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Veröffentlicht am 02.03.2024

Wie schön kann ein Buch bitte sein?

Azurblau
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Können wir bitte darüber reden, wie schön dieses Cover und der Farbschnitt sind? Ich habe Werbung gesehen und musste unbedingt das Buch haben, weil ich das Cover so unglaublich ansprechend finde. Und was ...

Können wir bitte darüber reden, wie schön dieses Cover und der Farbschnitt sind? Ich habe Werbung gesehen und musste unbedingt das Buch haben, weil ich das Cover so unglaublich ansprechend finde. Und was soll ich sagen? Das Cover ist noch schöner als auf dem Bild im Internet.
Ich habe mir vor dem Kauf nicht den Klappentext durchgelesen, daher bin ich mit keinerlei Erwartungen an das Buch herangetreten.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich ganz gut lesen. Ich fand den wirklich gut, dennoch waren einige Wortwahlen schwierig und haben meinen Lesefluss beeinträchtigt. An einigen Stellen wurde gegendert, was aus meiner Sicht nicht nötig ist - ich könnte darauf in Unterhaltungsliteratur verzichten. Wenn ich Unterhaltungsliteratur lese, dann möchte ich der Realität teilweise entfliehen und abschalten. Mein Lesefluss setze bei den Erwähnungen der Pronomen aus. (Das soll keine Kritik am Gendern oder am Feminismus sein, sondern ist lediglich mein Empfinden beim Lesen. Ich kann verstehen, dass es für einige Personen schön zu lesen ist und dass man sich freut, wenn auch die Unterhaltungsliteratur darauf achtet.)

Die Figuren haben Ecken, Kanten und viel Tiefe. Ich lese gerne Bücher über emotionale Charaktere und die sind in diesem Buch gut gelungen. Die Nebenfigur Claude war mir zum Ende hin zu viel. Ich lese gerne über authentische Figuren, aber er wurde sehr frauenfeindlich dargestellt. Ich fand dennoch, dass sein Verhalten und er sehr gut eingebaut wurden und dass die Handlung der anderen Figuren sehr bedacht darauf aufbauen.

Ich fand das Setting sehr schön geschrieben, die Autorin hat durch ihre Wortwahl eine wirklich schöne Umgebung gestaltet. Auf unwichtige Details wurde verzichtet, sodass das Buch nicht zu überladen wirkt. Einige Szenen haben sich dennoch etwas gezogen und waren mir zu viel.

Das Ende und (Spoiler) die Wahrheit über den Protagonisten waren echt spannend zu lesen, dennoch hab ich eher gehofft, dass die Autorin einen "Golden Retriever Boyfriend" erschafft.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2023

Die Autorin hat die Gefühle der Figuren unglaublich gut eingefangen und an die Leser weitergegeben.

Sandover Prep - Der Außenseiter
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Ich finde das Cover wirklich sehr ansprechend. Vor allem das Emblem sich zu den Seiten auflöst, fand ich ansprechend gestaltet.
Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen. Durch die vielen Perspektiven, ...

Ich finde das Cover wirklich sehr ansprechend. Vor allem das Emblem sich zu den Seiten auflöst, fand ich ansprechend gestaltet.
Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen. Durch die vielen Perspektiven, die im Buch gewählt wurden, liest man die Geschichte teilweise aus verschiedenen Sichten, nimmt Ereignisse anders wahr und kann verschiedene Entscheidungen der Figuren nachvollziehen. Zu Beginn fand ich die Idee, das neben den Sichten der beiden Hauptfiguren auch die Sichten der Nebenfiguren gezeigt wurden gut. Im Laufe hab ich teilweise nicht verstanden, wieso die Sicht einer Nebenfigur folgte - teilweise hat mich der Aspekt aus der Geschichte gerissen.

Die Figuren sind gut geschrieben, sie haben jede für sich eine eigene Persönlichkeit bekommen, sodass Abwechslung vorhanden war. Die unterschiedlichen Charaktere haben das Buch interessant gemacht, auch die daraus resultierenden Probleme unter den Figuren ließen sich leicht lesen. Der Autorin ist es gut gelungen die Handlungen und Gedanken der Charaktere dem Alter anzupassen. Allgemein sind die Schüler authentisch geschrieben.

Die Geschichte an sich, dass es einen reinen Jungen Internats ist, und die Töchter des Direktors in der Nähe wohnen und der Vater diese schützen will, hat mich angesprochen. Ich hab nie das Gefühl gehabt, als würde ich den roten Faden verlieren, dieser war immer erkennbar.
Besonders interessant fand ich, die Vergangenheit von Sloanes kleiner Schwester, da um das ganze Thema im Buch immer ein bisschen mehr bekannt wurde - aber im ersten Teil nicht deutlich gemacht wird, was genau passiert ist - das passende Ende des Buches dazu hat mich überrascht, ich hab mich beim Lesen ab und an mal gefragt, was denn genau passiert ist und wieso denn angeblich niemand was gesehen haben will. Aber dann kam das Ende und ich hab nicht einmal annähernd daran gedacht, dass das Buch so ausgehen könnte.

