Heimeliger Winterkrimi
Der echte KrampusWilhelm Freiherr von Gryszinski möchte endlich mal weg aus dem Münchener Großstadtrubel. Da trifft es sich ganz gut, dass er mit seiner Familie, sowie seiner Köchin der Einladung ihrer Freundin Franziska ...
Wilhelm Freiherr von Gryszinski möchte endlich mal weg aus dem Münchener Großstadtrubel. Da trifft es sich ganz gut, dass er mit seiner Familie, sowie seiner Köchin der Einladung ihrer Freundin Franziska Gräfin von Wurmbrand gefolgt ist. Diese hat ein opulentes, aber gemütliches Haus in einem Dorf namens Berghall oberhalb von Bad Reichenhall erworben. Dort angekommen genießen die Gryszinskis die Abgeschiedenheit und den lang ersehnten Urlaub. Doch bald ist es schon dahin mit der Stille. Beim traditionellen Krampuslauf in Berghall wird ein Mann ermordet. Nahezu zwanzig Bewohner kommen sowohl als Zeugen, als auch als Täter in Frage. Gryzinski erhält den Auftrag den Mord aufzuklären. Das ist diesmal schön verzwickt.
Der Freiherr ist ein ruhiger Familienmensch, der seine berufliche Bestimmung aber mit äußerster Genauigkeit und Präzession ausübt. Er liebt seinen Sohn und seine Frau und ist ein kulinarischer Genussmensch. Da trifft es sich gut, dass er mit der Aloisia Brunner eine Köchin hat, die zwar manchmal etwas grummelig und sonderbar, aber eben auch äußerst fleißig ist.
Die Handlung ist in Berghall im Jahr 1897 angesiedelt und gut einordbar. Sehr lebendig und auch humorvoll ist der Schreibstil der Autorin. Gerade die vielen kulinarischen Aspekte sorgen für eine heimelige Atmosphäre in diesem Kriminalroman. Durch die zahlreichen Verdächtigen kann man spannenden Miträtseln beim Lesen. Sehr gut hat mir auch die Kapitelstruktur gefallen, kann dieses Buch wie ein Adventskalender gelesen werden. Die Spannung ist auch gut temperiert, auch wenn ich vielleicht mit noch einem spektakuläreren Ende gerechnet hätte. Ein Personenverzeichnis der vielen Figuren sorgt für eine gute Hilfe beim Lesen. Das Fazit ist positiv. Heimelig und auch spannend kann ich diesen Roman gut empfehlen.