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Veröffentlicht am 10.01.2025

Ein Roadtrip mit Hindernissen

This Is Not The End
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Hugh ist begeistert von Enden. Genauer gesagt von Enden in Büchern, Filmen, Serien und Promi-Lebensläufen. Diese ganzen Enden bewertet er auf seinem eigenen Blog im Internet.

Es ist ein Tag, wie jeder ...



Hugh ist begeistert von Enden. Genauer gesagt von Enden in Büchern, Filmen, Serien und Promi-Lebensläufen. Diese ganzen Enden bewertet er auf seinem eigenen Blog im Internet.

Es ist ein Tag, wie jeder andere. Hugh ist mit dem Eiswagen unterwegs. In diesem verkauft er das Eis, das seine Schwester selbst kreiert. Jede dieser Sorten ist nach einem Serienkiller benannt. Vor 2 Jahren sind seine Eltern verstorben und nun ist nichts mehr, wie es vorher war.
Plötzlich sieht er, wie jemand auf dem Vordach eines Hauses balanciert. Es ist Olivia Moon. Seine ehemalige Highschool-Mitschülerin. Diese versucht gerade über ein Fenster in das Haus einzudringen. Als sie ihn sieht, erhält er die Information, dass es das Haus ihres Ex ist. Dieser hat nach der Trennung etwas einbehalten, das ihr gehört. Er möchte es ihr nicht zurückgeben. Beim Versuch, an einer Regenrinne hinaufzuklettern, stürzt sie und landet mit dem Kopf auf dem Pflaster. Doch kurze Zeit danach steht sie auf. Ihre Verletzungen sind geheilt. Hugh ist völlig verstört von diesen Szenen. Doch Olivia lässt ihn einfach stehen.
Mehrere Wochen später meldet sie sich über einen Chataccount bei ihm.
Es kommt ein Deal dabei heraus. Sie verspricht ihm, dass sie ihm mehr über sich erzählt, wenn er sie mit dem Eiswagen seiner Schwester nach New York fährt. Denn dort ist ihr Ex mit seiner Band, um ein Konzert zu spielen, und blöderweise hat er die Kiste mit den Sachen, die sie zurück haben will, bei sich.
Hugh denkt seit dem letzten Zusammentreffen ständig darüber nach, wie Olivia nach diesem Sturz nach kurzer Zeit aussah, als sei nie etwas gewesen. Also lässt er sich darauf ein.

So beginnt ein chaotischer Roadtrip für Hugh. Denn bisher ist er nicht aus seinem Heimatort herausgekommen mit dem Wagen. Hinzu kommt, dass er seine Schwester nicht über den Plan informiert. Denn sie hat einen wichtigen Termin, und der Eiswagen muss rechtzeitig dafür vorhanden sein. Also geht die Fahrt um 6 Uhr am Morgen los. Um 9 Uhr abends müssen sie zurück sein. So ist es geplant. Denn auch Hugh bester Freund Razz ist nur noch über das Wochenende da, bevor er in eine andere Stadt auf das College geht. Die beiden möchten den letzten Tag vor der Abreise noch zusammen verbringen und einen Filmmarathon zusammen machen.
Schon nach kurzer Fahrzeit macht Olivia die erste verrückte Sache. Sie wirft Hughes Handy aus dem fahrenden Wagen, weil es sie nervt, dass er nicht ran geht, als seine Schwester anruft. Das ist nur das erste von vielen Geschehnissen, die nicht gerade dafür sorgen, dass die beiden rechtzeitig in New York ankommen könnten. Doch was noch alles passiert und was es aus Hugh und Olivia macht, das müsst ihr selbst herausfinden.

Meine Meinung zum Buch:

Hugh und Olivia könnten nicht unterschiedlicher sein. Hugh ist eher ein nerdiger Typ. Er liebt es, sich auf seinem Blog mit anderen über die verschiedenen Enden auszutauschen. Ansonsten ist er eher zurückhaltend und ängstlich. Dass sich seit dem Tod seine Schwester um ihn kümmert und die Wohnung aussieht, als würden, die beiden in einer Zeitschleife stecken, macht es nicht besser.Alle seine früheren Freunde verlassen langsam die Stadt um auf das College zu gehen und er bleibt mit dem Job im Eiswagen zurück.