Die Reaktion von RJ über gemeinsame Vergangenheit von Fenn und Sloane konnte ich gar nicht nachvollziehen, da ich eher die Ansicht von Casey vertreten. Die Sache zwischen den beiden ist Vergangenheit und warum der Protagonist sich daran aufgehängt hat, war eine Sache, die ich nicht nachvollziehen konnte, obwohl die Sicht von ihm darauf eingegangen ist. Eines musste ich mir beim Lesen aber immer mal wieder deutlich machen, die Figuren sind alle um die 17/18 - und das die Altersgruppe sich viel mit der eigenen Sexualität, Liebe und der Frage "wer man denn eigentlich ist" beschäftigt, wurde hier gut aufgegriffen und behandelt.
Die Auftritte von RJ´s Mutter waren in dem Sinne interessant, da sie aufzeigten, dass seine Mutter zwar Interesse an ihm zu haben scheint, aber nicht so viel, dass die Gespräche wirklich bei mir im Kopf hängengeblieben sind, wodurch sie eher den Anschein machten, als würde seine Mutter versuchen da zu sein, obwohl sie es nicht ist. Auch der Vater von Casey und Sloane war für Sloane eher weniger da - dass hinter der starken Fassade des Mädchens auch eine Verletzlichkeit liegt, war vorhersehbar, aber an den Stellen, an denen sie ihre schützende Mauer abgelegt hat, wirklich realistisch und berührend geschrieben.

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Ein Buch, das es emotional wirklich in sich hat.

A Thousand Broken Pieces
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Bevor diese Rezension gelesen wird, bitte diesen Hinweis beachten: Im Buch werden sensible Themen behandelt, die nicht für jeden leicht zu verarbeiten sind. Daher empfehle ich, die Triggerwarnung vorab ...

Bevor diese Rezension gelesen wird, bitte diesen Hinweis beachten: Im Buch werden sensible Themen behandelt, die nicht für jeden leicht zu verarbeiten sind. Daher empfehle ich, die Triggerwarnung vorab zu lesen.

Ab hier folgen inhaltliche Spoiler – bitte nur weiterlesen, wenn man damit einverstanden ist.

Die oben erwähnten Themen werden im Buch wirklich einfühlsam und passend in den Text integriert. Alles wirkt stimmig und authentisch. Besonders die Darstellung der Trauerbewältigung ist sehr gelungen: Der Prozess wird nicht überstürzt dargestellt, sondern das Leben der Figuren entwickelt sich Schritt für Schritt weiter. Auch die Nebenfiguren wurden gut ausgearbeitet und sinnvoll in die Handlung eingebunden. Vor allem die Eltern hat die Autorin authentisch und nachvollziehbar beschrieben.

Die ersten Seiten des Buches konnten mich emotional wirklich berühren. Doch je weiter ich las, desto weniger fühlte ich mich in die Geschichte eingebunden. Ich kann den genauen Grund dafür nicht benennen, aber möglicherweise habe ich mich emotional von der Geschichte distanziert, da die Depressionen der Figuren so realistisch beschrieben wurden, dass sie auf mich belastend wirkten. Dadurch fiel es mir schwer, mich in der Handlung zu verlieren – ich fühlte mich mehr wie eine Beobachterin, weniger wie ein Teil der Geschichte.

Ich bin jedoch überzeugt, dass Leser*innen, die die ersten Teile der Reihe kennen und lieben, auch von diesem Buch begeistert sein könnten. Mich persönlich konnte es jedoch nicht vollends überzeugen.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Eine gute RomCom

Fake Dates and Fireworks
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*Hinweis: Diese Rezension enthält inhaltliche Spoiler. Bitte nur weiterlesen, wenn du mit Spoilern kein Problem hast.*

Ich liebe den „Fake Dating“-Trope und musste dieses Buch deshalb unbedingt lesen. ...



*Hinweis: Diese Rezension enthält inhaltliche Spoiler. Bitte nur weiterlesen, wenn du mit Spoilern kein Problem hast.*

Ich liebe den „Fake Dating“-Trope und musste dieses Buch deshalb unbedingt lesen. Der Autorin ist es wirklich gelungen, dieses Motiv gekonnt in die Geschichte einzubauen und umzusetzen. Besonders der Grund, warum die Protagonistin ihren langjährigen One-Night-Stand täuscht – da er mit seiner Verlobten anreist – hat mich sehr angesprochen und war eine interessante Wendung.

