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Veröffentlicht am 07.01.2025

Eine düstere, märchenhafte Suche nach dem Ursprung der Magie...

A Dark and Drowning Tide
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„A Dark and Drowning Tide“ entführt den Leser in eine düstere, märchenhafte Welt. Die Studentin Lorelei Kaskel wird mit fünf weiteren Studenten sowie ihrer Professorin Ziegler auf eine Exkursion geschickt, ...

„A Dark and Drowning Tide“ entführt den Leser in eine düstere, märchenhafte Welt. Die Studentin Lorelei Kaskel wird mit fünf weiteren Studenten sowie ihrer Professorin Ziegler auf eine Exkursion geschickt, um den sagenhaften Ursprung, die Quelle der Magie, zu finden. Auch ihre Konkurrentin Sylvia von Wolff ist mit von der Partie. Die beiden Frauen könnten gegensätzlicher nicht sein und die Konflikte sind vorprogrammiert. Als dann Loreleis Bezugsperson, die Professorin, ermordet wird, bleibt ihr nichts anderes übrig, als mit ihrer Rivalin zusammenzuarbeiten, um den Mord aufzuklären. Denn einer der anderen Mitreisenden muss es gewesen sein, oder?

Das Cover hat mich zunächst nicht sonderlich angesprochen, allerdings muss ich wirklich zugeben, dass es perfekt zu der Geschichte passt. Die Gegensätze der beiden Frauen kommen deutlich zur Geltung und die Aufmachung passt zu der düsteren Stimmung im Buch. Das extra Wendecover ist außerdem wunderschön.

Der Beginn der Geschichte war für mich etwas holprig. Ich habe lange gebraucht, um in der Welt zurechtzukommen, da sehr viele verschiedene Orte erwähnt wurden und ich dabei schnell durcheinandergekommen bin. Da hätte eine Karte gutgetan.
Das Magiesystem der Welt fand ich hingegen sehr spannend und mal etwas komplett Neues. Der Gedanke, dass die Magie aus dem Wasser kommt und eine Quelle der Magie, der Ursprung, existiert war gut durchdacht. Ebenfalls spannend fand ich die verschiedenen auftauchenden Fabelwesen. Der Alp war auf jeden Fall mein Highlight des Buchs. Die Szenen mit ihm waren sehr abwechslungsreich und unterhaltsam.
Mit den menschlichen Charakteren habe ich mich allerdings sehr schwergetan und konnte mit keinem der Studenten richtig warm werden. Vor allem Lorelei war durch ihre zurückhaltende und teilweise auch boshafte Art sehr unnahbar und etwas schwer nachzuvollziehen. Zwar wurde durch verschiedene Rückblenden in ihre Vergangenheit verdeutlicht, warum sie so ist wie sie ist, für mich war es dann aber doch teilweise etwas unverständlich, insbesondere ihr Umgang mit Sylvia. Sylvia war da doch etwas besser nachzuvollziehen.
Ein bisschen zwiegespalten bin ich bezüglich der eingeschobenen „Märchen“ während der Reise. Diese haben zum Teil zum Verständnis der Handlung beigetragen, waren durch ihre Platzierung innerhalb der Geschichte allerdings auch oft störend für den Lesefluss. Trotzdem fand ich die Einschübe überwiegend gut, vor allem da dadurch Loreleis Beitrag für die Exkursion, ihre Arbeit als Folkloristin, deutlich wurde.

Insgesamt war „A Dark and Drowning Tide“ ein lesenswertes Buch mit einer zugrundeliegenden Idee, die mir vollkommen neu war. Wer also eine düstere Geschichte sucht, die in einer Welt voller Magie und Fabelwesen spielt, ist hier genau richtig. Die bildhafte Sprache der Autorin verleiht dem Buch zusätzlich eine sehr mystische und märchenhafte Wirkung. Obwohl ich die Idee der Geschichte sehr interessant fand, war das Buch für mich teilweise etwas zu langatmig und ich konnte nicht gut mit den Charakteren mitfühlen. Deswegen konnte mich das Buch leider nicht vollständig abholen.

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