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Veröffentlicht am 29.04.2025

Ein sanftes und zugleich starkes Buch!

This could be home
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Wenn die Liebe plötzlich Wellen schlägt.

In dem Buch „This could be home”, welches von Lilly Lucas geschrieben wurde und Band zwei der Hawaii-Trilogie ist, geht es um Laurie und Tristan. Nach ...

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Wenn die Liebe plötzlich Wellen schlägt.

In dem Buch „This could be home”, welches von Lilly Lucas geschrieben wurde und Band zwei der Hawaii-Trilogie ist, geht es um Laurie und Tristan. Nach einem Badeunfall möchte Laurie Rettungsschwimmerin werden. Dazu macht sie ein Praktikum, bei dem Tristan sie betreuen und ausbilden soll. Allerdings hält er von Laurie als Rettungsschwimmerin nicht viel und versteckt seine Meinung auch nicht. Trotzdem können die beiden ihre Sympathien nicht lange leugnen. Doch schaffen sie es, sich aufeinander einzulassen, auch wenn es hart sein wird?

Das Cover finde ich wunderschön! Das Lilablau passt hervorragend zu den goldenen Akzenten und dem „Home“. Zudem vermittelt es in Kombination mit der dunkellilanen Schrift und Blumenranke einen sowohl gemütliche und romantische Atmosphäre als auch eine leicht schwere Stimmung.

Und genauso gut passt auch der Titel des Buches. Es geht beiden, aber vor allem, Laurie viel darum, einen Platz im Leben und in der Welt zu finden. Auch reden beide hin und wieder von einen „Zuhause“. Deshalb verrät der Titel schon sehr viel, ohne es von Anfang an zu offensichtlich zu zeigen.

Der Schreibstil ist sehr weich und flüssig. Man kann sehr gut lesen und sich auf das Buch fokussieren, ohne danach zu hart in der Realität anzukommen. Auch gibt es viele verschiedene Ausdrücke und fast gar keine Wiederholungen, was das Buch nochmal viel interessanter macht.

Dabei bleibt das Buch stets realistisch. So wurden zum Beispiel die negativen Momente dargestellt, aber nicht ohne auch die schönen Seiten zu zeigen. Dadurch war es von der Schwere mit der Leichtigkeit gut ausgewogen. Dies hat mir sehr gut gefallen.

Vor allem, da es in den guten Momenten oft sehr sanft und romantisch ist. Auch bei den Gefühlen, die nur so durch die Zeilen sickerten. Dabei waren sie allerdings nie penetrant und zugleich so greifbar. Besonders da die Charaktere die Gefühle wirklich gelebt haben und nicht bloß gezeigt.

Unterstütz wurde dies durch eine Overlay-Page, auf der Laurie und Tristan zusammen auf einem Jetski auf dem Meer Delfine beobachten, während die Sonne untergeht. Ich habe die Overlay-Page vorher gar nicht bemerkt, weshalb ich mich umso mehr gefreut habe, als ich sie entdeckt habe.

Außerdem wird einmal mehr gezeigt, wie schön das Setting auf Oahu ist. Dies liegt zu großem Teil auch daran, dass es viele und präzise Beschreibungen gibt. Schon im ersten Band ist es mir aufgefallen und hier nochmal richtig zur Geltung gekommen.

Zum ersten Band besteht auch weiterhin eine enge Verbindung. Sowohl vom Setting her als auch von den Charakteren und der Geschichte. Louisa und Vince kommen oft vor, wenn auch vorwiegend am Anfang, da ihre Geschichte vom ersten Band noch nicht ganz fertig ist. Somit überschneiden sich die Bänder, was einerseits ein wenig spoilert, anderseits aber einen perfekten Übergang zwischen den Geschichten schafft.

Dieser Übergang ist auf gewisse Art und Weise auch thematisch vorhanden. Ich fand das Thema in diesem Buch sowieso sehr gut, da es immer mal wieder zusätzliche Spannung bringt und es mir auch ziemlich nah ist. Ich denke, wenn man wirklich will und aufmerksam liest, kann man hier einiges lernen.

Insgesamt ist es ein sehr starkes Buch! Es hat einen eigenen Charakter mit einer wundervollen Geschichte. Es ist nur allzu perfekt für einen gemütlichen Sommertag. Für ich fehlt nur noch dieses gewisse Extra, sonst hätte es auf jeden Fall fünf Sterne. So werden es nur vier äußert strahlende Sterne.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Ein sehr spannendes und interessantes Buch!