Olivia ist mutig und scheint keine Angst vor nichts und niemandem zu haben. Aber auch sie hat eine verletzbare Seite an sich.

Ich fand es toll die Gespräche der beiden während des Roadtrips zu verfolgen. Hugh traut sich durch Olivia endlich etwas mehr zu.
Es gab viele Situationen, in denen ich schmunzeln musste.

Der Schreibstil ist anders, als ich ihn bisher kannte. Die Autorin Molly Morris macht die Geschichte mit den verschiedenen Endvorstellungen von verschiedenen Situationen von Hugh zu etwas vollkommen Unerwartetem. Da denkt man, dass etwas Krasses passiert und dann wacht Hugh doch wieder aus seinem „Tagtraum“ auf.

Mir haben auch die Bewertungen der Enden von Hugh Blog an jedem Kapitelanfang sehr gefallen. Eigentlich mochte ich die am meisten im Buch.


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Veröffentlicht am 07.01.2025

Mehr als nur ein Fake -Dating Roman!

Love Songs in London – All I (don't) want for Christmas
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All I (don`t) want for Christmas

Gleich als man als Leser*in die ersten Seiten liest, wird man in diese Geschichte hinein gestoßen. Die junge Literaturstudentin Febe befindet sich im Regen, und ihr Hund ...

All I (don`t) want for Christmas

Gleich als man als Leser*in die ersten Seiten liest, wird man in diese Geschichte hinein gestoßen. Die junge Literaturstudentin Febe befindet sich im Regen, und ihr Hund Hamlet kann es kaum erwarten, endlich das schützende Treppenhaus zu erreichen. Sie ist auf dem Weg zu ihrer besten Freundin Joss. Endlich im Treppenhaus angekommen, prallt sie mit jemandem zusammen. Einen Typen, der sie gleich darauf unfreundlich anschnauzt und nach ihrer Entschuldigung kurzerhand ebenfalls in den Regen davongeht. Nicht, ohne sich über ein Zitat von Shakespeare zu wundern, das Febe von sich gibt. Denn sie ist Literaturstudentin und ihr Schwerpunkt ist momentan Shakespeare. Nur kurz kann Febe registrieren, wie gut er eigentlich aussieht. Doch nun ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Denn es geht um Wichtigeres. Sie muss ihrer besten Freundin erklären, dass der gemeinsame Skiurlaub in 2 Wochen wohl für sie ausfallen muss. Denn vor ein paar Wochen ist Febes Großmutter verstorben. Jetzt ist sie in Besitz des Hauses und eines Hundes dazu. Aber die Beerdigung und die noch ausstehenden Reparaturkosten haben dafür gesorgt, dass alles Ersparte jetzt weg ist. Ein Plan muss also her. So wird Febe nach ein paar Tagen von Joss angerufen. Es geht um den besten Freund ihres Mannes. Liam.

Liam benötigt eine Alibi-Freundin, um die Weihnachtstage bei seiner Familie in London zu überstehen. Eventuell auch, um seine Ex-Freundin wieder zurückzubekommen. Eigentlich wollte Liam sich das Ganze ersparen. Denn vor einem Jahr schnappte sich einer seiner Brüder seine Freundin Charlotte. Diese wird an den Weihnachtstagen auch dabei sein. Liam wird nun von der ganzen Familie dennoch genötigt, nicht nach Vietnam zu fahren. Denn aus verschiedenen Gründen soll er wie jedes Jahr an Weihnachten dabei sein.


Das erste Zusammentreffen bei Joss und ihrem Mann zu Hause ist eher ein Desaster. Liam stellt sich als der unfreundliche Typ aus dem Treppenhaus heraus. Er und Febe könnten unterschiedlicher nicht sein. Liam ist Programmierer und hat eine ziemlich erfolgreiche App auf den Markt gebracht. Aber von Büchern und Literatur, besonders Shakespeare hält er absolut gar nichts!
Als dann auch noch Joss man einen blöden Sprich loslässt und Liam einsteigt, war es das für sie. Dann eben auf den Skiurlaub verzichten, aber dafür keine Zeit mit diesem Blödmann verbringen müssen.

Einige Tage später jedoch taucht Joss plötzlich in der Bibliothek auf. Er bekundet echte Reue und bittet Febe ihn doch zu begleiten.
Liam nutzt seinen Beruf gleich, um eine App zu entwickeln, bei der beide Informationen eingeben, um den anderen besser kennenzulernen. Einen Tag vorher geht es zum gemeinsamen Shoppen, um Geschenke für alle zu kaufen und sich noch besser auszutauschen. Dann ist es so weit und die Show beginnt.

