Eine etwas andere B. C. Cherry
Was wir im Stillen fühltenIch liebe die Bücher von B. C. Cherry generell sehr, sie hat einen absolut mitreißenden, gefühlvollen Schreibstil, der mich jedes Mal aufs Neue begeistert. "Was wir im Stillen fühlten" ist dennoch komplett ...
Ich liebe die Bücher von B. C. Cherry generell sehr, sie hat einen absolut mitreißenden, gefühlvollen Schreibstil, der mich jedes Mal aufs Neue begeistert. "Was wir im Stillen fühlten" ist dennoch komplett anders als andere Romane aus ihrer Feder - das Buch kommt ohne viel Drama daher, es schlägt ruhigere Töne an und bietet neben dem gewohnt reichlich vorhandenen Gefühl auch eine gute Prise Humor. Besonders das Gekabbel der Protagonisten hat mich sehr zum Schmunzeln gebracht.
Yara und Alex sind ein äußerst gelungenes Couple à la Grumpy und Sunshine. Yara ist ein typischer People Pleaser, was sie einerseits natürlich sehr sympathisch, aber andererseits auch sehr angreifbar macht. Alex wiederum trägt seine schlechte Laune wie einen Schild vor sich her, verbirgt darunter allerdings ein sehr feinfühliges, verletztes Herz mit Bindungsangst. Ich fand die beiden in Kombination ganz zauberhaft und habe ihre Geschichte gerne verfolgt.
Was mir weniger gefallen hat, das war das Ende des Buchs. Ohne spoilern zu wollen, muss ich sagen, dass mir die Einmischung von Teresa und ihrem Mr. Parker überhaupt nicht gefallen hat. Das war mir zu kitschig, zu konstruiert, zu gewollt.
Mein Fazit: Auch wenn das Buch anders war als erwartet, so hat es mir doch gut gefallen. Zum letzten Glück fehlte mir allerdings die Tiefe - denn tatsächlich liebe ich an BCCs Romanen vor allem auch das große Drama.
Aus diesem Grund und weil ich das Ende nicht mochte, vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.