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Veröffentlicht am 14.01.2025

Die Kaiserin und die Konkubine

The Remarried Empress 1
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Navier und Sovieshu sind ein eingespieltes Team. Als Kaiserin und Kaiser des östlichen Imperiums ist das auch wichtig. Doch plötzlich taucht Rashta auf, nimmt den Kaiser voll für sich ein und wird zur ...

Navier und Sovieshu sind ein eingespieltes Team. Als Kaiserin und Kaiser des östlichen Imperiums ist das auch wichtig. Doch plötzlich taucht Rashta auf, nimmt den Kaiser voll für sich ein und wird zur Konkubine. Schlussendlich verlangt der Kaiser die Scheidung und die einzige Bedingung von Navier ist, ebenfalls wieder heiraten zu dürfen. So viel wird bereits auf den ersten paar Seiten erzählt.

Somit befand ich mich sofort im Sog der Geschichte, die nach und nach auch noch mit Magie gewürzt wird. Die Intrigen auf dem Hof entwickeln sich und ich habe mich mehr und mehr gefragt, was Rashta vor hat. Dass sie clever ist und geschickt vorgeht, wird jedenfalls sehr schnell klar.

Ich fand es spannend, wie sich Navier durch diese schwierige Situation manövrierte und Trost bei Queen, "dem Botenvogel" von Prinz Heinrey, und der schriftlichen Korrespondenz mit dem Prinzen fand.

Gehofft hatte ich aber auf mehr Handlung in Hinsicht auf Scheidung und erneuter Hochzeit. Immerhin heißt die Reihe so und startet auch mit diesem Szenario. Allerdings bin ich mir auch bewusst, dass die Geschichte erst aufgebaut essen muss.

Der Zeichenstil hat mir gut gefallen. Er ist recht detailliert und opulent in der Darstellung des Reichtums des Kaiserhofs. Hie und da war ein Bild etwas unscharf, was natürlich auch daran liegen kann, dass der Comic als Webtoon entwickelt wurde und danach erst auf dieses Format übertragen wurde.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Zweite Chance für MinLee?

ASAP – Zweite Chance auf Liebe
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Ohne den Vorgänger "XOXO" zu kennen, habe ich mich an dieses Buch gewagt. Es ist nicht notwendig, dieses Buch vorab gelesen zu haben, vielleicht hätte ich so die ein oder andere Sache - gerade zwischen ...

Ohne den Vorgänger "XOXO" zu kennen, habe ich mich an dieses Buch gewagt. Es ist nicht notwendig, dieses Buch vorab gelesen zu haben, vielleicht hätte ich so die ein oder andere Sache - gerade zwischen Jenny und Sori - etwas besser verstanden.

Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen. Es ist immer wahnsinnig viel passiert, daher hätte vielleicht auch etwas weniger gereicht. Allerdings ist das Leben von Idols bekanntermaßen sehr vollgepackt, daher fand ich es auch nicht unpassend.

Sori war vielleicht ein bisschen naiv und unbedarft dafür, dass sie im Prinzip in die Branche hineingeboren wurde. Was mir aber gefallen hat, war ihre Entwicklung. Vor allem in Hinsicht ihrer Zukunftspläne. Doch auch, wie sie wieder ihr Vertrauen in Personen aus ihrem Umfeld zurückgewonnen hat.

Nathaniel mochte ich sehr. Er war sanft und rücksichtsvoll. Und dennoch hatte er auch eine vehement, leidenschaftliche Seite. Er hat sich Sori nicht aufgedrängt und dennoch seinen Standpunkt klar gemacht. Das war erfrischend und sehr angenehm.

Es gab viele wunderschöne Momente. Schöne, traurige und spannende Situationen reihten sich förmlich aneinander. Auch nicht zuletzt durch die Nebencharaktere, die alle eine gute Rolle für sie Geschichte gespielt haben. Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung mit Sun oder Youngmin?

Eine echter Makel hat dieses Buch allerdings und das hat mich echt beschäftigt... Die Romanisierung und Verwendung koreanischer Begriffe sowie ein Fehler bei der Nennung eines existierenden Lieds. Natürlich ist das Thema "Romanisierung von Hangul" schwierig. Ich verstehe aber nicht wirklich, warum hier nicht die gängigen Schreibweisen (z. B. -noona statt -nuna) verwendet wurden. Außerdem wäre es wohl für Neueinsteiger hilfreich gewesen, einen Glossar mit diesen Begriffen beizufügen.

Ansonsten hat mir das Buch und die Geschichte von Sori und Nathaniel sehr gut gefallen. Das Cover ist wunderschön und das Bild, das vor jedem Kapitel ein Stückchen weiter rutscht, fand ich wirklich schön gestaltet. Auch die Kapitelüberschrift war gut gewählt.

Mit Ausnahme der ungewohnten Romanisierung der koreanischen Begriffe, über die ich immer wieder gestolpert bin, war das Buch sehr gut zu lesen. Der Schreibstil war sehr ansprechend.

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Die Jägerin und der Haschaschine

We hunt the Flame
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Da ich "A Tempest of Tea" wirklich sehr gemocht habe, war dieses Buch nahezu ein Pflichtkauf. Immerhin geht es hier um die Welt von Arawiya, der Heimat eines der Hauptcharaktere.

Wie auch bei Ihrem anderen ...

Da ich "A Tempest of Tea" wirklich sehr gemocht habe, war dieses Buch nahezu ein Pflichtkauf. Immerhin geht es hier um die Welt von Arawiya, der Heimat eines der Hauptcharaktere.

