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Veröffentlicht am 30.01.2025

Die Frau mit dem Ohrensessel

Ein Ohrensessel, zwölf Fragen und eine Reise zu dir selbst
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Dieser kleine Ratgeber kommt wie eine Geschichte daher, ein gutes Konzept, was ich in der Form noch nicht gesehen habe.

Im Fokus steht eine Frau, die allerdings nicht weiter vorgestellt wird. Wir kennen ...

Dieser kleine Ratgeber kommt wie eine Geschichte daher, ein gutes Konzept, was ich in der Form noch nicht gesehen habe.

Im Fokus steht eine Frau, die allerdings nicht weiter vorgestellt wird. Wir kennen keinen Namen, wissen nur, dass sie mal verheiratet war, ein Kind hat (das scheinbar nicht mehr bei ihr wohnt) und einen Hund. Dank eines Ohrensessels denkt sie über einige Dinge im Leben nach, erinnert sich an alte Weisheiten der Großmutter und erlangt so ein wenig mehr Klarheit in der eigenen Gedankenwelt. Dabei werden nach jedem Kapitel die die Kernfragen noch einmal wiederholt.

Abgerundet wird es durch eine wirklich schöne Gestaltung, allerdings finde ich, dass diese etwa Überhand genommen hat. Es ist zwar schön, viele illustrierte Seiten zu haben und auch so optisch etwas durch den Text geführt zu werden, aber das Büchlein sind schon wenige Seiten, mit textlichem Inhalt sind noch viel weniger gefüllt. Und ich hatte wieder einmal (wie so oft bei Ratgebern) das Gefühl, dass von ähnlichen Lebenssituationen ausgegangen wird, aber nicht immer kompatibel für andere ist. Insofern wohl eher etwas für 50 plus, die nun ein wenig Veränderung im Alltag und Denkstruktur benötigen.

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Lucy und Cal

A Pessimist's Guide to Love
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Vorweg: Es handelt sich um den zweiten und finalen Teil einer Reihe, der nicht eigenständig gelesen werden kann.


Nach dem gemeinen cliffhanger am Ende des ersten Teils, war mir klar, dass ich den zweiten ...

Vorweg: Es handelt sich um den zweiten und finalen Teil einer Reihe, der nicht eigenständig gelesen werden kann.


Nach dem gemeinen cliffhanger am Ende des ersten Teils, war mir klar, dass ich den zweiten auch lesen/hören muss. Und es geht direkt nahtlos weiter. Einige Dinge und auch die Vergangenheit der beiden Hauptfiguren klärt sich.
Aber Kritikpunkte, die ich bereits am ersten Band hatte, tauchen auch hier wieder auf. Den Scham ist ein großes Thema bei Lucy, was ich nicht geschickt genug ausgearbeitet finde. Scham vor der Periode ist ein gesellschaftliches Problem. Cal hat zum Glück wunderbar reagiert, aber wie sich das Trauma bei Lucy als Jugendliche angebahnt hat, fand ich ein wenig Unglaubwürdig, dass ihre Freundin nicht erkannt hat, was da los ist. Beim ersten Teil fand ich den unsensiblen Umgang ihres Umfeldes mit ihrer Jungfräulichkeit ganz schlimm, hier ist nun ihr erstes Mal furchtbar. Da muss ich leider Kritik an die Autorin aussprechen, die sonst wirklich gefühlvoll und mitreisend schreiben kann, aber gerade bei so sensiblem Themen erhoffe ich mir (auch in Hinblick auf die Vorbildfunktion von Romanfiguren für junge Frauen) mehr Feinfühligkeit.

Für meinen Geschmack ist hier zu viel Spice auch stellenweise eher albern als romantisch und prickelnd geschrieben. Daher leider nur noch 3,5 Sterne nachdem ich beim ersten Band schon beide Augen zu dem Thema Unerfahrenheit und dem Umgang damit zugedrückt hatte.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Brieffeindschaft

P. S. I Hate You – Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe
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Was mich bei der Lektüre sehr begeistert hat, ist die Tatsache, dass sofort in das Geschehen gesprungen wird, keine großen Vorworte, sofort sind wir bei Naomi im Job und erleben live, wie sie nach zwei ...

