Ein Roadtrip mit Hindernissen
This Is Not The End
Hugh ist begeistert von Enden. Genauer gesagt von Enden in Büchern, Filmen, Serien und Promi-Lebensläufen. Diese ganzen Enden bewertet er auf seinem eigenen Blog im Internet.
Es ist ein Tag, wie jeder ...
Hugh ist begeistert von Enden. Genauer gesagt von Enden in Büchern, Filmen, Serien und Promi-Lebensläufen. Diese ganzen Enden bewertet er auf seinem eigenen Blog im Internet.
Es ist ein Tag, wie jeder andere. Hugh ist mit dem Eiswagen unterwegs. In diesem verkauft er das Eis, das seine Schwester selbst kreiert. Jede dieser Sorten ist nach einem Serienkiller benannt. Vor 2 Jahren sind seine Eltern verstorben und nun ist nichts mehr, wie es vorher war.
Plötzlich sieht er, wie jemand auf dem Vordach eines Hauses balanciert. Es ist Olivia Moon. Seine ehemalige Highschool-Mitschülerin. Diese versucht gerade über ein Fenster in das Haus einzudringen. Als sie ihn sieht, erhält er die Information, dass es das Haus ihres Ex ist. Dieser hat nach der Trennung etwas einbehalten, das ihr gehört. Er möchte es ihr nicht zurückgeben. Beim Versuch, an einer Regenrinne hinaufzuklettern, stürzt sie und landet mit dem Kopf auf dem Pflaster. Doch kurze Zeit danach steht sie auf. Ihre Verletzungen sind geheilt. Hugh ist völlig verstört von diesen Szenen. Doch Olivia lässt ihn einfach stehen.
Mehrere Wochen später meldet sie sich über einen Chataccount bei ihm.
Es kommt ein Deal dabei heraus. Sie verspricht ihm, dass sie ihm mehr über sich erzählt, wenn er sie mit dem Eiswagen seiner Schwester nach New York fährt. Denn dort ist ihr Ex mit seiner Band, um ein Konzert zu spielen, und blöderweise hat er die Kiste mit den Sachen, die sie zurück haben will, bei sich.
Hugh denkt seit dem letzten Zusammentreffen ständig darüber nach, wie Olivia nach diesem Sturz nach kurzer Zeit aussah, als sei nie etwas gewesen. Also lässt er sich darauf ein.
So beginnt ein chaotischer Roadtrip für Hugh. Denn bisher ist er nicht aus seinem Heimatort herausgekommen mit dem Wagen. Hinzu kommt, dass er seine Schwester nicht über den Plan informiert. Denn sie hat einen wichtigen Termin, und der Eiswagen muss rechtzeitig dafür vorhanden sein. Also geht die Fahrt um 6 Uhr am Morgen los. Um 9 Uhr abends müssen sie zurück sein. So ist es geplant. Denn auch Hugh bester Freund Razz ist nur noch über das Wochenende da, bevor er in eine andere Stadt auf das College geht. Die beiden möchten den letzten Tag vor der Abreise noch zusammen verbringen und einen Filmmarathon zusammen machen.
Schon nach kurzer Fahrzeit macht Olivia die erste verrückte Sache. Sie wirft Hughes Handy aus dem fahrenden Wagen, weil es sie nervt, dass er nicht ran geht, als seine Schwester anruft. Das ist nur das erste von vielen Geschehnissen, die nicht gerade dafür sorgen, dass die beiden rechtzeitig in New York ankommen könnten. Doch was noch alles passiert und was es aus Hugh und Olivia macht, das müsst ihr selbst herausfinden.
Meine Meinung zum Buch:
Hugh und Olivia könnten nicht unterschiedlicher sein. Hugh ist eher ein nerdiger Typ. Er liebt es, sich auf seinem Blog mit anderen über die verschiedenen Enden auszutauschen. Ansonsten ist er eher zurückhaltend und ängstlich. Dass sich seit dem Tod seine Schwester um ihn kümmert und die Wohnung aussieht, als würden, die beiden in einer Zeitschleife stecken, macht es nicht besser.Alle seine früheren Freunde verlassen langsam die Stadt um auf das College zu gehen und er bleibt mit dem Job im Eiswagen zurück.
Olivia ist mutig und scheint keine Angst vor nichts und niemandem zu haben. Aber auch sie hat eine verletzbare Seite an sich.
Ich fand es toll die Gespräche der beiden während des Roadtrips zu verfolgen. Hugh traut sich durch Olivia endlich etwas mehr zu.
Es gab viele Situationen, in denen ich schmunzeln musste.
Der Schreibstil ist anders, als ich ihn bisher kannte. Die Autorin Molly Morris macht die Geschichte mit den verschiedenen Endvorstellungen von verschiedenen Situationen von Hugh zu etwas vollkommen Unerwartetem. Da denkt man, dass etwas Krasses passiert und dann wacht Hugh doch wieder aus seinem „Tagtraum“ auf.
Mir haben auch die Bewertungen der Enden von Hugh Blog an jedem Kapitelanfang sehr gefallen. Eigentlich mochte ich die am meisten im Buch.