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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2025

Eine etwas andere B. C. Cherry

Was wir im Stillen fühlten
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Ich liebe die Bücher von B. C. Cherry generell sehr, sie hat einen absolut mitreißenden, gefühlvollen Schreibstil, der mich jedes Mal aufs Neue begeistert. "Was wir im Stillen fühlten" ist dennoch komplett ...

Ich liebe die Bücher von B. C. Cherry generell sehr, sie hat einen absolut mitreißenden, gefühlvollen Schreibstil, der mich jedes Mal aufs Neue begeistert. "Was wir im Stillen fühlten" ist dennoch komplett anders als andere Romane aus ihrer Feder - das Buch kommt ohne viel Drama daher, es schlägt ruhigere Töne an und bietet neben dem gewohnt reichlich vorhandenen Gefühl auch eine gute Prise Humor. Besonders das Gekabbel der Protagonisten hat mich sehr zum Schmunzeln gebracht.

Yara und Alex sind ein äußerst gelungenes Couple à la Grumpy und Sunshine. Yara ist ein typischer People Pleaser, was sie einerseits natürlich sehr sympathisch, aber andererseits auch sehr angreifbar macht. Alex wiederum trägt seine schlechte Laune wie einen Schild vor sich her, verbirgt darunter allerdings ein sehr feinfühliges, verletztes Herz mit Bindungsangst. Ich fand die beiden in Kombination ganz zauberhaft und habe ihre Geschichte gerne verfolgt.

Was mir weniger gefallen hat, das war das Ende des Buchs. Ohne spoilern zu wollen, muss ich sagen, dass mir die Einmischung von Teresa und ihrem Mr. Parker überhaupt nicht gefallen hat. Das war mir zu kitschig, zu konstruiert, zu gewollt.

Mein Fazit: Auch wenn das Buch anders war als erwartet, so hat es mir doch gut gefallen. Zum letzten Glück fehlte mir allerdings die Tiefe - denn tatsächlich liebe ich an BCCs Romanen vor allem auch das große Drama.
Aus diesem Grund und weil ich das Ende nicht mochte, vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 05.03.2025

Für mich der schwächste Teil der Reihe

Skyshade
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So richtig konnte mich Islas Geschichte in Teil 3 der Lightlark-Reihe nicht mitnehmen. Die Kräfte der Handelnden kamen mir zunehmend willkürlich vor, vor allem Isla entdeckte ständig Neues, was sie mit ...

So richtig konnte mich Islas Geschichte in Teil 3 der Lightlark-Reihe nicht mitnehmen. Die Kräfte der Handelnden kamen mir zunehmend willkürlich vor, vor allem Isla entdeckte ständig Neues, was sie mit ihren Fähigkeiten anstellen kann, und das kam mir immer etwas zu passend vor. Die Erklärung kam meistens erst im Nachgang, was für mich oft einer Rechtfertigung gleichkam.

Gefühlsmäßig schwebt Isla weiterhin zwischen Oro und Grim, wobei sie den größten Teil ihrer Zeit Grim widmet und versucht, Oro auf Abstand zu halten. Ich bin gespannt, wie sich dieses Problem am Ende löst, denn - Überraschung! - Skyshade ist keinesfalls der letzte Band der Reihe, sondern es wird noch einen vierten Teil geben. Leider trägt dieses Dilemma nicht dazu bei, dass mir Isla sympathischer wird.

Die Handlung fand ich grundsätzlich nach wie vor sehr packend. Es gab jede Menge Plottwists, und vor allem das Ende konnte mich nochmal richtig überraschen.

Mein Fazit: Die Geschichte um Lightlark und seine Völker ist nach wie vor spannungsgeladen und sehr unterhaltsam. Mir sind nach wie vor die Grundzüge der magischen Kräfte zu unklar, zu willkürlich, so dass ich diesmal nur 3,5 von 5 Sternen vergeben möchte. Dennoch bin ich gespannt auf Teil 4 - ich hoffe, alle offenen Enden werden sich dann zu einem Großen Ganzen verknüpfen lassen...

Veröffentlicht am 04.02.2025

Was wäre, wenn...

Undoubtable Love
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Mit „Undoubtable love“ hat Kylie Scott es mir leider nicht so leicht gemacht wie ich es von ihr gewohnt bin. Die Grundidee der Geschichte ist schnell erklärt: Stellt euch vor, zwei Menschen treffen sich ...