Das Haus der Harrisons befindet sich in einer noblen Gegend von London. Thurlose Square, South Kensington. Mit eigenen abschließbaren Gärten. Febe bangt etwas. Was wird Liams Familie wohl von ihr halten? Schließlich ist sie alles andere als reich! Aber sie wird schon nach sehr kurzer Zeit von fast allen ausgesprochen herzlich in die Familie aufgenommen. Besonders von Liams jüngerem Bruder Matt, der keinen Spruch scheut, loszulassen. Egal, ob es flirty ist oder gerade nicht so passend.
Die Harrisons sind absolute Weihnachtsmenschen. Das ganze Haus ist geschmückt. Über jeder Türschwelle hängen Mistelzweige. Moment, über jeder? Plötzlich stehen sie und Liam auch unter einem. Alle sehen sie an.
Aus dem anfänglich harmlosen Kuss wird plötzlich mehr. Etwas, das unter die Haut geht. Nur bei Febe ? Charlottes giftigem Blick zufolge hat es sie zumindest nicht kaltgelassen. Aber auch Liam ist danach etwas verändert ihr gegenüber.

Wie die weiteren Weihnachtstage für Febe inmitten der Familie Harrison verlaufen und ob Liam seine Ex zurückgewinnen kann, das dürft ihr selbst herausfinden!

Meine Meinung zum Buch:

Ich muss zugeben, dass dies der erste reine Weihnachtsroman war, den ich gelesen habe. Ich bin mit null Erwartungen gestartet. Denn ich dachte, dass es eben eine vorhersehbare Fake-Dating-Geschichte wird mit dem Setting von Weihnachten.
Es ist übrigens der erste von 4 Bänden einer Reihe.
Nach wenigen Kapiteln jedoch war ich uneingeschränkt in diesen Roman abgetaucht. Tonia Krüger hat einen wunderbaren Schreibstil. Die verschiedenen Charaktere sind so gut in den Roman eingebracht, dass man von fast jedem einen Teil der Lebensgeschichte oder früheren Lebensumständen erfährt.

Außerdem wird das Thema Einsamkeit und dessen Auswirkungen auf einen Menschen anhand von Febes Leben aufgezeigt.
Hinzu kommen Themen wie Trauerbewältigung nach dem Tod eines nahestehenden Angehörigen und einige andere ernstere Themen. Diese sind aber alle so sensibel in den Roman eingebettet, dass es den Roman nicht zu sehr in eine schwermütige Stimmung versetzt hat.

Es war so schön zu lesen, wie Febe gleich von Anfang an von der Familie in alles einbezogen wurde. Mich haben die verschiedenen Keksbezeichnungen so neugierig gemacht, dass ich einige gegoogelt habe.

Auch wenn es in diesem ersten Teil der Reihe viele liebenswerte Charaktere gibt, habe ich einen besonders in mein Herz geschlossen. Das ist Matt.
Zuerst schien es, als ob er es darauf abgesehen hatte, Febe unter den Mistelzweig zu bekommen. Er versucht, ernste Situationen mit einem witzigen Spruch aufzulockern. Doch von Kapitel zu Kapitel merkt man, dass er auch sehr feinfühlig ist. Er ist es, der Febe zuerst hinterherläuft, als es ihr in einem Kapitel nicht gut geht. Auch mitten im kalten Regen auf der Bank leistet er ihr Gesellschaft und ist für sie da. Es steckt mehr hinter diesem jungen Musiker, als sein Vater wahrhaben will.

Am Ende des Romans war ich ein wenig traurig Liams Familie verlassen zu müssen. Ich werde also auch die weiteren Teile der Reihe kaufen und hoffe auf ein kleines Wiedersehen des einen oder anderen Charakters des ersten Bandes .

Von mir gibt es also eine klare Buchempfehlung. Es ist absolut mehr als nur ein Weihnachtsroman!







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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2025

Mehr als nur ein Fake- Dating Liebesroman!

Love Songs in London – All I (don’t) want for Christmas
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All I (don`t) want for Christmas

Gleich als man als Leser*in die ersten Seiten liest, wird man in diese Geschichte hinein gestoßen. Die junge Literaturstudentin Febe befindet sich im Regen, und ihr Hund ...

