Nicht das beste Werk, aber doch unterhaltsam
Tinte & SiegelEin Schotte mit einem Fluch und einer Lösung per Sprachapp – das hat etwas. Aber anscheinend ist das nicht alles. Al MacBharrais würde wirklich gerne langsam mal in Rente gehen, doch dafür benötigt er ...
Ein Schotte mit einem Fluch und einer Lösung per Sprachapp – das hat etwas. Aber anscheinend ist das nicht alles. Al MacBharrais würde wirklich gerne langsam mal in Rente gehen, doch dafür benötigt er einen Nachfolger.
Sein Problem? Seine Lehrlinge sterben ihm jedes Mal in der Ausbildung weg. Und sein letzter Lehrling scheint auch noch illegalen Handel mit Feenwesen betrieben zu haben. Das widerspricht jeglichem „Magierpathos“, so dass Al auch noch gezwungen ist dem nach zu gehen.
Die eigentlich sehr witzig, rasante Handlung, die sich der Autor da zurecht gelegt hat wird in diesem Auftakt zu einer Trilogie leider dem bisherigen Anspruch an seine Romane nicht so ganz gerecht. Bisweilen zieht sich die Handlung etwas in die Länge, was meines Erachtens wohl an dem doch nicht ganz so gut dargestellten Worldbuilding liegt. Da „Die Chronik des Siegelmachers“ anscheinend auch ein Spinn-off zur Reihe „Die Chronik des Eisernen Druiden“ darstellt, bezieht sich der Autor auf die gleichen grundlegenden Hintergründe in der Gestaltung seiner Welt. Für Einsteiger, die mit dieser Reihe in die Welt einsteigen, ist jedoch zu wenig „Materie“ da, so dass die eventuell wieder aussteigen könnten, bevor sie überhaupt eingestiegen sind.
Wer sich aber von den kleineren Längen nicht abschrecken lässt, findet sich in einer sehr unterhaltsamen Welt wieder.
Und meine private Empfehlung: Als Als „Geschäftsführerin“ ist Nadia ist wirklich ein kleiner Hammer.
Mein Fazit?
Nicht so tief ausgewogen, wie ich es von Kevin Hearne gewohnt bin, aber immer noch kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch, die mir den ein oder anderen Schmunzler ins Gesicht zaubert.