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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2025

Eiskalt und geheimnisvoll

Tödlicher Winter
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Der Journalist Paul Schwarzmüller kehrt nach über 6 Monaten wieder zurück in seine alte Heimat Siebenbürgen, denn er kann die mysteriöse Maia nicht vergessen. Sie lebt auf seinem Hof, den er von seiner ...

Der Journalist Paul Schwarzmüller kehrt nach über 6 Monaten wieder zurück in seine alte Heimat Siebenbürgen, denn er kann die mysteriöse Maia nicht vergessen. Sie lebt auf seinem Hof, den er von seiner Tante Zinzi geerbt hat. Doch als er bei ihr anklopft, öffnet ihr frisch angetrauter Ehemann die Tür. Als dieser am nächsten Tag tot aufgefunden wird, gerät Paul sofort unter Verdacht. Doch es bleibt nicht bei dem einen Toten und Paul beginnt auf eigene Faust mit den Ermittlungen.
Ich habe Paul bereits in seinem ersten Fall nach Siebenbürgen begleitet. Auch diese Mal ist die Story wieder sehr fesselnd und spannend. Das Buch kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Die verschiedenen, gut dargestellten Charaktere sorgen für eine interessante Handlung. Besonders Paul wirkt manchmal etwas verpeilt, er handelt oft unüberlegt und hat ein Talent sich immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen.
Die Story punktet mit viel Abwechslung, temporeichen Handlungen und humorvollen Dialogen. Geheimnisvolle Szenen fesseln den Leser ans Geschehen.
Auch diesmal, im tiefsten Winter, hat Lioba Werrelmann eine malerische Kulisse mit viel Lokalkolorit als Rahmen für diesen sehr lesenswerten Krimi geschaffen.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Absoluter Pageturner

Finsteres Herz
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In ihrem zweiten Fall bewachen die Kriminalkommissare Frank Elling und Lona Mendt Kronzeugen in einem Safehouse. Als die Zeugen zur Staatsanwaltschaft zur Aussage gebracht werden sollen, ereignet sich ...

In ihrem zweiten Fall bewachen die Kriminalkommissare Frank Elling und Lona Mendt Kronzeugen in einem Safehouse. Als die Zeugen zur Staatsanwaltschaft zur Aussage gebracht werden sollen, ereignet sich ein brutales Massaker. Elling und Mendt kämpfen mit dem Tod und das 12jährige bulgarische Waisenmädchen Sarah ist spurlos verschwunden. Der LKA beamte Hagen Dudek und Maja Kaminski von der Rostocker Bundespolizei übernehmen den Fall.
„Finsteres Herz“ kann auch ohne Kenntnisse des ersten Falls gelesen werden.
Der Autor überzeugt mit seiner sprachlichen Qualität. Er besitzt die Fähigkeit Figuren zu schaffen, die lebendig und greifbar wirken. Gut eingeflochtene private Informationen geben den Charakteren noch zusätzlich Tiefe.
Dieser geschickt konzipierte und sehr komplexe Kriminalfall ist so spannend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. In zwei zweitversetzten Erzählsträngen wird der Leser quasi durch die fesselnden Handlungen und Dialoge gejagt, bis zu einem erschütternden Twist, bei dem sich die Nackenhaare aufstellen. Obwohl der die Story im Jahr 2006 spielt, sind die von Holger Karsten Schmidt aufgegriffenen brisanten Themen immer noch aktuell und berührend.
Das Buch ist ein absolutes Krimihighlight, welches ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Menschliche Abgründe

Blutbuße
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Im tiefverschneiten Bergdorf Åre wird die Stockholmer Immobilienentwicklerin Charlotte Wretlind brutal ermordet in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Ihr Plan, ein altes verlassenes Hochgebirgshotel in ein ...

Im tiefverschneiten Bergdorf Åre wird die Stockholmer Immobilienentwicklerin Charlotte Wretlind brutal ermordet in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Ihr Plan, ein altes verlassenes Hochgebirgshotel in ein Luxusresort zu verwandeln, schein auf Widerstand zu stoßen. Hanna Ahlander und ihr Kollege Daniel Lindskog beginnen sofort zu ermitteln.
Schon die ersten Sätze haben mich in ihren Bann gezogen. Durch mehrere Rückblicke erfahren wir von Geschehnissen aus dem Jahr 1973. Im Laufe der Story offenbaren sich immer mehr Verbindungen zur Gegenwart, doch nichts ist wie es scheint und so einige menschliche Abgründe tun sich auf.
Die Beschreibungen von Land und Leuten sind sehr stimmig und tragen noch zusätzlich zur atmosphärischen Spannung bei.
Gerne habe ich auch über die private Entwicklung von Hanna und Daniel gelesen. Viveca Sten besitzt einfach die Fähigkeit Figuren zu schaffen, die lebendig und greifbar wirken.
Gefallen haben mir die komplexen Ermittlungen der Kommissare und die klaren Dialoge bewirken, dass man sich hautnah dabei fühlt. Trotz der geringen Anzahl an Verdächtigen blieb der Fall konstant spannend und überraschte immer wieder durch unerwartete Wendungen.
„Blutbuße“ ist ein Muss für alle die nordische Krimis lieben.