All I (don`t) want for Christmas

Gleich als man als Leser*in die ersten Seiten liest, wird man in diese Geschichte hinein gestoßen. Die junge Literaturstudentin Febe befindet sich im Regen, und ihr Hund Hamlet kann es kaum erwarten, endlich das schützende Treppenhaus zu erreichen. Sie ist auf dem Weg zu ihrer besten Freundin Joss. Endlich im Treppenhaus angekommen, prallt sie mit jemandem zusammen. Einen Typen, der sie gleich darauf unfreundlich anschnauzt und nach ihrer Entschuldigung kurzerhand ebenfalls in den Regen davongeht. Nicht, ohne sich über ein Zitat von Shakespeare zu wundern, das Febe von sich gibt. Denn sie ist Literaturstudentin und ihr Schwerpunkt ist momentan Shakespeare. Nur kurz kann Febe registrieren, wie gut er eigentlich aussieht. Doch nun ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Denn es geht um Wichtigeres. Sie muss ihrer besten Freundin erklären, dass der gemeinsame Skiurlaub in 2 Wochen wohl für sie ausfallen muss. Denn vor ein paar Wochen ist Febes Großmutter verstorben. Jetzt ist sie in Besitz des Hauses und eines Hundes dazu. Aber die Beerdigung und die noch ausstehenden Reparaturkosten haben dafür gesorgt, dass alles Ersparte jetzt weg ist. Ein Plan muss also her. So wird Febe nach ein paar Tagen von Joss angerufen. Es geht um den besten Freund ihres Mannes. Liam.

Liam benötigt eine Alibi-Freundin, um die Weihnachtstage bei seiner Familie in London zu überstehen. Eventuell auch, um seine Ex-Freundin wieder zurückzubekommen. Eigentlich wollte Liam sich das Ganze ersparen. Denn vor einem Jahr schnappte sich einer seiner Brüder seine Freundin Charlotte. Diese wird an den Weihnachtstagen auch dabei sein. Liam wird nun von der ganzen Familie dennoch genötigt, nicht nach Vietnam zu fahren. Denn aus verschiedenen Gründen soll er wie jedes Jahr an Weihnachten dabei sein.


Das erste Zusammentreffen bei Joss und ihrem Mann zu Hause ist eher ein Desaster. Liam stellt sich als der unfreundliche Typ aus dem Treppenhaus heraus. Er und Febe könnten unterschiedlicher nicht sein. Liam ist Programmierer und hat eine ziemlich erfolgreiche App auf den Markt gebracht. Aber von Büchern und Literatur, besonders Shakespeare hält er absolut gar nichts!
Als dann auch noch Joss man einen blöden Sprich loslässt und Liam einsteigt, war es das für sie. Dann eben auf den Skiurlaub verzichten, aber dafür keine Zeit mit diesem Blödmann verbringen müssen.

Einige Tage später jedoch taucht Joss plötzlich in der Bibliothek auf. Er bekundet echte Reue und bittet Febe ihn doch zu begleiten.
Liam nutzt seinen Beruf gleich, um eine App zu entwickeln, bei der beide Informationen eingeben, um den anderen besser kennenzulernen. Einen Tag vorher geht es zum gemeinsamen Shoppen, um Geschenke für alle zu kaufen und sich noch besser auszutauschen. Dann ist es so weit und die Show beginnt.

Das Haus der Harrisons befindet sich in einer noblen Gegend von London. Thurlose Square, South Kensington. Mit eigenen abschließbaren Gärten. Febe bangt etwas. Was wird Liams Familie wohl von ihr halten? Schließlich ist sie alles andere als reich! Aber sie wird schon nach sehr kurzer Zeit von fast allen ausgesprochen herzlich in die Familie aufgenommen. Besonders von Liams jüngerem Bruder Matt, der keinen Spruch scheut, loszulassen. Egal, ob es flirty ist oder gerade nicht so passend.
Die Harrisons sind absolute Weihnachtsmenschen. Das ganze Haus ist geschmückt. Über jeder Türschwelle hängen Mistelzweige. Moment, über jeder? Plötzlich stehen sie und Liam auch unter einem. Alle sehen sie an.
Aus dem anfänglich harmlosen Kuss wird plötzlich mehr. Etwas, das unter die Haut geht. Nur bei Febe ? Charlottes giftigem Blick zufolge hat es sie zumindest nicht kaltgelassen. Aber auch Liam ist danach etwas verändert ihr gegenüber.

