakt. Seit dem Vorgänger ist etwas Zeit ins Land gezogen. Man wird beiläufig auf den aktuellen Stand gebracht, z. B. über Jinx‘s Umzug in eine neue Stadt oder darüber, wie ihre bisherigen Fälle dort liefen. Außerdem beginnt die Reihe immer ein bisschen skandalös.

Ich habe mich abgeholt gefühlt und das Spannungslevel musste sich nicht erst langsam aufbauen, durch das „ins Geschehen geworfen werden“. Die Kombination aus „Was bisher geschah“, wie ging es mit den Charakteren weiter und aktuellen Geschehnissen, fand ich also sehr gut gewählt. Ab dem Einstieg war ich gefesselt und das hielt sich über den gesamten Roman. Vor allem, weil der nächste große Fall nicht lange auf sich warten lässt. Denn es scheint etwas auf den Markt zu kommen, dass selbst untote, unsterbliche Wesen zur Strecke bringt.

In der bisherigen Glimmer-Reihe habe ich die Ermittlungsarbeiten von Jinx bereits lieben gelernt. Sie sind spannungsgeladen und es gibt immer mehrere Spuren. Die Hauptfigur zeigt, wie sie auf neue Hinweise kommt, wie sie vorhandenes Wissen kombiniert und damit geht ihr Fall in einem guten Tempo voran. Tendenziell also starke Krimi-Elemente mit teils auch brutalen Szenen, die mich immer an der Stange hielten. Vor allem, weil Jinx sich gern in brenzlige Fälle hineinmanövriert, Einhörner gegen sich aufbringt oder Mal aus Versehen einen Drachen bestielt.

Bringt mich gleich zu dem Punkt „Hauptfigur Jinx“. Ich liebe diese Frau. Sie ist ein bisschen zynisch, abgebrüht und taff. Sie stürzt sich immer ins Geschehen und sorgt damit für spannende Erlebnisse (für Leser und andere Charaktere). Am liebsten wäre sie Einzelgängerin, aber gewinnt Andere schnell für sich. Ihr oft zynischer, dunkler, sarkastischer Humor, dass sie sich selten aus der Ruhe bringen lässt und alle(s) einfach annimmt, wie es kommt, bringen ihr ungewollt überall Sympathiepunkte ein. Natürlich weckt sie mit ihrer mutigen, teils draufgängerischen Art in vielen Wesen auch einen Beschützerinstinkt. Und es war schön zu beobachten, wie sie im Laufe der Geschichte immer mehr Personen wichtig wird. In meinem Herzen hat sie einen ganz festen Platz.

Doch nicht nur auf sie habe ich mich gefreut. Bereits mit Band 1 ist Höllenhund Gato in mein Herz spaziert. Sein Liebe zu Jinx sowie teils humorvolle Gestiken, machen ihn zum grandiosen Begleiter. Die Autorin hat auch ein Händchen für Nebencharaktere und machte das Wiedersehen mit ihnen zu etwas, auf das ich hin gefiebert habe. Ein paar Nebencharaktere werden vertieft oder neu vorgestellt. Wer vorher mehr im Hintergrund blieb und nun etwas mehr in den Fokus rückt, ist z. B. der flirtende Drache. An romantischen Elementen wird in Band 2 jedoch gespart. Stattdessen gibt es eher ein Hauch spicy Flirt, auf die man sich freuen kann.

Die Anderswelt bietet uns wieder einen tollen fantastischen Einblick. Autorin Heather G. Harris bietet noch mehr Fantasy-Wesen, noch mehr Fantasy-Details. Zum Beispiel war ich total fasziniert von dem Detail, dass Drachen nicht lügen können, aber die Wahrheit mit Sarkasmus verschleiern können. Oder Wesen, wie Pfeifer, die mit Tieren, aber auch fantastischen Tieren, wie z. B. Einhörnern, Höllenhunden sprechen können, fand ich super. Fantasy wird hier nie zu knapp.

Fazit:

Wer Band 1 mochte, wird auch die Fortsetzung lieben. Man findet schenll in den spannenden, fantasievollen Plot. Auf das Wiedersehen altbekannter Gesichter, habe ich mich richtig gefreut, gleichzeitig waren die neuen Charaktere total interessant. Es gibt wieder eine tolle Kombination aus einer sympathischen Hauptfigur, viel trockener Humor und einen spannenden Ermittlungsfall in der Anderswelt. Eine Reihe, in die ich ständig abtauchen könnte.

