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Veröffentlicht am 25.01.2025

Wunderbar zeitloser Kinderkrimi, der einfach nur Spaß macht

Rory Shy, der schüchterne Detektiv - Das Verschwinden der Amanda Kent (Rory Shy, der schüchterne Detektiv, Bd. 4)
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Inhaltsangabe Verlag:
Originell, spannend, witzig: Band 4 der etwas anderen Krimireihe für Mädchen und Jungen ab 10 – prallvoll mit feinem intelligentem Humor
Der berühmte schüchterne Detektiv Rory Shy ...

Inhaltsangabe Verlag:
Originell, spannend, witzig: Band 4 der etwas anderen Krimireihe für Mädchen und Jungen ab 10 – prallvoll mit feinem intelligentem Humor
Der berühmte schüchterne Detektiv Rory Shy wird beauftragt, das Verschwinden einer bekannten Krimi-Autorin zu untersuchen. Sehr zur Aufregung seiner 12-jährigen Assistentin Matilda, die ein großer Fan von Amanda Kents Büchern ist. Doch was steckt hinter dem Fall? Hat der Verleger Bodo Kiesewind seine Finger im Spiel, in dessen Landhaus Amanda Kent sich zum Zeitpunkt ihres Verschwindens aufhielt? Unterstützt werden Rory und Matilda bei ihren Ermittlungen wie immer von dem hasenfüßigen Cockerspaniel Dr. Herkenrath.
Ein herrlich witziger und wunderbar schüchterner Krimi – unterhaltsam und bezaubernd

Meine Inhaltsangabe:
Die Tochter der berühmten Krimiautorin Amanda Kent beauftragt Rory Shy, das Verschwinden ihrer Mutter aufzuklären. Diese war mit anderen Autoren im Landhaus ihres Verlegers, als sie spurlos verschwand. Ihr Zimmer: vollkommen durchwühlt. Rory und Matilda übernehmen. Verdächtige gibt es genug, waren an dem fraglichen Abend neben Verleger und Autoren auch noch ein paar Nachbarn zugegen. Sie stoßen nicht gerade auf hilfreiche Personen, alle scheinen irgendetwas zu verheimlichen, sind entweder abweisend oder zu vertraulich. Und die eingeschaltete Polizei (Kommissar Valko) ist auch keine Hilfe, vermuten sie doch nur einen PR-Gag dahinter. Mit seiner außergewöhnlichen Gabe, von Gegenständen Hinweise zu erhalten, findet Rory bald eine Spur und schon sind er, Matilda und natürlich Doktor Herkenrath mittendrin in ihrem nächsten Krimiabenteuer.

Erster Satz: »Frau Gleine-Wanz hat doch nicht mehr alle Blätter am Baum!«

Mein Eindruck:
Ich kann nicht genug von dieser Krimireihe bekommen. Ich liebe einfach alles daran! Die Storys, den Schreibstil, die Figuren, das Setting. Voller Humor, unglaublich witzig, dann wieder spannend und mitreißend, zum Miträtseln und Mitfiebern. Irgendwie völlig zeitlos und gerade deswegen so absolut fesselnd. Ich bin immer an alte Krimiklassiker erinnert, was ich richtig genial finde. Der Autor schafft es, jeder Figur Leben einzuhauchen und sie alle greif- und erlebbar zu machen. Dabei führt er seine Leser aber auch gehörig an der Nase herum, weil seine Figuren eben nicht vorhersehbar, sondern sehr vielschichtig sind. Das macht einfach Spaß. Rory ist bekanntermaßen irre schüchtern und extrem höflich und als ihm einmal ein »Ist doch Schwachsinn« herausrutscht, war ich mindestens genauso geschockt wie Matilda und er selbst. Ich musste SO lachen! Absolut witzig, bezaubernd, spannend, charmant, schräg und originell. Ein Muss für jeden kleinen und großen Krimifan. 5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Tierisch witzig, super spannend und einfach nur gut

Kater Sherlock & Dog Watson / The Dog Racing Dealer
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Inhaltsangabe Autorin:
Mit eingeschlagenem Schädel liegt Nachbar Danny Dean im Flur seines Reihenhauses. Hatte der harmlose Computer-Nerd wirklich mehr Schulden als ein Hase Zecken hinter den Ohren?
Kater ...