Coldhart - Deep & Shallow
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Sollte ich nun derjenige sein, der ihr das wieder wegnahm? Sollte ich immer derjenige sein, der sie unglücklich machte?

In dem zweiten Buch „Deep & Shallow“ der Coldhart-Trilogie von Lena Kiefer ...

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Sollte ich nun derjenige sein, der ihr das wieder wegnahm? Sollte ich immer derjenige sein, der sie unglücklich machte?

In dem zweiten Buch „Deep & Shallow“ der Coldhart-Trilogie von Lena Kiefer geht es weiterhin um Elijah und Felicity. Vor vier Monaten hat Elijah Felicity von sich gestoßen, obwohl es sich für beide anfühlt, als wäre ihnen das Herz rausgerissen werden. Doch Elijah musste es tun, um sie zu beschützen. Jetzt treffen die beiden immer wieder aufeinander und Elijah muss herausfinden, dass ihr Vater sein Entführer ist. Nun muss er sich entscheiden, ob er für immer ohne Felicity sein möchte oder ob er alles riskieren will.

Das Cover hat mir gut gefallen. Alles ist gleich angeordnet wie beim Vorgängerband. Nur ist oben statt lila nun blau. Ich finde es passt zwar super zu dem Gold, des Reihentitels, dafür aber weniger zu dem schwarz-grau unten. Es wirkt irgendwie viel schwerer und düsterer. Trotzdem oder vielleicht eher, deswegen ist es gut gelungen.

Ebenso ist es bei dem Titel. Ich musste eine Weile nachdenken, finde aber, dass „Deep & Shallow“ sehr gut passt. Die Entscheidungen, die getroffen werden mussten bzw. müssen haben immer viel Tiefgang und Hintergrund. Trotzdem ist der Ursprung oder der Grund oft ziemlich flach und unmöglich. Auch werden oder wurden manche Entscheidungen als flach oder tief dargestellt, obwohl sie genau dies nicht sind.

Was den Schreibstil anbelangt, bin ich extrem zwiegespalten. Zwar konnte ich nur langsam lesen, aber dennoch habe ich jetzt im Nachhinein das Gefühl, schnell gewesen zu sein. Desweiteren habe ich immer noch sehr detailreich lesen können, aber es hat sich nicht mehr so klar angefühlt.

Wobei ich aber generell nicht mehr so viel gefühlt habe. Die Gefühle zwischen Felicity und Elijah waren weiterhin glasklar und sehr gut zu erkennen, aber es war irgendwie so weit weg von mir. Nicht wirklich greifbar.

Zudem hat sich das Buch viel schwerer angefühlt als das erste Buch. Allerdings waren die Themen auch nochmal viel schwerer und bedeutsamer. Und dies nicht nur auf die gute Art und Weise, sondern eher krimimäßig. Deshalb war es oft, vor allem gegen Ende, sehr spannend.

Zu den Charakteren habe ich nicht allzu viel zu sagen. Alle, die ich als wichtig erachte, mit drei Ausnahmen, kamen zu genüge vor. Auch wenn der Fokus eindeutig auf Elijah liegt. Normalerweise mag ich dies nicht so gerne, aber hier hat dies perfekt in die Story gepasst.

Wichtig zu erwähnen ist für mich, dass der Fokus nicht von den Perspektivenwechseln verursacht wurde. Hier waren Felicity und Elijah wieder gleichteilig abwechselnd. Ich habe aber gerade bei Felicity weniger Erinnerungen, wenn man mal von den markanten und sehr einschneidenden Situationen absieht.

Im Allgemeinen habe ich nicht bei allzu vielen Dingen Erinnerungen. Ich weiß zwar, was alles passiert ist, aber ich weiß nicht, wann es passiert ist. War es in diesem Buch oder im ersten Band der Reihe? Und dies, obwohl die Bücher in einem beträchtlichen, zeitlichen Abstand handeln. Diesen habe ich aber leider fast gar nicht gespürt.

Nur an die Kapitel habe ich absolut gar keine Erinnerungen mehr. Ich muss wohl vollends auf die Handlung konzentriert gewesen sein und habe alles um mich herum vergessen.

Insgesamt hat dieses Buch einige Schwächen, über die ich eigentlich gut hinwegsehen kann. Das größte Problem war für mich, dass ich keine richtige Verbindung aufbauen konnte. Trotzdem hat es sich gelohnt. Es ist ein sehr spannendes und interessantes Buch!