Achtung, nichts für zartbesaitete Leser.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Sicher nicht mein letztes Buch der Autorin!

Die versteckte Apotheke
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Es gibt Bücher von denen erzählt man mit einem glitzern in den Augen, mit Begeisterung in der Stimme. „Die versteckte Apotheke“ ist für mich genau so ein Buch. Historisch, atmosphärisch, düster und spannend ...

Es gibt Bücher von denen erzählt man mit einem glitzern in den Augen, mit Begeisterung in der Stimme. „Die versteckte Apotheke“ ist für mich genau so ein Buch. Historisch, atmosphärisch, düster und spannend bis zur letzten Seite.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte auf zwei Zeitebenen. Im vergangenen, regnerischen England stößt man als Leser auf Nella, die Apothekerin des Vertrauens für jegliche Frau in Not. Hinter ihren Geheimtüren versteckt sie einen Raum voller Phiolen, Arzneien und Gift sowie ein Haufen alter Geheimnisse. In der Gegenwart traf ich auf Caroline, die gerade eine schwere Ehekrise durchmacht und deswegen eine alleinige Reise nach England antritt. Spontan schließt sie sich einer Aktivität namens „mudlarking“ an. Einer Suche nach Schätzen in der Themse, bei der sie eine Apothekenflasche findet, dessen Geschichte sie sofort reizt.

Es gab so viele Aspekte aus jeder Perspektive, die mein Interesse aufrechterhalten haben. In der vergangenen Perspektive hat mich die Entstehungsgeschichte der außergewöhnlichen Apotheke besonders interessiert. Ich habe mich gefragt, warum führt man eine Giftapotheke? Nellas Hintergrundgeschichte ist nachvollziehbar und ein wenig düster. Trotzdem bleibt sie auf eigene Art hilfsbereit und wird damit morally grey. Zudem war jede Erläuterung zu den Arzneien, Käfern und Wurzeln spannend eingefädelt. Ich mochte Nella und ihre Perspektive.

Bei Caroline in der Gegenwart fand ich das Konzept von mudlarking schon genial – ich konnte mir sofort vorstellen das Abenteuer selbst mal auszuprobieren. Außerdem wird in ihrer Perspektive absolut authentisch beschrieben, wie über historische Gegebenheiten recherchiert wird. Es gab Beschreibungen über alte Karten, die über aktuelle gelegt werden und wie man Manuskripte, Briefe oder ähnliches über die Bibliothek anfordern kann. Über ihre Eheprobleme kam noch eine persönliche Note zu ihr mit hinein. Bei den Beschreibungen zwischen ihr und ihrem Partner hat mein Herz bereits nach wenigen Seiten geschmerzt. Es ist eine schriftstellerische Kunst bereits mit wenigen Worten emotional so abholen zu können.

Der Wechsel zwischen einer lebendigen Szene aus der Vergangenheit zur Entdeckung verstaubter Bücher oder alten Zeitungsartikeln über das, was eben erst passiert ist, hatte eine spannende Dynamik. Es gab keine Perspektive, die ich zu irgendeinem Zeitpunkt nicht sofort weiterlesen wollte. Sarah Penner beschreibt zwei absolut liebevolle, starke und mutige Frauen, die für ihre Geschichte einstehen und deren Geschichte ich gerne in den Händen hielt. Das Kennenlernen mit Nella und Caroline möchte ich nicht missen.

Fazit:

Macht definitiv Lust auf weitere historische Romane!

Ein Kompliment an die Schriftstellerin historische Recherchen und Gegebenheiten so spannend zu gestalten, dass es selbst mir in den Fingern juckt das nächste Geheimnis zu erkunden. Der historische Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die wunderbar ineinander eingreifen und sich in der Spannung nichts nehmen. Als Plot ist die Giftapotheke allein bereits mehr als interessant, in Kombi mit dem Wissen über Arzneien, der Recherche in der Gegenwart über die damalige Geschichte und jeder persönlichen Szene ist das Buch kaum aus der Hand zu legen.

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