Inhaltsangabe Autorin:
Mit eingeschlagenem Schädel liegt Nachbar Danny Dean im Flur seines Reihenhauses. Hatte der harmlose Computer-Nerd wirklich mehr Schulden als ein Hase Zecken hinter den Ohren?
Kater Sherlock und Dog Watson schnüffeln den Gerüchten nach, die sich in Little Fleabane schnell wie die Windhunde verbreiten, und tapsen dabei mit allen acht Pfoten in den Pfuhl des Wettgeschäfts: Es stinkt nach Manipulation und Misshandlung bei den Greyhound-Rennen im Lanky-Lex-Stadium. Doch welche Rolle spielte der Wett-Junkie Dean im tödlichen Drogen-Deal?

Meine Inhaltsangabe:
Nachbar Danny wird eines Tages tot in seinem Haus aufgefunden, erschlagen mit einem Baseballschläger. Klar, das Kater Sherlock und Dog Watson wieder die Ermittlungen aufnehmen. Sie stoßen dabei schnell auf dubiose Wettgeschäfte beim Hunderennen und erfahren einiges über die tierverachtenden Machenschaften in diesem geldbringenden Geschäft. Unterstützung bekommen sie wie üblich von Haselmaus Luis und Spinne Spider. Auch Fritz, ein Dobermann auf Besuch, ist recht nützlich, ganz im Gegensatz zu den beiden fiesen Nacktkatzen Morry und Artie. Sherlock und Watson stecken bald bis über alle Pfoten drin in einem gefährlichen Fall von Wetten, Schulden, Lug und Betrug. Verdächtige gibt es genug.

Mein Eindruck:
Erster Satz: »Wenn das so weitergeht, schleift sein Bauch bald auf dem Boden.«
Band 1 habe ich ja schon sehr geliebt und mich daher sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Und was soll ich sagen: genial! Ich habe wieder so viel gelacht, weil ich den trockenen, englischen Humor, diesen frischen, spritzigen Schreibstil und die so humorvollen Dialoge einfach zu sehr mag. Die Dialekte von Haselmaus Luis (südländisch) und der Kiosk-Katze (berlinerisch) tun das ihrige dazu. Wer jetzt denkt: ermittelnde Tiere, das ist doch Kinderkram, dem kann ich eindeutig widersprechen! Ja, es sind ermittelnde Tiere und ja, sie können sprechen, aber nur untereinander, nicht mit den Menschen. Und sie sind auch keine Superhelden, die Unmögliches möglich machen, sondern sie agieren immer im Rahmen ihrer natürlichen Fähigkeiten. Hier wird also kein Tier vermenschlicht. Es ist einfach saukomisch, Punkt! Aber auch spannend (bis zuletzt wusste ich nicht, was Sache, also wer der Mörder ist) und mit viel Stoff zum Nachdenken (die Hunderennenbranche und ihre tierverachtenden Grausamkeiten werden hier wunderbar eingewoben, so dass der unwissende Leser die Augen geöffnet bekommt). Ich kann es jedem empfehlen, der Cosy Crime, England und Tiere mag und zum Lachen nicht in den Keller geht. Ich liebe es und hoffe inbrünstig, dass die Autorin noch sehr viel mehr Fortsetzungen zu Papier bringt. 5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Ein Liebesschwindler treibt in Augsburg sein Unwesen

Paradiesapfel-Schwindel
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Inhaltsangabe Verlag:
Kommissarin Elsa Dorn hat einen Vorsatz: Sie will es im Kommissariat für Betrugsangelegenheiten ruhig angehen lassen. Von Mord will sie nichts mehr wissen, seit sie im Einsatz beinahe ...

Inhaltsangabe Verlag:
Kommissarin Elsa Dorn hat einen Vorsatz: Sie will es im Kommissariat für Betrugsangelegenheiten ruhig angehen lassen. Von Mord will sie nichts mehr wissen, seit sie im Einsatz beinahe von einem Mafia-Killer umgebracht worden wäre. Stattdessen ermittelt sie gegen einen Liebesbetrüger, der einige Frauen in Augsburg um ihr Vermögen gebracht hat.
Eine von ihnen, Pia Lotter, heuert Privatdetektiv Sven Schäfer an, um den Betrüger zu finden. Doch dann wird ein Hacker ermordet, der Schäfer Infos über den Mann beschaffen sollte. Ein klarer Fall für die Polizei - und Elsa ist schon wieder in einen Mordfall verwickelt!
Der siebte Augsburg-Krimi mit Schäfer und Dorn - für alle Fans von Regionalkrimis und coolen Ermittlerduos. Geschrieben von einem echten Kommissar!