Die Figuren sind grundsätzlich gut geschrieben, aber leider fiel es mir schwer, mich richtig in sie hineinzuversetzen. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Perspektiven von Nils und Raphael fehlen. Die Protagonistin selbst ist zwar ebenfalls gut ausgearbeitet, doch ihr Charakter konnte mich nicht vollständig überzeugen. Dennoch muss ich sagen, dass die Dynamik zwischen den verschiedenen Figuren gut und authentisch dargestellt wurde. Besonders gefiel mir, wie Raphael vom unsympathischen, grummeligen Charakter zu einer Figur wird, die auch eine wärmere und offenere Seite zeigt – das wurde sehr schön umgesetzt.

Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin Humor und ernste Themen miteinander kombiniert. Es gelingt ihr, eine gute Balance zu finden und daraus eine stimmige Geschichte zu machen. Zu Beginn wird der Berufsalltag einer Erzieherin thematisiert, und die schwierige Realität, mit der diese Berufsgruppe konfrontiert wird – etwa rücksichtslosen Eltern und negativen Erfahrungen – wurde glaubhaft und einfühlsam beschrieben. Zudem greift das Buch den Punkt des Lügens und Fremdgehens auf, was mich besonders schockiert hat. Es wird deutlich, dass Nils nicht nur seit wenigen Monaten eine Beziehung führt, sondern beide Frauen – seine Partnerin und Becca – über längere Zeit belügt und mit beiden eine intime Beziehung pflegt. Dieser Aspekt hat mich wirklich sprachlos gemacht.

Trotz all dieser positiven Elemente konnte mich das Buch leider nicht fesseln. Ich fühlte mich eher wie ein Beobachter der Geschichte und nicht wirklich emotional involviert. Normalerweise verliere ich mich in Erzählungen, aber hier fiel es mir schwer, eine tiefere Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Ein Grund dafür waren, wie bereits erwähnt, die fehlenden Perspektiven von Nils und Raphael.

Trotz meiner persönlichen Schwierigkeiten mit der Geschichte möchte ich das Buch dennoch empfehlen. Es ist selten, dass ein Werk so geschickt Humor und Ernsthaftigkeit vereint. Wenn du solche Kombinationen schätzt, könnte dieses Buch genau das Richtige für dich sein.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

War teilweise verwirrt

Kill Switch – Gefährliche Leidenschaft
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*Hinweis: Diese Rezension enthält inhaltliche Spoiler. Bevor du das Buch liest, empfehle ich, die Triggerwarnung zu beachten.*

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptfiguren hat mir wirklich ...



*Hinweis: Diese Rezension enthält inhaltliche Spoiler. Bevor du das Buch liest, empfehle ich, die Triggerwarnung zu beachten.*

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptfiguren hat mir wirklich gut gefallen. Besonders Demon, der auf der einen Seite als bösartig und skrupellos wirkt, zeigt auch eine vielschichtige, verletzliche Seite – insbesondere in seiner Beziehung zu Winter. Diese Entwicklung wurde gut und nachvollziehbar dargestellt. Was mich jedoch am meisten beeindruckte, war Demons Hintergrundgeschichte. Zuerst war ich wirklich schockiert und musste mehrmals nachlesen, um sicherzustellen, dass ich die richtigen Informationen aufgenommen hatte. Der skrupellose Vater war für mich weniger überraschend, da ich bereits in anderen Büchern auf ähnliche Figuren gestoßen bin. Doch die Geschichte seiner Mutter war ein echter Schock – weshalb ich unbedingt empfehle, vor dem Lesen die Triggerwarnung zu berücksichtigen. Besonders die unheilvolle und unnatürliche Beziehung, die sie zu ihrem eigenen Sohn entwickelt, war erschütternd.

Die Protagonistin Winter fand ich nicht ganz so vielschichtig. Sie konnte mich nicht ganz so sehr fesseln, dennoch war sie interessant in ihrer Entwicklung. Besonders hervorzuheben ist, dass sie nicht von Geburt an mit ihrem Handicap lebt, sondern dieses in der Kindheit hinzukommt. Trotz ihrer Einschränkung wirkt sie keineswegs schwach oder verängstigt. Sie wird als starke Persönlichkeit dargestellt, die zeigt, dass Schicksalsschläge einem Menschen nicht die Lebensfreude nehmen müssen.

Das Buch ist in puncto intimer Szenen keinesfalls sparsam. Aus meiner Sicht wurden sie jedoch passend und nicht übertrieben eingebaut, was zur Gesamtgeschichte gut passt. Es gab jedoch auch einige Passagen, die sich etwas langatmig anfühlten. An manchen Stellen zog sich die Erzählung, was bei mir zu dem Gefühl führte, dass sich die Handlung etwas in die Länge zog und ich mich langweilend abgelenkt fühlte. Darüber hinaus gab es Szenen, die für mich zu unübersichtlich waren. Wenn zu viele Ereignisse gleichzeitig passierten, fiel es mir schwer, der Handlung zu folgen, und ich fühlte mich leicht verwirrt.

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