begeistert mich nicht wirklich
Eat Yourself HealthyJamie Oliver ist dafür bekannt, nicht nur in Schulen, sondern insgesamt gesunde Ernährung zu vermitteln. Bislang habe ich das Kochbuch „5 Zutaten mediterran“ von ihm gelesen und Rezepte nachgekocht. Nun ...
Jamie Oliver ist dafür bekannt, nicht nur in Schulen, sondern insgesamt gesunde Ernährung zu vermitteln. Bislang habe ich das Kochbuch „5 Zutaten mediterran“ von ihm gelesen und Rezepte nachgekocht. Nun war ich auf das neue Kochbuch gespannt; „Rezepte für ein neues Lebensgefühl“ hatte mich schon sehr angesprochen.
Das Buch beginnt mit einer „Lerneinheit“, die angekündigten 50 Tipps&Tricks, beispielsweise: mehr Vollkornreis, wählt Vollkornpasta, Empfehlung für Vollkornbrot und Vollkornmehl sind schon vier von ihnen. Dazu gesellen sich altbewehrte wie Einkaufsliste schreiben, nicht hungrig einkaufen gehen, saisonal zu essen, …. Für mich war kein neuer Tipp oder Trick dabei. Gut, offensichtlich muss sich das noch weiter rumsprechen und wir fangen mal von ganz vorne an.
Dem schließt sich das Kapitel „Der 2-Wochen-Kickstarter“ an, in dem kleine Fotos von Rezepten aus diesem Buch samt Titel und Seitenzahl als Übersicht abgedruckt werden. Das wundert mich schon, denn in diesem Buch sollen doch nur gesunde Rezepte enthalten sein; warum sollte man sich die nächsten zwei Wochen nicht einfach die Rezepte aussuchen, die einen ansprechen? Dem gibt es noch Erklärungen zu 5 bzw. 7 am Tag und zu Portionsgrößen. Dann folgen die Rezepte, unterteilt in die Kapitel Frühstück, Mittag, Abend, Wochenende, Süß & gesund sowie Getränke. Von unter anderem Belegbeispielen für Butterbrote, Obstsalat oder Porridge über Bohnen & Käse auf Toast geht es dann zum Mittag, bei dem ich auch denke, ja, das Buch richtet sich an absolute Kochanfänger – und Liebhaber der englischen Küche mit viel Minze und TK erbsen. So wirklich holen die Rezepte mich nicht ab und manchesmal bin ich vollkommen überrascht. Es gibt Anleitungen wie: Den Wasserkocher füllen und einschalten. Bei dem Rezept „Kichererbsen-Arrabbiata“ kocht man eine Dose Kichererbsen und passierte Tomaten auf, würzt mit Chili und einer Knoblauchzehe, gart dann Lasagneblätter, die man in Streifen schneiden soll; wofür?, warum nicht Bandnudeln nehmen? Es werden Zutaten verwendet, mit denen ich nicht kochen möchte; so wird der „Hähnchentopf mit Pilzen und Gnocchi“ mit „1 Dose konzentrierte Championcremesuppe“ angereichert. Ich verstehe schon, die Rezepte sollen schnell gehen und einfach sein, weshalb häufig Gemüsekonserven und TKgemüse verwendet werden; aber Inustreiprodukte würde ich nicht als gesund einstufen. So wirklich warm werde ich mit den Rezepten nicht, finde auch keines, dass mir Appetit macht oder aufregend wäre. Ich koche allerdings auch schon seit vielen Jahren, beherzige, dass der Teller halb mit Gemüse gefüllt sein sollte und im Großen und Ganzen auch die anderen Empfehlungen zu sinnvoller, gesunder Ernährung. Eigentlich hatte ich in diesem Buch etwas anderes erwartet und bin ziemlich enttäuscht, komme aber zu dem Ergebnis, das ich zwar nicht zu der angesprochenen Zielgruppe gehöre, es aber wohl viele, besonders Kochanfänger, geben wird, denen dieses Kochbuch eine große Hilfe sein wird.