Wie die weiteren Weihnachtstage für Febe inmitten der Familie Harrison verlaufen und ob Liam seine Ex zurückgewinnen kann, das dürft ihr selbst herausfinden!

Meine Meinung zum Buch:

Ich muss zugeben, dass dies der erste reine Weihnachtsroman war, den ich gelesen habe. Ich bin mit null Erwartungen gestartet. Denn ich dachte, dass es eben eine vorhersehbare Fake-Dating-Geschichte wird mit dem Setting von Weihnachten.
Es ist übrigens der erste von 4 Bänden einer Reihe.
Nach wenigen Kapiteln jedoch war ich uneingeschränkt in diesen Roman abgetaucht. Tonia Krüger hat einen wunderbaren Schreibstil. Die verschiedenen Charaktere sind so gut in den Roman eingebracht, dass man von fast jedem einen Teil der Lebensgeschichte oder früheren Lebensumständen erfährt.

Außerdem wird das Thema Einsamkeit und dessen Auswirkungen auf einen Menschen anhand von Febes Leben aufgezeigt.
Hinzu kommen Themen wie Trauerbewältigung nach dem Tod eines nahestehenden Angehörigen und einige andere ernstere Themen. Diese sind aber alle so sensibel in den Roman eingebettet, dass es den Roman nicht zu sehr in eine schwermütige Stimmung versetzt hat.

Es war so schön zu lesen, wie Febe gleich von Anfang an von der Familie in alles einbezogen wurde. Mich haben die verschiedenen Keksbezeichnungen so neugierig gemacht, dass ich einige gegoogelt habe.

Auch wenn es in diesem ersten Teil der Reihe viele liebenswerte Charaktere gibt, habe ich einen besonders in mein Herz geschlossen. Das ist Matt.
Zuerst schien es, als ob er es darauf abgesehen hatte, Febe unter den Mistelzweig zu bekommen. Er versucht, ernste Situationen mit einem witzigen Spruch aufzulockern. Doch von Kapitel zu Kapitel merkt man, dass er auch sehr feinfühlig ist. Er ist es, der Febe zuerst hinterherläuft, als es ihr in einem Kapitel nicht gut geht. Auch mitten im kalten Regen auf der Bank leistet er ihr Gesellschaft und ist für sie da. Es steckt mehr hinter diesem jungen Musiker, als sein Vater wahrhaben will.

Am Ende des Romans war ich ein wenig traurig Liams Familie verlassen zu müssen. Ich werde also auch die weiteren Teile der Reihe kaufen und hoffe auf ein kleines Wiedersehen des einen oder anderen Charakters des ersten Bandes .

Von mir gibt es also eine klare Buchempfehlung. Es ist absolut mehr als nur ein Weihnachtsroman!







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  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2025

Großartiger Dritter Band !

Volle Wucht Sehnsucht
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Dies ist der dritte Band einer Reihe der Autorin Inga Dedekind.

Im dritten Band geht es um gleich drei Personen des Haarckehofes. Denn dieser Band vereint einen Teil des ersten und zweiten Bandes und ...



Dies ist der dritte Band einer Reihe der Autorin Inga Dedekind.

Im dritten Band geht es um gleich drei Personen des Haarckehofes. Denn dieser Band vereint einen Teil des ersten und zweiten Bandes und bringt auch noch Isabel mehr mit ein. Sie ist Carolins Zwillingsschwester.

Es ist somit vorteilhaft, zuerst die ersten beiden Bände zu lesen und dann erst den dritten. Aber durch den tollen Schreibstil der Autorin kann man auch mit Band 3 anfangen.
Ansonsten befindet sich meine Rezension der anderen Bände auf meinem Profil.

Carolin und Isabel leben zusammen mit ihren Männern in jeweils einem Haus auf dem Harkehof. Zu ihnen gehören noch andere Mitglieder der Familie, wie die Eltern.

Hinzu kommt die alleinerziehende Mutter Nora, die mit in die große Hoffamlie aufgenommen wurde.