Meine Inhaltsangabe:
Erster Satz: »Drei gegen eins!«
Elsa Dorn hat sich Mord- ins Betrugsdezernat versetzen lassen. Von Morden hat sie genug, nachdem ihr Lebensgefährte sie belogen und fast umgebracht hat. Daran hat sie noch sehr zu knabbern. Ihr aktueller Fall ist der eines Liebesbetrüger, der schon unzähligen Frauen durch Vorgaukeln wahrer Liebe Unsummen an Geld abgeluchst hat. Eine der Frauen ist Pia Lotter, die sich hilfesuchend an Sven Schäfer wendet. Die Polizei möchte sie nicht einschalten, da sie befürchtet, ihren guten Namen in der Geschäftswelt zu verlieren. Schäfer soll den Betrüger einfach nur für sie finden. Der involviert einen Hacker, da der Schwindel ja vor allem übers Netz lief. Als der kurz darauf tot aufgefunden wird ist allen klar, dass sie es wohl nicht nur mit einem Schwindler zu tun haben, sondern auch mit einem Mörder. Da der Mord und der Betrug ein Fall zu sein scheinen, findet sich Elsa auch wieder bei der Mordermittlung ein und erneut arbeiten sie und Schäfer zusammen.

Mein Eindruck:
Es hat so ungefähr 10 Sekunden gedauert, dann war ich auch schon wieder mittendrin, in der Welt von Schäfer und Dorn. Wieder einmal ist mir positiv aufgefallen, dass man durchaus merkt, dass hier ein echter Kommissar die Feder schwingt. Die Beschreibungen der Ermittlungsarbeiten, die Polizeiinterna sind einfach total realistisch und superinteressant und keinesfalls aus der Luft gegriffen. Auch wenn man es aufgrund des Covers vielleicht vermuten könnte, handelt es sich bei der Schäfer und Dorn-Reihe nicht um Cosy Crime, sondern um spannende Krimis mit teils brutalen Fällen und immer mit einer guten Portion Humor. Das macht für mich diese Serie aus. Das und die herrlich bildhaft beschriebenen Figuren, die inzwischen liebgewonnene alte Bekannte sind. Der sehr gut zu lesende flotte Schreibstil gefällt mir jedes Mal wieder so gut und lässt mich immer durch die Seiten rauschen. Viel zu schnell ist das Buch dann auch schon wieder zu Ende und mir bleibt nur, auf eine baldige Fortsetzung zu hoffen. Einfach richtig gut. Daher 5/5 Sterne. Man könnte die Bücher auch unabhängig voneinander lesen, weil es sich um abgeschlossene Fälle handelt. Ich empfehle jedoch unbedingt die Reihenfolge einzuhalten, weil mit den Hauptfiguren einfach eine Menge passiert, bei dem man von Anfang an dabei sein sollte.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Unglaublich atmosphärisches Prequel der Krimireihe

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Inhaltsangabe Verlag:
Eine schwerreiche isländische Familie trifft sich in einem abgelegenen Hotel in den Lavafeldern zu einem Familienfest. Zunächst sieht alles nach einer gelungenen Feier aus. Doch als ...

Inhaltsangabe Verlag:
Eine schwerreiche isländische Familie trifft sich in einem abgelegenen Hotel in den Lavafeldern zu einem Familienfest. Zunächst sieht alles nach einer gelungenen Feier aus. Doch als plötzlich jemand verschwindet, wird klar, dass in dieser Familie längst nicht alles Gold ist, was glänzt, und jeder und jede ist plötzlich verdächtig.
Der reiche und mächtige Snæberg-Clan trifft sich zu einem Familienfest in einem futuristischen Hotel inmitten der Lavafelder Westislands. Petra Snæberg, eine erfolgreiche Innenarchitektin, macht sich Sorgen um ihre Tochter Lea, deren Social-Media-Präsenz die falschen Follower angesprochen hat. Tryggvi, der Außenseiter der Familie, gibt sich große Mühe, dem Alkohol aus dem Weg zu gehen, weil er genau weiß, was sonst passieren kann.
Die Hotelangestellte Irma ist aufgeregt, dass sie diese berühmte Familie im Hotel betreuen kann. Doch im Verlauf des Wochenendes verschlechtert sich das Wetter immer mehr, ein Schneesturm zieht auf, und der Alkohol fließt in Strömen. Plötzlich verschwindet einer der Gäste, und es verdichten sich die Anzeichen, dass sich draußen auf dem Hotelgelände jemand herumtreibt.
Mit meisterhaft aufgebauter Spannung versetzt uns Eva Björg Ægisdóttir in eine abgelegene, eisige Welt, in der man niemandem trauen kann. Schicht um Schicht werden die dunklen Geheimnisse und die schmerzliche Vergangenheit der Familie Snæberg freigelegt, bis die schockierende Wahrheit ans Licht kommt.

