Fiktion, verschobene Wahrnehmung, heftig, blutlastig
Narbensommer #ThrillerMarc Davids und Zoé Martin folgen in ihrem zweiten Fall einer Fährte aus Blut und Tod in die Tiefen des Frankfurter Rotlichtmilieus. So steht es in der Kurzbeschreibung und vielleicht hätte ich diesen ...
Marc Davids und Zoé Martin folgen in ihrem zweiten Fall einer Fährte aus Blut und Tod in die Tiefen des Frankfurter Rotlichtmilieus. So steht es in der Kurzbeschreibung und vielleicht hätte ich diesen Satz wörtlicher nehmen sollen.
Wir haben mit „Narbensommer“ einen Thriller in der Hand, der wirklich spannend aufgebaut ist. Weder Täter, noch Motiv (wenn man von so einem überhaupt sprechen kann), sind wirklich erkennbar. Fiktion und verschobene Wahrnehmungen sind zentrale Bausteine, aber auch die detaillierte und blutlastige Beschreibung der Morde. Eine einmalige Erläuterung hätte für mich völlig ausgereicht, da ich diese brutalen Morde nicht so gerne in meinem Kopfkino habe. Auch fand ich trotz der Grundspannung immer wieder Seiten die sich nicht wirklich wichtig anfühlten, wie Gespräche, die nur wenig Neues bringen.
Aber dafür hat Chris Dominik ein sehr sympathisches Ermittlerteam geschaffen und mit Zoé gibt es in meinen Augen eine starke Frau. Sie hat bei mir den besten Eindruck hinterlassen.
Der Thriller ist der zweite Band der Reihe, kann aber ohne Bedenken eigenständig gelesen werden. Für mich waren in der Geschichte zu viele und zu genaue Einzelheiten der Morde beschrieben, wobei ich auch sagen muss, dass für diese Art von Täter und Mord es durchaus passen kann, wenn es jemand mag. Für jene Leser gibt es auch die Aussicht auf einen dritten Band im Herbst dieses Jahres.