Mit „Undoubtable love“ hat Kylie Scott es mir leider nicht so leicht gemacht wie ich es von ihr gewohnt bin. Die Grundidee der Geschichte ist schnell erklärt: Stellt euch vor, zwei Menschen treffen sich – und man drückt ihnen ihre Scheidungsurkunde in die Hand, die auf einen Tag in 10 Jahren datiert ist: Was macht das mit den beiden? Werden sie es dennoch wagen eine Beziehung einzugehen, wenn sie sich attraktiv finden? Und wenn ja, wie gehen sie mit dem Wissen um, dass ihre Beziehung scheitern wird? Susie und Lars passiert genau das. Und – ohne zu viel verraten zu wollen – wir begleiten die beiden bei ihrem Kennenlernen, bei all ihren ersten Malen und bei der Entscheidung: Wollen wir das Risiko eingehen oder nicht?

Der Kern der Geschichte ist relativ vorhersehbar, die Rahmenhandlung dagegen recht innovativ und unterhaltsam. Die Charaktere fand ich ganz zauberhaft, angefangen bei den Protagonisten Susie (Miss Sunshine mit dem Herzen auf der Zunge) und Lars (Mr. Grumpy mit dem Herzen aus Gold) über die beste Freundin Cleo und seinen Bruder Tore bis hin zu Miss Lilliane. Selbstverständlich gibt es auch den typischen Antagonisten, der mich zwar szenenweise echt wütend gemacht, der aber gerechterweise am Ende auch sein Fett weggekriegt hat.

Schwierig wurde es für mich beim Schreibstil. Zum einen kamen ständig Wörter vor, die überhaupt nicht zu den Charakteren passten. Zum anderen war mir der Satzbau oft zu einfach und deskriptiv, es fehlte an Tiefe. Eventuell wäre das im englischen Original anders, wer weiß. Und: Es wurde alles zu Tode analysiert. Gedankengänge, die beim ersten Mal noch Sinn machen, sind beim achten Mal einfach nur noch langweilig.

Außerdem bin ich mir nicht sicher, was die Message des Romans angeht. Das Schicksal bestimmt unser Handeln? Kopf über Herz? Ich weiß nicht, das klingt alles nicht nach etwas, was ich unterschreiben würde…

Mein Fazit: Zwischen diesen wunderschön gestalteten Buchdeckeln verbirgt sich eine kreative Grundidee, die mit äußerst liebenswerten Charakteren und einer unterhaltsamen Rahmenhandlung umgesetzt wurde. Zum perfekten Leseerlebnis hätte mir eine besser herausgearbeitete Message sowie ein angenehmerer Schreibstil gefehlt Dennoch war es eine nette Unterhaltung für Zwischendrin, so dass ich 3,5 von 5 Sternen vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 15.01.2025

Dekadenz regiert die Welt

Blackwell Palace. Risking it all
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Dekadenz regiert die Welt im Blackwell Palace, dem Nobelhotel der Familie Blackwell in St. Moritz. Die Söhne und Töchter aus reichem Hause vergnügen sich auf Bällen ebenso wie bei winterlichen Pool-Parties ...

Dekadenz regiert die Welt im Blackwell Palace, dem Nobelhotel der Familie Blackwell in St. Moritz. Die Söhne und Töchter aus reichem Hause vergnügen sich auf Bällen ebenso wie bei winterlichen Pool-Parties und Polo-Turnieren auf dem zugefrorenen Moritzersee, während die Angestellten des Hotels sehnsüchtig davon träumen, Teil der High Society zu sein. Doch der schöne Schein trügt - vor allem die Blackwell-Brüder haben einiges vor der Welt zu verbergen. Mittendrin die neue Sommelière Paola Cortessa, die bald schon dem Charme der Brüder erliegt, obwohl sie doch eigentlich ganz andere Pläne für ihren Aufenthalt im Blackwell Palace hatte...

Das Setting des Romans gefällt mir gut, man fühlt sich durch Ayla Dades Beschreibungen direkt in die Schweiz versetzt.
Die Protagonisten sind eher interessant als sympathisch - vor allem bei Paola finde ich das sehr schade, da sie ja eigentlich die Person sein sollte, mit der man sich identifizieren können sollte. Ihr Charakter ist mir zu unbedacht, zu naiv (wie man vor allem am Ende des Buchs sieht) und auch zu unstet. Ihre Entscheidungen kommen gefühlt aus dem Nichts, sind zwar jedes Mal begründet, aber die Entscheidungsgrundlage ist jedes Mal eine andere. Ich habe deshalb leider keinen Draht zu ihr gefunden.
Die Charaktere von Charles und Edward konnte ich noch eher nachvollziehen. Edward der ewige Zweite, der "Abgelehnte", der eigentlich sehr tief fühlt, dies aber immer hinter seiner rebellischen Fassade verbirgt. Und Charles, der absolute Misanthrop mit dem Rettersyndrom, der eine schwierige Kindheit zu verarbeiten hat und sich deshalb nicht erlaubt, überhaupt etwas zu fühlen. Charles war für meinen Geschmack etwas zu impulsiv, während Edward komplett unberechenbar rüberkam. Obwohl die Kapitel abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonisten geschrieben sind, hatte ich am Ende nicht das Gefühl, Edward zu kennen.