Wie auch bei Ihrem anderen Buch hatte ich Startschwierigkeiten. Bis die Welt aufgebaut war und die Geschichte in Schwung kam, sind gute 150 Seiten vergangen. Da muss man sich erst einmal durcharbeiten.

Erschwerend kam für mich hier auch noch die häufige Verwendung von arabischen Wörtern hinzu. Das hat mich immer ein wenig aus dem Lesefluss gerissen, auch wenn das Glossar am Ende dann die Erklärung liefert. Wenn z. B. traditionelle Kleidungsstücke mit ihren "echten" Namen beschrieben werden, finde ich das gut. Ich mag das dann sogar. Aber hier war es mir einfach zu viel.

Die Charaktere gefallen mir an sich gut. Sie sind vielschichtig und haben ihre Kämpfe auszutragen. Gerade die Nebencharaktere machten die Geschichte etwas lebendiger und spannender.

Durch Nasirs Tätigkeiten als Haschaschine kamen gewisse Assassins Creed Vibes auf. Sein Hintergrund fand ich gut und recht glaubhaft dargestellt. Zafira mochte ich ich größtenteils ebenfalls. Manchmal wirkte sie jedoch etwas kindlich und fast schon naiv. Jedoch fand ich beide nicht immer greifbar und ihre Chemie nicht vollkommen überzeugend.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Vergangenheit trifft auf Gegenwart

Love Me Like It's Yesterday
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Ich mochte das Thema auf Anhieb. Juno, die sich völlig von Handy und Social Media losgesagt hat und Taro, der mit eben jener Welt Geld verdient. Die Schattenseiten von Social Media hat jeder schon mal ...

Ich mochte das Thema auf Anhieb. Juno, die sich völlig von Handy und Social Media losgesagt hat und Taro, der mit eben jener Welt Geld verdient. Die Schattenseiten von Social Media hat jeder schon mal zumindest am Rande mitbekommen.

Generell finde ich, dass das Thema Digital Detox und vor allem die Gründe bei Juno - und auch ihrer besten Freundin - sehr gut und sensibel in die Geschichte integriert. Auch andere Beispiele finden in dem Buch Platz und wirken authentisch. Die "schwierigeren" Themen wie (Cyber-)Mobbing finde ich sensibel, durchdacht und wirklich eindringlich umgesetzt.

Authentizität ist tatsächlich ein Thema in den einzelnen Szenen, das ihr sehr gut umgesetzt fand. Von Juno mit ihrer Werkstatt bis zu Taro und seiner Challenge. Auch die Nebencharaktere und deren Leben waren gut mit eingewoben. Ab und zu waren Szenen etwas überspitzt, andere hingegen hervorragend getroffen, dass man sich gut darin wiedererkennen konnte.

Juno und Taro waren in meinen Augen ein sehr schönes und harmonisches Pärchen. Tatsächlich fand ich es manchmal schlimm von dem Damoklesschwert zu vwissen, das über ihre Köpfe schwebte. Junos Wortkreationen fand ich manchmal eigenartig und zu viel, an anderer Stelle aber auch lustig oder genial.

Das Ende fand ich schön und auch rund. Tatsächlich gibt es noch ein erweitertes Ende auf YouTube, das für mich das Ende perfekt gemacht hat. Schreibstil war sehr angenehm.

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Die wilde Jagd mit neuem Ziel

A Whisper of Wings
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Band 1 hat mir sehr gute gefallen, auch wenn mich das Ende ganz schön fertig gemacht hat. Gerade bei einem Punkt war ich sehr neugierig, wie die Autorin da die Kurve kriegen wollten.

Meine Erwartungen ...

Band 1 hat mir sehr gute gefallen, auch wenn mich das Ende ganz schön fertig gemacht hat. Gerade bei einem Punkt war ich sehr neugierig, wie die Autorin da die Kurve kriegen wollten.

Meine Erwartungen wurden hier zum Teil übertroffen, jedoch auch an manchen Stellen nicht erreicht. Gerade was Gent anging, dachte ich mir, dass hinter seinen Taten mehr stecken würde. Denn das war ja nun mal eine ganz schönes Brett. Doch die Art und Weise, wie er im Buch dazu stand, war zumindest für mich in Ordnung.

Auch Smilla fand ich dieses Mal nicht ganz so überzeugend und nachvollziehbar. Ihre ewigen Monologe wurden mir tatsächlich irgendwann ein bisschen viel.

Die ganzen Nebencharaktere hingegen haben für mich das Buch getragen. Eine richtige Überraschung für mich war Leif, den ich in Band 1 nicht gemocht habe. Die Entwicklung hat mich überrascht, doch die Erklärung dazu hat für mich Sinn ergeben.

Doch auch andere Figuren haben durchaus zu überraschen gewusst und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, diese im Laufe des Buches zu begleiten. Sie haben das fehlende Prickeln zwischen Smilla und Gent für mich gut kompensieren können.

Im Laufe der Geschichte nahm auch die Spannung zu und das große Finale war dann wirklich fesselnd. Auch hier haben mich ein paar Wendungen überrascht. Das Ende hat mir gefallen und war sogar ein wenig versöhnlich und hoffnungsvoll.

Der Schreibstil war wieder sehr angenehm und für mich sehr flüssig lesbar. Einige Abschnitte habe ich als Hörbuch gelesen und fand die Sprecher:innen wirklich gut. Sven Macht hat für mich eine Art Lethargie in der Stimme, an die ich mich immer erst ein wenig gewöhnen muss und manche Teile hören sich wie nachträglich reingeschnitten an, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Dafür fand ich, wie er stellenweise Odin gesprochen hat, wirklich grandios.

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