Meine Inhaltsangabe:
Drei Generationen der sehr reichen und bekannten Snæberg-Familie mieten sich in einem abgelegenen, modernen Hotel inmitten unwirtlicher Lavafelder und zwischen Klippen ein, um gemeinsam den 100. Geburtstag des Familienpatriarchen zu feiern. Man macht gemeinsame Ausflüge, es wird enorm viel getrunken und alte Geschichten kochen hoch. Am nächsten Morgen einer ganz besonders feuchtfröhlichen Feier wird ein Familienmitglied tot unterhalb der Klippen aufgefunden. Die Polizei ermittelt, da fraglich ist, ob es ein Unfall war oder vielleicht doch jemand nachgeholfen hat.

Mein Eindruck:
Erster Satz: »Die Musik aus dem Hotel ist nicht mehr zu hören.«
Als ich losgelesen habe, war mir relativ schnell klar, dass ich mich, auf die drei Vorgängerbände bezogen, umgewöhnen muss, da nicht mehr die Kommissarin Elma Dreh- und Angelpunkt ist, sondern wir es mit einem Prequel zu tun haben, in dem Elma noch gar nicht vorkommt. Und auch die anderen beiden Ermittler (Polizist Sævar und Chef Hörður) spielen eher Nebenrollen. Das hat zur Folge, dass es kaum Szenen über die Ermittlungsarbeiten der Polizei gibt, wie sonst, sondern vielmehr die Familie Snæberg mit all ihren Facetten, Geheimnissen, Vorkommnissen im Vordergrund steht. Und das hat es echt in sich. Ægisdóttir versteht es allzu gut, Spannung aufzubauen und Atmosphäre zu schaffen. Ihr Schreibstil ist enorm bildhaft und dennoch völlig leise, was ungemein fesselt. Ebenso wie der Aufbau des Buches mit wechselweisem Blick auf Gegenwart und Vergangenheit. Innerhalb eines Kapitels werden die Geschehnisse abwechselnd von insgesamt vier der Beteiligten in der Ich-Form erzählt. Gut, dass vorne ein Stammbaum der Snæbergs abgebildet ist, den habe ich öfters mal zu Rate gezogen. Die wenigen Kapitel, in denen es um die Polizeiermittlungen geht, werden aus der Sicht von Sævar erzählt, aber nicht in der Ich-Perspektive. Das hört sich vielleicht verwirrend an, ist aber einfach nur genial. Toll ist auch, dass zwar von Anfang an klar ist, dass jemand getötet wurde, aber bis fast zum Schluss nicht, wer es ist. D.h., man fragt sich ständig, wer das Opfer ist und natürlich auch, wer der Täter. Die Auflösung war dann super gelungen und hat mir sehr gut gefallen. Überhaupt hat mich die Story vollkommen gepackt und nicht mehr losgelassen, so dass ich das Buch fast in einem Zug inhaliert habe. Es kann übrigens (wie auch die Vorbände) gut unabhängig voneinander gelesen werden. In der richtigen Reihenfolge ist aber natürlich immer schöner und runder, wobei man diesen 4. Band gern als erstes lesen kann, weil es ja ein Prequel ist. Ich fand es schlicht genial! 5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Rätselhafter Cold Case in einem Internat

Rory Shy, der schüchterne Detektiv - Das Rätsel um Schloss Eichhorn: Ausgezeichnet mit dem Glauser-Preis 2023 (Rory Shy, der schüchterne Detektiv, Bd. 3)
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Inhaltsangabe Verlag:
Ihr 3. Fall führt die 12-jährige Matilda und den berühmten schüchternen Detektiv Rory Shy in das piekfeine Internat Schloss Eichhorn. Dort tauchen seit Kurzem seltsame Nachrichten ...