Carolins Mann Holger erfährt endlich, was mit seiner Frau los ist. Diese ist dabei, ihr Leben immer mehr mit ihrer Medikamentenabhängigkeit zu zerstören. Doch es ist mitten in der Osterzeit, als Holger merkt, wie weit Carolin schon gegangen ist. Er möchte sich Hilfe bei der Suchtberatung holen, um auch den gemeinsamen Sohn Timo zu schützen. Doch, ist es dafür schon zu spät?

Carolin steckt tief in der Medikamentensucht. Dabei bemerkt sie zwar, dass das Verhältnis zu Holger und Timo immer schlechter wird, aber sie ist sich sicher, dass sie bald auch ohne Medikamente zurechtkommen wird. Zuerst müssen nur diese blöden Kopfschmerzen besser werden. Was ihr aber gar nicht gefällt ist, dass Holger ständig mit dieser Nora zu tun hat.  Was finden nur alle an der neuen so toll?  Wenn der alte Fritz nur nicht so eklig zu Carolin wäre und immer mehr fordern würde, als sie bereit ist, ihm für die Tabletten zu geben. Irgendwie muss es da doch eine Lösung geben.

Noras Zwillinge sind schon richtig groß geworden. Nora und Ihre Kinder fühlen sich auf dem Hof gut umsorgt und sicher. Doch warum meldet sich plötzlich der Vater nach all der Zeit? Schließlich wurde ihr doch von seiner Mutter deutlich gemacht, dass ein Zusammentreffen keinesfalls erwünscht ist. 
Doch nun möchte er sie kennenlernen. Ob das wirklich stimmt oder zu einer bitteren Enttäuschung führen wird, ist noch unklar.

Isabel möchte so gerne ein Geschwisterchen für Marie. Dies Markus klarzumachen, ist jedoch alles andere als einfach. Denn fast jeden Tag betont er, wie stressig die jetzige Zeit mit einem Kleinkind ist und er freut sich darauf, wenn der Alltag mit wachsenden Jahren wieder ruhiger wird.
In einer Kurzschlusshandlung versucht Isabel jedoch dennoch, von Markus schwanger zu werden. Was sich als alles andere als leicht herausstellt.
Wie reagiert Markus wohl, wenn ihr Plan gelingt? Und wie soll sie ihm dann alles erklären?

Es bleibt also spannend und lesenswert, was alle drei Familien des Hofes betrifft!

Meine Meinung zum Buch:
Auch der dritte Teil der Reihe hatte es wieder in sich. Es gab Situationen, in denen ich die Luft vor Spannung beim Lesen angehalten habe!
Bei einigen Kapiteln war es nicht leicht, mit anzusehen, was Carolin sich und ihrer Familie mit der Abhängigkeit antut. Besonders die Szenen, in denen ihr Sohn Timo beteiligt war. Ich hätte sie oft gerne persönlich gerüttelt, um ihr die Augen zu öffnen. Auch hier hat die Autorin es wieder ausgezeichnet geschafft zu vermitteln, was ein Suchtverhalten mit einem Menschen machen kann!
Aber keine Sorge, es gibt in diesem Roman auch sehr viel zum Lachen und Mitfiebern, was die Liebe betrifft. Wer sich nun fragt, zwischen wem, den muss ich enttäuschen. Meine Lippen bzw. Finger werden nichts preisgeben. Lest es selbst! 

Inga Dedekind hat mich auch im dritten Band erneut mit ihrem Schreibstil begeistert. Es gehört einiges dazu, Leser*innen ganz nebenbei in den Perspektivenwechsel mitzunehmen.

Beim Lesen war ich auch dieses Mal im Austausch mit der Autorin. Inga ist so jemand, den man einfach mögen muss. Sie war so super bemüht, mir den dritten Teil vor dem Erscheinungstermin zum Rezi zu lesen zu übermitteln, dass ich das E-Book fast schon durch hatte, bevor mein Vorabexemplar kam. Und das will bei mir einiges heißen! Denn normalerweise habe ich es ja nicht so mit diesem Leseformat. Danke schön für alles, liebe Inga.
Ganz nebenbei noch, wie schön kann ein Buchcover eigentlich sein? Diese hier ist es definitiv!

Ich kann diesen Roman absolut weiterempfehlen. Er ist für alle, die gerne Romane lesen, in denen Freundschaft, Familiensinn, Liebe und Spannung
eine Rolle spielen.