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  • Cover
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Veröffentlicht am 09.01.2025

Eine tiefgründige Geschichte im Leben eines Fußballstars!

The Striker
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Sie ist die Einzige, die er will. Und die Einzige, die er nicht haben kann…

Das Buch „The Striker“ wurde von Ana Huang geschrieben und ist Auftakt der „Gods of the game“-Reihe. Es erzählt die ...

Spoiler!

Sie ist die Einzige, die er will. Und die Einzige, die er nicht haben kann…

Das Buch „The Striker“ wurde von Ana Huang geschrieben und ist Auftakt der „Gods of the game“-Reihe. Es erzählt die Geschichte der Fußballlegende Asher Donovan und der ehemaligen Primaballerina Scarlett DuBois. Nachdem Asher und sein Kontrahent Vincent die Meisterschaft verhindert haben, werden sie von ihrem Coach zu einem Crosstraining während der Saisonpause verdonnert. Blöderweise ist die Trainerin jene Frau, die Asher am Abend zuvor in seinem Pub kennengelernt hat und die Schwester seines Erzfeindes Vincent. Trotzdem können die beiden die Anziehung zwischen ihnen nicht leugnen. Aber schaffen sie es wirklich, alle Hindernisse zu überwinden?

Das Cover ist sehr gut gestaltet! Das glänzende lila ist mir sofort ins Auge gefallen. Ich finde oben das Stadion mit der Anzeigetafel, auf der alle Infos zu der Reihe, sowie den beiden sportlichen „Parteien“ zu finden sind, wirklich super. Beim genaueren Betrachten ist mir unten auch London aufgefallen.

Dies passt genauso gut ins Buch wie auch der Titel. Schließlich ist „striker“ englisch für Stürmer und Asher ist Stürmer in der Premier League.

Der Schreibstil ist zwar gut und vor allem sehr angenehm zu lesen, aber ich bin nicht so schnell vorangekommen, wie bei anderen Büchern. Möglicherweise liegt dies aber auch nur an der ziemlich hohen Seitenanzahl. Denn wenn ich auf die Seitenzahl geschaut habe, war ich in etwa genauso schnell, wie in anderen Büchern auch. Ich muss hier auch sagen, dass ich selten Bücher mit einer so hohen Seitenzahl lese.

Dafür ging das Buch über einen ganzen Sommer. Allerdings wurden folglich auch immer mal zwei, drei Wochen übersprungen, weshalb ich mir auch Zeitangaben zu Beginn jedes Kapitels gewünscht hätte.

Einen weiteren Wunsch habe ich auch bei den Perspektiven. Es wurde zwar aus Scarlett und Ashers Sicht erzählt, aber Scarlett überwog eindeutig. Deshalb habe ich mir in mehren Situation Ashers Sicht gewünscht, um Einblicke in seinem Gedanken und Gefühle zu bekommen. Irgendwie hat es sich dann so angefühlt, als wäre er ausgegrenzt worden.

Ein Pluspunkt konnte ich hingegen bei den Kapiteln verzeichnen. Zu Beginn und zum Ende jedes Kapitels gab es immer eine kleine Zeichnung. Wenn aus Ashers Sicht erzählt wurde, so war dies ein Fußball, bei Scarlett eine Ballerina. Ansonsten sind mir die Kapitel fast gar nicht aufgefallen, da sie alle in etwa gleich lang waren.

Umso mehr ist mir die Spannung ins Auge gefallen. Es war immer abwechslungsreich in der Handlung, sodass ich nur manchmal in der konkreten Situation wusste, was als nächstes passiert. Das Buch war somit ein sehr spannendes Überraschungspaket, das ich einfach am Stück lesen wollte, weil ich so mitgefiebert habe.

Zudem war alles gut verständlich. Die Stimmung, Gefühle und Gedanken wurden von dem passenden Charakter immer perfekt dargestellt. Egal wie schwer ihre Handlung auch war, ich habe mich nicht ein einziges Mal gefragt, warum sie nicht den leichteren Weg gewählt haben. Sie sind einfach so stark und ehrlich zu sich selbst, vor allem Scarlett.

Es ist ein wunderbares Buch, dass einem nicht mehr loslässt und von dem Leben als Promi erzählt. Ich empfehle es allen, die sich eine längere und tiefgründige Geschichte wünschen!

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Das perfekte Sommerbuch, um am Strand zu liegen!