Was mich bei der Lektüre sehr begeistert hat, ist die Tatsache, dass sofort in das Geschehen gesprungen wird, keine großen Vorworte, sofort sind wir bei Naomi im Job und erleben live, wie sie nach zwei Jahren Funktstille wieder den ersten Brief einer langjährigen Brieffeindschaft bekommt. Erst dann gibt es Rückblenden. Die einen aber ebenfalls direkt abholen. Beide Figuren, deren Geschichte wir im abwechselnden PoV lesen, sind wortgewandt, schlagfertig und sehr witzig. Zwar ist alles ein wenig vorhersehbar und manchmal merkt man, dass es einfach „nur“ übersetzt wurde und nicht noch zusätzlich mit den Feinheiten der deutschen Sprache gespielt wurde. Dennoch hat mich dieses Buch unterhalten und genau darauf kommt es schließlich an. Und trotz einer Feindschaft, die besteht, obwohl man sich noch nie gesehen hat, merkt man, dass es da einige „Reibungspunkte“ für die beiden gibt.

Ein paar Wiederholungen und Fehlerchen, die aber auch bei der Übersetzung entstanden sein können, haben mich etwas gestört. Zudem war mir schon nach dem ersten Drittel klar, wer hier wer ist, überraschend war es für mich also nicht. Dennoch hat es Spaß gemacht, es zu lesen.

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Historischer Liebesroman

Die Tochter der Drachenkrone
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Der rote Drache ziert heute die Flagge Wales - die Tochter der Drachenkrone spielt zu einer Zeit, als im Land Auseinandersetzungen herrschten, Bündnisse geschlossen werden mussten zu denen auch die Obhut ...

Der rote Drache ziert heute die Flagge Wales - die Tochter der Drachenkrone spielt zu einer Zeit, als im Land Auseinandersetzungen herrschten, Bündnisse geschlossen werden mussten zu denen auch die Obhut von Kindern als Geiseln und Eheschließung gehörten. So war ein Bruder von Hauptprotagonistin Gwenllian bei anderen und wurde dort geblendet, der ältere Bruder in Abwesenheit und der andere politisch verheiratet. Auch sie selbst wird immer wieder Männern versprochen, die strategisch wichtige Verbindungen für die Familie sind.
Mich haben die häufigen Zeitsprünge von mehreren Jahren ein wenig gestört, klar wird viel erzählt und manches ergibt sich (gerade bei historischen Romanen) nun mal erst über die Jahre, aber es war mir persönlich zu häufig so. Zwischendurch mutete es auch eher zu einer Romance mit historischem Setting an. Eigentlich sind die Irrungen und Wirrungen der Zeit spannend erzählt, dennoch konnte es mich nicht richtig packen. Daher 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Zeitreise und Veränderung

Das kleine Café der zweiten Chancen
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Welchen Tag würdest du noch einmal sehen wollen und was würdest du verändern, wenn du die Chance dazu bekommst?


Für die Protagonistin des Buches ist es klar, dass sie den Unfall verändern würde, der ...

Welchen Tag würdest du noch einmal sehen wollen und was würdest du verändern, wenn du die Chance dazu bekommst?


Für die Protagonistin des Buches ist es klar, dass sie den Unfall verändern würde, der ihre Hand verletzt hat und dafür sorgte, dass sie kein Klavier mehr spielen kann. Doch ausgerechnet sie wird ihre eigene Vergangenheit nicht verändern können und hat somit auch keinen Einfluss auf ihre Zukunft. Den sie ist eine der wenigen Zeitwächter, die sich nach einer Veränderung auch an die alternative Vergangenheit erinnern kann.

Was mich irritiert hat, ist die Tatsache, dass die Protagonistin Himari deutlich jünger zu sein scheint, als angenommen. In einer Beschreibung stand Studentin, doch sie geht in die Mittelstufe der Schule, womit sie vermutlich (spielt in Japan) zwischen 12-14 Jahre sein wird. Das passt auch zu ihrem Verhalten, denn oft hatte ich das Gefühl, eher einen Jugendroman zu lesen. Meiner Meinung wurde das Buch falsch angekündigt, beschrieben. Zwar ist der erwartete phantastische Anteil mit den kleinen Zeitreisen durch das Café vorhanden, aber es geht auch um erste echte Freundschaften, erste Liebe, Ehrgeiz und Druck der Eltern und den eigenen Weg finden. Zudem spricht mich der Erzählstil nicht an, was aber auch daran liegen kann, dass ich einfach etwas anderes erwartet habe. Schade, so wurden es nur 3,5 Sterne von mir, aber das Buch hat durchaus schöne Gedanken und wird bei anderen sicher besser ankommen. Die Liebe zu Kaffee wird schön zelebriert, das hat mir imponiert. Vielleicht hilft meine Rezi ja, dass eine andere Erwartungshaltung erzeugt wird, denn ich bin überzeugt, hätte ich ein Jugendbuch erwartet, hätte es mir ganz anders gefallen.

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