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Veröffentlicht am 15.09.2024

Ein etwas anderer Familienroman

Lügen mit Vergnügen? Ein tragischer Roman
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Unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar!

In diesem Roman von Inga Dedekind geht es um die Altenpflegerin Carolin.
Er ist der zweite Teil ihrer Buchreihe. Man kann ihn aber auch lesen, wenn man den Ersten ...

Unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar!

In diesem Roman von Inga Dedekind geht es um die Altenpflegerin Carolin.
Er ist der zweite Teil ihrer Buchreihe. Man kann ihn aber auch lesen, wenn man den Ersten bisher nicht gelesen hat.

Carolin lebt zusammen mit ihrem Mann, Sohn und anderen Familienmitgliedern auf einem Hofgelände. Sie ist Altenpflegerin. Ihren Beruf hat sie nach der Geburt ihres Sohnes pausiert. Als er 6 Monate alt ist, möchte sie aber wieder arbeiten und ist nun froh, wieder in den Beruf einsteigen zu können. Denn Carolin ist von ihrer Mutterrolle alles andere als begeistert.
Sie wird gleich an ihrem ersten Tag allerdings beim Medikamentendiebstahl erwischt. Um ohne Folgen davonzukommen, kündigt sie selbst den Job in ihrem Ausbildungsheim. Ab diesem Zeitpunkt beginnt sie, sich immer mehr in eine Spirale von Lügen zu begeben. Lügen gegenüber ihrem Mann Holger, der ein sehr liebevoller Mann und Vater ist. Dieser soll so schnell nichts von der Kündigung erfahren. Aber auch Lügen gegenüber dem Rest der Familie, die dennoch Veränderungen an Carolin bemerkt, diese aber nicht ganz einordnen kann.

Carolin baut sich einen eigenen Pflegedienst auf. Sie hofft, durch diesen ohne Stress und dadurch resultierende Kopfschmerzen zurechtzukommen. Gewisse Medikamente, die sie gelegentlich zu sich nimmt, sind einfach nur eine Notmedikation. Das redet sie sich jedenfalls ein.

Es dauert nicht lange, bis Carolins Ehe und die Beziehung zu ihrem Sohn Timo immer wackeliger werden. Denn der kleine Timo merkt schnell, dass Carolin ständig müde ist und kaum mit ihm Zeit verbringt. Auch Holger möchte wieder mehr Familienzeit mit Carolin verbringen. Am Anfang war ihre Beziehung so liebevoll. Was ist bloß aus seiner so fröhlichen Frau geworden?

Wer nun neugierig ist, wie es mit Carolin und ihrer Familie weitergeht, der darf sich gerne diesen Familienroman kaufen.

Meine Meinung zum Buch:
Dieser zweite Teil der Reihe spielt zeitgleich mit dem ersten zusammen. So begegnen einem auch einige Charaktere wieder. Das fand ich wunderbar.

Wieder hat mich der Schreibstil von Inga Dedekind begeistert. Sie schafft es, einen innerhalb des Romanes die Gedanken von einzelnen Personen wissen zu lassen. Dies baut sie so ein, dass es den Lesefluss nicht beeinträchtigt. So hat man als Leserin aber einen guten Blickwinkel auf alle Geschehnisse.

Auch gibt es immer wieder Rückblenden im Roman, die grau markiert sind. So erfährt man als Leser
in Dinge, die in der Vergangenheit in Carolins Leben passiert sind. Dies erleichtert einiges zu verstehen.

Da ich selbst Altenpflegerin bin, konnte ich mich gut in viele Ereignisse hineinversetzen. Es gab beim Lesen für mich Momente des Schmunzelns, Mitfühlen, aber auch viele, in denen ich nach einigen Kapiteln vorerst eine Pause benötigte.

Die Autorin behandelt in diesem Roman das Thema Suchterkrankung. Dies hat sie hervorragend in die Handlung eingebaut. Sie behandelt damit ein wichtiges Thema und sensibilisiert damit auch die Leser*innen. Man kann sich so etwas in Betroffene, aber auch Angehörige hineinversetzen. Dadurch kommt es innerhalb des Romanes jedoch auch zu einigen Textstellen, die nicht unbedingt etwas sind für Personen, die sich durch das Thema Medikamentenmissbrauch und Gewalthandlungen getriggert fühlen könnten.

Allen anderen kann ich diesen Familienroman wirklich ans Herz legen!


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