This could be love
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Große Träume und Herzklopfen auf Hawaii

In dem ersten Buch der Hawaii-Trilogie „This could be love” von Lilly Lucas geht es um Louisa und Vince. Nach einer schweren Verletzung möchte sich Louisa ...

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Große Träume und Herzklopfen auf Hawaii

In dem ersten Buch der Hawaii-Trilogie „This could be love” von Lilly Lucas geht es um Louisa und Vince. Nach einer schweren Verletzung möchte sich Louisa auf Hawaii auf ihr großes Tennisschule ihrer Patentante Kay. Prompt trifft sie den attraktiven Surferboy Vince und gerät zwischen die Fronten von ihm und Kay. Trotzdem flattert es in ihrem Bauch jedes Mal verräterisch, wenn sie Vince sieht. Außerdem gibt es ein paar Kapitel in Vinces Leben, die Louisa nicht kennt.

Das Cover gefällt mir echt gut! Das etwas rustikale rosa sieht mit dem Gold und dem Lila zwar edel, aber nicht auffällig aus. Das passt für mich auch auf einige Charaktere und deren Situation.

Ebenso lässt sich der Titel in einigen Situationen wiederzufinden. Ich finde er passt einfach perfekt und ist der Geschichte so nah. Man merkt schon früh, was gemeint wird.
Der Schreibstil ist ganz gut. Er ist recht unscheinbar und doch extrem flüssig zu lesen. Ich konnte schnell lesen und habe das Buch in einen Rutsch verschlungen.

Leider wurde nur aus Louisas Perspektive berichtet, wodurch mir oft Vinces Gefühle, Gedanken und Meinungen gefehlt haben. An besonders markanten Stellen gab es aber einen Ausgleich, den ich so noch nicht kannte und geliebt habe. Vince hat immer mal wieder Sprachnachrichten aufgenommen, in denen er aus seinem Innersten geredet hat. Außerdem wurden diese Sprachnachrichten hervorgehoben, indem ihnen eine ganze Seite gewidmet wurde. Es war so noch immer ein Kontakt zu Vince möglich, auch wenn er ansonsten nicht präsent war.

Eine weitere Besonderheit, die mir aufgefallen ist, sind die Zeitungsartikel. Sie leiten erst in die Geschichte ein und kommen auch gegen Ende immer mal wieder dran. Beides sind mal neue Erfrischende Ideen, die mir das Lesen ein wenig versüßt haben.

Versüßt haben mir auch zu großem Teil die anderen Charaktere das Buch. Allesamt haben sie mir sehr gut gefallen und mir schon einen leichten Vorgeschmack auf die weiteren Bände gegeben. Zudem gab es hin und wieder auch Einblicke in die Geschichten der anderen Charaktere, was das Buch noch vielseitiger gemacht haben.

Diese Vielseitigkeit hat sich auch bei den Gefühlen bemerkbar gemacht. Manchmal wurden Vinces Gefühle gar nicht so sehr durch ihn, sondern auch durch andere Charaktere deutlich. Ansonsten hat er seine Gefühle mehr durch Taten ausgedrückt. Bei Louisa habe ich ihre Gefühle hauptsächlich durch ihre Gedanken, aber ähnlich wie bei Vince auch durch ihre Handlungen.

Herausgestochen ist das Buch auch mit seinem Ende. Ich hatte von Anfang an einige Erwartungen, die sich mit der Zeit such verfestigt haben. Trotzdem sah das Ende ganz anders aus, als ich erwartet hatte. Dadurch wurde das Buch nochmal interessanter, spannender und auf seine eigene Weise auch nochmal schwerer. Im Allgemeinen hat mich das aber nicht gestört.

Wo ich eben schon mal die Spannung angesprochen habe. Insgesamt war sie recht flach, abgesehen vom Ende, wo es auch nochmal aufregend wurde. Allerdings war meine Leselust dadurch kam geschwächte, weil das Buch an sich sehr interessant war.

Zwei kleine Dämpfer gibt es aber noch. Zum einen hat mich alles sehr stark an ein anderes Buch erinnert. Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass dies unbeabsichtigt ist, weil die Bücher ansonsten in zu vielen Dingen verschieden sind.
Außerdem konnte ich beim Lesen keine richtigen Verbindungen zu den Protagonisten und den Gefühlen aufbauen, was mir persönlich für Lieblingsbücher sehr wichtig ist. Deshalb ist dieses Buch haarscharf am Titel „Lieblingsbuch vorbeigeschrammt.

Trotzdem ist es ein perfektes Buch, welches man unbedingt am Strand lesen sollte, weil es das perfekte Sommerbuch ist. Sanft, träge und zugleich wild und heiß.