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Fürstenkriege

Die Tochter der Drachenkrone
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Nach dem Tod ihres Vaters gerät die junge Fürstentochter Gwenllian zwischen die Machtkämpfe ihrer rivalisierenden Brüder. Als Gruffydd sie aus politischen Gründen an einen verhassten Normannen verheiraten ...

Nach dem Tod ihres Vaters gerät die junge Fürstentochter Gwenllian zwischen die Machtkämpfe ihrer rivalisierenden Brüder. Als Gruffydd sie aus politischen Gründen an einen verhassten Normannen verheiraten will, kämpft sie um ihre Unabhängigkeit.
Gwenllian ist eine mutige Frau, die keine Angst hat, sich in der damaligen durch Männer dominierenden Welt durchzusetzen. Wir verfolgen ihr Heranwachsen von einer vorlauten bockigen 13Jährigen bis zu einer selbstbewussten Frau.
Die Autorin hat die Stellung der Frauen in der damaligen Zeit gut eingefangen. Es ist erschreckend, wie sie damals zum Spielball der Männer in ihren Machtkämpfen eingesetzt wurden. Ich habe mich in guten Zeiten mit ihnen gefreut und bei Gefahr mit ihnen gebangt.
Anfangs hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten mit den Namen der zahlreichen Protagonisten, aber durch das Personenregister am Anfang des Buches ging es dann schnell besser. Ein fesselnder Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich tief ins Mittelalter eintauchen konnte. Die historischen Details wurden gut recherchiert und gaben einen interessanten und spannenden Einblick in die walisische Geschichte und das angevinische Reich zur Zeit von Johann Ohneland, dem Bruder von Richard Löwenherz.
Da es sich bei diesem Buch um den Auftakt zu einem großen historischen Epos handelt, bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung und auf Gwenllians weiteres Leben. Fans von historischen Romanen kann ich diese opulente Geschichte sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.12.2024

Der Schlüssel zu Excalibur

Jewel & Blade, Band 1 - Die Wächter von Knightsbridge
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Nach dem Tod der Mutter übernimmt Harper das Familienunternehmen, eine Goldschmiede. Eines Nachts steht der überaus gutaussehnde Archer vor ihrer Tür mit der Bitte, einen wertvollen Ring zu säubern. Bei ...

Nach dem Tod der Mutter übernimmt Harper das Familienunternehmen, eine Goldschmiede. Eines Nachts steht der überaus gutaussehnde Archer vor ihrer Tür mit der Bitte, einen wertvollen Ring zu säubern. Bei der Berührung hat sie plötzlich eine Vision vom Tod König Artus. Harper macht sich mit Archer auf den Weg nach London um die Geschichte des Rings zu erfahren, aber auch das geheimnisvolle Rätsel vom Verschwinden ihres Vater zu lösen.

Eine tolle Story, die mich gleich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat, sie hält eine Mischung aus Fantasy, Mystic, Romance und Thriller bereit. Der Schreibstil der Autorin ist fesseld und wunderbar klar und sorgte dafür, dass ich mühelos in die fantastische Welt der legendären König-Artus-Sage abtauchen konnte.

Die magischen Fähigkeiten der Protagonisten, insbesondere von Harper, wurden super in der Geschichte verarbeitet und sorgten immer wieder für spannende Szenen. Die Darstellung und Interpretation der Legende fand ich sehr gelungen, ebenfalls die anschließende Frage, wer von den Charakteren ist gut und wer gehört zu den Bösen. Mit der krassen Wendung zum Schluss hätte ich so nicht gerechnet. Der einzige Kritikpunkt wären die teilweise gehäuften Wortwiederholunge, doch dies mindert den positiven Gesamteindruck für mich nicht.

Die Fortsetzung "Die Hüter von Camelot" muss ich auf jeden Fall auch lesen.

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