Inhaltsangabe Verlag:
Ihr 3. Fall führt die 12-jährige Matilda und den berühmten schüchternen Detektiv Rory Shy in das piekfeine Internat Schloss Eichhorn. Dort tauchen seit Kurzem seltsame Nachrichten auf, die mit dem vermeintlichen Unfalltod einer Lehrerin vor 25 Jahren zusammenhängen: Jemand scheint mehr über den alten Fall zu wissen und nicht schweigen zu wollen. Im Auftrag der Direktorin beginnt das ungleiche Duo sofort zu ermitteln. Wer hat ein Interesse daran, die Vergangenheit aufzurühren? Für Matildas Hund Doktor Herkenrath wird der Fall besonders herausfordernd, denn das Schloss Eichhorn hat seinen Namen nicht von ungefähr.

Meine Inhaltsangabe:
Rory und Matilda werden ins Internat Schloss Eichhorn gerufen. Die Direktorin erklärt ihnen, dass vor 25 Jahren eine Lehrerin tot am Fuß der Treppe der Bibliothek aufgefunden wurde, was damals durch die Polizei als Unfalltod eingestuft wurde. Nun, ein Vierteljahrhundert später, gibt es Hinweise, dass es doch ein Mord war und sie bittet daher den schüchternen Detektiv und seine junge Assistentin, Ermittlungen anzustellen. Die beiden legen los und graben immer mehr Geheimnisse von damals aus. Nebenbei stellt Matilda fest, dass sie bei Begegnungen mit einem der Schüler immer von der sonst so redegewandten Plaudertasche zur einsilbigen Stotterin wird. Was ist das nur wieder, fragt sie sich. Und sie stellt auch fest: wer in einem Cold Case ermitteln will, sollte die Gegebenheiten der damaligen Zeit kennen. Gar nicht so einfach, wenn man erst viel später geboren wurde und die 90er Jahre nicht kennt. Doch Rory wäre nicht Rory und Matilda nicht Matilda, wenn nicht alles daran setzen würden, die kalte Nuss zu knacken.

Erster Satz: »“Jetzt stell dich nicht so an!“, sage ich zu Doktor Herkenrath, der furchtsam winselt, während ich versuche, ihm eine schwarze Samtschleife ins Fell zu binden.«

Mein Eindruck:
Großes Kino schon wieder und ich fühlte mich sofort wieder in die Krimiklassiker von damals versetzt. Die Story spielt zwar in der heutigen Zeit, doch der Autor schafft so eine typische klassische Krimiatmosphäre, dass es eine wahre Freude ist, sich darin zu versenken. Kein Wunder, habe ich das 320 Seiten starke Buch in einem Rutsch gelesen. Ging gar nicht anders. Ich habe mich wieder so köstlich über den unglaublich sympathischen Rory, die schlagfertige, smarte Matilda, den ängstlichen Cockerspaniel Dr. Herkenrath und alle anderen Figuren amüsiert und beim Fall mitgerätselt, was gar nicht so einfach war. Erst am Ende war ich mir einigermaßen sicher, was es mit allem auf sich hatte. Klasse, wie Oliver Schlick nicht nur seine beiden Detektive, sondern auch seine Leser auf falsche Fährten führt bzw. im Unklaren lässt. Neben all dem Spaß, den kniffligen Kopfnüssen und dem einfach nur superb zu lesenden, lebendigen und bildhaften Schreibstil kommt auch hier wieder die Botschaft durch, dass es völlig okay ist, schüchtern, zurückhaltend zu sein und dass es nicht gut ist, wenn von der Allgemeinheit als negativ oder ungewünscht angesehene Eigenschaften abtrainiert werden. Jeder ist so, wie er ist und jeder ist gut, so wie er ist. Ich liebs total und freue mich jetzt schon auf Band 4. Eine gar nicht schüchterne, sondern eine von Herzen kommende laute Empfehlung an alle Krimiliebhaber ab 10 Jahren. 5/5 Sterne.
Man kann die Bücher auch separat lesen, das ginge auch, doch der Reihe nach ist deutlich sinnvoller, weil die Figuren und ihr Zusammenspiel ja im Lauf der Zeit wachsen. Das sollte man nicht verpassen.

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