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Ein interessante, abwechslungsreiches Buch mit wichtigen Thema!

All Our Golden Dreams
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Manchmal muss man einen Traum aufgeben, damit sich ein anderer erfüllt!

Das Buch "All our golden dreams" von Mounia Jayawanth erzählt die Geschichte von Ellis und Ryan weiter. Endlich sind Ryan ...

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Manchmal muss man einen Traum aufgeben, damit sich ein anderer erfüllt!

Das Buch "All our golden dreams" von Mounia Jayawanth erzählt die Geschichte von Ellis und Ryan weiter. Endlich sind Ryan und Ellis wieder vereint und schweben auf Wolke 7. Nach Jahren können Sie sich ihre Gefühle zeigen und miteinander teilen. Allerdings schwingen die Schatten des Skandals und das Hotel Van-Day noch immer nach. Um dies zu ändern, steigt Ryan ins Hotelgeschäft ein. Dabei merkt Ellis, wie er sich langsam von ihr distanziert. Aber sie wird nicht zu sehen, sondern um das Kämpfen was ihr wichtig ist.

Der Titel ist für mich ganz in Ordnung. Ich habe ziemlich lange überlegt, was gemeint sein könnte. Erst gegen Ende im letzten Kapitel wurde das Thema Träume explizit angesprochen. Ansonsten konnte man es manchmal im Untergrund spüren.

Was das Cover betrifft, bin ich sehr zwiegespalten. Einerseits finde ich den dunklen Hintergrund optisch nicht so schön, und es passt auch nicht zum ersten Teil. Andererseits passt die düstere, schwere und drückende Atmosphäre perfekt zum zweiten Teil des Buches. Insofern denke ich, dass es im Allgemeinen schon ganz gut passt, auch wenn ich da meine Mängel habe.

Die Kapitel sind sehr gut. Ich habe nie direkt gemerkt, wenn eines geändert hat und ein neues begonnen hat. Es sei denn es gab einen Perspektivwechsel. Ellis und Ryan erzählen beide abwechselnd aus der Gegenwart, was einen Unterschied zu Band 1 ist, mir aber dennoch sehr gut gefallen hat.

Vor allem, da hier das Thema Essstörung von Ryan hinzukam. Ich persönlich empfand es als schweres Thema trotzdem fand ich sehr gut es anzubringen. So hatte man Einblick in die Gedanken und Gefühle von Betroffenen und Angehörigen. Allerdings habe ich manchmal bemerkt, dass diese etwas zu gewollt werden. An diesen habe ich öfters meinen Lesefluss verloren und bin gedanklich hängen geblieben. Es wurde auch über den Umgang mit Essstörung geschrieben. Sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

Natürlich hat ein solches Thema auch Auswirkungen auf die Gefühle. Bevor die Essstörung angesprochen wurden, habe ich das Buch als zart, sanft und leicht empfunden. Dies hat sich schlagartig geändert. Ich habe mich von den Geschehen distanziert und eine Nebelwand hochgezogen. Andernfalls hätte ich das Buch abbrechen müssen, weil es zu hart ist.

Es kam mit ein wenig so vor, als würde ich zwei Bücher lesen. Verstärkt wurde dieses Gefühl durch eine dreimonatige Unterbrechung während der Geschichte. Ellis und Ryan sind glücklich miteinander und es scheint alles wie ein Happy End. Dann kommen die drei Monate Pause und danach scheint alles den Bach runterzugehen.

Außerdem habe ich ab diesen Zeitpunkt auch langsamer gelesen, was keinesfalls am Schreibstil lag. Dieser war flüssig, gut lesbar und hat die Protagonisten zu wundervollen verständlichen Charakteren geformt. Ich habe sie wirklich ins Herz geschlossen und konnte vor allem Ellis zu 100% nachempfinden.

Spannungsmäßig ist es jetzt nicht perfekt, aber definitiv gut. Ich hatte eigentlich immer Fragen zu bestimmten Themen. Auch wenn siech diese meist auch die Nebenhandlung beziehen, haben sie mich dennoch am Buch gehalten. Auch jetzt am Ende habe ich noch eine Frage, die zwischendurch sehr wichtig war und nun unbeantwortet ist.

Insgesamt ist es sehr abwechslungsreiches und spannendes Buch! Es lohnt sie zu lesen. Allerdings sollte man erst Band eins lesen, da sie abhängig voneinander sind.

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