Viele Geheimnisse, aber leider keine perfekte Sommerlektüre
Acht Tage im Sommerɪɴʜᴀʟᴛ
Amy und Ben verbringen die nächste Woche auf Fire Island, weil Amys Schwester dort heiraten wird. Der Ort verbindet die drei seit ihrer Kindheit, doch jetzt ist alles anders zwischen ihnen. Während ...
ɪɴʜᴀʟᴛ
Amy und Ben verbringen die nächste Woche auf Fire Island, weil Amys Schwester dort heiraten wird. Der Ort verbindet die drei seit ihrer Kindheit, doch jetzt ist alles anders zwischen ihnen. Während Jo mit ihrer kurzfristigen Hochzeit hadert, scheint es zwischen Amy und Ben dicke Luft zu geben. Amy versucht Ben so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen. Und dann taucht auch noch ihr ehemaliger Kommilitone auf, mit dem sie einen heißen Flirt verbindet und das Familienchaos scheint perfekt. Ob alle die Woche unbeschadet überstehen?
ᴍᴇɪɴᴜɴɢ
Das Cover gefällt mir gut und bringt einen direkt in Sommerstimmung. Es strahlt die schöne Wärme eines lauen Sommerabends am Strand aus.
Der Schreibstil der Autorin war leicht und flüssig zu lesen und hat mir insgesamt gut gefallen.
Fire Island ist ein traumhaftes Setting und es versprüht wirklich tolle Sommer- und Strandvibes. Ein toller Ort für unbeschwerte Stunden und eine Traumhochzeit.
Aber leider hat die Geschichte für mich nicht viele sorglos, entspannte Sommervibes verbreitet. Es wurden einige schwere Themen aufgearbeitet. Beispielsweise die Fehlgeburt von Amy und Ben, die gerade Amy sehr zu schaffen macht (hierzu wäre eventuell auch eine Triggerwarnung sinnvoll). Die Geschichte ist also häufig eher traurig. Zumal sich Amy und Jo sehr viel streiten und auch das zu einer gedrückten Stimmung beiträgt. Schöne Stunden am Strand und Vorfreude auf die Hochzeit gab es so gut wie gar nicht. Es gab eher Geheimnisse und fehlende Kommunikation zwischen den Protagonisten.
Amy tat mir in weiten Teilen der Geschichte wirklich leid, da sie in keiner leichten Situation steckte. Anderseits konnte ich ihr Verhalten oft auch nicht nachvollziehen und auch nicht gutheißen. Ben und Jo haben mir als Protagonisten hingegen gut gefallen. Gerade Ben war sehr einfühlsam und hat versucht Amy so gut es geht zu unterstützen.
Mir fehlte leider auch etwas die Spannung. Diese wurde für mich irgendwie versucht künstlich etwas hoch zu halten, indem erst im letzten Drittel das Geheimnis von Amy und Ben gelüftet wurde. Das wirkte sehr gewollt und für mich auch etwas unnötig.
Insgesamt ist es für mich leider nicht die perfekte Urlaubslektüre, mit der das Buch beworben wurde. Die Geschichte ist eher emotional und traurig und trifft daher nicht die dadurch beworbenen Erwartungen. Trotzdem eine interessante Grundidee, die mir gefallen hat.