Die Handlung fand ich durchaus packend, auch wenn manches ziemlich abwegig war. Paola arbeitet zum Beispiel gefühlt nicht, sondern hängt die ganze Zeit nur mit ihren Freunden und den Blackwell-Brüdern ab. Am Ende gibt es einen Riesen-Plottwist, von dem ich noch nicht genau weiß, was ich von ihm halten soll. Ich würde mir tatsächlich wünschen, dass diese Entwicklung sich im zweiten Band wieder in Luft auflöst, auf welche Weise auch immer... Gut gefallen hat mir die Story rund um April, und ich bin gespannt, wie sich das Ganze am Ende herausstellt.

Es gibt in diesem Buch einige sehr explizit beschriebene BDSM-Szenen. Ich fühle mich hierbei zwangsläufig immer an Shades of Grey erinnert, muss aber leider sagen, dass Charles gegen Christian nicht ankommt. Ganz grundsätzlich fand ich diese Szenen immer sehr willkürlich eingestreut, oft war die Situation nicht passend und man hatte das Gefühl, es war mal wieder an der Zeit für ein wenig Spice...

Mein Fazit: Ich bin komplett unvoreingenommen in diese Reihe gestartet und verlasse Band 1 nun mit etwas gemischten Gefühlen. Handlung und Setting sind auf jeden Fall interessant, ebenso wie die Gefühlswelt von Charles und Edward. Paola konnte mich leider gar nicht begeistern. Der Schreibstil war sehr bildhaft, es gab jede Menge Zitate aus deutschen Literaturklassikern und auch zwei selbst geschriebene Gedichte, wofür ich ausdrücklich ein großes Lob aussprechen möchte. Dennoch fühlten sich die Protagonisten durch Ayla Dades Beschreibungen mal eben lockere 5-7 Jahre jünger an als sie eigentlich sein sollten. Aus diesen Gründen gibts von mir 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.11.2024

Schönes Thema mit Macken

Whitestone Hospital - Saved Dreams
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Die Whitestone Hospital-Reihe von Ava Reed erinnert mich immer an meine "wilden Jahre", in denen Arztserien à la Grey's Anatomy zu meinem Alltag gehörten. Auch Band 4 fügt sich nahtlos in dieses Schema ...

Die Whitestone Hospital-Reihe von Ava Reed erinnert mich immer an meine "wilden Jahre", in denen Arztserien à la Grey's Anatomy zu meinem Alltag gehörten. Auch Band 4 fügt sich nahtlos in dieses Schema ein - auch diesmal begleiten wir wieder die jungen Assistenzärzte im Whitestone Hospital, es gibt jede Menge Drama und natürlich geht es auch hier wieder um die große Liebe.

Ava Reed hat sich diesmal an eine queere Geschichte herangewagt und ich finde, sie hat das ganz gut gemacht. Es ist eine Slow Burn Romanze, die mehr von den kleinen Gesten lebt als von den großen, und das hat die Love Story zwischen Jane und Abby sehr glaubwürdig gemacht. Bitte verurteilt mich nicht, aber ich muss gestehen, dass ich mir ein anderes Setting dafür gewünscht hätte als die sowieso schon sehr frauenlastige Gynäkologie. Aber so hätte der Rest der Handlung dann natürlich nicht funktioniert.

Ein zentraler Punkt der Handlung ist das Trauma, das Jane durchlebt und bis heute nicht verarbeitet hat. Die Geschichte hat dadurch leider einen ziemlich schweren Grundton, der es mir oft ein wenig schwer gemacht hat, das Buch weiterzulesen. Ich hätte mich gefreut, wenn sie etwas früher darüber hätte sprechen können und dadurch dem Buch zu etwas mehr Leichtigkeit verholfen hätte.

Eine Sache, die mir schon bei den ersten drei Bänden aufgefallen ist: Die Autorin versucht immer möglichst viel Lehrreiches in ihren Büchern anzusprechen. Für meinen Geschmack ist das regelmäßig zu viel des Guten - es fühlt sich beim Lesen oft sehr belehrend an und lässt den Verlauf der Geschehnisse manchmal unnatürlich wirken (hier zum Beispiel die Szene in der Cafeteria). Das Motiv dahinter ist natürlich ein hehres und sei auf jeden Fall lobend erwähnt, die Umsetzung wiederum fand ich nicht so gelungen. Weniger ist manchmal eben doch mehr.

Mein Fazit: Für Fans der Reihe ein absolutes Must Read. Dennoch siedle ich meine Bewertung aus oben genannten Gründen mit 3,5 von 5 Sternen im Mittelfeld an. Ich freue mich riesig, dass es einen fünften Band gibt und bin gespannt auf die Geschichte von Ian und Jess.